Kritik der Nutzung des Autos im Besonderen und der Anwendung von Fremdbewegung mit Hilfe von Motoren im Allgemeinen - Humane vs. motorenbetriebene Technik - Gegen ein still gestelltes Leben aus zweiter Hand und damit gegen Bequemlichkeit, für Lebendigkeit

Stand: 13. 2. 19

Die Kritik des Autos beinhaltet auch eine Kritik der Fremdbewegung bzw. der gewaltsam durchgesetzten Nicht-Bewegungen. Es wäre fast alles erreicht, wenn Auto und Mensch nicht mehr als eine untrennbare, naturwüchsige Einheit aufgefasst würden. Das Auto ist lediglich eine (1!) Möglichkeit zur Ortsveränderung. Es gilt, im Interesse der Umwelt, des Klimas, aber auch der Autofahrer selbst, das zutiefst emotionale äVerhältnis zum Auto durch ein rationales zu ersetzen. Das Auto darf nicht ein Teil der Identität sein.

Das Auto (obwohl es natürlich auch wiederum bedingt) steht im Zentrum der Kritik , weil es in immer stärker werdendem Umfange die Eigenbewegung ersetzt. Die Verwendung des Autos ist nahezu universell geworden und das aus zwei Gründen: Zum einen realisiert und symbolisiert das Auto das gesamtgesellschaftliche Wollen, Wünschen und Handeln, es verkörpert die Logik unserer Gesellschaft (the primary driving force). Das Auto ist Selbstzweck, aber auch Mittel für nahezu alles, was der auf Konsum reduzierte Mensch erreichen will. Es ist der materielle und emotionale Mittelpunkt des individuellen Lebens und der gesellschaftlichen Prozesse. Zum anderen - auch als Folge - ist jede Ortsveränderung mit Hilfe des Autos zur nahezu habitualisierten Selbstverständlichkeit geworden. Die Einschränkung “nahezu” soll auf den verbliebenen Raum für Alternativen, wie sie momentan in der Neuendeckung des Wanderns und Gehens sich äußern, hinweisen. Ein Raum, der - so hofft und versteht der Autor seinen Beitrag - sich in Zukunft zu einem menschlichen Lebensraum erweitern wird, ja erweitern muss.

Es gibt inzwischen viele ermutigende Initiativen und Menschen, die sich für das Gehen und Radfahren einsetzen - aber allen ist gemeinsam, dass sie nicht substanziell und systematisch eine Kritik des Autos entwickeln. Dieses Defizit soll der Inhalt meines Buches und dieser Homepage ein Stück beheben.

Die Kritik beschränkt sich nicht nur auf Autos, sondern gilt  generell dem zunehmenden Einsatz von Motoren,  wenn  er  überflüssig ist, d. h. Not nicht vermindert, sondern vergrößert. Und diese Überlegungen beziehen sich primär auf den konsumtiven Bereich, deswegen, weil die Ersetzung harter körperlicher Arbeit durch motorangetriebene Maschinen eine Errungenschaft ist, die als letzte problematisiert werden sollte. Also ein Ja zu öffentlichen Verkehrsmitteln, wenn sie sinnvollen Fahrten dienen, ein Nein zum Auto, wenn Alternativen vorhanden sind. Neue Einsicht: Ich kritisiere nicht die Technik, denn sie gehört unaufhebbar zum Menschsein, sondern ich  kritisere gegebenenfalls den Einsatz von Motoren. Meinerüher geäußerte Technikkritik war genau besehen immer eine Motorenkritik. Bekanntlich kommt Motor von movere "bewegen", womit Eigenbewegung und Fremdbewegung als Motorenbewegung in die notwendige nähere Beziehung gesetzt werde

Die Motorenkritik von schädlichen Auswirkungen auf das Klima gilt nicht, wenn der Motor ein elektrischer ist, und der mit erneuerbaren Energien betrieben wird. Kritik des Autos bleibt bestehen für die schädlichen Auswirkungen auf den Menschen (Fahrer und Mitmenschen = innen und außen), auf die Gestaltung von Land und Siedlungen), auf das Soziale und natürlich auf das Klima.

Viele Informationen zur  Autokritik  und Initiativen gegen die Dominanz des Autos findet man in „autofrei leben e. V.“

Ich vereinigte Autokritik und Medienkritik früher unter Autokritik (besser Kritik der Passivität), weil beide passiv sind. Jetzt sind beide getrennt

Die negativen Folgen der übertriebenen Motornutzung:

Meine Kritik des motorisierten Individualverkehrs und der  Motore ist einseitig und extrem, weil diese in ihrer Verbreitung ebenfalls extrem sind. Es ist Zeit, hier zu differenzieren: Motore sind wegen ihrer unvermeidbaren Emissionen aus klimatischer  Perspektive immer schädlich. Sicherlich gibt es ein bestimmtes Quantum an Emissionen, das vom Klima her noch tolerierbar ist. So der Einsatz von Motoren in  Katastrophengebieten, bei schwerer körperlicher  Arbeit, in Taxen, in Krankenwagen oder im maßvollen Einsatz von öffentlichen Verkehrsmitteln mit großer Beschränkung des Luftverkehrs. Hier die absolute Grenze zu ziehen, ist wegen der beteiligten Dynamiken nicht sinnvoll möglich. Schädlich ist der Motoreneinsatz für  Menschen dann, wenn er tendenziell alle körperlichen und geistigen Tätigkeiten ersetzt, wie es heute offensichtlich das unhinterfragbare  Bestreben ist. Das dahinter stehende Motiv nach Bequemlichkeit ist in vielen Fällen nicht mehr zeitgemäß, weil für die körperliche und geistige Gesundheit kontraproduktiv. Die Folgen auf Landschaften und Siedlungen thematisiere ich in den Notaten ebenfalls. 

