Stand: 13. 2. 19

 

Wo Menschen sind, gibt es keine Homogenität. Wenn man von Zeittendenzen spricht, sind es immer Tendenzen, nie alles beherrschende und durchdringende Prozesse. So sind auch die folgenden Äußerungen zur Subjektivität und Objektivität zu verstehen: Insbesondere seit der  Wiederaufbauzeit nach dem 2. Weltkrieg ist die objektivierende Haltung zur Welt und zu sich selbst dominant geworden. Nicht nur die Weltanschauung ist wissenschaftlich-objektiv geworden, sondern ebenfalls der Alltagsblick hat einen weitgehend objektiven Charakter angenommen.

Genau besehen ist die sogenannte objektive Welt eine von einflußreichen Subjekten über Generationen hinweg gemeinsam geteilte konstruierte Welt. Ein in diese Welt "neu" eingeführtes "individuelle Subjekt" erscheint diese konstruierte Welt als vollkommen unabhängig von ihm und anderen Subjekten, eben als falscher Schein objektiv.  Ich unterscheide also zwischen zwei fundamental verschiedenen Begriffen von Subjektivität, der individuellen und der kollektiven. Die Welt, die aus dem individuellen Subjekt herauswächst, ist nicht relevant, ist nicht Wahrheit, ist nicht bebauungsfähig und hat keinen weiterführenden Wert.  Aber das  nicht wegzudiskutierende Manko, dass der Mensch über keinen archimedischen Punkt für die Erkenntnisfundierung verfügt, die notwendige Voraussetzung für substanzielle, nicht nur methodische Objektivität wäre, hat zunehmend (wieder) dem Paradigma der Objektivität zu schaffen gemacht, so dass der erkenntnistheoretische Blick und mit ihm in Gefolge die Geisteswissenschaften  die individuelle Subjektivität wieder als ernstzunehmende Realität reflektiert. Von Roland Barthes mit der Härte Kirkegaards formuliert: "Lieber die Trugbilder der Subjektivität als der Schwindel der Objektivität. Lieber das IMAGINÄRE DES SUBJEKTS als seine Zensur" (Die Vorbereitung des Romans, Frankfurt am Main 2008, S. 30). Im Alltagsleben zeigt sich dieser Schwenk als Abwendung von einem Leben aus zweiter Hand, seien es Bilder oder Fertigprodukte. Die Eigenbewegung , wie in den  Notationen und Aphorismen vorliegender Homepage thematisiert, ist Teil dieser Gesamtbewegung. Hinzugefügt sei, dass dieser Schwenk kein absoluter ist und aus Gründen der Humanität es nicht sein darf, sondern nur als Korrektur der einseitigen Ausrichtung auf die Objektivität zu verstehen ist.

Viele  Aussagen haben deshalb den  Konsumismus,  d. h. den übersteigerten  Konsum zum Gegenstand, weil er sich nicht nur allein  gegen menschliche Möglichkeiten und Lebensqualität richtet, sondern auch  eine wesentliche Ursache und Motor der gegenwärtigen Umweltzerstörungen an verschiedenen Orten und Ebenen

Ich teile die Postion von Robert Kurz: Nicht mehr die Klassen- und Verteilungsfrage der alten Arbeiterbewegung wurde in das Zentrum der Analyse und Kritik gestellt, die im Kern nur auf eine gerechte Verteilung des produzierten Mehrwerts abzielte; vielmehr fokussierte sich die Kritik nun grundsätzlicher auf die gesellschaftliche Produktions- und Vermittlungsformen des Werts und der abstrakten Arbeit. Vor diesem theoretischen Hintergrund erschien der Sozialismus nicht als die große Systemalternative, sondern vielmehr als eine Alternation, eine staatskapitalistische Spielart des warenproduzierenden Gesamtsystems.

Ich kritisiere mitnichten die Wirtschaft an sich, sondern nur die Form, die  eine kapitalistische in einer spezifischen Bedeutung ist, nämlich die allein auf Wirtschaftsvergrößerung aus ist (Wachstum ist das nicht) und sich gegenüber anderen Interessen absolut setzt. Wenn die erwirtschafteten Produkte und Dienstleistungen selbst nicht in Frage gestellt werden (=Gebrauchswertkritik), sondern nur noch deren Verteilung, wie es immer noch traditionelle Linke  tun, dann ist das keine Kapitalismuskritik. Dass in einer ökologisch verfassten Gesellschaft materielle Ungleichheit in höherem Ausmaße keinen Platz hat, versteht sich „natürlich“. Wenn das verhindert wird, muss energisch gegengesteuert werden.

Materielle Hauptursache der gegenwärtigen ökologischen, sozialen und individuellen Probleme ist der Motor, genauer: sein zunehmender Einsatz und Ersatz nahezu  aller Prozesse und  Tätig keiten. Der Motor ersetzt und verdrängt das Leben.  Da der Motor selbst wiederum ein bedingter ist,  bedarf es weiterer Analysen.
Nicht meine Diagnosen und Analysen sind radikal und extrem, sondern die von mir kritisierten Verhältnisse sind es.
Ich behaupte nicht mehr und nicht weniger als dass die Eigenbewegung mit Hand und Fuß  im Alltag die notwendige und einzig begehbare Alternative für unsere Gegenwart ist. Eine Alternative gegen die Dominanz der Motore. Meine Botschaft lautet deshalb: Schlagt eine andere Richtung ein. Das ist keine Installation eines neuen Paradieses, sondern ermöglicht ein Sein in der Wirklichkeit und Zukunft.

 

  1. In  Hotels, Straßen und Flugplätzen  im Ausland gibt es nicht mehr das Fremde.

  2.  „Natura non lipset“, auch wenn dieses Diktum von Leibniz nicht absolut zutrifft, so nicht in der Quantenphysik,  sollte man ihn in bestimmten Gebieten folgen. So wenn zwischen Natur und Zivilisation strikte Grenzen wie in den Gärten gezogen werden statt Übergänge zuzulassen.

  3. In Zeiten der Erdzerstörung muss alles, aber wirklich alles neu bedacht werden: Ewigkeit,  Menschsein, Tradition, ..

  4. In der Diskussion um die  Zukunft des Flensburger Hafens wird vielleicht auch von mir der Akzent zu sehr  auf Konsum und nicht auf Produktion, die ja schließlich auch ein Existenzial ist, gelegt Aber wir leben nicht in einem Paradies.

  5. Die konsumkapitalistische Moderne fördert zwar nicht explizit, aber implizit den schlechten, d. h. egoistischen Subjektivismus.

  6. Es ist ja nicht so, dass die durch die motorisierte Technik gewonnene Zeit nun für Kunst, Natur, Bildung, Soziales ….genutzt wird, sondern für passive Zeitüberwindung.

  7. Das Wichtigste: Wir müssen den Sinn für den Sinn, für Sinnvolles wach halten.

  8.  Kritische Fragen zum Konsumkapitalismus kommen den betroffenen Bürgern prinzipiell nicht ins Bewusstsein, ja, wird von ihnen aktiv als Beleidigung abgelehnt.

  9. Ab eines bestimmten Niveaus, die die Selbsterhaltung in Gefahr bringt, wird Wirtschaft existentiell wichtig und notwendig.

  10. Zeitgemäßes  Leben wird immer anstrengungsloser.Warum fühlen sich so wenige Bürger  für das Klima verantwortlich, obwohl es lebensrelevant ist?

  11.  Unsere ausschließliche Fixierung auf das Hier und Jetzt ist eine relevante Problemquelle.Es gibt Menschen, die denken, dass sie in ihrer Faulheit etwas besonderes seien. Sie haben  keinen Begriff für Passivität und Faulheit.

  12. Die Formulierung „Energie muss immer bezahlbar sein“ implizitert auch ein mögliches Ja zur Atomkraft und zur Zerstörung der Erde.

  13. In Zeiten der drastischen Klimaerwärmung müssten die Busse immer voll sein und die Straßen voller Fußgänger und Radfahrer.

  14. Individualismus darf nicht zum Egoismus werden.

  15.  Der Konsumkapitalismus bestimmt nur teilweise die menschlichen Bedürfnisse, die dieser Wirtschaftswiese teilweise entgegenkommen.

  16. Die Kritikfähigkeit des Menschen im Konsumkapitalismus hat es sehr schwer, weil keine Zeit und Raum für innere Gedanken mehr vorhanden ist. Nur die Innenwelt ist relativ autonom gegenüber der Determinationsmacht der Außenwelt. Wer bewusstseinsmäßig allein im Konsumkapitalismus ist, kann den Gebrauchswert nicht angemessen denken.

  17. Ein Teil des falschen Bewusstseins entsteht bereits durch unreflektierten Sprachgebrauch, denn Sprache kann aufdecken, aber auch zudecken.

  18. Freiheit ist nach Hegel das „Bei-sich-selbst-sein im anderen“, also in Richtung Ganzes.

  19. Der Konsumkapitalismus führt beim Konsumenten zur Eindimensionalität des Bewusstseins. Das erkannt zu haben, ist das Verdienst von Herbert Marcuse. Linke blenden das aus, müssen es, weil sie das Ziel auf Gleichheit legen egal auf welcher materiellen Basis. Der Eindimensionale Mensch und Warenästhetik von Wolfgang Haug sind Gebrauchswertkritik pur.

  20. Verbesserungen konzentrieren sich letztlich einseitig auf Bequemlichkeit und Erweiterung von Herrschaft. Geistiges Wachstum gilt nicht als zeitgemäß.

  21. Es gibt Süchte, die den  Menschen eisern im Griff haben.

  22. Das Fundament meiner Argumente ist  das Leben. Leben ist geformte Energie.

  23. Wirtschaftswachstum ist aus ökologischer und humaner Sicht destruktiv. Aber es ist die heilige Kuh der Gegenwart – inzwischen auch global. Keiner traut sich mehr, es zu kritisieren.

  24. Im Konsumkapitalismus wird der universelle Geist des Menschen in  Warenbewusstsein transformiert.

  25. Ein Warenbewusstsein kann sich  nicht selbst wesentlich transformieren.

  26. Politik kann heute nur noch als die Kunst verstanden werden, die Existenz der Menschen in einer gefährdeten Welt zu sichern“ (Georg Picht. War bereits die Forderung der Grünen Liste Nordfriesland im Jahre 1978).

  27. Viele der hier entwickelten Einsichten sind wohl schwer nachvollziehbar, weil sie  sich gegen den mächtigen Zeitgeist wenden, der die Wahrheit mit einer Decke von Uneigentlichen fast lückenlos zudeckt.

  28. Im Geistigen ist schrankenloses Wachstum natürlich, möglich und sinnvoll.

  29. In vielen Innenstädten werden bereits Läden wieder zu Wohnungen umgebaut.

  30.  Der Weg muss auch ins Innere gehen. Warum? Was immer einem im Innern begegnet, kann man nicht kaufen.

  31. Das  warenorientierte Bürgertum geht nicht in klassischen Konzerte (steht für Hochkultur) und fährt nie mit dem Bus. Klassische Musik und Philosophie sind zwei Seiten derselben Medaille. Beide sind nicht populär, denn sie ermöglichen Emanzipation. Anhänger der Hochkultur zu sein hat den Geruch, politisch ein Reaktionär, ja kein Demokrat zu sein.

  32.  Im Konsumkapitalismus werden alle Angebote auf leichte Aneignung, auf Anstrengungslosigkeit, auf Spaß, auf Bequemlichkeit getrimmt. Das hat Auswirkungen auf den Gesamtcharakter der Konsumenten. Wenn man das nicht kritisch reflektiert, hat man keine Chance,  dem zu entkommen.

