Kritik der Nutzung des Autos im Besonderen und der Anwendung von Fremdbewegung mit Hilfe von Motoren im Allgemeinen - Humane vs. motorenbetriebene Technik - Gegen ein still gestelltes Leben aus zweiter Hand und damit gegen Bequemlichkeit, für Lebendigkeit

Stand: 2. 10. 2021

Die Kritik des Autos beinhaltet auch eine Kritik der Fremdbewegung bzw. der gewaltsam durchgesetzten Nicht-Bewegungen. Es wäre fast alles erreicht, wenn Auto und Mensch nicht mehr als eine untrennbare, naturwüchsige Einheit aufgefasst würden. Das Auto ist lediglich eine (1!) Möglichkeit zur Ortsveränderung. Es gilt, im Interesse der Umwelt, des Klimas, aber auch der Autofahrer selbst, das zutiefst emotionale äVerhältnis zum Auto durch ein rationales zu ersetzen. Das Auto darf nicht ein Teil der Identität sein.

Das Auto (obwohl es natürlich auch wiederum bedingt) steht im Zentrum der Kritik , weil es in immer stärker werdendem Umfange die Eigenbewegung ersetzt. Die Verwendung des Autos ist nahezu universell geworden und das aus zwei Gründen: Zum einen realisiert und symbolisiert das Auto das gesamtgesellschaftliche Wollen, Wünschen und Handeln, es verkörpert die Logik unserer Gesellschaft (the primary driving force). Das Auto ist Selbstzweck, aber auch Mittel für nahezu alles, was der auf Konsum reduzierte Mensch erreichen will. Es ist der materielle und emotionale Mittelpunkt des individuellen Lebens und der gesellschaftlichen Prozesse. Zum anderen - auch als Folge - ist jede Ortsveränderung mit Hilfe des Autos zur nahezu habitualisierten Selbstverständlichkeit geworden. Die Einschränkung “nahezu” soll auf den verbliebenen Raum für Alternativen, wie sie momentan in der Neuendeckung des Wanderns und Gehens sich äußern, hinweisen. Ein Raum, der - so hofft und versteht der Autor seinen Beitrag - sich in Zukunft zu einem menschlichen Lebensraum erweitern wird, ja erweitern muss.

Es gibt inzwischen viele ermutigende Initiativen und Menschen, die sich für das Gehen und Radfahren einsetzen - aber allen ist gemeinsam, dass sie nicht substanziell und systematisch eine Kritik des Autos entwickeln. Dieses Defizit soll der Inhalt meines Buches und dieser Homepage ein Stück beheben.

Die Kritik beschränkt sich nicht nur auf Autos, sondern gilt  generell dem zunehmenden Einsatz von Motoren,  wenn  er  überflüssig ist, d. h. Not nicht vermindert, sondern vergrößert. Und diese Überlegungen beziehen sich primär auf den konsumtiven Bereich, deswegen, weil die Ersetzung harter körperlicher Arbeit durch motorangetriebene Maschinen eine Errungenschaft ist, die als letztes problematisiert werden sollte. Also ein Ja zu öffentlichen Verkehrsmitteln, wenn sie sinnvollen Fahrten dienen, ein Nein zum Auto, wenn Alternativen vorhanden sind. Neue Einsicht: Ich kritisiere nicht die Technik, denn sie gehört unaufhebbar zum Menschsein, sondern ich  kritisiere gegebenenfalls den Einsatz von Motoren. Meine früher geäußerte Technikkritik war genau besehen immer eine Motorenkritik. Bekanntlich kommt Motor von movere "bewegen", womit Eigenbewegung und Fremdbewegung als Motorenbewegung in die notwendige nähere Beziehung gesetzt werden.

Die Motorenkritik von schädlichen Auswirkungen auf das Klima gilt nicht, wenn der Motor ein elektrischer ist, und der mit erneuerbaren Energien betrieben wird. Kritik des Autos bleibt bestehen für die schädlichen Auswirkungen auf den Menschen (Fahrer und Mitmenschen = innen und außen), auf die Gestaltung von Land und Siedlungen), auf das Soziale und natürlich auf das Klima.

Viele Informationen zur  Autokritik  und Initiativen gegen die Dominanz des Autos findet man in „autofrei leben e. V.“

Ich vereinigte Autokritik und Medienkritik früher unter Autokritik (besser Kritik der Passivität), weil beide passiv sind. Jetzt sind beide getrennt

Die negativen Folgen der übertriebenen Motornutzung:

Meine Kritik des motorisierten Individualverkehrs und der  Motore ist einseitig und extrem, weil diese in ihrer Verbreitung ebenfalls extrem sind. Es ist Zeit, hier zu differenzieren: Motore sind wegen ihrer unvermeidbaren Emissionen aus klimatischer  Perspektive immer schädlich. Sicherlich gibt es ein bestimmtes Quantum an Emissionen, das vom Klima her noch tolerierbar ist. So der Einsatz von Motoren in  Katastrophengebieten, bei schwerer körperlicher  Arbeit, in Taxen, in Krankenwagen oder im maßvollen Einsatz von öffentlichen Verkehrsmitteln mit großer Beschränkung des Luftverkehrs. Hier die absolute Grenze zu ziehen, ist wegen der beteiligten Dynamiken nicht sinnvoll möglich. Schädlich ist der Motoreneinsatz für  Menschen dann, wenn er tendenziell alle körperlichen und geistigen Tätigkeiten ersetzt, wie es heute offensichtlich das unhinterfragbare  Bestreben ist. Das dahinter stehende Motiv nach Bequemlichkeit ist in vielen Fällen nicht mehr zeitgemäß, weil für die körperliche und geistige Gesundheit kontraproduktiv. Die Folgen auf Landschaften und Siedlungen thematisiere ich in den Notaten ebenfalls. 

 

 

 

  1. Wie  kann man in Zeiten des finalen Klimawandels, Geschwindigkeit zu einem absoluten Wert machen?

  2. Beweglichkeit durch Autonutzung und Wahrheit durch Fernsehen zu erreichen, ist  nicht möglich und großer Selbstbetrug.

  3. Elektromobilität  löst längst nicht alle vom Auto verursachten Probleme, sondern verschleiert sie. Wie kommt nur darauf, dass Elektromobilität umweltfreundlich sei. Das ist sie nicht, selbst, wenn die Batterien mit Ökostrom gefüllt werden. Selbst, wenn für den Bau von Batterien Ökostrom verbraucht wird, muss das Material angeschafft werden.

  4. Technologien stellen fest, verhindern Eigenbewegung.

  5. Nach meinen Beobachtungen nehmen nur junge Menschen die E-Roller im Stadtgebiet in Anspruch, ersetzen das Auto nicht.  Wenn das stimmt, sind die E-Roller der Einstieg in die Autowelt.

  6. Zum FDP Verkehrsexperten: Dass die deutschen Autobahnen die sichersten sind mag stimmen, aber das ist kein Argument für Klimaschutz.