 

  1.  Ich vermute, wenn ein Bürger sich entweder für Autoparkplätze oder Häuserabriß entscheiden müsste, wäre das Auto der Gewinner.

  2. Nazis waren motorentechnologisch hypermodern: Auto, Fernsehen, Medien und natürlich Waffen.

  3. Autofahren ist immer gleichzeitig Zerstörung.

  4. Ein Schweizer Freund erkennt nicht, dass seine Motorenorientierung viele seiner Werte zerstört, die er liebt (wie Strauß in der CSU). Er sieht nicht, dass die Schweiz durch Motorentechnik zerstört wird. Er denkt, Motore seien ein neutrales Mittel. Und ich weiß, dass ihn diese Gedanken verletzen.

  5. Autofixierung und elektronische Medienhinwendung sind Süchte.

  6. Wohnungen in autofreien Zonen müssten doch eigentlich billiger sein,weil längst nicht so viel Aufwendungen nötig sind als für Autostraßen.

  7. Wer viel Auto fährt und Unterhaltungsmedien nutzt ohne Notwendigkeit, lebt nicht im eigenlichen Sinne.

  8. Es stimmt, die Zahl der in unserer Stadt ist  erheblich größer geworden. Leider sind das aber Privatbusse, die keine Fahrgäste reinlassen.

  9. Viele konditonierte Bürger können sich einen Einkauf ohne Auto nicht mehr vorstellen und halten ihn für unmöglich. Inzwischen sind auch viele Strukturen entstanden, die diesen Einwand stärken.

  10. Der Aktivitätsgrad von Hausschweinen in ihren Koben ist inzwischen größer als der von vielen zeitgemäß lebenden Menschen

  11. Der Autofreak blendet die sinnlich wahrnehmbaren massiven Destruktionen aus.

  12. Mobilität zur Hauptsache über den motorisierten Individualverkehr realisieren zu wollen, ist nicht zeitgemäß, technologisch rückständig, klimapoltische skandalös. Sie beruht auf Denkfaulheit und ist schlechter Konservativismus.

  13. Ich bin nicht technikfeindlich, sondern technikkritisch. Es geht mir um eine folgenethische Analyse insbesondere der motorisierten  der Technik.

  14. Sie   haben sich  ein Einfamilienhaus gekauft. Warum? Nun können sie  direkt vor der Haustür parken. „Das ist sehr praktisch“.

  15. Die radikale Pro-Position für den motorisierten Individualverkehr von Bundesverkehrsminister Scheuer mag Wählerstimmen bringen, aber sie ist katastrophal.

  16. Die Haupttätigkeiten des Alltags, aber auch der Freizeit, sind scheinbar für viele ohne Auto nicht mehr realisierbar. Ein Leben ohne Auto ist nicht mehr denkbar.

  17. Wenn alle Tätigkeiten durch Motore ersetzt würden, verlöre das Leben einen großen Teil seines Sinns.

  18. Bald wird man nicht umhinkönnen, in bestimmten Siedlungen  Häuser abzureißen, um Platz für die immer größer und mehr  werdenden Autos zum Parken zu schaffen.

  19. Autos tun den Augen und den Nasen nicht gut.

  20. Meine Autokritik speist sich aus den Erfahrungen meiner Kindheit ohne Autos. Andere Altersgenossen haben aus der gleichen Erfahrung den entgegengesetzen Schluss gezogen.

  21. Was für einen Charakter hat ein Mensch, der auch heute noch für Autos schwärmt? Ist das ein Menschheitstraum, wie Ikarus ihn realisierte? Auch ich habe es als Jugendlicher manchmal geträumt, ich könne mich vom Boden erheben.

  22. Die große Selbstlüge des passiven Reisens - und wenn die Reise mit neunzig Jahren um die Welt führt.

  23. Nicht: Motorisierter Individualverkehr, sondern motorisierter Egoismus wäre der angemessene Ausdruck.

  24. Auto heißt: wesentliche Teile seines Selbst aufgeben bzw. an das Auto abgeben.

  25. Am Auto hängt ein großer Teil der Gesellschaft und am menschlichen Bewusstsein und Identität.

  26. Auf meiner Straßenseite haben inzwischen alle große Autos, seien es SUV, Busse oder Limousinen. Nur wir haben kein großes Auto, noch schlimmer, gar keines. Was wohl unsere Nachbarn von uns denken?

  27. Ohne motorisierten Individualverkehr gäbt es keine Zersiedlung der Landschaft und der Städte. Das Auto entwertet Räume.

  28. Der Autofahrer fühlt sich als Subjekt, fährt er mit Bus oder Bahn empfindet er sich als Objekt, d. h. er meint, die Situation nicht zu beherrschen. Zudem ist es sein Auto, aber nicht seinen Bus. Deswegen fahren in der Regel die Männer, nicht die Frauen, wenn sie zusammen fahren.

  29. Alles, was ich Positives meinem Gehen zuordne, ordnet der Autofahrer dem Auto zu.

  30. Wenn zum „ulkigen“ Rennen zwischen Motorrad und Porsche (Werner Brösel) 40 000 Zuschauer kommen, ist das der Sieg des Trash.

  31. Für viele Autofahrer hat das Autofahren eine sportliche Note ohne körperliche Anstrengug. Zudem ist man immer Sieger, wenn man ins Ziel kommt.

  32. Empirisch? Je mehr PS das Auto hat, desto kümmerlich die Sexualkraft des Besitzers.

  33. Das gibt es auch: An Fußgängerüberwegen gibt es Situationen, wo die Autofahrer zwanzig Meter vorher warten.

  34. „Ihr habt kein Auto? Das geht doch gar nicht.“ Wir sind offensichtlich eine Provokation.