  33. Läden in einer Stadt sind auch aus kommunikativer Sicht von größter Wichtigkeit.

  34. Wenn etwas preislich reduziert ist. Auf wessen Kosten?

  35. Auch der konsumorientierte Bürger ist immer irgendwo anwesend, aber für seine Mitmenschen oft unsichtbar.

  36. Suchtverhalten jeglicher Art immunisiert gegen Kritik

  37. Wir leben in einer Kultur des (oberflächlichen) Sehens.

  38. Weil lebendige Mensch-Mensch-Begegnungen immer  geringer werden, werden Bilder immer populärer, so dass Bilder schon oft als interessanter eingestuft werden als die Wirklichkeit. Im Handel interagieren früher immer zwei lebendige Menschen.

  39. Wir sind ständig von interessegeleiteten (politischen) Zahlen umgeben.

  40. Die Schönheit der jeweiligen  Umgebung  wird zerstört oder aus dem Bewusstsein getilgt und durch Fernreisen ersetzt.

  41. Wellness ist der ideale Zustand für viele zeitgemäße  Menschen, d. h. nahezu absolute Passivität. Als Ausruhen akzeptabel, als Lebensziel eine Katastrophe.

  42. Nicht in meiner Straße, sondern auf  Spazierwegen mit vielen  Hundhaltern finden die meisten meiner spontanen Gespräche im intersubjektiven Raum statt.

  43. Was ist wirklich wichtig, wenn man in der mediatisierten und motorisierten Gegenwart lebt?

  44. Wenn sogar die Erde bedroht ist, ist die Zeitdimension nicht mehr wegzudenken.

  45. Nicht Billigkeit, sondern der gerechte Preis ist angesagt. Das Billigste zu bestimmen, erfordert ein Minimum des Denkens. Gerechte Preise zu bestimmen, ist denkerisch wesentlich schwieriger, weil Reflexivität und Denken auf mehreren Ebenen verlangt werden.

  46. Das Hauptproblem: Den meisten Bürger fehlen durchgehaltene kritische Maßstäbe, insbesondere gegenüber dem Motor.

  47. Der eindimensionale Mensch ist die Folge des Konsumkapitalismus.Je eindimensionaler der Mensch wird, desto komplexer muss die Gesellschaft werden. Stimmt das?

  48. Schönheit wird heute primär in Waren verkörpert.

  49. Man muss den Menschen bei destruktiven Handlungen schon wortwörtlich den Spiegel vorhalten.

  50. These: Die meisten Armen  sind vom Warenkonsum her gesehen nicht mehr arm.

  51. Kaufakte außerhalb „von Läden“ zu erlauben, war zumindest in dieser Form ein großer Fehler.

  52. Entweder ist der Konsumkapitalismus verrückt oder ich –oder beide.

  53. Die zunehmende Indirektheit und Maschinisierung der Welt ist eine Entwicklung, mit der viele Menschen verständlicherweise nicht zurechtkommen.

  54. Ideen können sich radikalisieren,  so auch die Idee des Konsumkapitalismus

  55. Veränderung ist Dekonstruktion, also immer auch Vernichtung. Hier gilt es zu überlegen.

  56.  Trumps Anhänger „We don´t mind if Trump breaks the low“, Das ist das Überschreiten des politisch-demokratischen Rubicons.

  57. Der Antrieb der politischen Ökologie ist die Liebe zur Natur, aber Natur nicht als Rohstoff für die Produktion von Waren.

  58. In einer Zeit, in der Wirtschaftswachstum immer weniger zur Bekämpfung realer Armut dienst, sondern Selbstzweck annimmt, ist die Theorie der politischen Ökologie gefragt.

  59. Normative Hierarchisierung von Einkaufsweisen: a) Einkauf im Einzelhandel, b) mit dem Auto in Einkaufszentren, c) Online-Kauf

  60. Ende der Demorkatie, wenn pathologische Aussagen  Argumente ersetzen.

  61. „Die stumme Gewalt der kapitalistischen Weltzivilisation.“

  62. Die Subjekt-Objekt-Beziehung wird durch die jeweilige Einstellung zur  ersten und dritten Person bestimmt. Erst durch die zweite Person eröffnet sich erst der intersubjektiv geteilte Raum,  der heute übrigens immer kleiner wird.

  63. Das Wirtschaftswachstum als Selbstzweck schafft überflüssige Bedürfnisse, die die Konsumenten wie Säue durchs Dorf treiben.

  64. Das Unbegreifliche ist, dass die kapitalistische Wirtschaft unbehindert, ja von Konsumenten ständig gefordert und gefördert eine Dynamik mit großen Zwängen entfalten kann. Aber einfach werden die Lösungen und Wege nicht sein bis sich eine konservativ-nachhaltige  Tektonik eingestellt hat.

  65. Ökologisches Denken schadet nicht.

  66. Wir kaufen fast täglich Wandel ein bzw. werden von der Werbung dazu aufgefordert.

  67. Jede Ware wirkt konstruktiv und destruktiv in unterschiedlichen Mischungsverhältnissen.

  68. Das Kapital erfüllt zur Hauptsache Träume.

  69. Meine direkte soziale Umgebung ist Opfer des Konsumkapitalismus: Zehn Stunden Unterhaltungsmedien,  Schnäpchenorientierung, Ständige Reisen mit dem Wohnmobil.

  70. Wir müssen die jeweiligen „Lebensmittel“ reflektieren, nicht einfach „los-leben“.

  71. Wie vor zwanzig Jahren von vielen der Klimawandel als eine Erfindung von Spinnern eingestuft wurde, so heute die Verschmutzung der Luft in Städten.

  72. Die Welt und ihre Einwohner gehen am ungezügelten Konsum zugrunde.

  73. Wir habe gute Bildung von der Gesellschaft bekommen, lassen sie als Rentner aber links liegen.

  74. Zumindest eine Teilwahrheit; „Nichts zu besitzen, fühlt sich sehr gut an (Friedrich Liechtenstein).

  75. Diese konkrete Fisch in dem  Schwarm im Aqarium beim Arzt: Ist er  nur in der Außenperspektive so einfach-banal? Ist die Innenwelt dieses Fisches nicht genau so reich wie die meinige? Vermutung: Die Welt wird deswegen so arm, weil sie nur aus der Außenperspektive gesehen wird, statt das Innere nachzufühlen, ja überhaupt wahrzunehmen und zu akzeptieren.

  76. Mit Dingen sprechen ist der verzweifelte Versuch, an die Innenwelt der Dinge zu kommen.

  77. Das Ende der Subjektivität: Für die „Bewegungen“ des eigenen Körpers, Geist und Seele  haben die „Besitzer“ immer weniger Verantwortung. Die Verantwortung  wird zunehmend der  Gesellschaft, dem Sozialstaat, dem Ganzen, den Strukturen., also anderen Mächten zugeordnet. Man ist aber nicht für alle, aber für viele eigene Prozesse verantwortlich. Krankheiten und Süchte sind nicht immer autonom. Das endet im Modus der Hausschweinhaltung.

  78. Die politische Forderung  nach bezahlbarer Energie  ist marktwirtschaftlich falsch und und fördert nicht ökologische Ziele.

  79. Konsumorientierte fördert Oberflächlichkeit. 

  80. Es gibt das Gefühl, dass die Welt gleitet, ja entgleitet.

  81. Der Konsum von Tablets, Fernsehen, Zeitungen verändern ständig die Maßstäbe.  Der Konsum von Tablets, Fernsehen, Zeitungen verändert ständig die Maßstäbe. 

  82. Ökologisches Denken gehört zu einer nachhaltigen Demokratie, d. h. es richtet sich gegen schlechten Individualismus und Egoismus.

  83. Wir müssen eine Kultur der „Anstupser“ entwickeln, damit ein Klima der Selbsreflexion entsteht.

  84. Merkwürdig: Noch nie hat der Zeitverbrauch für bestimmte Tätigkeiten eine so große Rolle in den Argumenten gezählt wie jetzt, aber andererseits ist noch nie so viel Zeit vor Unterhaltungsmedien und für unnötige Autofahrten verbracht worden.

  85. „Wir säen die Saat für eine große Katastrophe“.

  86. Welch eine große, ja existenzielle Abhängigkeit stellt das so genannte „intelligente Haus“ dar. Die dahinter stehende Ideologie, dass der Mensch dadurch so viel Zeit gewönne, um wesentlich zu werden, geht nicht auf.

  87. Worin bestehen die ideologischen Barrieren, die die notwendigen Einsichten abwehren?

  88. Einkaufen ist mehr als Warenerwerb. Zum Einkaufen gehören spontane Kommunikation und  eine sowohl ästhetisch-vielfältige Umgebung, die nicht nur dem Kauf dient. 

  89. Individuation ist ein Prozess der Ganzwerdung, d. h. Vervollkommnung der guten Anlagen. Da steckt Heil drin. Das ist eine Aufgabe für das ganze Leben. Wer sein Ganzes (und das ist sein tolos) vernachlässigt,  verpasst sein Leben.

  90. Der  Motor hinter den meisten modernen Veränderungen ist ein physisch-psychischer, die Bequemlichkeit.

  91. „Auch wenn alle wissenschaftlichen Fragen beantwortet sind, sind unsere Lebensprobleme gar nicht berührt“ (Wittgenstein). Wittgensteins Diktum gilt grundsätzlich auch für den Konsum.

  92. Die zunehmende „Verhausschweinung“ (Konrad Lorenz) vieler  Rentner ist indiskutabel.

  93. Kein Denkmal ohne Gegendenkmal. Fast zu jedem Denkmal muss ein Gegendenkmal geschaffen werden und vielleicht auch umgekehrt.

  94. Keine Affirmation von schlechten Tendenzen.

  95. Es mag ja sein, dass in der AfD nicht alles Dummköpfe sind, wie ich hörte, aber sie sind mit Dummköpfen und Schlimmeren in einem Verein und thematisieren das nicht.

  96. In der Wahrheit sein heißt, auf dem Grund des Lebens sein.

  97. Nur auf Knöpfe drücken, macht die Erschaffung einer eigenen Welt überflüssig Jeder Mensch baut normalerweise eine eigene subjektive Welt.

  98. Der Konsumkapitalismus ist heute zweifelsohne auch eine Erziehungsmacht. Aber wir  müssen auch die Einsichten von Amartya Sen als wahr erkennen, die Triade ökonomische Freiheit – soziale Chancen und Sicherheit – politische Freiheit. Aber sie muss  in Einklang mit der Ökologie gebracht werden.  

  99. Alternative: Bestimme Dich selbst! Du hast nämlich ein telos.

  100. Die Ausdehnung der Sportnachrichten in Tageszeitungen  hat eine verdummende Funktion. Sport lesen verhindert gesellschaftliche Kritik und Reflexion

  101. Es bestehen massiv verzerrte Formen der  Subjektivität und Intersubjektivität, die wir verbessern können und müssen.

  102.  Zu helfen, wo Not ist, ist immer Menschenaufgabe. Materielle Gleichheit ist heute aber aus ökologischen Gründen  nicht die Hauptaufgabe. „Ecology first“

  103. Warenkritik ist nur im Konsumkapitalismus sinnvoll und notwendig.

  104. Gewerkschaften und Linke sind umgekehrte Kapitalisten, sie verabsolutieren ihre Anliegen.

  105. Eine Sucht kümmert sich nicht um die Gesundheit ihres Trägers.

  106. Sinnvolles Handeln ist:  Sinnvolles machen, nicht die Zeit totschlagen, sich um anderen kümmern und helfen, die Welt abbilden = Bildung, Anerkennung und Lob ausdrücken, Geben und empfangen. Aber Vorsicht: Nicht jedes Handeln ist sinnvoll – im Gegenteil.