  7. Heutige Maxime: So viel wie möglich mit dem Auto, so wenig wie möglich zu Fuß.

  8. Die Autowelt ist ein dynamisches Gefängnis.

  9. Motorisiert Fahren = bewegungslose Mobilität.

  10. Durch den motorisierten Individualverkehr ist mehr Stadt zerstört worden als durch den zweiten Weltkrieg.

  11. Das Auto ist nicht die Fortsetzung des Ichs, sonder das Herrschende über das Ich.

  12. Klima- und Umweltdiskussionen hin oder her, Neuwagenkäufer in Deutschland entscheiden sich immer häufiger für größere Karossen. Bereits in fünf Jahren könnte fast die Hälfte aller Neuwagen SUVs sein, prognostiziert Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer. Keine Karosserieform ist so umstritten wie die der SUVs (kurz für: Sports Utility Vehicles). Wegen ihrer schlechten CO2-Bilanz werden sie als "Klimakiller" kritisiert und wegen ihrer Größe von anderen Verkehrsteilnehmern nicht selten als Gefahr im Straßenverkehr angesehen. Trotzdem wächst keine Fahrzeugvariante in Deutschland so dynamisch. Schon jetzt zeichnet sich für 2021 ein neuer Rekord ab. Laut CAR-Institut sind in den ersten sechs Monaten auf Deutschlands Straßen 484.000 neue SUVs dazugekommen. Das ist ein Marktanteil von 34,8 Prozent. Im Jahr 2019 waren gut 31 Prozent der Neuwagen SUVs. "Die 35 Prozent fürs Gesamtjahr 2021 dürften sicher sein", sagt Institutsleiter Ferdinand Dudenhöffer ntv.de. Und nach Ansicht des Autoexperten gibt es in Deutschland "noch viel Luft nach oben".

  13. Die motorisierten Technologien überdecken die Schwere des Seienden, vielleicht auch des Seins. Das war schon immer ein Traum der Menschen.

  14. Woher kommt nur die Autosucht? Die Überwindung der Schwerkraft oder gar des Todes? Oder ist die soziale Isolation ist so attraktiv wie beim  Medienkonsum.

  15. Autofahren ist körperliche und geistige Unterforderung. Beim Autofahren besteht ein  Unterschied, ob man fährt oder mitfährt. Der Fahrer hat Verantwortung, muss ständig konzentriert und anwesend sein.

  16. Das Auto hat für viele Menschen bereits Lebensbedeutung.

  17. Der zeitgemäße Bürger braucht seine Füße nicht mehr. Er fährt nur noch Auto. Den Rest, der nicht mit dem Auto zurückgelegt werden kann, überwindet er mit Roller und Fahrstühlen bzw. Rolltreppen.

  18. Warum lässt sich der Mensch so schnell enteignen, früher ideologisch, heute körperlich durch den Motor?

  19. Autofahrer lieben nicht den Raum bzw. Dreidimensionalität.

  20. „Ohne Motorennutzung bin ich nicht“. Die Wirtschaft bietet ständig neue Möglichkeiten der Motorennutzung und  seien sie noch so abstrus.

  21. In vielen Straßen ist die Zukunft der Straße bereits Realität. An den Rändern stehen nur noch Wohnmobile.

  22. Noch nie war der motorisierte Individualverkehr so stark wie heute, obwohl er  keine Argumente mehr hat.

  23. Erkennt endlich: Ein Automensch ist kein eigentlicher und wesentlicher Mensch.

  24. Wie viel Zeit geht verloren, wie viel mehr Energie wird benötigt, wenn die Zielorte immer entfernter liegen?

  25. Das Auto braucht zum Fahren und Parken viel asphaltierten Platz. Der Fuß braucht nur die Größe von Füssen, die nur minimal zerstören.

  26. Das berühmte Lutherwort zeitgemäß modernisiert: „Und wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute zwar kein Apfelbäumchen pflanzen, aber mir noch einen SUV kaufen.“

  27. Mit 18 Jahren bekam er ein Auto, und damit begann sein körperlicher und geistiger Abstieg.

  28. Gleichwertigkeit in der Mobilität müsste bedeuten: Für alle Verkehrsteilnehmer den gleich großen Platz

  29. Gibt es ein (1) Argument für Formel-I-Rennen?

  30. Zeitgemäßes Bewusstsein: Ohne Auto kommt man nirgendswo hin.

  31. Da das Auto emotional als ein dynamisches Haus gesehen wird, ist man nicht mehr dem Wetter ausgesetzt.

  32. Mit einer Geschwindigkeit von 25 km/h werden E-Räder für Fußgänger gefährlich.

  33. Alles wird zweidimensional, d. h. autogerecht.

  34. Autos und Unterhaltungsmedien  sind in einer Hinsicht strukturell gleich, sie unterfordern körperlich und geistig.

  35. Maschinen Dank zu sagen ist DonQuichotterie.

  36. Autos vergrößern  Infrastrukturen.

  37. Männer waren früher in der Mehrheit Militaristen, heute Autofans.

  38. Insbesondere Männer halten ihr Auto für ihr eigentliches Selbst (autos = selbst).

  39. Autos und TV produzieren ständig neue Wahrnehmungen, allerdings von niedrigem Wert.

  40.  E-Bikes sind im Fahren klimaneutral, aber nicht in der Herstellung und eventuell in der Energiegewinnung, wenn nicht Ökostrom eingesetzt wird,  der aber zur Herstellung zumindest Materie verlangt.

  41. Zum Streik der Lokführer bei der Bahn: Ich sehe nur Destruktion. Objektiv dient der Streik der Autoindustrie und Autofahrern. Das Auto wird dadurch zum Monopol. Der Streik fördert die Umweltkatastrophe. Anders ausgerückt: Ich kann nicht beurteilen, ob der Streik gerechtfertigt ist, aber wohl nicht aus Überlebensgründen. Deshalb halte ich den Streik in gegenwärtigen wirtschaftlich unsicheren Zeiten für ein denkbar falsches Signal. Aus ökologischen Gründen für ganz problematisch.

  42.  "Ich fahre mit dem Auto von Scharbeutz nach Bosau, weil es in Scharbeuz immer lauter wird.“ Aber dieser Gast  sorgt dafür, dass Bosau auch zu Scharbeutz wird.

  43. Es gibt bereits viele Orte, wo man aus strukturellen Gründen nicht mehr ohne Auto leben kann. Für die meisten Autobesitzer ist ihr Auto ein unverzichtbares Lebensmittel, wenn in entfernteren Geschäften es billiger ist, oder keine öffentlichen Verkehrsmittel vorhanden sind.

  44. Die gegenwärtige  Struktur ist gegenwärtig der wahre Herrscher und der wahre Ausbeuter der Gegenwart.

  45. Das Auto ist für viele Bürger synonym für Freiheit.

  46.  Maxime: Fahrt  mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

  47. Nur ein motorenfreier Strand ist von großer Schönheit. Erst ohne Autonutzung erlebt man einen Ferienort.

  48. Wie von den Nazis nichts Gutes kommen konnte, so auch nicht vom motorisierten Individualverkehr

  49.  Nur ein See ohne Motorboote strahlt die Schönheit der Stille und Ruhe aus.

  50. Das Auto vernichtet erst im Bewusstsein, dann im Handeln Natur und  Gewachsenes.

  51. Es gibt viel mehr Gründe kein Auto zu haben.

  52. Autofahrer lieben ihren eigenen Körper nicht als Quelle für die Bewältigung von Distanzen über hundert Meter und Schönheit.

  53. Die Pole schmelzen, aber kein Motor läuft weniger, ja, es werden mehr. Die Deutschen versagen zum zweiten Mal. Diesmal zusammen mit der Welt.

  54. Wie kann man nur Autos lieben? Für mich nicht nachvollziehbar. Autofahren gehen (wortwörtlich)  konsequent spontane Erfahrungen aus dem Wege.

  55. Städtebauliche Entwicklung: Alles für den motorisierten Individualverkehr, aber Reduzierung in Wohngebieten. Idealiter nur absolute „Freiheit“ für das eigene Auto.

  56. Die große universelle Täuschung der Gegenwart: Die motorisierte industrielle Zivilisation sei schön. Das ist die Ästhetik der Aggression -  wie die Ästhetik der Nazis.

  57. Hohe Geschwindigkeit entfremdet das eigene Leben und das zur Welt. Jede körperliche Bewegung hat übrigens ihre optimale Geschwindigkeit.