  35. Wer meint, jede Distanz mit seinem Auto zurücklegen zu müssen, liebt nicht seine Stadt, denn jede Autofahrt belastet die Stadt mehrfach.

  36. Eine Zweisamkeit mit seinem Auto oder Fernsehapparat ist formal möglich, aber nicht inhaltlich, denn Zweisamkeit nur zwischen Lebewesen möglich.

  37. Dummheit und Egoismus der Autofahrer sowie die interessierte Industrie schaffen einen Druck, dem Politik nicht mehr widerstehen kann.

  38. Dass man mit 90 und älter immer noch Auto fahren darf, zeigt, wie gering doch die Anforderungen des Autofahrens sind.

  39. Der Autofahrer müsste eigentlich die Erfahrung machen, keine Erfahrungen  machen zu können. Aber wäre selbstwidersprüchlich.

  40. Der motorisierte Individualverkehr forciert die Geometrisierung städtischer Strukturen.

  41.     14. Zur Beziehung von Leben und Motor: Das gesellschaftliche Curriculum der letzten Jahrzehnte besteht darin, das Leben auf der Erde zu reduzieren, auch die eigene Lebenskraft.

  42. Surrogate des Lebendigen: Motor, Auto, Fernreise, Installierung des intelligente Haus, …
  43. Direkte Lebensvernichtung: Schlachten, Kriege. Indirekte Lebensvernichtung: Autos, Unterhaltungsmedien, Konsumismus, ….
  44. Das Leben durch Technik zu ersetzten: Worin besteht der Denkfehler?
  45. Haupttendenz: Die Lebenskraft (Lebensenergie) wird zunehmend still gestellt und  durch externe Energie ersetzt. Der Mensch ersetzt also Lebenskraft durch externe Energie und denkt, beide Energieformen seien identisch. Also: „Ich fahre“ nicht das Auto. Diese Differenz wird ausgeblendet bzw. problemlos identisch gesetzt.  Die Fremdenergie wird als genuin eigene interpretiert. Vom geistigen Urspung gesehen stimmt das ja auch, denn die Technik ist in menschlichen Gehirnen entstanden und weiter dort entwickelt worden.
  46. Fremdenergie  ist das andere, nicht  eigene Lebenskraft (metabolische Energie).
  47. Früher tötete man fremdes Leben, heute fremdes, aber auch eigenes über technische Strukturen, die das eigene Leben auf Sparflamme stellen.
  48. Das Auto muss im Interesse und Erhaltung der Natur, Klimas, Kultur, Kommunikation, Lebens und nicht zuletzt aus Eigeninteresse des Autos massiv verringert werden.

  49. Die Innenstädte sind in Deutschland zweimal zertört worden, einmal durch Bomben, dann durch Autos.

  50. Auch wenn ein Motor sich noch so viel differenziert bewegt, er ist nie lebendig und wird es auch nicht.

  51. Bald füllen Motore alle bestehenden Zeiträume aus.

  52. Schon jetzt wird mehr mehr vom Motor aus gedacht.

  53. Das Auto hat einen Kranz von Erholungsorten und Gaststätten um jede Stadt überflüssig gemacht.

  54. Auch wenn ich in zehn Stunden quer durch Deutschland mit dem ICE rase, zerstöre ich Strukturen.

  55. Autokritik speist sich aus Einsichten in Notwendigkeiten im Sinne Hegels.

  56. Klein-Adelby, ein alter Stadtteil von Flensburg, ist   im nachhinein nicht autogerecht umgebaut worden. Es herrschen nicht Geraden vor.

  57. Bei Autofahrern herrscht der abstrakte Mobilitätsbegriff, bei Fußgängern der konkete Mobilitätsbegriff vor.

  58. Die CDU reagiert auf Autokritik mit Argumenten wie vor fünfzig Jahren. Faktisch: „Freie Fahrt für freie Bürger“.  Es ist zumindest eine Beschädigung der Demokratie, wenn pathologische Zuordnungen Argumente  ersetzen.

  59. Vergleiche die ästhetische Wirkung einer Autostraße durch ein Tal und ein sich schlängelnder Weg ebenfalls durch dieses Tal.

  60. Warum ist es irre (die Bildzeitung), die Erderwärmung und andere Probleme durch Reduktion des Autoverkehrs zu erreichen?

  61. Wenn ein Politiker mit vielen Zahlen aufzeigt, dass eine Begrenzung der Geschwindigkeit auf Autobahnen auf 130 km pro Stunde klimatisch nichts bringt, dann müsste er eigentlich  nach anderen Methoden Ausschau halten.  

  62. Das Auto ist für viele  heute ein absoluter Wert. Wie wird das in Ansätzen sinnvoll begründet?

  63. Das Auto ist ein Selbst, das alle anderen „Selbste“ ersetzen kann.

  64. Autofixierung oft aus Faulheit, die zudem als Prestigegewinn erscheint.

  65. Ein „normales“ Rentnerehepaar muss in seiner Nähe mindestens zehn Ziele haben, die es täglich mit dem Auto anfährt.

  66. Die Entwicklung der Technik kümmert sich nicht um die Menschen, nur dann, wenn sie nicht verkauft werden kann

  67. Technologie muss nicht nur am Gelingen, sondern auch auf die nichtintendierten negativen Folgen reflektiert werden.

  68. Der Fortschritt ist buchstäblich kein Schreiten, sondern die Ersetzung der Eigenbewegung durch Motore.

  69. Es gibt lebenserhaltende und lebenszerstörende Energiesklaven. Wofür sind die kommenden hundert sinnvoll?

  70. Wir müssen Bequemlichkeit bilanzieren auf Vor- und Nachteile. Jede Bequemlichkeitsmaßnahme hat auch Verluste wie Klima, Fähigkeiten, …

  71. Die Lebenswelten gleichen sich global an, egal ob in den Alpen oder an der Nordsee, sie werden zu Staffagen. Deshalb habe ich auch ein  begrenztes Verständnis für den Brexit, wenn das damit gemeint ist.