  107. Der gegenwärtige Zeitgeist wird durch das Kapital bestimmt, nämlich dem Gewinnstreben, dem sich alles unterzuordnen hat. Der entscheidende Unterschied zum Wirtschaften: Ist das Produkt allein um des Profits willen hergestellt oder auch, weil es sinnvoll ist. Dazwischen gibt es viele Mischphänome

  108.  Man muss auch seine eigene Sinnproduktion systematisch hinterfragen.

  109. Von der reinen Zahl her zu handeln, ist unethisch. Jede materielle Warenproduktion  belastet die Natur. Das muss man wissen und abwägen.

  110. Die „Umwelthilfe“ will doch nicht – wie ein Leserbriefschreiber behauptet – verhindern, dass wir atmen, nein dass wir atmen können.

  111. Abweichendes Verhalten wie durch Süchte hervorgerufen, kann die Öffentlichkeit heute nur noch strukturell als Krankheit denken. Eine eigene Verantwort im Sinne von Eigenbewegung gibt es hier nicht > die strukturelle Perspektive des Denkens hat sich durchgesetzt.

  112. Epiphanie ist kein elektrisches Licht, sondern das Licht Gotes.

  113. Die Welt der spontanen Beziehungen wird immer kleiner, die der geplanten immer größer.

  114. Zocken eigentlich der Staat und die Institutionen den Bürger ab – oder umgekehrt?

  115. Die Darstellung einer Ware wird immer ästhetischer, die Qualität immer schlechter. Wolfgang Haug hat in seiner Warenästet443ik ht, aberso Marcuse in Der einsimensionnale Mensch. Er ist die Folge des Warenkapitalismus. Alles, was kritikwürdig ist, muss man kritisieren. – nach allen Seiten. Bürger grundsätzlich nicht zu kritisieren, wäre ein demokatisches Missverstädnis und auch ein falsches Kritikverständnis.

  116. Wie Kant durch Hume aus dem metaphysischen Schlummer geweckt wurde, so ich langsam durch eigene Reflexion von irrationalen Verknüpfungen, so vom Profisport.

  117. Vielleicht lenkt die Konzentration auf den Konsumkapitalismus auch von Schuld ab.

  118. Wenn eine (schlechte) Idee instrumentalisiert und institutionalisert wird, wird sie mörderisch.

  119. Die Wirtschaft wächst weltweit - und die Schulden kräftig mit: Sie entsprechen 318 Prozent der Wirtschaftsleistung von Privathaushalten, Unternehmen und dem öffentlichen Sektor. „Bürgen“ = für Schulden geradestehen, ohne einen materiellen Gegenwert zu besitzen. Das ist der Übergang zur Psychologie

  120. Die konsumorientierten Bürger sind keine Subjekte, denn sie müssen ständig kaufen.

  121. Konsumorientierung, Autofixierung usw. sind vielleicht auch  Verdrängungen geschuldet. Es ist kein Suchen nach der Wirklichkeit- zu der  auch der Tod gehört. Das kann nur philosophisches Denken.

  122. Die alten Griechen wussten und verschwiegen nicht, dass man dem Schicksal nicht entrinnen kann. Das Tod und die lebensbedrohende Krankheit sind real und symbolisch Zeichen für dieses Schicksal. Die Griechen waren näher an der Ambivalenz des Lebens.

  123. „Ecology first“! Richtig, aber wo beginnen? Ich denke, wir sollten im Mobilitätsbereich beginnen, weil hier die Durchsetzung wenige Nachteile, aber viele Vorteile bringen würde.  Es ist Zeit für ein alternatives Verkehrskonzept, das folgende Maxime befürwortet: Nahdistanzen zu Fuß und mit dem Rad, den Rest  mit Bus und Bahn. Der motorisierte Individualverkehr hat nur dort Berechtigung, wo Bus und Bahn nicht vorhanden sind. Eine solche Mobilität dient der Gesundheit, dem sozialen Zusammenleben und der Erde. Dazu eine Stimme der Vernunft „Die Stadt gehört den Menschen, nicht den Autos“ (Dieter Reiter, Oberbürgermeister von München).

  124. Einkaufen ist mehr als Warenerwerb. Zum Einkaufen gehören spontane Kommunikation und  eine sowohl ästhetische als auch  vielfältige Umgebung, die nicht nur dem Kauf dient.  

  125. Warenkritik ist nicht undemokratisch – im Gegenteil, sie stärkt die Demokratie.

  126. Nur noch im Urlaub spielt „wirkliche Wirklichkeit“  bei den Konsumbürgern noch eine Rolle. Dann geht man spazieren, beobachtet andere Menschen und sieht sich Sehenswürdigkeiten an.

  127. Man glaube bloß nicht, man könne Zufriedenheit letztlich über sinnlosen Konsum erreichen – im Gegenteil.

  128. Der Konsumkapitalismus erzeugt gezwungenermaßen ständig zunehmende Waren und Konsum. Er erzeugt eine konsumaffine Ästhetik.

  129. In jeder Stadt und Siedlung müsste ein bestimmter Prozentsatz ihres Gebietes für Wildnis gelassen werden. Heutige Gärten sind für Tiere und Pflanzen  Gefängnisse, in denen sie bis zur Unkenntlichkeit amputiert werden.

  130. Der zeitgemäße Mensch leidet an der Krankheit der Leere (Solschenizyn). Der Zwang zum ständigen Reisen, die Dominanz der Unterhaltungsmedien,  Autofixierung, Konsumorientierung erzeugen Leere. Sie sind die Volksseuchen. Nur noch die Sicherung des Konsumkapitalismus gilt als sinnvolle Leistung, ist es aber nicht.  

  131. Leider enthalten Amartya Sens Beiträge zur Interdependenz von ökonomischer Freiheit, sozialer Chancen und Sicherheit und politischer Freiheit Wahrheit, aber es ist eine Wahrheit ohne Ökologie und Kultur, die diesen Namen verdient.  

  132. Die USA sind momentan wahrlich kein Vorbild. In New York sind drei Europäer Leiter von kulturellen Einrichtungen. Ein Hoffnungsschimmer?

  133. Naturbeherrschung schließt immer eigene oder fremde Menschenbeherrschung ein (Max Horkheimer).

  134. Spaß und Bequemlichkeit sind die Hauptverursacher der Zerstörung der Humanität und Natur

  135. Die Ursache für gegenwärtige Unsicherheit liegt wahrscheinlich in der Ahnung, dass die gegenwärtige Zivilisation in eine Katastrophe enden muss, wenn wir nicht unsere Lebensweise ändern.

  136. Ich befürchte, dass die motorisierte  Zivilisation in den Atomstaat führen wird.

  137. Wer einen Film wie Hans Rosental 1978 über Föhr machte, muss ein Ökologe gewesen sein.

  138. Warum denken wir nur, dass motorisierte  Zivilisation alternativlos naturwüchsig sei.

  139.  Konsum- und/oder Medienorientierung sind die denkbar primitivsten bzw. einfachsten Formen von Sinnaufnahme. Jeder Taubenzüchter, jeder Skatspieler, jeder Trommler lebt sinn- und sinnenvoller.

  140. Nationalismus  gehört auch zur aggressiven Sinnlosigkeit.

  141. These: Pragmatismus und Technikorientierung führen schneller zur Demenz, weil sie nur auf einer Ebene agieren.

  142. Falsches Bewusstsein wird teilweise bereits  durch Sprache vermittelt.

  143.  Handeln mit wichtigen materiellen Dingen schafft sinnlich vermitteltes Wissen.

  144. Die im Konsum Gefangenen haben undurchdringliche Mauern des Kritisiertwerdens  geschaffen.

  145. Feuerwerke, Motore, Gewehre und Kanonen beruhen alle auf Explosionen. Warum faszinieren sie? Silvesterknallerie ist  Krieg light. Pure  Aggression im Schein des angeblich Schönen. Silvesterknallerie und Autofahren sind strukturell gleich, nämlich Aggression in Schönheit gebettet bzw. versteckt. Warum bemerkt man diese Täuschung nicht?

  146.  Selbst die Forderung nach Verbot von Silvesterkanaller würde als Angriff auf die Freiheit bewertet werden. .

  147. Freiheit gilt heute primär auf der der Ebene der Konsumfreiheit.

  148.  Meine Wertediskussion gilt vielleicht nur für ca. 80Prozent der Deutschen. Die Wertdiskussion muss wie eine Epiphanie blitzartig ins Bewusstsein dringen, um zu einer neuen Perspektive zu kommen.

  149.  Wichtige substantielle  Informationen müssten doch das Verhalten ändern. Warum heute oft nicht?

  150. Wenn Vernunft die Einsicht in die Notwendigkeit ist (Hegel), dann wird in unserer Gesellschaft wenig gedacht.

  151. Ständiges Wirtschaftswachstum ist Krieg gegen die Erde und Kultur, wenn man Shoppen nicht als eine kulturelle Leistung einstuft.

  152. Shopping  ist Kauf als Selbstzweck.

  153. Die gegenwärtige motorisierte Zivilisation verdrängt ihre Zerstörungen, nicht zuletzt durch die massive allgegenwärtige Werbung.  Die Erde wird zum Rohstoff für menschliche Bedürfnisse, die keine Kultur enthält.

  154. Der zeitgemäße Mensch versucht systematisch, alle spontanen Begegnungen auszuschließen.

  155. Die Menschheit hat keine Wahl: Ökologie first! 
  156. Wichtig: Man muss zwischen repressiver und liberaler Toleranz streng unterscheiden. Die repressive Toleranz (Herbert Marcuse) wird vom  Konsumkapitalismus gefordert, um seine Entfaltung zu ermöglichen.  Sie verhindert eine rationale Warenkritik und damit Vernunft.  Dagegen setzt sich liberale Toleranz aktiv in  den Feldern  Kultur, Politik, Soziales und  globales Miteinander ein.

  157. Ausschließlich subjektive Konsumorientierung und objektiv bestehender Konsumkapitalismus sind zwei verschiedenen Seiten derselben Medaille.

  158. Meine Regel von „Ecology First“ ist einfach: Sie  der Erde und den Erdenbürger

  159. Heute haben nicht die Juden, sondern für viele die Politik an allem Schuld – nur nicht der Bürger selbst. Das ist das allgemeine Tabu und gefährdet massiv die Demokratie.

  160. Als ob die Bahn nicht schon genug Probleme hätte. Sie braucht konstruktive Kritik.

  161. Das Was (Ideen, Wesen) und das Wie (Realisation) sind entscheidend. Ein Beispiel:  Mobilität wäre  das Was; Fuß, Rad, öffentliche Verkehrsmittel und motorisierter Individualverkehr das Wie.

  162. Das schiere Großsein ist heute ein ästhetischer Wert an sich.

  163. Beipackzettel sind der letzt Ort der Wahrheit im Warenverkehr.

  164. Ökologisches Leben ist gutes Leben.

  165. Die Aufhebung des Verbots der Bebauung im Außenbereich ist für die Landschaft und Natur schlimm.

  166. Der Kauf von etwas mussnicht gleichzeitig dessen Aneignung nach sich ziehen. Das wäre eine zusätzliche Aufgabe. Nur der Kauf, der angeeignet wird, ist wertvoll.