  58. Zwischen Elektroauto und herkömmlich motorisiertem Auto besteht im Entfremdungsgrad kein Unterschied.

  59. Der Motor ist der Inbegriff für Fremdbewegung. Motore ist der Bedürfniskern der Gegenwart.

  60. Das Auto ist eine dynamische Stütze, ja Eigenbewegungsersatz. Eigenbewegung ist out.

  61. Was für Soldaten im 2. Weltkrieg von der Sicherheit her der Panzer Tiger war, ist heute für viele Bürger das große Auto.

  62. Auto und Unterhaltungsmedien setzen strukturell Individualisierung durch. Die  Kommunikationsfähigkeit reduziert sich auf Dinge.

  63. Ein Auto fahren ist leer und führt in die absolute Leere. Leere = das Nichts.

  64. Motore dienen zur Hauptsache dazu, die normalen Fähigkeiten des Menschen überflüssig zu machen. 

  65. Paris ist auf dem Wege einer vernünftigen Mobilitätspolitik.

  66. Je größer der Motoreneinsatz, desto ärmer werden geistig und körperlich die Nutzer.

  67. Zweimal Energieverbrauch: a) im Ereignis selbst und b) in der medialen Präsentation.

  68. McLaren: Welch ein technischer und personeller Aufwand, eine Person, den Fahrer, so zu beschleunigen. – Wohin führt diese Technik? In das Nichts der Runden – Formel-1-Rennen sind das Symbol für den Wahnsinn der reinen Geschwindigkeit.

  69. Ökostrom lässt kein CO2 entstehen, CO2 entsteht aber bei der Herstellung der Infrastrukturen wie Windmühlen, Strommästen, Kabel, Transport usw., wenn dort nicht Ökostrom verwendet wird.

  70. Beim Autofahren und Bildbetrachtung verschwindet die Wirklichkeit, so dass der Verstand sich Ersatzwirklichkeiten ausdenken muss.

  71. Ich fahre kein Auto aus ökologischen und „egoistischen“ Gründen.

  72. Beim Autofahren ist nicht die durchfahrene Welt Wirklichkeit, sondern das Autoinnere und vielleicht der Motor

  73. Im Gegensatz zu meinem lieben Nachbarn weiß ich, wie öffentliche Verkehrsmittel benutzt werden können.

  74. Elektroroller bringen junge Leute weg vom Laufen, d. h. von der Eigenbewegung hin zum Auto, keiner wird vom Auto weggebracht. Das zu behaupten, ist Ideologie

  75. Die heutige Überschrift in der BILD, Unser Auto in Gefahr wirft die ökologische Bewegung massiv zurück. Besser wäre statt Auto unser Selbst(autos gr. selbst). Die Eigenbewegung hat im Alltag keine Wert und Funktion mehr.

  76. Nazis waren große Technikfans, sahen in ihr nicht das Gegenteil des Deutschen, sondern deren Vollendung im Wesen (s. A. Gehlen). Vielleicht deswegen der problemlose Übergang nach dem Krieg.

  77. Die Amishpeople haben die Gefahr erkannt. Von ihnen können und sollten wir lernen.

  78. Ein getunter SUV verdoppelt symbolisch den ökologischen Wahnsinn.

  79. Die Technik, insbesondere Motorentechnik  verspricht ein bequemes und grenzenloses Leben. Aber sie  thematisiert nicht den Preis, die Enteignung des Ichs der Nutzer und die ökologische Katastrophe.

  80. Jede Autofahrt unter fünf Kilometer ist nicht vertretbar.

  81. Ivan Illich hat viele gute Beiträge zur Motorenkritik geleistet. Technik geht nicht in Motorentechnik auf. Das  sind  zwei verschiedene Qualitäten.

  82. Der ständige Ausbau der Autobahnen ist eine Funktion der Anzahl derAutos und der Wohnmobilen.

  83. Bald gibt es auf den Bürgersteigen keine Menschen mehr, die man nach dem Weg befragen könnte.

  84. Wo Autos fahren, gibt es keine Schönheit, sondern Homogenität, Gefahren und Gestank.

  85. Hohe Geschwindigkeiten verhindern Wirklichkeitserfahrungen.

  86. Ich  finde den Begriff „Erfahrung“ fundmental falsch, weil man die meisten „Erfahrungen“ eben nicht beim Fahren macht.

  87. Technik i. e. S. bezieht sich auf Maschinen, Motorentechnik auf den Antrieb der Maschinen.

  88. Gewehre sind Motore, die mit kontrollierten Sprengungen arbeiten.

  89. Das Gute ist, dass man heute man nur einen Teil des Konsumkapitalismus mitmachen muss,  der andere Teil ist unausweichlich wie schlechte Luft, Klimawandel und die Oberflächlichkeit viele Bürger.

  90. Es soll eine Unterschriftenliste geben, die fordert, endlich die notwendige Autobahnbrücke über den Atlantik zu realisieren.

  91. Das Auto ist kein Naturbedürfnis wie Essen, sondern ein sekundär Vermitteltes. Das Auto als natürliches Bedürfnis zu sehen, ist ein ichzerstörender Irrtum. Das ist Objektophilie, die im Konsumkapitalismus über Werbung geschaffen wird, um die Bürger über Konsum auszubeuten.

  92. Naziideologie: Mit Juden kann Deutschland nicht existieren. Heute: Ohne Auto kann der Mensch nicht leben.

  93. Das Auto ist ein für viele Bürgerlebendiger Teil des Menschen.  Aber das Auto ist eine Sucht, kein notwendiges Lebensmittel.

  94. Tuning und Formel-1-Rennen feiern das Auto. Das Auto ist das Goldene Kalb der Gegenwart.

  95. Das Auto erzeugt Leere = die reine Bewegung.

  96. Nicht: Ich fahre Auto, sondern das Auto fährt.

  97. Je entfernter das Reiseziel, desto interessanter scheint es für viele Zeitgenossen zu sein.

  98. Heimatliebe und Autofixierung gehen  nicht zusammen.

  99. Elektroroller dienen der Einübung in passive Fortbewegung.

  100. Sie haben zwei Wohnhäuser: ein statisches und ein dynamisches (Wohnmobil). Wenn sie verreisen, müssen sie ihr dynamisches Haus voll packen, wenn sie ihre Reise beendet haben, müssen sie ihr dynamisches Haus leer räumen bzw., wenn sie umräumen fahren sie nicht.

  101. Der zeitgemäße Garten ist eine Fabrik, in der mit motorisierten Geräten bürgerliche (= geometrische) Schönheit hergestellt wird.

  102. Was sieht man beim Autofahren? Vorbeihuschende oder überholende Autos, Asphalt und manchmal Landschaft aufblitzen.

  103. Jede mehrspurige Autoeinfahrt in und durch eine Statt ist Kriegslandschaft. Wie kommt es so zur Verdrängung, das nicht zu sehen?

  104. Modernes Leben: Wenn alle Autos vor der Haustür stehen, laufen die Fernseher. Wenn kein Auto vor der Tür steht, läuft kein Auto.

  105. Warum Auto und TV beide nicht gut sind? Sie haben keine natürliche Grenze.

  106. Zum Bahnstreik: Ich kann nicht beurteilen, ob der Streik gerechtfertigt ist,  wohl aber nicht aus Überlebensgründen. Deshalb halte ich den Streik in der gegenwärtigen wirtschaftlich unsicheren Zeit für ein denkbar falsches Signal. Aus ökologischen Gründen für ganz problematisch.

  107. Woher kommt nur diese Autosucht? Die Überwindung der Schwerkraft oder gar des Todes? Oder ist die soziale Isolation so attraktiv?