  72. Ich fahre mit dem Auto und die unmittelbare Umwelt, das Autoinnere, verändert sich nicht.

  73. Je motorisierter (und werkzeugmäßig) ein Mensch ausgerüstet ist, desto verpanzerter ist er, desto kümmerlicher wird er körperlich und geistig.

  74. Eine enge Straße als Autostraße wird immer hässlicher.

  75. Bahn und Busse sind doch selbstfahrende Autos, allerdings haben sie eine direkte  soziale Umgebung.

  76. Ich will kein intelligentes Haus und keine selbstfahrenden Autos. Zu welchem Zweck denn?

  77. Die Gesellschaft ist körperlich motorisiert und geistig über Medien elektrifiziert. Das stimmt so nicht, denn man kann  körperlich und geistige überhaupt nicht trennen.

  78. Die Herrschaft der Motore über das körperlich-geistige Leben wird tendenziell universal.

  79. Die Straße ist für das Auto kein Lebensraum, denn ein Auto lebt nicht.

  80. In Sils in einer Tiefgarage ankommen, ist keine Ankunft in Sils, sondern in düsteren Höhle.

  81. Öffentliche Verkehrsmittel sind an sich gut, Autos sind aus sozialen und ökologischen Gründen an sich schlecht. Eigenbewegungen sind  immer gut.

  82. Der Autofan hat sein Auto durch künstliche Manipulationen noch lauter gemacht, Was geht in seinem Kopf vor?

  83. Die Nazis bauten die Autobahnen aus.

  84. An wie vielen  Menschen ist man vorbeigefahren, obwohl man sie im Arm hätte nehmen müssen.

  85. Am Strand wäre ein Verbot von Motoren nur Gewinn.

  86. Die meisten Vorteile des motorisierten Individualverkehrs erweisen sich bei genauerem Hinsehen als Nachteile.

  87. Die benzindurchtränkte Luft muss als Thema gestärkt werden.  Gestank kann man hier meistens nicht mehr wahrnehmen, weil Differenzerfahrungen  fehlen, d. h. es gibt keine „normalen“  Orte und Zeiten, wo es nicht mehr stinkt

  88. Mein Nachbar würde es für blödsinnig halten, irgendein geographisches Ziel nicht mit dem Auto zu erreichen

  89. Den motorisierten Individualverkehr mit den gleichen Argument wie vor zwangzig Jahren zu begründen, zeugt von Denkfaulheit und sinnlicher Blindheit.

  90. Autofrei sind nur noch die Straßen, wo ein entsprechender ökonomischer Grund vorliegt (Einkaufstraßen). Wohnstraßen haben keine Chance.

  91. Auf Autobahnen mit „nur“ 130 kmh zu befahren, ist doch kein Opfer.

  92. Eine Autostraße ist die Negation zu all dem, was eine Straße ausmacht: spontane und geplante Kommunikation, Schönheit, Gefahrenlosigkeit, Vielfältigkeit,…

  93. Meine Motorenkritik gilt primär nicht im Produktions-, sondern im Konsumbereich. Hier gibt es ein Optimum des Einsatzes. Ein Maximum des Nichteinsatzes des Leibes führt zu katastrophalen Folgen.

  94. Die gegenwärtige motorisierte Zivilisation ist teilweise selbst destruktiv, schützt also nicht vor destruktiven Kräft – das auch.

  95.  Zwischen Mensch A und Mensch B haben sich Motore zwischengeschaltet, so dass kein direkter Kontakt mehr zwischen Menschen besteht. Die Folge: Kommunikativ gesehen werden die Menschen immer kleiner und die Motore immer größer.

  96.  ber jeden Motoreneinsatz, ob guten oder schlechten Zielen, erzeugt schädliche Emissionen.

  97. „Nächste Weihnachten feiern wir im Warmen mit unserem Wohnmobil“ (moderne Mobilität).

  98. Immer, wenn man Elektrizität (und Motore) einsetzt, wird man enteignet.

  99. Autofahren ist keine essentielle Eigenschaft und nicht naturwüchsig.

  100. Autofahrer und elektronische Unterhaltungsmedien ist ein Leben mit Minimalintensivität, also auf Sparflamme.

  101. Die Zersiedlung der Landschaft und „Verbreiung“ der Städte zusammen mit der Auflösung sozialer Strukturen war und ist nur möglich auf der Voraussetzung des motorisierten Individualverkehrs. Die Auflösung der sozialen Strukturen heißt, jederzeit können neue, meistens kurzlebige Strukturen entstehen.

  102. Das Auto hat das menschliche Maß in der Mobilität überflüssig gemacht, aufgelöst.

  103. Motorsport“ ist ein Widerspruch in sich.

  104. Autostrukturen sind weltweit gleich. Sie entindivudalisieren, ja entheimatlichen. Das ist eine Homogensierung, die von außen kommt, nicht aus einem inneren Entwicklungszwang.

  105. Autofixierung beruht letztlich auf Bequemlichkeit garniert mit egoistischen Begründungen. Das ist eine Selbstenteignung von eigenem und fremdem Leben.