  167. Ausschließliche Konsumorientierung ist und führt zum primitiven Denken.

  168. Die Wirklichkeit und das Lebendige bleiben auf der Strecke.

  169. Zwei Formen der Müdigkeit: a) physiologisch, b) vorgeschoben, um etwas aus dem Weg zu gehen.

  170. Die Wiederkehr des Archaischen in der Moderne, z. B. Herrschaft, jetzt als Konsumkapitalismus.

  171. Der günstige Preis ist der einzige Faktor in der Kaufentscheidung. Schönheit, Freundlichkeit, Erfahrungen, Tradition, Nähe, Dankbarkeit sind keine Faktoren.

  172. Zahlen sind die Feinde der Poesie.

  173. Zwei Möglichkeiten der Selbsterkenntnis: a) „Ich fahre, also bin ich“ und „Ich sitze vor dem Fernseher, also bin ich“ oder b) „Ich gehe, also bin ich“

  174. Versteckte Werbung ist oft die gefährlichste.

  175. Wissenschaft verlässt seine jeweiligen Grundbegriffe nicht, dagegen „springt“ die Philosophie gegebenenfalls.

  176. Der Mensch will einen archimedischen Punkt, der absolute Sicherheit verbürgt. Früher leistete das die Religion, in der Neuzeit wird sie ersetzt durch Wissenschaft und  angewandter Wissenschaft -  heute modernisiert als Waren.

  177. Ökologie thematisiert  die natürliche Grenze des Menschen zu sich und zur Natur.

  178. Ich bin nicht grundsätzlich gegen Crossover, aber nur, wenn von der Entwicklung her notwendig. Crossover als Selbstwert erzeugt einen Brei.

  179. In der modernen Lebenswelt verschwindet zunehmend das lebendige Du zwischen Lebewesen, das in dialogischen Begegnungen entsteht.

  180.  In der Neuzeit ersetzt der Wille das Werk Gottes.

  181. Es gibt auch eine moderne körperlich-geistige Armut durch unnötigen Konsum wie  Medien- und  Autosucht.

  182. Heute ist nur das noch vernünftig, was der Wirtschaft dient.

  183. Alles wird „verbessert“, also größer, schneller, leistungsorientierter usw. nur der Mensch wird unselbständiger.

  184. Der Kapitalismus unterstützt das Ausleben destruktiver Bedürfnisse.

  185. Vielleicht ein Renner, der sich rechnet: News, die keinerlei Beziehung zu Ökologie haben.

  186. Konsum“ ist ein zu wenig differenzierter Begriff, so zwischen notwendig und nicht notwendigen Konsum.

  187. In Umweltschutzfragen muss man heute überwiegend komparativ urteilen.

  188. Weil – so eine Theorie – die Musik vor der begrifflichen Sprache war, ist es sinnvoll, auch im Alltag selbst zu singen.

  189. Der Aufklärung ist lange genug die barbarische Rückseite ihres eigenen Spiegels verborgen geblieben, weil sie sich im Lichte   über den partikularen Kern ihres okzidentalen Ursprungs hinweggetäuscht hat (Johann Baptist Metz). Das ist die Folge von Entzauberung und Gedächnisverlust.

  190. Maxime: Keine Zugeständnisse an Affirmationen.

  191. Wenn Heidegger ein Philosoph der Ökologie ist, dann ist seine faschistische Vergangenheit die große Warnung für die politische Ökologie.

  192. Warum wehren sich viele Intellektuelle so vehement gegen klassische Musik? Die Alpen oder die See gibt es doch auch schon so lange.

  193. Der Gegenwart ist das menschliche Maß abhanden gekommen. Das Maß wird nun von der Werbung und den Unterhaltungsmedien bestimmt.

  194. In meiner kleinen Straße, gehobenes Bürgertum, gibt es meines Wissens keinen Bürger, der sichtbar oder unsichtbar, sich für ökologische Belange einsetzt.

  195. Der Alkohol macht die Menschen kaputt. Der Konsumkapitalismus gleichzeitig Mensch und Erde. In der Zerstörung gibt es keine Unterschede.
  196. Konsumkapitalismus vermittelt sich über Bequemlichkeitsangebote und Ziele, ohne Anstrengung zu erreichen.
  197. Es wäre viel gewonnen, wenn das Hässliche als hässlich und nicht als Kultur und Schönheit (wie in der Werbung) bewertet würde
  198. Das Was ist die ökologische Idee (wie Energie sparen und Eigenbewegung i. w. S.) Das Wie ist die jeweilige Realisierung der Idee (so mit dem Rad fahren).

  199. Wie um 1943 „Deutschland“ für die Deutschen ein absoluter und damit unhinterfragbarer Wert war, so heute der Konsum.

  200.  Der Verlust nicht notwendiger Waren und Dienstleistungen ist ein Gewinn.

  201. Mein Ziel: Ein selbst bestimmtes Leben innerhalb ökologischer Bedingungen.

  202. Die ökologischen Notwendigkeiten werden weder von rechts noch von links gesehen und thematisiert. Beide sind antiökologisch.Trump hat den Umweltleugnern eine Stimme gegeben.

  203. Ein Subjekt ist ohne Prädikate kein Subjekt, sondern ein hypokeimon. Konsumorientierung schafft uneigentliche, flüchtige Prädikate.

  204. Ausschließliche Konsumorientierung ist die dominierende Lebenslüge der  Gegenwart, die  auch durch den Medienkonsum überdeckt bzw. nicht wahrgenommen wird. Sie wird sich zumindest dann gegen die Bürger direkt richten, wenn das unbegrenzte Wachstum an seine irdischen Grenzen kommt. Das Kapital frisst letztlich im Transformationsprozess von Natur in Waren auch den Bürger auf.

  205. Kapitalismus ist ein Wirtschaften, das allein auf Profit in Übereinstimmung mit den Konsumenten ausgerichtet ist. Der Profit bestimmt allein die Art und Weise des Wirtschaftens. Ständiges Wirtschaftswachstum ist ein Merkmal des Kapitalismus. Das war übrigens auch ein Argument gegen die Betriebe in der DDR, die allerdings auch nicht ökologisch dachten.

  206. Die Protestbewegung der Gelbwesten momentan in Frankreich ist eine Bewegung gegen die Ökologie. Sie  argumentiert  im Geiste Trumps. Die Linke kritisiert nicht diese antiökologische Stoßrichtung, sondern die aktive Beteiligung Rechter. Die  Gelbwesten sind Produkte des Konsumkapitalismus. Sie vertreten objektiv die Interessen des Kapitals.

  207. Naturschutz wird nur dann akzeptiert, vielleicht sogar unterstützt, wenn er die Aktivitäten der Menschen in keinerlei Weise einschränkt. Beispiel Wölfe

  208. Momente aus einem zeitgemäßen Leben: Ein Nachbar holt in seinem neuen SUV Brötchen vom nahegelegenen Bäcker. Er ist etwas ungeduldig, denn er will gleich zum Joggen fahren.

  209. Ich versuche, Probleme systematisch als Ganzes zu durchdringen, denn nur das Ganze ist nach Hegel die Wahrheit.

  210. Der Ruf nach Stellvertretern d. h. sich nicht selbst einzusetzen, ist allgemein.

  211. Man sollte suchen, denn in der Warenwelt stößt man nur auf Profit.

  212. Im Kauf existiert oft nur der Tauschwert, selten der Gebrauchswert.

  213. Umweltzerstörung und Konsumorientierung sind zwei Seiten derselben Medaille.

  214. Selbstkritik: Mein Interesse für den HSV richtet sich letztlich auf ein Nichts.

  215. Nur noch technische Neuerungen, neue Warenangebote und aufregende inszenierte Ereignisse sind im Bewusstsein der Konsumorientierten wirksam.

  216. Ein erfülltes Leben = Aufgaben erfüllen, die das individuelle Leben überschreiten. Also nicht Spaß und Bequemlichkeit, die allein das Subjekt betreffen. Spaß und Bequemlichkeit dienen letztlich nur der kapitalistischen Wirtschaft. Wirtschaftler, die diese erfüllen, haben zwar eine Aufgabe, aber eine schlechte.

  217. Die dominierende repressive Toleranz verhindert Diskussionen über  Sinn und Werte, denn Anything goes (Paul Feyerabend). Sie erzeugt eine Diktatur des Schweigens oder zugelassene Diskurse über Preise, Schnäppchen usw. Aber die Aufgabe des Lebens umfasst viel mehr: die Erhaltung aller Lebewesen, Liebe, Schönheit, Sicherheit geben, Bildung, usw.

  218.  „Ecology first“. Könnte das nicht die Formal für eine Sammelbewegung sein?

  219. In der Wirtschaft und linker Politik glauben Leute an Wunder, weil sie die Ökologie ausblenden. Das kann man auch Marx vorwerfen.

  220. Ziele ökologisch zu problematisieren, führt letztlich zu keinem rational begründeten Ende, aber deren Wege der Lösung  kann man ökologisch komparativ begründen.

  221. Jede Ideologie braucht aggressive Technologien ( = Hochleistungstechnologien) vom Schwert bis zur Atombombe. 

  222. Die gegenwärtige Omnipräsens der Wirtschaft und damit des Konsums produziert viele unnötige Probleme. Man braucht nicht SUVs, Wohnmobile.....

  223. "Plus-Geld" hat allein die Funktion, Blödsinniges kaufen zu können.-

  224. Im Kapitalismus ist real das Kapital die bestimmende Macht im Scheine der Autonomie des Käufers. Diese Täuschung  richtet sich in naher Zukunft  gegen die Demokratie. .

  225. Im Kapitalismus wird die Qualität zum Schein, so dass alles zur Quantität wird.

  226. Wenn elektrische Energie fast vollkommen biologische Kraft ersetzt, wird das Leben tendenziell zum Motor.

  227. Eine Serviceleistung sollte  nicht automatisiert werden, das jeweils Eigene muss erkennbar sein. -Der Kaufakt aks Onlinekauf und das Knopfdrücken sind zu wenig.

  228. Glück ist keine Sozialleistung (Köhler). Der Konsumbürger kann das nicht mehr denken.

  229. Single sein zu wollen, ist Ausdruck von schlechtem Egoismus.

  230. Zur Bequemlichkeit in der Produktion sage ich nicht viel, kann man wohl auch nicht.

  231. Praktisch kann man gar nicht konsequent  genug ökologisch handeln. Hier besteht noch viel Luft nach oben.

  232. Die zunehmende Geometrisierung und Homogenisierung dient der Beseitigung von "Unordentlichem" und scheinbar Hinderlichem.

  233. Alles hat eine Grenze.

  234. Die sinnliche Welt entzieht sich mir immer stärker.

  235. Der relative Individualismus hat sich zum absoluten Individualismus entwickelt bzw. ist entwickelt worden. Mit der Folge: Das Individuum kann nicht mehr das Ganze denken.

  236. Spaß und Bequemlichkeit sind vom absoluten Individuum her gedacht.

  237. Wo Wirtschaftswachstum stattfindet, herrscht Hässlichkeit.

  238. Es gibt auch eine Toleranz aus Denk- und Handlungsfaulheit, aber auch aus Feigheit.

  239. Wirtschaften  allein um des Profits willen ist katastrophal.

  240. Alles, was echt ist, muss man achten und genießen.

  241. Wirklichkeit wird nur durch eigenes Handel (Vermittlung von Sinnlichkeit und Verstand) verwirklicht.. Je mehr die Handlung durch Motore oder Sklaven abgenommen wird, desto geringer die Aneignung. Aneignung hat also eine objektive und subjektive Dimension, die im Handeln zu einer Einheit wird. Piagets Handlungstheorie wird von Hegels Revolutionstheorie  bestätigt.