  108. Autofahren = objektive Unterforderung, Fernsehen = objektive Überforderung. Beim Autofahren besteht ein Unterschied darin, ob man fährt oder mitfährt. Der Fahrer hat Verantwortung, muss also ständig konzentriert und anwesend sein.

  109. Das Auto hat für viele Menschen bereits die Bedeutung von Leben.

  110. Wer mit dem Auto in den Urlaub und dort umherfährt, wird die Urlaubsregion negieren, nichts erleben, nur fahren, fahren, fahren.

  111. Ein Auto verlangt Verzicht auf eigenes Leben. Das ist das Merkmal der Fremdbewegung.

  112. Der Kern der Moderne ist motorenorientiert, d. h. die zunehmende Motorisierung der Lebenswelt

  113. Zeitgenossen fahren nur noch mit dem Auto, nie mit öffentlichen Verkehrsmitteln - außer mit Flugzeugen.

  114. Viele Menschen kennen keine Bahnhöfe oder Züge mehr

  115. Autofahren aus Bequemlichkeit ist keine Ausdruck von Klugheit, sondern von personifizierter Faulheit und Negation des Ichs.

  116. Das Verhältnis „Eigenbewegung - Motor“ ist ein Duplex, d. h. ein Entweder-Oder. Nicht immer in der Praxis.

  117. Eigenbewegung macht Freude, aber nicht immer.

  118. Erst in der Eigenbewegung i. w. S. entsteht der  Mensch, in der Fremdbewegung er Objekt.

  119. Das Auto schwächt die Fahrgastschiffe auf den Seen, so auf dem Plöner See.

  120. Autofreie Tage zumindest an Feiertagen fordern und realisieren. Das wäre ein Grund zum Feiern.

  121. Was ist wichtiger, der SUV oder der Erhalt der Erde?

  122. Verzichtet auf das Auto und setzt Euch  für alternative Strukturen ein.

  123. Das Auto verhindert außer mit eventuellen Mitfahrenden soziale Erfahrungen, die es eventuell nur vor oder nach der Fahrt gibt.

  124. Wenn man  belegen kann, dass Autofahren massiv unsere Umwelt und die Fahrer physisch  und psychisch belastet, muss man das Autofahren massiv einschränken.

  125. Auf dem Plöner See haben Motorboote keine Freiheit im Konsumsinn.

  126. Das Auto ist eine Waffe.

  127. Altrocker auf Motorrädern  zelebrieren  gekaufte Jugendlichkeit, die übrigens damals auch keine war.

  128. Gehen zerstört nahezu nichts, Radfahren durch Bau von Asphaltwegen,  ein SUV mehr als ein Smart.

  129. Autofahren gilt heute als ein natürliches Recht, dass die Faulheit und die Autoindustrie schützt.

  130. Angeblich gibt es ein Recht auf Autofahren, selbst, wenn parallel öffentliche Verkehrsmittel fahren. Das ist ein Recht auf Zerstörung.

  131. Motorisierte Zivilisation ist keine Kultur, sondern Aufgabe der eigenen Menschlichkeit.

  132. In den Wohnmobilen konzentriert sich  Irrationalität.

  133. Autowelt und Industrielandschaften sind  keine menschlichen Lebensräume – weder für Menschen noch für Mitlebewesen.

  134. Der stolze SUV-Besitzer: „Der Besitz eines SUVs ist wichtiger als Klima- und Artenschutz.

  135. Homeoffice basiert auf Internetnutzung und wirkt gleichzeitig entsozialisierend.

  136. Der SUV ist für mich schlechthin das Symbol für Irrationalismus.

  137. Autostraßen ermöglichen motorisierte Geschwindigkeiten, Wege ermöglichen  biologische.

  138. Im Auto und vor dem Fernseher identifiziert man sich in der Regel mit dem  Gestell.

  139.  Motorentechnik ersetzt das Leben. Sie handelt, indem sie uns beherrscht.

  140. Mit dem Auto irgendwo hinfahren, um dort Eigenbewegung in Form von Jogging zu praktitzieren, muss zumindest abgewogen werden.

  141. Der motorisierte Individualverkehr ersetzt die Eigenbewegung. Deswegen: „So wenig motorisierte Mobilität wie unbedingt nötig“.

  142. Ein SUV ist und nicht rational zu begründen, Ein SUV ist nicht nur unnötig, sondern schädlich für viele Situationen (Mensch, Soziales, Bauten, Natur).

  143. Das Wesen des Autofahrens ist seine Geschwindigkeit, d. h. seine Destruktivität.

  144. Der motorisierte Individualverkehr verhindert lebendige Strukturen. Seine weltweiten Zerstörungen haben inzwischen Zerstörungen im  Ausmaß von vom finalen Weltkrieg erreicht.

  145. Aus einem Leserbrief (vom 25. 6. 21 im Flensburger Tageblatt): DieStadt muss erlebbar sein, deswegen mehr Parkplätze. Die dahinter stehende Halung: Ein Leben ohne Auto ist nicht denkbar.

  146. Motoreneinsatz im Konsumbereich reduzieren ist möglich, ja einfach, in der Produktion schon schwieriger.

  147. Elektromobilität = Motorenmobilität. Und damit Verringerung der Eigenbewegung.

  148. Techniker haben besonders große Schwierigkeit, sich eine Reduktion der Motorentechnologie  als sinnvoll vorzustellen.

  149. Autosucht ist heute purer, unverantwortlicher Egoismus

  150. Wie Füße zu einem Menschen gehören, so gehört heute mit gleicher Selbstverständlichkeit ein Auto zum Menschen. Ein Mensch ohne Auto ist nicht mehr vorstellbar.  So kommt es zu dem bereits zitierten  Satz: Eine Stadt muss erlebbar sein, und das geht nur, wenn genügend Parkplätze vorhanden sind.

  151. Der motorisierte Individualverkehr ist ein Sonderfall des Wirtschaftswachstums. Beide haben die gleiche Funktion, ja Wesen.

  152. Im Land fehlen die kleinen Badestellen, deswegen drängt alles zur Küste

  153. Eigentum darf im Konsumkapitalismus nicht kritisiert werden. Das ist für  ihn Extremismus, objektiv stimmt das aus seiner Perspektive.

  154. Gestell = Technologien. Geviert = Leben (Heidegger).

  155. Motorisierung umfasst Verbrennungsmotore und Elektromotore

  156. Auto und Unterhaltungsmedien sind die zwei großen unnötigen Bequemlichkeitsrealisatoren der Gegenwart.

  157. Was ist lauter? Ein Mähdrescher oder ein aufheulendes Motorrad? Der Unterschied ist ein subjektiver, denn der Krach der Mähdrescher muss eher akzeptiert werden.

  158. Motorenbewegung fundiert die industrielle Zivilisation

  159. Wo motorisierter Individualverkehr herrscht, gibt es keine Landschaft, keine Dörfer, keine Städte, keine Natur als Ganzes und Menschlichkeit

  160. Jede Autofahrt ist aggressiv.

  161. Wo Autos fahren, ist keine Landschaft, kein Dorf oder Stadt – allein wegen der Geschwindigkeit.

  162. Autostraßen sind homogenisiert für das Maximum von aggressivem Fahren. Die Schäden werden entweder vorher bereits getätigt oder gar nicht bemerkt.

  163. Elektromobile sind keine Alternative der Probleme, die mit dem motorisierten Individualverkehr verbunden sind: Sozialzerstörung, Stadtzerstörung, Nutzerzerstörung,…

  164. In der Autowelt gibt es keine gegenseitigen Blickkontakte.

  165.  Wir sind nicht mehr mit einem bestimmten Ort verbunden. Wer alle Distanzüberwindungen mit dem Auto zurücklegt hat keine Heimat, zumindest keine sinnlich vermittelte. Zeitgenossen haben keinen länger andauernden Bezug zur Wirklichkeit. Auch nicht mehr wirklichen Bezug zur eigenen inneren Natur.  