  106. Zu elektronischen Medien und Autofahren: Die kognitiven Anforderungen sind auf ca. fünf Prozent zurückgefahren, auch die emotionalen Prozesse, abgesehen bei Störungen, brauchen nicht viel Energie. Beim Autofahren sind alle natürlichen Hindernisse weggeräumt, es bleiben nur noch Hindernisse des Autosystems übrig.

  107. Autofahren ist eine bewegungslos, sitzende Tätigkeit. Unterhaltungsmedien konsumieren ebenfalls. Nicht der Autofahren, sondern sein Auto ist mobil. Das gilt nur, wenn man nicht von der Identität von Auto und Mensch ausgeht.

  108.  Der Mobilitätsbegriff verdeckt den wichtigen Unterschied von Eigen- und Fremdbewegung.

  109. Ist es nicht das Autofahren selbst, nicht nur die Staus, die krank machen?

  110. Lebewesen sind lebendig, Motore nicht. Ein Motor ist der einzige Artefakt, dem Menschen als lebendig zu erscheinen. Der Unterschied schmilzt ständig zusammen

  111. Der Motor macht aus dem Subjekt ein Objekt, das denkt, es sei ein Subjekt. Ein Subjekt ist ein Mensch, der sich in entscheidenden Situationen selbst bestimmt.

  112. Der Impetus für selbst schädigende Fremdbewegung ist Bequemlichkeit.

  113. Motore erzwingen oft Bequemlichkeit und Faulheit.

  114. Genau besehen wirft man nicht den Motor an, sondern sich selbst, indem man seine eigene Kraft durch diese fremde Energie ersetzt.

  115. Bis zu 39 Prozent Abweichung zwischen Text und Realität bestehen in der Autowerbung.

  116. Für immer mehr Menschen gilt:„Ich fahre, also bin ich“.

  117. Der Motor macht aus dem Subjekt ein Objekt, das denkt, es sei ein Subjekt.

  118. „Die Stadt ist für die Menschen und nicht für Autos“ (Otto Reiter, OB von München).

  119. Ein eingefleischter Autofahrer: „Was soll ich denn in Fußgängerzonen, wenn ich ein Auto habe? Das wäre doch absurd.“

  120. Die herrschende Norm: Außermenschliche Leben wird getötet, so bald es Motore behindert.

  121. Das menschliche Leben wird tendenziell zu einem Motor, zumindest in der Funktionsweise.

  122. Was steckt psychologisch hinter diesen Süchten

  123. Motore zerstören die Erde und deren Nutzer

  124. Nahversorger sind bei normalen Autofahrern nicht „in“. Warum nicht? Sie lieben das Autofahren an sich, je länger, desto mehr Genuss.  Das ist die Differenz zur ökologischen Mobilität.

  125. Autofreie Luft ist relativ giftfrei.

  126. Autostraßen homogenisieren die Erde. Sie  sind auf der ganzen Welt gleich hässlich.

  127. Die Kritik des Dieselautos wegen Feinstaub und der Autos selbst  wegen der Klimaerwärmung ist notwendig und richtig, darf sich aber nicht auf diese Aspekte verengen. Es bleiben: Verhäßlichung, Stadtzerstörung, Sozialzerstörung, ..

  128. Nicht jeder Ort muss mit dem Auto erreichbar sein, vielleicht nur in Notfällen durch Beseitigung von Hindernissen. Aber natürlich zu Fuß und ggf. mit dem Rad.

  129. Die große gesellschaftliche Priorität des motorisierten Individualverkehrs sieht man am besten vor Einkaufszentren. Ich schätze, für die Radfahrer bleibt weniger als 1 Prozent der Fläche.

  130. Eine sinnvolle Forderung: Ökologische Zertifizierung für jedes Gebiet durchführen, aber nur auf Zeit und korrigierbar.

  131. Gegen Nischenpolitik für Fußgänger und Radfahrer, stattdessen Priorität für sie in der Verkehrspolitik fordern.

  132. Sinnvolle Ziele: Den öffentliche Verkehr elektrifizieren, möglichst auf die Schiene setzen und die Fahrzeuge wie in Aix-en-Provence klein halten. Das Netz darf übrigens nicht zu eng werden.

  133.  Der motorisierte Individualverkehr ist eine brutale, unbarmherzige Homogensierungsmaschine in Städten und auf dem Land.

  134. Wer die Schäden durch Autos genau sehen will, fahre im Sommer  auf die Halbinsel Giens in Südfrankreich.

  135. „Zu Fuß und mit dem Rad kann man weit kommen. Die Bewegung und der dabei aufgenommene Sauerstoff sind der Gesundheit zuträglich. Bus & Bahn sollten normalerweise eine „normale“ Ergänzung sein“ (aus einer persönlichen Rückmeldung).

  136. In einer bombardierten Stadt haben Teile der Natur oft eine größere Überlebenschance als in modernen Autostraßen.

  137. Es stimmt: Für einige mittellange Strecken ist das Auto zeitsparender, falls keine öffentlichen Verkehrsmittel zur Verfügung stehen.

  138. Konsequent wäre: Nicht Wölfe, sondern Auto- und Autostraßenbauer zu verjagen. Verjagen ist übrigens ein verniedliches Wort für Erschießen. Das meine ich natürlich nicht!

  139. 2. Er holt jeden Tag vom nahegelegenen Bäcker seine Brötchen mit dem Auto. Wie begründet er das? Wie rationalisieren Vielfahrer ihr pathologisches und verantwortungsloses Verhalten? Oft gehörte Argumente: es ist  bequemer, man wird nicht von Fremden gestört, man ist autonom, …

  140. An Autofans: Wo ist das Maximum des  motorisierten  Individualverkehrs? Wo die Grenzgröße der Autos und ihrer Anzahl? Wo die Grenzen des Straßenausbaus? Warum nicht vom Auto Abschied nehmen? Wir können es doch auch.