  242. Eine totale Aneignung ist uns Menschen nicht möglich, aber wir können rational komparativ argumentieren: „Einen Berg besteigen ist intensiver als ihm vom Auto aus zu sehen.“ 

  243. Der moderne Mensch reduziert Wirklichkeitserfahrungen auf den Sehsinn.

  244. Wirklichkeit wird durch eigenes Handeln verwirklicht (Vermittlung von Sinnlichkeit und Verstand). Je mehr die Handlung durch Motore oder Sklaven abgenommen wird, desto geringer der Grad der  Aneignung. Aneignung hat also eine objektive und subjektive Dimension, die im Handeln zu einer Einheit wird. Piagets Handlungstheorie wird von Hegels Revolutionstheorie  bestätigt.

  245. Beim Shoppen hat sich der Warenerwerb verselbständig, ist zum Selbstzweck geworden.

  246. Bäcker und Apotheker haben meistens noch selbständige Läden und Verkaufstresen. Hier werden Waren und Käufer noch durch Verkäufer und Verkäuferinnen vermittelt.

  247. Die Grenzen der Natur des Menschen sind nicht mit Hilfe der Motorentechnik zu beseitigen. Der Motor arbeitet stattdessen und verlangt Nahrung in Form von Natur und Leben, was auch  menschliches Leben einschließt.

  248. Lasst jede Gemeinschaft in Ruhe, ihre Aufgaben zu erledigen, also primär die der Selbsterhaltung und der sechs Existenzialien.

  249. Ein Leben ohne zumutbare Angst und Anstrengungen ist kein Ziel.

  250. Die vom Menschen initiierte Entwicklung lautet nun: Natur > Rohstoff > Waren > Müll (= zunehmende Entropie).

  251. Als ob die Folgen eines Handelns nur auf sich bezogen zählen und nicht die unbeabsichtigten.

  252. Wenn bestimmte Weichen für den Konsumkapitalismus gestellt sind (Bequemlichkeit, Flexibilität, Grenzenlosigkeit, Schnelligkeit, „Vieles“, ist es für die Gefangenen offensichtlich  sehr schwer, aus dieser Spur herauszukommen.

  253. Ein individuelles Leben reduziert spontane Kontakte.

  254. Globale Arbeitsteilung: Deutschland ist für Wirtschaftswachstum, die afrikanischen Länder sind für Naturschutz zuständig. 

  255. Das Gewinnstreben der Industrie wird durch das universelle Streben nach Bequemlichkeit vermittelt. Vernunft wäre hier kontraproduktiv.

  256. Bequemlichkeit ist das Einfallstor für ein krankmachendes Leben. Sich für die Bequemlichkeit entscheiden, heißt, sich  für die Krankheit entscheiden.

  257. Nur aus ökologischen Gründen ist die Position „So geht es nicht weiter“ plausibel und vertretbar, sonst nicht, weder ökonomisch, rechtlich oder sonst wie.

  258. Wir müssen ein neue Wertehierarchie aufbauen, weg von der rein materiellem wie Orientierung.

  259. Es gibt Modernisierungen als Selbstzweck, aber die sind nicht selten  schlechter als es vorher war.

  260. Keiner macht sich Gedanken und hat deshalb keine Antwort auf die Frage, wie es mit den Folgen des ständigen Wirtschaftswachstums weitergehen kann, und ob es überhaupt sinnvoll ist. Wollen wir wirklich das Anthropozän vollenden?

  261.  Nur konservativ ist einseitig oder nur progressiv ist  ebenfalls einseitig. Sinnvoll ist nur die von der Situation  abhängige jeweilige Mischung von beiden.

  262. Spaß ist kein Lebensziel, sondern eine angenehme, vielleicht auch notwendige Begleiterscheinung.

  263. Absolute Urteile sind uns Menschen nicht angemessen, deshalb sollten wir nur komparativ urteilen wie „Im Wald laufen ist  gesünder als im Auto sitzen“.  

  264. Laut werden und sich empören mag ich eigentlich nicht. Laut werden höchstens für kurze Zeit, um wahrgenommen werden zu können, gewissermaßen  als Einstieg in einen Diskurs.

  265. Die Erhaltung der Erde ist wichtiger als ständiges Wirtschaftswachstum. Small is beautiful.

  266. Das exponentielle Wirtschaftwachstum hat nun eine Stufe und Größe erreicht, wo die negativen Folgen, insbesondere die ökologischen Schäden unübersehbar geworden sind.

  267. Wie Arzneimittel müssten alle Waren vorher auf ökologische Verträglichkeit überprüft werden. Das kann in den meisten Fällen sehr schnell geschehen, so verneinend  bei  Laubsauger, Segways und SUVs.

  268. Durch  Warenorientierung wird man selbst zur Ware.

  269. Zwei Entwicklungen, die Klimapolitik unverzichtbar machen: In a report, the charity says losses in vertebrate species - mammals, fish, birds, amphibians and reptiles - averaged 60% between 1970 and 2014 und die Eisschmelze. Wir erleben nun die exponentielle Zerstörung in den letzten Phasen. Das geht nun rasend schnell.

  270. In jedem von uns findet der ökologische Widersprüche statt, aber das wird verdrängt oder verhüllt. Verdrängungen finden statt im Mikrobereich des individuellen Handelns und im strukturellen Makrobereich der inzwischen realisierten Weltgesellschaft. Die ökologische Problematik erzwingt die Einhaltung bestimmter Grenzen.

  271. Preisbewusstsein reduziert den Wert des Erworbenen. Preise sind  externe Werte.

  272. Die „Zwei Schwestern“ von Adalbert Stifter stärken alternative Lebensweisen.

  273. Auf Waren und Dienstleistungen SUVs, Laubpuster, Fernreisen zu verzichten ist kein Verlust, sondern Gewinn.

  274. Nach dem Kauf folgt oft die Enttäuschung, weil man sich getäuscht hat bzw. getäuscht wurde.

  275. Eine Überlegung von der Kabbala angeregt: Das Böse nicht beseitigen, denn es ist schwächelndes Gutes – und das gilt es, wieder zu stärken.

  276. Das „geregelte Chaos“ der Innenstadt ist das, was die Innenstadt gegenüber Einkaufszentren auszeichnet und attraktiv macht. Einkaufzentren und idealiter Onlinhandel sind  letztlich fabrikmäßig organsiert.

  277. Business ist reiner Kapitalismus, Ökonomie kann, muss er aber nicht sein.

  278. Ein privates Leben ist ein defizitäres,  aber das gilt nicht absolut, auch hier gibt es zwischen Privatem und Allgemeinem ein Optimum.

  279. En Artefakt ist  getötete Natur (wie eine Wurst). Bereits der Park hat Momente des Artefakts, nur Wildnis ist Natur. Artefakte sind unverzichtbar, wenn sie der Selbsterhaltung des Menschen dienen und zur Kunst erhoben werden. SUV, Laubsauger, Fernreisen, Unterhaltungsmedien dienen nicht der Selbsterhaltung, sondern der künstlichen Selbsterhebung. Motive sind  Eitelkeit, Faulheit, Ich-Schwäche. Hilfreich zur Unterscheidung ist die Lektüre von „Was braucht der Mensch“ von Tolstoi. Ebenfalls Fromms Haben oder  Sein. Liebe findet übrigens im Sein statt.

  280. Der Preis durchtränkt den Inhalt der Waren. Die Ware, nicht ein Artefakt, ist untrennbar mit einem Preis verbunden. Im Gegensatz zur Artefakten lenken Preise der Waren von ihrem Inhalt ab, weil der Preis jetzt eine eine zunehmend wichtigere Rolle spielt. Oft ist bereits der Preis wichtiger als der Inhalt der Ware. Im Phasen des Wirtschaftswachstum vermehren sich die Waren ständig.

  281. Wir müssen die Natur, auch die eigene,  lieben lernen.

  282. Ständige Wirtschaftswachstum wird  jedes Jahr in absoluten Zahlen größer. Ständiges Wachstum im Lebendigen ist Krebs, ansonsten ist Wachstum immer zeitlich begrenzt. Also: Wirtschaftskrebs statt Wirtschaftswachstum.

  283. In der Natur ist der Tod - leider - unvermeidlich, aber nicht der Tod der Natur im Ganzen  durch menschliches Handeln.

  284. Wir müssen nur in der Kategorie Gattung denken, nicht in Stamm, Volk, Nation usw.

  285. Die zunehmende  Problematik der (motorisierten) Technik: Je größer sie ist, desto größer und umfangreicher die Probleme.

  286. Ein Leben ohne autonome Natur und ohne Gott i. w. S.  kann nicht gelingen.

  287. Der zeitgenössische Mensch ist mit billigsten Surrogaten zufrieden.

  288. Wir kommunizieren nicht mehr angemessen mit der Welt und auch nicht mit uns selbst.

  289. Wie erweckt man Epiphanie für notwendige Kritik? Ein Bild, ein Wort, eine Situation, ein Vorbild, …?

  290. Ob früher ein Betrieb im partiellen Kapitalismus bestehen blieb, war nicht nur eine Frage der finanziellen Rentabilität, sondern Tradition, Liebe, Dickköpfigkeit hatten eine Chance.

  291. Die Frage „Was ist Wahrheit“ wird ersetzt durch „Wo finde ich Spaß?. D. h. Spaß ersetzt Wahrheit. Spaß ist das letzte Ziel eines negativen Subjektivismus.

  292. Meine zeitgemäße konsumorientierte Nachbarschaft regt  mein Denken an.

  293. Die Zahlen von Dingen, also das Gemessene, gilt als Wirklichkeit, insbesondere in der Wirtschaft. Auf Basis von Zahlen finden alle Entscheidungen statt.  Der Preis ist eine Zahl.

  294. Zum Reisen: Je größer der materiell-energetische Aufwand ist, desto kleiner der Ertrag des Reisens. Es entsteht  Sinn als Schein und Spaß. Also leere Bewegungen. Weder eine innere noch eine äußere Bewegung findet substantiell statt, bloß „Ich habe den Berg  gesehen, nicht bestiegen.

  295. Leben wir heute in einer geistigen Achsenzeit (Jaspers, Asssmann)? Nein, sondern in einer materiellen Zeit, nicht im philosophischen, sondern im Sinne von Konsum.

  296. Heute befinden wir uns in den letzten Phasen  der exponentiell zunehmenden  Erdzerstörung. Noch von Umweltschutz zu sprechen, wäre  verniedlichend.  

  297. „Dieser verstockte, sich auf sich selbst versteifende Rationalismus hat sich in die stumme Gewalt einer kapitalistischen Weltzivilisation umgesetzt, die sich fremde Kulturen angleicht und eigene Traditionen dem Vergessen preisgibt“ (Quelle finde ich nicht, aber der Inhalt rechtfertigt das).

  298. Der Konsumbürger kann den Konsum nicht mehr kritisch analysieren und bewerten – und will es auch nicht. Die Formulierung „die mit sich zerfallene Moderne in ihrer Zerstreuung“ scheint mir zutreffend zu sein.

  299. Die Selbstbindung des Willens aus moralischer Einsicht wäre das Gebot der ökologischen Vernunft.

  300. Wir leben zu sehr im Allgemeinen, d. h. der Abstraktionsgrad ist zu hoch, denn zu viel Konkretes verschwindet dadurch.

  301. Etwas sehen ist nicht Erfahren, sondern bestenfalls Wiedererkennen.

  302. Wir leben in einer Zerstreuungswelt, Urlaub, Feste, Internet, Zeitungen, Werbung, …

  303. Ursprünglich entstand eine Siedlung um einen zentralen Platz, wo man alles bekam, was man brauchte, auch soziale Anerkennung und Wärme. Plätze  stehen für Konzentration. Zu ihnen zu gelangen waren Fußwege.