  166. Fakt ist: Während des Autofahrens ist man körperlich und geistig unterfordert, egal, was man nach der Autofahrt macht.

  167. Wohnwagen erzwingen bald mehrspurige Autobahnen.

  168. Der motorisierte Individualverkehr ist der Kern und die Logik des Wirtschaftswachstums. Um sie nicht zu gefährden, wird das Ende der Erde und das Leben der Menschen in Kauf genommen. Diese Position wird  rationalisiert, nur um das entfremdete Leben im Konsum führen zu können. Und dabei gibt es lebendige Alternativen.

  169. Zeitgenossen fahren nur noch mit dem Auto, nie mit öffentlichen Verkehrsmitteln - außer mit Flugzeugen.

  170. Die Geschäftsidee: Die überfällige Modernisierung der Fitnesszentren: Standräder und alle Geräte mit Elektromotoren aufrüsten Mit Hilfe eines Motors schafft man jede Übung mühelos. Nicht Wandern, sondern Elektroroller-Wandern ist die Zukunft.

  171. Die Städte ersticken weltweit am Auto und keiner bemerkt es bzw. verdrängt es.

  172. Motorisierter Individualverkehr beansprucht viel Platz, das für verdichtendes Bebauen in Städten verwendet werden könnte.

  173. Beim Autofahren und Fernsehen gibt es keine Wirklichkeit.

  174. Selbst die konservativsten Gesellschaften meinen, auf jeden Fall Platz für den motorisierten Individualverkehr schaffen zu müssen.

  175. Die städtische Bauverdichtung könnte problemlos intensiviert werden, wenn man den motorisierten  Individualverkehr herausnähme. Alle Straßen wären wieder mit hoher Lebensqualität bewohnbar.

  176. Alle, die auf die Motorisierung ihrer Existenz setzen, schaffen sich ein Gefängnis. Wo Motore herrschen, ist kein Raum für autonome Menschen. Das ist manchmal unvermeidlich, darf aber nicht einseitig als Gewinn betrachtet werden.

  177. Mit dem Auto oder Motorrad durch eine Landschaft gefahren werden, ist eine doppelte Zerstörung: a) im Bewusstsein und b) in der Wirklichkeit.

  178. Das Elektrobike ist der Anfang des Endes des Fahrrads, das allein Eigenbewegung erfordert.

  179. Der Elektromotor setzt die vollkommene (absolute) Vermotorisierung der Gesellschaft durch.

  180. Man darf Leben nicht mit motorisierter Technologie  gleichsetzen.

  181. Jede Beziehung hat ihre eigene Geschwindigkeit.Das Auto hat zuerst alle Beziehung geistig verändert und dann das Handeln. Es entstanden mehr „Schatten-Möglichkeiten“, aber auch viele, viele existentielle Wirklichkeitsverluste.

  182. Habituelles Autofahren reduziert Wettererfahrungen.

  183. Motorennutzung verhindert Eigenbewegung. Und macht deshalb aggressiv.

  184. Schlafdörfer und –städte, dezentrale Arbeitsstätten bis hin Schulen sind nur durch das Auto möglich.

  185. Verwaltungseinheiten sind grundsätzlich abstrakt, d. h. sie haben keine konketen Folgen für die Stadt. Die Aufgabe einer Stadt ist heute mehr verwalten als bauen.

  186. Beim Autofahren macht man keine Erfahrungen bis auf das Autoinnere, das natürlich konstant bleibt, also das Gegenteil vom Reisen.

  187. Elektromobilität beseitigt nur einen (kleinen) Teil der Probleme. Nicht das Soziale und Zerstörung von Strukturen sowie den Verlust von primären Erfahrungen.

  188. Die Technik, insbesondere die Motorentechnologie, weil scheinbar lebend, übt Herrschaft über den Menschen aus. Es bedarf großer Anstrengung, sich nicht unterwerfen zu lassen. Die Technik „arbeitet“ wie die Mafia: Sie verspricht alles, hält aber nichts ein und zerstört die „Nutzer“.

  189. Das Gestell wie Auto und Fernseher stellt die Wirklichkeit.  Auch beansprucht es, die einzige Wirklichkeit und Wahrheit zu sein.

  190. Aus dem Auto und vor dem Fernseher gibt es weder eine innere noch äußere Wirklichkeit und Wahrheit.

  191. Ein Auto fährt von der Wirklichkeit weg bzw. fährt aus der Wirklichkeit ins Nowhere.

  192. Notwendige Strukturanpassung aus der Sicht von Autofixierten: Wir brauchen nicht nur mehr, sondern müssem vor allem größere Parkplätze für die zunehmende Zahl von SUV, Kleinbussen und Wohnmobilden schaffen.

  193. Das Auto ist ein Gestell, in dem man selbst still gestellt wird.

  194. Ab 1933 fand in Deutschland die vollkommene Militarisierung statt, heute die vollständige Motorisierung. Ab 1933 hingen zunehmend Hakenkreuzfahnen aus den Fenstern, ab ca.2000 stehen zunehmend SUV, Kleinbusse und Wohnmobilde vor der Tür.

  195. Das Auto und das Fernsehen sind der Seinsgrund bzw. das Wesen gegenwärtiger Zivilisation. Warum beten so viele Menschen beide so an?

  196. Ein SUV ist schon blöde, ein getunter SUV ist superblöde.

  197. Wir bedienen die Technik, nicht die Technik uns. Beispiel: Vor dem Haus steht ein Auto, es wird benutzt, in der Küche ist ein elektrischer „Sahneschlager“, es wird benutzt: Und: alle vorherigen Werkzeuge sind verschwunden.

  198. Es ist kein evolutionäres Wunder, dass immer mehr Neugeborene pedalförmige Füße  und rechtwinkeligen Augen haben.

  199. Erst dachte ich, ein Hubschrauber würde mehrmals in unserer Nähe landen, bis ich entdeckte, dass ein motorisierter Moosentferner eingesetzt wurde. Selbst in unserem Zimmer stinkt es.

  200. Wege und Gassen gehören zur Eigenbewegung, Straßen zur Fremdbewegung. Autostraßen haben keinen Wegcharakter, sie sind die Negation der Gasse und der Wege. Straßen sind leer

  201. Autofahren leisten einen substantiellen Beitrag zur Zerstörung der Erde

  202. Einsicht: Die motorisierte Welt liefert die Normen der Gegenwart für das Denken, Fühlen und Handeln, was aber nicht reflektiert wird.

  203. Im Auto ist man nicht unterwegs, sondern nur im Auto, das man nur schwer, auch geistig nicht, verlassen kann.

  204. Das Innere von großen  Autos hat die subjektiv gefühlte Größe eines Saales.

  205. Auch SUV-Besitzer klagen über das momentane schlechte Wetter, stellen aber nie eine Beziehung zwischen SUV und Klimaverschlechterung her. Sie halten den Besitz eines SUV für lebensnotwendig und damit unvermeidbar

  206. Mir ist unbegreiflich, wie man Auto und Fernseher der Lebensqualität zuordnen kann

  207. Autos verunmöglichen eine sinnliche Beziehung zwischen Mensch und Umwelt.

  208. Früher sind wir mit dem Rad kreuz und quer durch Angeln gefahren, nun darf ich wegen einer Gleichgewichtsstörung nicht mehr Rad fahren. Nach einer Impfung sind wir von Norderbrarup nach Tarup mit einem Taxi gefahren. Ich war nur traurig. Angeln mit dem Auto ist furchtbar. Aus einer erfüllten  Radwelt ist eine leere und verwundete Autowelt geworden. Wegen des Autos stirbt Angeln: Dorfschulen, Gasthöfe. Das Auto hat ein neues Bewusstsein von Landschaft erzeugt.Verallgemeinert: Es gibt kein „objektives“ Angeln, es ist immer vermittelt durch eine Form der Mobilität.