  141. Haben die betrogenen Autofahrer denn nicht bemerkt, dass sie an der Tankstelle viel mehr bezahlen mussten als die manipulierten Daten aussagten? Oder wollten sie betrogen werden?

  142. Sie haben es gerne warm. Deshalb fahren sie mehrmals im Jahr mit ihrem Wohnwagen und SUV in warme Länder, am liebsten Marokko. Deshalb wollen sie nächstes Jahr nicht zu Hause feiern.

  143. Koevolution: Die Größe der Autos und die Verschlechterung des Klimas.

  144. Autostraßen entleeren.

  145. Es muss noch Geheimnisse geben wie den Wald oder den Berg, die nicht betreten und erst recht nicht befahren werden dürfen.

  146. Sinnproduktion besteht heute  auch darin: viele und möglichst weitenterne Ziele zu bestimmen, die dann mit dem Auto erreicht werden.

  147. Es gibt kein Argument für den motorisierten Individualverkehr, nur dann,  wenn unbedingt nötig ist.

  148. Die Altstadt von Insbruck wird durch eine große Autostraße vom Inn getrennt – wie in vielen anderen Städten auch.

  149. Eine viel befahrene Autostraße ist gefährlich, giftig und hässlich. Ein Fluß nur unüberwindlich.

  150. „Für den wortwörtlichen Fortschritt.

  151. Ist den Gegnern des Verkehrsberuhigungskonzeptes „Shared Space“ in Husby eigentlich bewusst, dass sie  zumindest im Bereich der Mobilität einen rein darwinistischen Standpunkt vertreten: die uneingeschränkte „Freiheit“ des Autos - also des Stärkeren.“

  152. Die Seele äußert sich insbesondere im Blick, in den Bewegungen und in der  Haltung des Leibes. Hier haben die Bewegungen Rhythmus, der Motor hat dagegen Takt.

  153. Es gibt eine ökologisch und eine an egoistischen Bedürfnissen orientierte Mobilität

  154. Was für mich im Nachhinein unbegreiflich ist: a) wie die Deutschen während der gesamten Herrschaft der Nationalsozialismus trotz der einzigartigen Gräueltaten zu ihnen hielten und b) wie die Autoverteidiger trotz der vielen Nachteile (Ressourcenverschwendung, Klimakatastrophe, Luftverschmutzung,Unwirtlichkeit von Landschaften und Siedlungen, von lebemdoger Kommunikation) immer noch kritiklosen am motorisierten Individualverkehr in Nibelungentreue uneinsichtig festhalten. Selbst wenn die Werte vor Kindergärten gesundheitsschädlich sind.

  155. Welche Fülle an vielfältigen Eindrücken in öffentlichen Verkehrsmitteln im Vergleich zum Auto.

  156. Wer gern mit Menschen zu tun hat, fährt mit der Bahn, wer sie nicht mag oder uninteressant findet, fährt mit dem eigenen Auto.

  157. Mit Elektroautos ist ein Teilproblem fast gelöst, aber vieles auch nicht

  158. Silvesterknallerei setzt die Menge von 17 Prozent des Feinstaubs frei, die der Autoverkehr jährlich freisetzt.

  159. Ein habitueller Autofahrer: „Man findet mich nur dort, wo ich mit dem Auto hinkommen kann. Der Rest der Welt muss ohne mich auskommen. Außer Gondeln zu Bergspitzen. Anstrengungen fahre ich immer aus dem Wege.“

  160. Motorfans ohne Rassismus sind formal halbe Nazis (Diesen  Schluß ziehe ich aus  Cassierers Analyse).

  161. Der motorisierte Individualverkehr ist der jetzige Herrscher der Erde
  162. Autos und Mediennutzung  verhindern spontane direkte Kommunikation. Nur die geplante ist erwünscht.
  163. Nicht der motorisierte Individualverkehr, sondern die Bahn wird kritisiert, obwohl sie die ökologische und soziale Alternative ist.
  164. Fernsehen und Auto sind kein Ersatz für Zweisamkeit.
  165. Während der Autofahrt sind die Fahrenden bewegungslos. Die Distanz zwischen A und B überwindet das Auto, es gibt hier keine Eigenbewegung des Menschen. Das Auto „geht“, die Autoinsassen sitzen.
  166. Gegen Fahrverbote zu sein, ist wie gegen Medizin  sein.

  167. Mit dem Taxi zum Bahnhof, wegen Bauarbeiten die dreifache Zeit. Wo kann ich Entschädigung verlangen?

  168. Im Auto stelle ich ständig Überlegungen zur Fahrtstrecke und Fahrzeit an. Der Zug gleitet ohne mein Zutun, so dass ich mich auf anderes konzentrieren kann.  Im Zug kann man bei sich selbst sein, im Auto nie.

  169. These: Der Bahnkritiker erträgt keine Schönheit.

  170. Den Großraumwagen des Zuges zu betreten ist für mich einen Festsaal betreten.

  171. Autofahrer sind während des Fahrens zwangsläufig oberflächlich. Das kann ihre zweite Natur werden.

  172. Der Reifenabtrieb ist ein Tabuthema.

  173. Das Auto, Unterhaltungsmedien und Konsum bilden keine Heimat. Wenn sich Wurzeln überhaupt bilden, sind es verfaulte.

  174. Soziale Isolierung = Individualisierung.

  175. Zu viel elektrisches Licht kann aggressiv sein.

  176. Das letzte Argument: Ein SUV-Fahrer befragt, warum er sein so großes Auto hätte, antwortet "SUVs sind bei Unfällen sicherer." Ich empfehle deshalb Panzer.