  304. Ein Handwerker hat bei uns mehr als gute Arbeit geleistet. Ich rufe bei der Firma an, dass ich Verständnis dafür hätte, wenn der Kostenvoranschlag überschritten würde. Das ist in unserer Zeit ein kleiner revolutionärer Akt.

  305. Ein Objekt ist immer abwesend, wie es die Grammatik von der dritten Person Singular fordert. Das Du dagegen steht zwischen Ich und Er, Sie, Es. Das Objekt wird weder das eine noch das andere. Diese Beziehung müssen wir stärken.

  306. Wahrheit bzw. Wirklichkeit ist  Liebe. Hier werden Trennungen aufgeboben und die Entfremdung beseitigt. Technisch könnte man auch von Synthese sprechen.

  307. Preissysteme, Fußballsysteme, Autofahren (aber nicht Autos reparieren oder gar konstruieren) sind kognitiv und logisch von äußerster  Einfachheit. Das ist wohl der Grund, dass sie so populär sind.

  308. Welch ein Aufwand an Rationalisierung und Verdrängung ist vonnöten, um die zeitgemäße umweltzerstörende und krankmachende Lebensweise zu begründen.

  309. Ein Kaufakt (S-S) im Geschäft enthält  ein Mehr an Sozialem und Ansprache als im Onlinehandel (O-O).

  310. Dass die Welt heute im Bewusstsein und real  fundamental aus Waren besteht, ja warenmäßig sei, ist das Paradigma der Gegenwart.

  311. Eine Aufforderung: Rettet das Leben, rettet die Natur gegen die Motore

  312. Analogie: Wie Nazis zu Juden sich verhielten, so heute die  Motorenzivilisation zur Natur. Das ist eigentlich ein Satz, den ein Deutscher nicht sagen dürfte.

  313. Auch wir, obwohl wir uns um eine ökologische Lebensweise bemühen,  fördern immer noch das Wirtschaftswachstum.

  314. Hauptmanns Weber und Brontes Shirley thematisieren den frühen Widerstand gegen Industrialisierung  und das langsame Einschlafen dieses Widerstands.

  315. Das Kapital hat nun, von Ausnahmen abgesehen, den Status der Notwendigkeit, so dass man nicht mehr alternativ denken und handeln kann

  316. Steingärten = so wenig Natur wie möglich. Ökologische Gärten = wo viel Natur wie möglich bzw. so wenig Eingriff sie nötig.

  317. Die Angestellten von REWE laufen offensichtlich problemfrei auch aus ihrer Sicht mit Ohrenstöpsel durch die Gegend. Sie sind somit absolut kontrollierbar und bestimmbar. Übrigens die „Freizeitträger“ ebenfalls.

  318. Modernisierungsprogramme sind oft implizit  „Entsozialrogramme“.

  319. Plattdeutsch reden ist ein Stück Widerstand gegen die technolosche, instrumentelle Vernunft.

  320. Gegenwärtige Strategie von Tageszeitungen:  Relativ viele  isolierte ökologische und umweltschützlerische Themen wie Streuwiesen, Adlerschutz, Fotos von niedlichen Tieren und schützenden Menschen. Es fehlt aber eine Gesamtanalyse der Ursachen.

  321. „Das Reich Gottes ist unter uns“  (Lukas 17,21“. Man ahnt es in der Liebe, in der Stille, in der Natur, aber nicht im Fernsehen und im Auto.

  322. Das Klagen  ist bei uns nur berechtigt, wenn es um die Zukunft der Erde geht. These: Unberechtigte Klagen entstehen heute durch  unbegrenzten Medienkonsum.

  323. Modernes Reisen im Auto oder per Flugzeug ist nur noch der Form nach Reisen, nicht vom Inhalt.  Auch beim Gehen  gelingt es uns zwar nie, die jeweilige Umwelt sich vollständig anzueignen, was unmöglich ist.  Aber der Grad der Aneignung ist beim Gehen  wesentlich größer als  beim Autofahren. Bei der  Bildbetrachtung gibt es keinerlei inhaltliche Aneigung.

  324. Fortschritt zerstört  das Milieu des Ursprungs. Das ist sowohl das verheimlichte Dilemma des Fortschritts als auch des Konservatismus.

  325. „Wölfe erschießen“. Wäre für diese Maßnahme der Mensch nicht eher ein Kandidat, wenn Gefährlichkeit für die Erde das Kriterium ist?

  326. Wenn Trump den Klimawandel als natürlich einstuft, ist das kein Erkenntnisgewinn, denn das Entscheidende ist die Ursache im menschlichen Handeln. Trump verändert nicht seine Position, sondern zieht sich argumentativ nur so weit zurück, wie es unumgänglich ist.

  327. Der normative Rahmen bildet heute das bestehende Recht (Legalität). Bequemlichkeit und Billigkeit sind offensichtlich rechtskonform.

  328. Legales Denken hat auch die Folge der ökologischen Zerstörung. Deswegen ist die  Reflexion, was legitim ist,  wichtiger denn je. Das positive Recht ist sehr wertvoll, aber es muss kritisierbar und veränderbar sein. So das Verkehrsrecht. Unanfechtbar ist für mich das Grundgesetz

  329. Wer nicht legitim argumentiert und reflektiert, verzichtet auf seine Subjektivität, beugt sich allein der Logik von Ja oder Nein oder dem Bestehenden.

  330. Was der Mensch herstellt, ist oft sehr destruktiv (Laubsauger, Autos, Autobahnen, Gifte, Waffen), was die Natur „herstellt“ in der Regel hervorragend (ein Baby).

  331. Maxime: Begeht Euch unter Menschen und erlebt viel. Anerkennung bekommt ihr nur von  anderen.

  332. Faktisch sind wir tendenziell etwas modifizierte Trumpianer „Me first“.

  333. Überschaubare soziale Einheiten ermöglichen mehr direkte Kommunikation und Anerkennung.

  334. Ein selbstverständliches Argument für die Elbüberquerung bei Glückstadt ist, dass sie der Wirtschaft dient. Das wird nicht hinterfragt, ob das überhaupt ein sinnvolles Ziel sei und nicht doch der Destruktion der Erde dient. Können wir überhaupt noch hinterfragen?

  335. „Das Reich Gotte ist unter uns.“ Man ahnt es in der Liebe, in der Stille, in der Natur, aber nicht im Fernsehen und im Auto.

  336. Wirtschaftswachstum (rechte Politik) und Schaffung von Arbeitsplätzen (links) haben beide Letztbegründungscharakter in unserer Gesellschaft. Trump argumentiert von beiden Seiten her.

  337. Die einzige Alternative zum Wirtschaftswachstum ist die nachhaltige Wirtschaft. Aber man darf sich keine Illusionen machen: sie zu realisieren verlangt von allen höchste Anstrengungen, Kreativität und Verantwortung. Aber  auch dieser Weg ist  riskant.

  338. Sein nicht armer Freund hat Geburtstag und wünscht sich lange Unterhosen. Das nenne ich wesentlich.

  339. Die Gewerkschaft „Bau-Steine-Erden“ auf einem Plakat „Der Hambacher Forst muss weg

  340. Heute dominiert die materielle Vergrößerung  nicht geistiges Wachstum, wenn es nicht der Karriere und der Herrschaft dient, also kein Selbstzweck sind, wie es sein müsste.

  341. Das Werkzeug ist ausschließlich ein Mittel, nie das Ziel.  Zwischen beiden besteht ein Hiatus. Als Schlachter hatte ich nur das Ziel im Kopf, nicht die Brutalität des Werkzeuge (ähnlich wohl Nazis). Die Werkzeuge bilden einen zerstörerischen Zusammenhang, der aggressiv-destruktiv ist.  

  342. Wie kommt es, dass die Bürger in Konsumfrage derartig gleich geschaltet sind. So besteht das allgemein geteilte Ideal in Reisen mit Wohnwagen. Billigkeit, Flexibilität, Bequemlichkeit sind die oft gehörten Argumente

  343. Je mehr man auf einer Urlaubsreise mitnimmt, desto weniger ist es eine Reise im Sinne des Wesens des Reisens. Wer viel auf Reisen mitnimmt, reduziert entsprechend seine Fremderfahrungen. Wohnwagen mit  Küche, Wohnzimmer, Schlafzimmer und Fernseher sind „reisefeindlich“. Aber auch die Reiseziele zeigen vorauseilenden Gehorsam gegenüber den Reduktions-Reisenden. Das Restaurant in  Spanien, das grell Reklame für Schweinehaxen macht.

  344. Ist die Uniformierung der Erde und der Menschen das visuelle Hauptmerkmal der Gegenwart? Nicht nur Städte und Landschaften, sondern auch das Konsumverhalten und seine Begründungen sind diesem Prozess unterworfen. Die so genannten Individualisierungsprozesse sind keine substantiellen, sondern genau besehen unwesentliche Nuancen des allgemeinen Erscheinungsbildes. Übrigens haben  die einvernehmenden Begründungen für diese Uniformierung ebenfalls uniformen Charakter.

  345. Mit Wohnwagen und Auto durch Frankreich „reisen“ ist ein Transportiertwerden mit modifizierten Scheuklappen. Das Reisen unterscheidet sich immer weniger vom Zuhaussein. Zumal wenn noch der Fernseher hinzukommt.

  346. Die größten Lügner sind potentiell die Tauschwerte.

  347. Grundsätzlich müssen Politiker humaner, anspruchsvoller, verantwortungsvoller und  stabiler  sein als die meisten ihrer Wähler.

  348. In Innenstädten  und insbesondere auf  Wochenmärkten besteht eine Mischung von Regeln und Chaos. Das ist Leben.

  349. Dass man ökologischen Strom produziert, ist kein Argument, Verbrennungsmotore nicht zu reduzieren.

  350. Ökologischer Urlaub: Mit öffentlichen Verkehrsmitteln in den Urlaubsort fahren und dort zu Fuß und Rad die Region genießen. Die Inanspruchnahme von öffentlichen Verkehrsmittel in Maßen ist dann verzeihlich.

  351. Werbung entsubjektiviert.

  352. Inzwischen ist der Widerspruch zwischen ökologischen Erfordernissen und Wirtschaftswachstum der Hauptwiderspruch  auf der ganzen Welt. Ob da der Begriff „Gesundes Wachstum“ hilft“,  bezweifle ich.

  353. Das Gedankenspiel, über einen Würfel zu verfügen, der unendlich viel Energie freisetzen könne, widerspricht zum einen dem Energieerhaltungsgesetz, zum anderen würden sich auch entsetzlich Utopien eröffnen.

  354. In unserer Straße ist in vielen Haushalten die Entwicklung der materiellen Bedürfnisse eine Funktion  des Wirtschaftswachstums.

  355. Der perfekte Konsument  hat ein verpanzertes Selbst, das unbeeinflussbar ist.

  356. Die Alleintänzer sind vielleicht Ausdruck der Moderne, die den Individualismus fördert, der übrigens leichter beherrschbar ist.

  357. Der Bericht des Weltklimarates IPCC belegt, dass mein nun fast fünfzigjähriges Beharren auf eine ökologische Politik, die den Namen verdient hat, richtig war und ist, also kein Ausdruck von Sturheit ist. Wenn wir die ökologische Problematik  nicht in den Griff bekommen, gibt es auch keine Lösungen für  andere Probleme.

  358. „Dieser Sturm war monströs.“ Nein, monströs ist menschliches Verhalten, das diesen Sturm ausgelöst hat.