  209. Die Kritik an Staus richtet sich nicht gegen die Verursaches des Staus, die Autofahrer, sondern gegen Politik, die Straßen nicht verbreitern und vermehren.

  210. Was beim motorisierten Verkehr der neuste Hit ist, hat bei der Bahn schon eine lange Tradition, nämlich Elektrifizierung.

  211. Die städtische Bauverdichtung könnte problemlos intensiviert werden, wenn man den motorisierten  Individualverkehr herausnähme. Alle Straßen wären wieder mit hoher Lebensqualität bewohnbar.

  212. Die Moderne schafft eine technische Welt, die für den Menschen vollkommen durchsichtig  und damit manipulierbar für seine Ziele ist. Der Mensch erträgt keine Geheimnisse bzw. Unerkanntes.

  213. Ein Auto ist „effektiver“ in Bezug auf Distanzüberwindung als ein Pferd und als ein Mensch.

  214. Motorisierte Technologie, überhaupt alles Gesetzmäßige, übt Herrschaft aus.

  215. Autofahren und habituelles Fernsehen sind Abwesenheit von der wirklichen Welt.

  216. Motorisierte Mobilität hat großen direkten und indirekten Anteil an der Zerstörung der Welt/Erde.

  217. Der Motor und seine Möglichkeiten ist der „Taktgeber“ für Zerstörungen. Der Motor kennt keine Grenzen außer seiner eigenen Leitungsfähigkeit.

  218. Motorisierte Mobilität verlangt keine Anstrengung, die man als solche bezeichnen könnte. Und: Im Flugzeug bin ich ein Flugzeug, im SUV bin ich ein SUV, aber in der Eigenbewegung bin ich ein körperlich-geistiges Ich.

  219. Anpassung an eine motorisierte Existenzweise verlangt Aufgabe jeglicher Selbststeigerung und autokritischen Engagements.

  220. Autofahren beschädigt Umwelt und Fahrer.

  221. Eine mögliche Hierarchie: Motore – Leben –  den Gedanken Freiheit geben – Metaphysik/Gott.

  222. Jede natürliche Landschaft ohne motorisierten Verkehr ist schön.

  223. Eine überwiegend motorisierte Existenz ist kein Leben.

  224. Autofahren ist Aggression pur.

  225. An schönen Sommertagen beginnt in unserer Straße ein edler Wettkampf, wer den lautesten Motorrasenmäher hat. Natürlich zeitlich versetzt, damit man eindeutig die Leistung eines jeden angemessen bewertet kann.

  226. Nicht E-bikes so bezeichnen, sondern als elektrische Motorräder.

  227. Eine neue Art ist entstanden: die elektrifizierten Nachteulen.

  228. Schlittenfahren und Skilaufen sind eine Mischung von Eigenbewegung und natürlicher Fremdbewegung.

  229. Wenn man durch Motoreneinsatz mehr Zeit für körperliche und geistige Eigenbewegung gewinnt, ist das aus der Perspektive persönlichen Wachstums akzeptabel, aus ökologischer Sicht problematisch.

  230. Das Auto vernichtet äußere Vielfalt und zusätzlich innere Erfahrungen, d. h. das Bewusstsein entleert sich.

  231. Die Welt wird autogerecht gemacht, d. h. geologische Formunterschiede und Treppen werden beseitigt.

  232. Hindernisse fördern Fähigkeiten

  233. Elektromobilität ermöglicht anstrengungsloses Gleiten statt Fortschritt im Sinne von Gehen

  234. Seitdem sich SUV durchsetzten, ist mein  Glaube an die Vernunft ziemlich reduziert.

  235. Technik dient dem Sieg oder der Bequemlichkeit.

  236. Fortschritt wäre, wenn Autofahrer Autohindernisse als sinnvoll und Notwendigkeit erkennen.

  237. In Wien wird gerade ein Autobahntunnel gebaut, in Dresden wurde die unsägliche Autobrücke, in ….ad infinitum, d. h. überall der gleiche Film. Er wird ständig weiterlaufen, wenn wir nicht den Autoverkehr drastisch reduzieren.

  238. Zum Einkaufen möglichst nicht mit dem Auto. Das ist die schlechteste Lösung. Fußläufige Distanzen würden eine Renaissance erleben.

  239. Mit zunehmender räumlicher und zeitlicher Distanz werden die Dinge fremder.

  240.  Heute ist die Stadt eine autozentrierte Zone. Herkömmliche Lösung: die Stadt breitet sich weiter aus, so dass die Autozahl sich noch vergrößern kann, aber die Nachteile werden nicht bemerkt bzw. verdrängt, aber sie verschwinden natürlich nicht. Aber die Fahrten vermehren sich. Das ist ein falscher Schluss. Und der gilt als unvermeidbarer und wirklicher Fortschritt.

  241. Motorisierte Mobilität kennt keine Grenzen und führt geistig ins Nowhere.

  242. Vom Autofahrer zum Nutzer von Elektrorollern  ist eine begrüßenswerte Entwicklung, vom gesunden Fußgänger zum elektrischen Rollerfahrer ist es nicht - im Gegenteil.

  243. Straßen in der Landschaft dienen der Effektivität und Bequemlichkeit. Wege dienen der Fortbewegung. Wege sind ein legitimes Recht von Lebewesen. Autostraßen  sind unnötig.

  244. Maschinen werden geliebt, weil sie sich kausal verhalten, da sie keine Freiheit haben. Sie sind deshalb absolut prognostizierbar und berechenbar.

  245. Wenn der Mensch arbeitet, klingt es, wie das Klopfen eines Spechts, wenn Motore laufen, wie Krach, zumindest wie Lärm.

  246. Es gibt keine kleinen Hinweisschilder mit Ortsbezeichungen, weil man sie nicht vom Auto aus lesen kann.

  247. Eine motorisierte Existenz ist  vielleicht eine Funktion, aber kein Leben.

  248. In meiner Kindheit waren die Straße frei von parkenden Autos („Park“ ursprünglich Gehege), dann von normalen Autos gefüllt, die zunehmend von SUVs ersetzt wurden, jetzt additiv von Wohnwagen.

  249. Vorschlag: Die Autos auf zentralen Plätzen parken, nicht vor Häusern, wo eine Transportkarre vorhanden sein könnte.

  250. Baut Autos zu öffentlichen Verkehrsmitteln um.

  251. Wir müssen uns nicht Gedanken machen, wo für uns das Maximum der Motorennutzung ist, sondern wo das Optimum liegt.

  252. Die universelle Ausbreitung von motorisierter Technologie ist bedingt durch ständiges Wirtschaftswachstum

  253. Mit Sicherheit sind Elektroroller überflüssig

  254. Ausmaß von Motorennutzung und Ausmaß der Eigenbewegung sind umgekehrt proportional.

  255. Die ständige Ausbreitung von Motorennutzung ist eine großes Problem.

  256. Autofahren und Fernsehen haben den Wirklichkeitsgrad von Phantasie, Imagination. Körperlicher Ensatz beim Fernsehen Null, beim Autofahren minimal, geistiger Einsatz bei beiden minimal. Der Weg hat hier keine Wirklichkeit.

  257. Vermutung: Die meisten Autofahrer  würden, wenn sie zwischen den vier Rädern ihres Autos und ihren eigenen zwei Beinen wählen müssten, sich für die vier Räder entscheiden.