  177. Die Bahn ist aus ökologischer und sozialer Sicht das fortschrittlichste Verkehrsmittel. Hinzu kommt, dass sie komfortabel ist: Man kann im Zug lesen, schreiben, arbeiten, beobachten, Gespräche führen oder dösen. Diese Gewinne dürfen nicht durch eine Totalkritik verspielt werden. Bilanzieren ist verlangt.

  178. Gegen Autos und Unterhaltungsmedien habe ich  starke Argumente, so dass ich relativ immun gegen sie bin.

  179. Frage an konsequente Autofahrer: Würden Sie ein Haus an einer viel befahrenen  Autostraße kaufen?

  180. Er kann das Tablet oder das Auto bedienen, aber sie nicht bedenken und  nicht auf einer Metaebene kritisieren

  181. Es ist gut, dass die Bahn selbstkritisch ist, aber sie hat auch allen Grund, selbstsicherer und selbstbewusster aufzutreten. Die Bahn bilanziert war noch nie so gut wie heute.

  182. Motorennutzung erzeugt Bewusstsein von Fakes.

  183. Der Weg ist immer ein Fußweg, vielleicht noch ein Radweg, aber keine Autostraße.

  184. Allein Sehen aus einem Fahrzeug erfüllt mich nicht, sondern stimmt mich traurig.

  185. Im Laufen entsteht Aneignung.

  186. Die herrschende Klasse besteht nicht aus Menschen, sondern aus aggressiven Hochtechnologien.

  187.  Der Autofahrer ist eine Funktion des Autos - nicht umgekehrt.

  188. Im Auto verlieren die Menschen ihre soziale Kompetenz.

  189. Autostraßen sind Straßen ohne Menschen.

  190. Im Auto gibt es keine Augenblicke (wortwörtlich)  nach außen.

  191. Schnell fahrende Autos sind unbarmherzig wie Geschosse. Was für eine Psyche müssen Autofahrer haben?

  192. Motore oder Leben.

  193. Autostraßen sind hässlich, voller Gestank, Gefahren, homogener Asphalt.

  194. Große Asphaltflächen sind  Ausdruck der Herrschaft des Autos.

  195. Fahrende Autos sind brutal.

  196. Die Bahn hat das Privileg, von anderen Verkehrsteilnehmern nicht "behindert"  zu werden. Wie lange noch?

  197. Die Eigenschaft Pünktlichkeit gilt primär für die Bahn.

  198. Zwei "Wahrheiten": der Lärmschutz bei der Bahn und die gleichzeitige Sichtbehinderung.

  199.  Empfehlung für die Bahn "Wir haben heute 12 Sekunden Verspätung. Das bitten wir zu entschuldigen“.

  200. Das Leben darf nicht dem Motor geopfert werden. Fremdbewegung ist Zerstörung fremden und eigenen Lebens. Fremdbewegung = Flucht vor dem eigenen Leben.

  201. Wie viel Tote per Jahr durch das Auto, wie viel durch die Bahn? Beim Autofahren sind Tod und Unfall ständig vorhanden.

  202. Autos, elektrische Medien und Konsumorientierung verdrängen das Leben auf der Erde.

  203. Pro Bahn: Möglichkeiten des Lebens, Kontakts zu anderen und sich selbst. Im Auto nicht, bestenfalls nur Surrogate des Lebens.

  204. In der Bahn fast keine Unfälle trotz der großen Geschwindigkeiten.

  205. Von dem Umfang der  Gefahren gesehen sind die Wölfe des Mittelalters heute die rasenden Autos und Motorräder.“

  206.   Jede Autofahrt beschleunigt die Erdzerstörung. Sie ist  zudem absolut unnötig und unverantwortlich, wenn parallel öffentliche Verkehrsmittel fahren.

  207.   Der Motor ist das trojanische Pferd, das dominierende Werkzeug, genauer: der Antrieb für alle Werkzeuge. Er macht den Menschen überflüssig. Er zerstört den Menschen als Menschen. Er passiviert ihn, macht ihn zum Objekt. Sein Sinn wird Spaß und Erleben auf Sehen reduziert.

  208. Warum liegt mein Schwerpunkt auf der  Motorenkritik, und hier insbesondere auf dem  Auto? Weil sie die entscheidende Bedingungen für die die Zerstörung der Erde und der inneren Zerstörung des Menschen  ermöglicht.

  209. Der Navigator verhindert direkte soziale Kontakte.

  210. Autos in Plural erzeugen Hässlichkeit pur.

  211. Zwei kleine Mädchen spielen im Wagon eines Zuges. Was kann man da alles lernen, und was alles lernen sie.

  212. Die Zurückdrängung des Autos lässt das Leben wieder zurückkehren.

  213. In den Sechzigern wollte der Verkehrminister Lauritzen, dass keine weiter als 25 Kilometer von der Autobahn wohnt. Ein bekannter Politiker schwärmte für mehrere Ebenen für Autos in USA.

  214. Verkehrsprobleme beziehen sich fast immer auf Autos.

  215. . Viel wäre gewonnen, wenn man Motorisierung als  Schlechtes erkennt.

  216. Im Hotel „Zur Post“ in Murnau hört man auf der autofreien Straße „nur“ Stimmen, manchmal auch Glocken,

  217. Der Autofahrer fragt „Warum wandern, zu Fuß gehen oder Radfahren, wenn es Autos gibt. Warum öffentliche Verkehrsmittel nutzen, wenn es Autos gibt?