  359. Der moderne Spießer ist eine Funktion des Konsumkapitalismus.

  360. Jedes Handeln ist dekonstruktiv, also Konstruktion und Destruktion in einem. Die instrumentelle Vernunft hat nur die konstruktive Dimension im „Kopf“ und blendet die Destruktion aus. So auch beim Autofahren. In Die Augen des toten Bruders beschreibt Stefan Zweig übrigens die Unmöglichkeit, die Destruktion des Handelns (auf praktischer Ebene) vollkommen auszuschließen.

  361. Wir sind eine zahlengläubige Gesellschaft.

  362. Reduzierte Ethik: Alle Entscheidungen, auch die letzten, lässt man  vom Markt beantworten.

  363. Wir müssen uns entscheiden: Wertediskussion, Verteilungsfrage oder einfach weitermachen. D. h. wir müssen wesentlich werden.

  364. Entropie ist der entscheidende  kritische Einwand gegen die motorisierte Zivilisation.

  365. Nur in der Eigenbewegung entsteht Wirklichkeit. D. h. in der Wirklichkeit ist immer eine subjektive und immer eine objektive Dimension zusammen wirksam. Beim Autofahrer (FB) ist die subjektive Dimension sehr, sehr klein, bei Medien Null und beim Laufen sehr, sehr groß. Intensives Leben herrscht, wenn beide Dimensionen aktiv in Gleichgewicht stehen. Übrigens ist auch die objektive Dimension nicht passiv, denn sie kommt der subjektiven entgegen.

  366. Die Homogenisierung der Erde ist wahrscheinlich das Kennzeichen der Gegenwart, auch wenn die Ideologie des Individuellen hoch in Mode ist.

  367. Wenn Wirtschaften um des Profits, nicht um der Erhaltung der Lebensmittel dient, dann ist Wirtschaften kapitalistisches Wirtschaften, was wiederum Wirtschaftswachstum nach sich zieht. Nur über Wirtschaftswachstum definiere ich Kapitalismus. Gegenbeispiel. Der Orgelbauer Kristian Wegschneider „In Schwerin haben wir den Jahresdienst verballert, weil wir die Orgel so gut fanden.“

  368. Die Warenwelt funktioniert  wie ein „Fliegenfänger“. Klebt man erst einmal an ihm, kommt man nicht mehr los, sondern kann sich nur noch im Honig, d. h. in Waren  wälzen. Wir verlieren dann unsere körperliche und geistige Freiheit. Das Blöde ist, dass es wahrscheinlich keine  „fliegenfängerfreie“ Welt gibt.

  369. Alle, die nach dem Billigsten, nicht nach dem gerechten Preis (der  die Bedürfnisse der Natur einschließt) streben, sind ethisch unverantwortlich. Das Billigste ist die Quelle für die Beseitigung aller Qualitäten, sei es sozial, persönlich, Umwelt, Natur. Alles muss entweder weichen oder so verändert werden, dass das Prinzip der Billigkeit sich durchsetzen kann. Das Billigste macht letztlich auch den Käufer billig, später auch die Welt.

  370. Ich habe im Kern nur zwei Themen: Als Deutscher die Frage, wie es zu dieser ethischen Katastrophe während der Nazizeit kommen konnte,  als Weltbürger die ökologische Gefahr.

  371. These: Wenn der Profit beim Wirtschaften an erster Stelle steht, ist das das Ende der Kultur. Nur wenn zuerst  kulturelle und helfende Ziele an der Spitze stehen, ist Profit in Grenzen akzeptabel.

  372. Objektophilie ist die Krankheit des Konsumkapitalismus.

  373. Der in jeder Handlung wirkende destruktive Anteil wird fast immer verhüllt bzw. im Bewusstsein der Handelnden verdrängt. In vielen Fällen ist das zwecks eigener Lebenserhaltung unvermeidlich und deshalb entschuldbar – in wenigen aber nicht.

  374. Wenn das Gute schwächelt, entsteht erst das „Böse“. Das Böse ist schwach gewordenes Gutes. Die Umwelt wird zuerst im Bewusstsein immer abstrakter und das heißt homogener und entleererter – dann real. Beispiel: Oldsum bestehende aus Oldsum, Klintum und Toftum

  375. Es gibt Menschen, die stehen für das Bemühen, den Reichtum der Vergangenheit und Gegenwart einzufangen. Und es gibt Menschen, die für das Bemühen stehen, mit Aggressivität dem Materiellen unbegrenzte Zukunft  zu ermöglichen.

  376. Die Lösung ist nicht die Ersetzung der inneren und äußeren Natur (auch die des Menschen) durch technisch-motorisierte Systeme, sondern das Starkmachen der Natur, der Liebe, der Bescheidenheit und der  Intensität des Lebens . Das ist guter Konservativismus. Schlechter Konservativismus wäre: Nationalismus, Rassismus, Motorenorientierung, geistige Enge, Regiorismus, sich verpanzern gegen Not, …Die Lösung verallgemeinert: Geistiges unbegrenztes Wachstum, Stärkung der Intensität des Lebens und der Bescheidenheit. Falsch: Wirtschaftswachstum.

  377. Das Denken in Preisen ist einfachstes Denken und die Aufgabe der ethischen Reflexion.

  378. Urlaubsorte sind nur Urlaubsorte  für kurze Zeit, dann nicht mehr. Das muss man wissen.

  379. Ist der Juridismus oder der Konsumkapitalismus die Ursache der großen Entfremdung und Zerstörung?

  380. Two separat aspects: the socialist perspektive of teleological determination of actions und causal determination over the long duration of historical periods. The first aspect is historically very changeable.  For the second aspect, his assessement of economic develope trends was generally accurate. 

  381. Ob man der Flensburger Innenstadt mit der Beschreibung „Altstadt“ einen Gefallen getan hat, bezweifele ich.

  382. Warenorientierung ist schlechter bzw. falsch verstandener  Materialismus.

  383. Wirklichkeit = auf Dauer gestellte Wiederholung. Deswegen muß auch die Kritik schlechter Wirklichkeiten auf Dauer gestellt werden.

  384. Das Problem: Der nützliche Maulwurf, der den schönen Rasen zerstört. Das ist das Dilemma der Dekonstruktion.

  385. Für jede Waren und Dienstleistung, und seien sie noch so blödsinnig, finden Menschen immer  Begründungen.

  386. Kultur sollte möglichst auch naturnah und naturfördernd sein.

  387. Mein Denken ist relativ autonom. Es hat drei Quellen: a) durch Beobachtung meiner unmittelbaren Umgebung, auch meiner selbst, b) primär Philosophie, c) daraus Schlüsse ziehen. Als Wissenschaftler habe ich das Glück, gleich von mehren Familien umgeben zu sein, die reine Funktion der kapitalistischen Wirtschaft  (= Wirtschaftswachstum) sind. Auch die Selbstbeobachtung, denn ein richtiges Leben im falschen ist nicht möglich.

  388. In der Warenwelt  wirkt ein impliziter Juridismus, der zum Kauf von Waren und Dienstleistungen zwingt im Sinne von Das muss Du haben.

  389. Bestimmte Waren und Dienstleistungen haben offensichtlich ein Recht, so wirken sie, gekauft zu werden. Der Konsumkapitalismus ist so stark, weil er mit Geboten und nicht mit Verboten arbeitet. Diese Gebote stehen vermeintlich mit den Bedürfnissen in Übereinstimmung, aber das ist meistens über Werbung vermittelt. Es gibt also einen expliziten und einen impliziten Juridismus. Gebote sind in der Regel leichter zu befolgen als Verbote.

  390. Konservativismus ohne Motorenkritik ist heute zutiefst widersprüchlich. Das ist die jetzige Lebenslüge des gegenwärtigen Konservativismus.

  391. Das zeitgemäße Leben leidet unter dem großen Ungleichgewicht  von sinnlichen Eindrücken und Ausdrücken von Gesprächen, objektivierende Arbeiten, Emotionen zeigen usw. Die Eindrucksseite ist maximal, die Ausdrucksseite minimal.

  392. Alle Entscheidungen, die eine Materie-Energie-Dimension haben, müssen ökologisch überprüft werden, so auch auf bessere Alternativen.

  393. Die ständigen Paketdienste in unserer Straße sind die Geschäfte in unserer Innenstadt von gestern. Die Geschäfte von früher sind zum menschenlosen Internet und Paketdiensten geworden.

  394. Preise bilden ein System, das intellektuell-logisch außerordentlich einfach und anspruchsloses System.

  395. Ständiger Aufenthalt im Sein überfordert den Menschen, idealiter oszilliert er immer zwischen den Polen eigentlich und uneigentlich. Heute nur noch im Uneigentlichen.

  396. Drei Motive für den Erwerb von Waren: a) zur Selbsthaltung, b) zur Förderung der Bequemlichkeit und Erweiterung des körperlichen und geistigen Radius ohne Anstrengung, c) für Wachstum.

  397. Die Verabsolutierung des Billigsten fragt nicht nach den Bedingungen des Billigseins.

  398. Eine notwendige Maxime: So viel Natur und Kultur wie möglich, so wenig Zivilisation wie nötig.

  399. Es gilt die sechs Existenzialien (Politik, Pädagogik, Ethik, Arbeit, Religion, Kunst) und den Wunsch nach Muße (= zweckfreiees Handeln) ökologisch und human zuverwirklichen.

  400. Der Praktiker kann bestenfalls einen kleinen Teil der Probleme lösen, der Theoretiker das Ganze.

  401.  Ökologische Ferien heißt: So wenig Motoreneinsatz wie möglich, regionale Küche, Aktivurlaub, Behutsamkeit,  

  402. Autofahren, Unterhaltungsmedien, Kreuzfahrten usw. entsubjektivieren den Menschen

  403. Die Städte sterben, sie werden von Kreuzfahrtschiffen ersetzt, die bereits 9 000 Passagiere aufnehmen können.

  404. „Man nimmt Euch das Leben und ihr unterstützt das noch mit allen Kräften.

  405. Ich vermute, dass die Argumente der Physiokraten eine ökologische Quelle sind.

  406. Der Begriff „Konsumkapitalismus“ von Eva Illouz trifft das Gemeinte.

  407. Gigantonomie: SUV, Brötchen, Fernreisen, Kreuzfahrtschiffe, Bildschirme, …..

  408. Kritik der Werbung: Sie vermittelt zwischen Wirtschaftswachstum und Konsumorientierung. Werbung hat auch zur Folge, dass Konkurrenz verdrängt wird. Werbung kennt keine Selbstkritik und Mehrwertigkeiten. Forderung: Werbung nur noch in einem isolierten Träger zulassen. 

  409. Die Forderung nach bezahlbarer Energie verhindert ökologische Kritik. Der Ausdruck „bezahlbare Energie“ kommt immer an, ist aber sprachlich gesehen ein Trojanisches Pferd.

  410. Bildung ist  keine Garantie  für humanes und ökologisches Denken und  Handeln. Leider sind unökologische und inhumane Theorien oft stärker als Ethik.

  411. Wer nur hinter Medien sitzt, braucht keine Fenster nach draußen.

  412. Fangquoten liegen im Interesse der jeweiligen Fischgattungen, aber auch im Interesse der Fischer.

  413. Gehen materielle Weltanschauung und einseitige Warenorientierung zusammen?  

  414. Wahrheit ist höherwertig als Erfolg. Nur der Erfolg, der in der Wahrheit steht, ist wahrer Erfolg.

  415. Recycling ist eine Zwischenphase des „Ausquetschens der Erde“. Übrigens ist auch das  Anthropozän seine Zwischenphase.