  258. Ist meine Gegnerschaft zum Auto und Fernsehen berechtigt? Beide stehen für mich exemplarisch für die Ersetzung des Lebens.

  259. Ich sehe im Auto keinerlei Schönes, nur Zerstörung. Das ist objektiv belegbar.

  260. Motore beseitigen gute Luft.

  261. Heinrich Heine hatte bereits die Eröffnung der Eisenbahnlinie von Paris nach Rouon kritisch  als eine Ermordung des Raumes bezeichnet. Also auch der Zug ist aggressiv, aber nicht in dieser Breite wie der motorisierte Individualverkehr, nicht so platzraubend, nicht so viel schädliche Emissionen und er bedient soziale Bedürfnisse.

  262. Autos sind  reine Aggression ohne Rücksicht auf die Natur. Sichtbar am Bau der Autobahnen.

  263. Ein SUV ist eine überflüssige Aggression gegen Natur und Umwelt.

  264. Geronnene Individualität  hat Berührungspunkte mit Egoismus.
  265. in Leben ohne motorisierten Individualverkehr ist nicht nur möglich, sondern wird schön für sich und für die Umwelt.

  266. Ist Autofixiertheit Ausdruck exzessiver Faulheit oder Flucht vor dem inneren Nichts oder glaubt man adlig zu sein?

  267. Die Lösung: Die Welt muss sich auf die zentrale Aufgabe der Ökologie konzentrieren.

  268. In unserer Stadt gab es keine Großevents, aber viele kleine Ereignisse, die auch eigene Beiträge in irgendeiner Form verlangten.

  269. Nach 1955 haben allmählich fast alle  selbstständigen Läden in unserer Straße in Elmshorn dicht gemacht wie Gärtner Koopmann, Bäcker Saß, Kaufmann Hatje, Gastwirtschaft Scholz, Zigarrenladen Nielsen, Friseur Petersen, Fahrradreperatur Maaß, Schuster Völker.

  270. Gegen die Ignoranz des Weitermachens, das oft den Charakter von Wunderwaffen hat.

  271. Naturzerstörung ist keine Synthese.
  272. Gegen verunreinigte Luft hat Philips nun einen elektrischen Ventilator entwickelt, der wiederum den Energiebedarf erhöht.
  273. Aus einer Werbung: Gewinnen Sie zwei Monate puren Fahrspaß mit einem BMW Cabrio oder Roadster Ihrer Wahl und genießen Sie die schönsten Getaway Routen Ihrer Region. Meine Antwort: Was da dran  traumhaft ist, ist mir absolut unverständlich. Der Begriff "getaway" sagt alles.Elektromobilität ist nur eine Verschiebung der Probleme.
  274. An meinem Elternhaus in der Stadt gingen ständig  Menschen vorbei, heute fahren nur noch Autos vorbei. Ist das Fortschritt?
  275. Motorennutzung wie beim Autofahren oder Fernsehen stärkt die Bequemlichkeit
  276. Parkplatz ist für mich keine existentielle oder problembehaftete Sache.
  277. Auch medial vermittelte Mobilität ist eine Form der Mobilität.
  278. Motorenmobilität = Scheinmobilität, die auf Täuschung beruht
  279. Das Auto zerstört soziale Strukturen bzw. verhindert ihre Entstehung.
  280. Beim Autofahren gibt es keinen aufrechten Gang. Allein die Abhängigkeit drückt hier runter.
  281. Warum werden Auto und Fernsehen nicht als Lebensverhinderer gesehen, was sie ja sind. Das richtige Motto wäre: So wenig wie nötig.
  282. Noch bis ca. 1995 gingen die Frauen mit einem Korb zum Einkaufen und Männer mit einer Tasche. Heute fährt man mit dem Auto in ein Shoppingcentre.
  283. Wirtschaftswachstum ist konstitutiv auf ständigem Konsum angewiesen.
  284. Autofahrer sind so lebendig wie Hampelmänner, an denen man zieht. Sie bewegen sich also nur mit Hilfe von Fremdenergie

Schlimm ist, dass die Menschen, die nicht mit Motoren bestückt sind, sich als antiquiert  empfinden bzw. bewertet werden.

  1. Motorisierte  öffentliche Verkehrsmittel haben den großen Vorteil, Soziales zu erfahren.
  2. Heute sind es motorisierte Mobilität und elektronische Medien, die die Erfahrung von Wirklichkeit verhindern.
  3. Maxime: Nur soweit vom Zentrum wohnen, so dass man es ohne Auto erreichen kann.
  4. Je bequemer eine Bevölkerung ist, desto motorisierter ist sie.
  5. Im Auto sein ist praktisch ein Indoorleben.
  6. Autofahrer verzichten auf Eigenbewegung, sei es Gehen oder Radfahren.
  7. Totaler Widerspruch: Gegen den Klimawandel im Autokorso protestieren.
  8. Wenn man Autofahren nicht selbst als schön empfindet, erlebt man keine Schönheit auf dem Weg. Gleiches gilt für das Fernsehen.
  9. Autofahrer stolpern nicht über Gedenksteine, sondern fahren an ihnen vorbei, ohne sie zu bemerken. In diesen Situationen existieren sie zumindest nicht im Bewusstsein.
  10. Was ist der Unterschied zwischen einem bourgeois und citoyen? Der Bourgeois  fährt jede Strecke über hundert Meter mit dem Auto. Laufen bewertet er als eine Zumutung, der Citoyen empfindet jede Autofahrt für sich und für die Umwelt als eine Belastung.
  11. Schon allein wegen des Platzbedarfs sind Elektroautos nicht die erstrebenswerte Lösung.
  12. Eine ökologische Scheide in der Bevölkerung: Einerseits  Eigenbewegte und Nutzer von öffentlichen Verkehrsmitteln, andererseits die Autofixierten.
  13. Im motorisierten Individualverkehr wird das Prinzip „individual“ auf die höchste Irrationalität getrieben.
  14. Gasse ist ein schönes Wort und eine gute Sache, weil man in ihr nur Gehen, nicht Autofahren kann.
  15. Wenn ich in A bin, bin ich nur in A und in keinem anderen Ort der Welt.
  16. Jede Lebensäußerung wird vom Außen begrenzt. Die motorisierte Technik entgrenzt und enteignet uns gleichzeitig von unseren Fähigkeiten. Das gilt nicht für die Medizin
  17. Ein Leben ohne spontane soziale Kontakte und Erfahrung von Wirklichkeit ist ein reduziertes Leben, wenn überhaupt.
  18. Marcel  Pagnols Bücher sind bedingt ein Vorbild einer gelungenen Gesellschaft im Sozialen und Beschränkungen auf die Region.
  19. Tendenz: Die innere Welt verschwindet durch Unterhaltungsmedien und die äußere Welt durch die ökologische Katastrophe.
  20. Rationalisierung: Die ökologischen Zerstörungen müssen sein, um die acht Milliarden Menschen zu retten, so auch  für sie Arbeitsplätze zu schaffen
  21. Face-to-face-Kommunikation ist wie Essen, Trinken und Schlaf ein lebensnotwendiges  Lebensmittel.
  22. Ein Weg: Ernst Blochs „Allianztechnologie
  23. Den motorisierten Individualverkehr einzuschränken oder zu verbieten, ist keine Freiheitsberaubung, sondern eine Freiheitsermöglichung.

  24. Wo Autobahnen sind, kann man Pflanzen nicht anbauen.

  25. Das fahrende Auto wirkt  wie eine schießende Waffe. Autofahrer sind Soldaten in combat. Jede Autofahrt zerstört als Voraussetzung in Form von Autostraßen und  aktuell  Klima und Tiere sowie beeinträchtigt die Gesundheit der Fahrenden.

  26. Fernsehen und Autofahren finden ohne Unterbrechung und in der Wahrnehmung oberflächlich  statt. Es ist  keine Zeit und Raum für eigene innere  Prozesse.

  27. Sein Auto ist sein eigentliches Ich.

  28. Das Auto verhindert die Erhaltung und Entwicklung von „Nahgeschäften“,  d. h. fußläufig erreichbar.

  29. Welch ein Verlust, mit dem Auto von eigener Haustür zur Haustür des Zieles zu fahren. Dagegen mit dem Rad von zu Hause zum Bahnhof Flensburg, von dort mit dem Zug nach Hamburg Dammtor und von dort mit dem Rad zum Hafen, die Elbe entlang bis Blankenese. Von dort mit der Barkasse über die Elbe und dann an der Este nach Buxtehude. Welch ein Reichtum.    

  30. Die Faszination für  Motorentechnik entsteht insbesondere über die Medien (Bilder, Werbung).

  31. Autofahrer leisten einen substantiellen Beitrag, allerdings einen Beitrag zum Klimawandel.

  32. Wenn man sein Auto zu seinem Mittelpunkt des Lebens macht, gibt es keinen wirklichen Mittelpunkt mehr.

  33. Gewohnheitsmäßige Autofahrer haben mit Sicherheit ihr körperliches Ich aufgegeben und mit der Zeit auch ihre geistiges.

  34. Für viele Bürger ist ihr Auto ein Teil ihres Ichs. Nimmt man  ihnen oder schränkt es ein, ist es für sie ein absoluter Verlust wie ein Körperteil oder noch schlimmer.

  35. Muss nicht eine Erziehung zur  Schönheit des Gehens stattfinden?

  36. Ein Berg, der durch eine Autostraße erschlossen wird, ist keiner mehr. Eine autogerechte Stadt ist keine Stadt, sondern etwas anderes.

  37. Autobahnen sind faschistischem Denken entsprungen. Dieses Denken reicht in Form von Technologien und geometrischen Formen bis in die Gegenwart hinein.

  38. Parkende Autos empfinde ich wie unbenutzte Rollatoren.

  39. Je größer der Radius von Autofahrten wird, desto größer die flächendeckenden Destruktionen.

  40. Wie die Aggression von Autos erkennen? Man stehe am Straßenrand und rasende Autos in Höchstgeschwindigkeit fahren an einem vorbei.

  41. Wann und für war ist das Auto wichtig? Krankentransporte, Feuerwehr, Taxen, …

  42.  Räder, auch Fahrräder, wollen  grundsätzlich den glatten  und damit künstlichen (idealiter Asphalt) Untergrund.

  43. Einer autogerechten Landschaft oder Stadt hat man die Seele genommen.

  44. Autofaszination ist ein absolut ausbruchsicheres Gefängnis.

  45. Mein autofixierter Kollege ohne Auto wirkt außerhalb seines Haus  wie ein  aufs Land geworfener Fisch.

  46. Eine Autofirma  wirbt mit dem Slogan „Die Straße gehört allen“. Dazu hätte ich einige Fragen: Auch Tieren? Wie auf Autobahnen? Selbst Autofans wollen nicht an viel befahrenen Straßen wohnen. Warum wohl nicht? Schafft das Auto nicht einen verdeckten Krieg, nicht Friede auf den Straßen? Wie viele gesundheitlichen Schäden, wie viele Bewegungseinschränkungen, wie viel Zerstörung von Schönheit findet durch den motorisierten Individualverkehr statt?

  47. Ist ein schnell fahrendes Auto nicht eine Waffe? Nein, die Straße gehört dem Leben, der biologischen Mobilität, nicht den Klimaverschlechtern, nicht den Aggressiven, nicht den Faulen.

  48. Auf Autobahnen herrscht reine Aggressivität, das erkennt man spätestens bei Unfällen.

  49. Autokritik ist  genuin ökologische Politik.

  50. Für viele Bürger darf kein Geschäft in ihrer Nähe sein, weil sie dann keine Begründung für ihre so geliebten Autofahrten hätten.

  51. Unbegreiflich, wenn das Auto ohne Notwendigkeit auf die eigene Gesundheit in Anspruch genommen wird – von ökologischen Einwänden ganz zu schweigen.

  52. Proteste gegen Einschränkungen des Autos sind nur von der Faulheit diktiert.

  53. Gehört Autofahren bereits auch zur Quarantäne?

  54. Auto und Fernseher sind zwei Apparate, die körperlichen und geistigen Stillstand erzeugen.

  55. Das Schlimmste, was Autofahrern  vor ihrem Tod passieren kann, ist, nicht mehr Auto fahren zu können. Ihr eigentliches Leben ist Autofahren oder Fernsehen. Selten beides.

  56. Motore dienen primär der Bequemlichkeit, auch wenn die Begründung rationalisiert wird.

  57. Die Abwesenheit von Autos verbessert die Luftqualität. Jede Autofahrt verschlechtert das Klima. Gute Luft ist aber ein hoher Wert.

  58. Die effektivste und beste Lösung: Kein Auto zu haben.

  59. Nicht „öffentliche Verkehrsmittel“, sondern von „sozialen Verkehrsmitteln“ sprechen.

  60. Heute sind Auto und Unterhaltungsmedien die zwei dominierenden Süchte.

  61. Eine Insel mit einer Brücke ist keine Insel“ (aus einer Broschüre  auf Dänisch). In Analogie: Eine Stadt mit Autos ist keine Stadt. Weil sie ihre Urbanität, d. h. Identität verliert. Eine Brücke überbrückt das Medium Wasser, das Auto überbrückt das Medium Boden. Das ist ein großer Verlust.  Die Brücke hat die gleiche entwirklichende Funktion  wie das Auto, beide verhindern die Wirksamkeit des Wassers und des Bodens – mit der Inbetriebnahme der Brücke und der Einweihung von Autostraßen beginnt blitzartig die Transformation in eine Un-Insel und Un-Stadt.

  62. Der Niedergang der Innenstädte lässt sich  primär aus dem  Kaufverhalten der Bürger rekonstruieren. Einkaufen ohne Auto ist für die meisten eine Zumutung, ja Unmöglichkeit.

  63. Wie groß ist die CO2 Emission von  Rennwagen beim Formel-1- Rennen?

  64. Die Faszination von Autos und elektronischen Unterhaltungsmedien besteht darin, ohne Anstrengung ständig Neues zu erfahren.

  65. Sie  verschwindet im Medienozean des Nichts; bei ihm, ein süchtiger Autofahrer, lösen sich die Dinge auf.

  66. Aus dem fahrenden Auto ist die Umwelt maximal verdünnt. Je schneller, desto verdünnter. Die Autowerbung zeigt nie die Umwelt aus dem fahrenden Auto, also Binnenperspektive, sondern nur aus der Außenperspektive in der Distanz,

  67. Nutzung von Auto und Unterhaltungsmedien schwächen das Leben.

  68. Mit welchem Recht setzen Leute die lauten Motorrasenmäher ein, obwohl es leisere elektrische und noch leisere Roboter gibt?

  69. Was heißt „Ermordung des Raumes“? Zuallererst im Bewusstsein, später Vernichtung durch Vernachlässigung oder Demontage.  

  70. Im Auto- oder beim Zugfahren nimmt die Umgebung Bildcharakter an. Die größte Täuschung besteht darin, Bilder für Wirklichkeit zu nehmen.

  71. Reifenabrieb ist in Deutschland der mit Abstand größte Verursacher von Mikroplastik.

 

Es geht im „Archiv Kritik des Autos“ weiter.