  416. Wenn der egoistische Subjektivismus die Quelle der Zerstörung ist, muss man die Quellen des Subjektivismus, gerade auch die heutigen, bestimmen.

  417. Was auf dem Markt angeboten wird, ist ethisch nicht kritisierbar. Das ist herrschende Ethik.

  418. Wahnsinnserscheinungen:  Nationallismus – Rassismus – Konsumentismus.

  419. Extreme Konsumorientierung gibt es in verschiedenen Ausprägungen: Autosucht, Unterhaltungsmediensucht, Reisesucht, ….

  420. „In solch gedämpften Komfort muß das Glück natürlich einbrechen wie eine Katastrophe“ (Jochen Schimmang)

  421. Die Konsumwelt macht uns fremd im Fremden.

  422. Events ist eine Konzentration von spannenden und lustigen Inszenierungen – wie früher der Jahrmarkt, aber nun beherrschen Events unser ganzes Leben.  

  423. Ist die Großstadt an sich  unökologisch?

  424. Zivilisation ist ein Kampf gegen das Leben und gegen die Natur.

  425. Die Niederschlagung des Boxer-Aufstands in China hatte das Ziel, die dortigen Märkte für europäische Produkte gewaltsam zu öffnen.

  426. Kapitalistische Wirtschaft = gebändigter oder offener Kampf.

  427. Wie die ökologische Alternative ökonomisch aussehen muss, weiß ich nicht. Das muss experimentell geschehen.  Ich versuche hier  in einigen Feldern Vorreiter zu sein, um zu zeigen „Es geht“.

  428. Zur nicht vorhandener  Armut und vorhandener Ungleichheit (33-37):

  429. Obwohl es ökonomisch individuell und gesellschaftlich bei uns so gut läuft, klagen so viele. Das wird zur Hauptsache an der fehlenden Gleichheit festgemacht.

  430. Armut ist schlimm, beruht aber nicht unbedingt auf Ungleichheit

  431. Der große Motor des Wirtschaftswachstums ist die Forderung nach Gleichheit. Da diese nie realisierbar sein wird, wird auch nie die Forderung nach Wirtschaftswachstum verschwinden.

  432. In der heutigen Warengesellschaft sind die so genannten Reichen Arme: Wohnmobile, SUVs, Fernreisen, Laubsauger, ….

  433. Ungleichheit muss nicht Armut hervorbringen.

  434. Welche Motive stecken hinter der Urlaubssucht, selbst bei Rentner. These: Nicht Neues, vielleicht Bekanntes zu sehen.

  435. „Ich bin doch nicht blöde und mache Onlineshopping. Warum  nicht? Onlineshopping trennt mich vom wirklichen Leben.

  436. Merkmal der kapitalistisch verfassten Gesellschaft. Das System ist geschlossen, die Elemente und ihre Beziehungen sind eine Funktion des Systems.

  437. Die Wahrheit des Einzelnen und  des konkreten Lebens ist von der Wahrheit des Ganzen abhängig.

  438. Irrtum: Je weiter das Reiseziel, desto intensiver die Erfahrungen.

  439. Die Frage „Was soll der Mensch tun?“ nicht beantworten mit „Was der Mensch will, wenn kein Sollen enthalten ist“. Also nicht der Erwerb von Waren,  Dienstleistung und Spaß. Wir müssen das Wollen vom Sollen abhängig machen. Im Sollen sind nicht nur die persönlichen Bedürfnisse und Werte enthalten, sondern auch die der Mitmenschen und der Natur

  440. Die Verfassung mit ihren Grundrechten und Pflichten ist der höchste Wert.

  441. Beziehungen beginnen fast immer bei Null und werden stärker mit der Zeit. Auch sind werden sie nicht mit dem Kauf eigenes.

  442. Das Bewusstsein der Konsumenten ist voller Tauschwerte, sie denken aber, es seien  Gebrauchswerten.

  443. Konsumorientierung führt schnell zu Ichbezogenheit und Selbstsucht.

  444. Die ‚Rodung des Hambacher Forsts für die Braunkohlgewinnung unterscheidet sich grundsätzlich nicht von der Zerstörung des Amazonasgebietes. Beide haben die gleichen Ursachen: Wirtschaftswachstum und die entsprechenden unnötigen Konsumbedürfnisse.

  445. „In solch gedämpften Komfort muß das Glück natürlich einbrechen wie eine Katastrophe“ (Jochen Schimmang).

  446. Recycling ist eine Zwischenphase des „Ausquetschens der Erde“.

  447. Wenn der egoistische Subjektivismus die Quelle der Zerstörung ist, muss man die Quellen dieses  Subjektivismus, gerade auch die heutigen, bestimmen.

  448. Was auf dem Markt angeboten wird, ist heute  ethisch nicht kritisierbar. Das ist die herrschende Ethik.

  449. Die Reihenfolge von Wahsinnsperioden in der Moderne: Nationallismus – Rassismus – Konsumismus (zwanghafter Konsum).

  450. Extreme Konsumorientierung gibt es in verschiedenen Ausprägungen: Autosucht, Unterhaltungsmediensucht, Reisesucht, … Das ist nur möglich auf Kosten der Natur

  451.  „Bezahlbare Energie“ dient auch dazu, Faulheit mit entsprechenden negativen Folgen zu ermöglichen.

  452. Strukuren sieht man, Systeme selbst sieht man nicht. Wenn man ein System nicht durchschaut, nach welchen Prinzipien es sich strukturiert, ist man in höchster Gefahr:

  453. Die Moderne im Kleide des Fortschritt und angeblichen  Interesses der Menschheit ist von einer unvorstellbaren Aggressivität.

  454. Heliokopter-Eltern lassen ihre Kinder nicht wirklich leben. Kinder  leiden unter dieser Kontrollsucht, ein charakteristisches Merkmal der Moderne.

  455. Die Symbolflut im Alltagsleben entwertet die wirkliche Wirklichkeit.

  456. Das Wort Spaß ist sehr einseitig auf Oberflächlichkeit ausgelegt. Er hat weder äußere noch innere substantielle Ziele.

  457. Im Konsumkapitalismus werden mit Hilfe massivster  Werbung aus Tauschwerten Gebrauchswerte. Diese Erkenntnis ist der Verdienst von Marx bzw. Wolfgang Haug. In der Warenästhetik ist individuelles Verhalten und Gesellschaft eine Einheit.

  458. Umdenken statt Ausbaggern“ Endlich mal eine grundsätzliche Überlegung in meiner Zeitung.

  459. Okologische Ferien praktizieren, d. h. so wenig Motore wie möglich einsetzen,  regionale Küche, Aktivurlaub, Behutamkeit in der Landschaft,  

  460. Die Großstadt an sich ist wohl doch unökologisch, aber in ihr ist ökologisches Potential.

  461. Werbung kennt keine Selbstkritik. Sollte man Werbung nicht nur noch auf isolierten Trägern zulassen?

  462. Bildung  ist  noch keine Garantie für  humanes und ökologisches  Handeln. Unökologische und inhumane Theorien sind oft stärker als Ethik.

  463. Die Verabsolutierung des Billigsten fragt nicht nach den Bedingungen des Billigseins.

  464. Maxime:  So viel Leben wie möglich, so wenig zivilisatorische Ausstattung  nötig,

  465. Der Praktiker kann bestenfalls einen kleinen Teil der Probleme lösen, der Theoretiker das Ganze.

  466. Auto fahren und  Unterhaltungsmedien konsumieren  führen zur   Entsubjektivierung des Menschen.

  467. Städte werden von Kreuzfahrtschiffen ersetzt, die 9 000 Passagiere aufnehmen können.

  468. Man nimmt Euch das Leben und Ihr unterstützt das noch mit allen Kräften.

  469. An Vorgärten erkennt man noch die Stärke der Bewegung von 1980.

  470. Gigantonomie heute:  SUVs, Brötchen, Fernreisen, Kreuzfahrtschiffe, Einkaufszentren, ….

  471. Wenn der Ausdruck „bezahlbare Energie“ als plausibel bewertet wird, gegen den man doch eigentlich nichts haben könnte, wird man in nicht allzu ferner Zukunft auch für AKWs sein müssen. Denn auch die erneuerbare Energie ist nicht problemlos. Sie verbraucht für die Herstellung Energie. Wohin mit dem Schrott, so mit den Flügeln von Windrädern.

  472. Werbung vermittelt zwischen Wirtschaftswachstum und Konsumorientierung.  

  473. Die Forderung nach bezahlbarer Energie verhindert ökologische Kritik. Dieser Ausdruck  kommt immer an, ist aber ein sprachlich ein  Trojanisches Pferd.

  474. Wer nur vor  Medien sitzt, braucht kein Fenster nach draußen.

  475. Fangquoten liegen im Interesse den jeweiligen Fischgattungen, aber auch  bei  den Fischern

  476. Bestehen zwischen  materieller Weltanschauung (Materialismus) und einseitige Warenorientierung eine Beziehung?  

  477. Wahrheit ist höherwertig als Erfolg. Nur der Erfolg, der in der Wahrheit steht, ist wahrer Erfolg.

  478. In Kunst und Bildung wächst die Natur über sich hinaus. Beide intensivieren die Beziehung zur Natur. Motoreneinsatz (sei es ein Auto oder ein Unterhaltungsmedium) trennen die Menschen von der Natur, auch von der eigenen.

  479. Eine Situation muss immer bestimmten ethischen Kriterien genügen. Wenn nicht, muss man dran arbeiten.

  480. Etwas als billig zu bewerten ist sicherlich in der Normalkommunikation eine richtige Aussage, deswegen wohl auch beliebt und  heute  handlungsentscheidend.

  481. These: Das Zeitalter der Empfindsamkeit war die erste Gegenwehr gegen die technische Rationalität. Motore weinen nicht.

  482. Nur PETA stellt sich dem existentiellen Problem des Tötens von Mitlebewesen.

  483. Das Wollen von ökologisch schädlichen Produkten ist kein Argument, wenn es nur von dem Wunsch her kommt.

  484. Im Wort „lassen“ ist immer noch ein aktives Moment.

  485. These: Die Welt ist uns noch nie so fremd gewesen, wir haben sie  noch nie so wenig verstanden,  obwohl wir das Gegenteil meinen. Waren bilden heute die absolute Grenze des Bewusstseins. 

  486. Ethische Spielräume wären heute: Ökologische Orientierung vs. Warenorientierung, Bildung vs. Trash, Liebe vs.  Haß a la Chemnitz.

  487. Werte sind heute zu Gütern geschrumpft.

  488. Sinn muss u. U. sich in Richtung  Sein erweitern.

  489. Die Früchte verfaulen unter  den Bäumen.

  490. Wir brauchen mehr Mitte und Tiefe, d. h. dort intensiv leben und erleben, was wir mit unseren Füßen, Armen,  Denken, Fühlen bewältigen können.

  491. Der Wirklichkeitsbegriff ist immer eine Konstruktion, trotzdem unverzichtbar.

  492. Natur als Quelle der Wahrheit, Sinnhaftigkeit, Weisheit und Modell für vernünftiges Leben gilt nicht mehr.

  493. Die Lektüre von Werbeblättern und entsprechenden Internetseiten wird in nicht zu weiter Ferne die Tageszeitung ersetzen.

  494. Heute ist Fortschritt auch die Überwindung ökologischer Notwendigkeiten.

  495. Qualität ist das einzige Argument, das gilt.

  496. Der Alltag besteht heute aus  Events bzw. sollte es sein.

 

Es geht im „Archiv Zeitdiagnose“ weiter.