  218. Atomstrom und Motorenenergie haben letztlich die gleichen negativen Folgen.

  219. Der „Tod“ des Autos wäre das Ende viele anderer Krankheiten, ja ihr „Tod“

  220. Auf der Autobahn sieht man viele LKWs. Sie dienen  direkt oder indirekt dem Konsum.

  221. Ein großer Teil des motorisierten Individualverkehrs hat seine Ursachen in Bequemlichkeit,  in Faulheit, Verantwortungslosigkeit und Dummheit.

  222. Der Haupteingang des Hotels in einer Fußgängerzone schließt dort seinen Haupteingang, um auf dem Hinterhof für Autofahrer zugänglich zu sein.

  223. Elektroautos  sind nicht die ökologische Lösung. Für ihre Herstellung wird viel Energie verbraucht. Ansonsten bleiben alle Probleme erhalten: Zerstörung von Siedlungen und Landschaften, Gefahren, Verhässlichung, Auflösung des Sozialen, Individualisierung, usw

  224. Ernst Cassirer hat die Einheit von Rassentheorie und technischer Aufrüstung bei den Nazis erkannt und beschrieben. Heute hat man von der Rassentheorie (hoffentlich) Abschied genommen, aber die Technikorientierung  übernommen.

  225. Es gibt nur eine wirkliche Alternative zum  motorisierten Individualverkehr:  autofrei leben.

  226. „Nun ein Autoland - Es ist geschafft! Autoindustrie und  autofixierten Bewohnern ist es gelungen, unsere Heimat Schleswig-Holstein nun endgültig in ein Autoland zu verwandeln. Wenn man konsequent die Kritik an diesem Zustand ausschließt, bekommt die Dominanz des Autos  naturwüchsige Qualität. Nicht das Drei-Liter-Auto, sondern protzige SUVs mit zunehmender Anzahl von Wohnwagen (das „Zweithaus“) beherrschen das Straßenbild. Hier wirkt in Reinkultur die normative Kraft des Faktischen. Aber auch der Flensburger Zeitungsverlag hat viel zu  dieser Entwicklung beigetragen: so auch durch ständige Kritik an Bahn und Bus und die  Überhöhung des Autos einschließlich der ständigen Forderungen nach weiterem Ausbau  der Autostraßen. Diese „Überhöhungen“ ist genau die Ursache dafür, dass alle Verbesserungen der öffentlichen Verkehrsmittel  ins Leere laufen. Das Auto ist inzwischen  untrennbarer Teil der  meisten Bewohner. Seelenkunde statt rationaler Argumente ist verlangt.” (Es handelt sich um einen Leserbrief, der sich auf den Artikel „Autoland Schleswig-Holstein“ v. 16. 11. 18 im shz bezieht. 

  227. Ich (Jg. 39) komme aus Elmshorn, einer damaligen Kleinstadt von 25 000 Einwohner. Die Königsstraße und ihre unmittelbare Umgebung bildeten das pulsierende Herz. Diese Mitte hatte alles, was wir brauchten und wollten (Lebensmittel, Soziales, Spontaneität, Vielfalt,  Leben, …Von der Peripherie führten alle Wege in die Innenstadt. Es gab faktisch keine Alternative. Diese Mitte ist heute faktisch erodiert. Warum? Das Auto macht Strukturen und damit eine Mitte in der Region überflüssig, weil alles im Auto ohne Anstrengung, oft auch noch schneller, erreichbar ist. Einkaufszentren, Ärzte, Fabriken, Siedlungen  usw. sind nicht mehr mittig orientiert,  sondern sind zerstreut verteilt  über die Region. Der Autofahrer verlässt sein Haus nicht mehr in eine (1) Richtung, sondern schlägt nach Interesse, Bedürfnis oder Laune jede mögliche Richtung ein. Diese Vielfalt können öffentliche Verkehrsmittel nicht auffangen, Fußgänger und Radfahrer ebenfalls nicht, weil die Distanzen inzwischen sehr groß geworden sind. Das erklärt, dass jede Heimat in ein Autoland transformiert worden ist.

  228. Diese "Richtungsbeliebigkeit" und Ziellosigkeit kann zu einem Problem eines Urlaubs mit Aututo werden. Man verbleibt im Nowhere.

  229. Meine Autokritik beruht auf der Wahrnehmung des realen Autoverkehrs, nicht auf symbolische Vermittlung in Form von Buchstaben, Zahlen und Bildern: Das  Einatmen von benzingetränker  Luft, der Blick von einer Brücke auf eine  sechsspurige Autobahn, der Krach von aufheulenden Motoren in den Straßen der Stadt.

  230. Ich fokussiere mich hier  auf das Thema Mobilität, weil ich mich hier auskenne und sie eines der Hauptquellen der ökologischen Krise ist.

  231. Vom Flugzeug ins Auto, d. h. von einer Dreckschleuder in die andere.

  232. Autos und elektronische Unterhaltungsmedien sind Täuschungen. Darin steckt Tausch, nämlich Bequemlichkeit für Leben

  233. Die Bahn bewegt täglich 37 000 Züge plus 6000 Güterzüge und befördert 7, 5 Mill. Menschen.

  234. Die Autowerbung ist nolens volens ein Teil der Zeitung, vor allem, wenn sie  großflächig ist.

  235. Schwerpunkt der heutigen Probleme der zeitgemäßen Bürger liegt  in der motorisierten Mobilität. Das reicht von angeblich zu hohen Benzinpreisen bis hin zu schlechten Straßenzustände für das Auto, nicht für den Fußgänger oder Radfahrer

  236. Auch Elektromotoren zählen natürlich zu den Motoren.

  237. Man darf die Bahn nicht auf Pünktlichkeit reduzieren, denn  sie ist ökologisch und sozial das beste Verkehrsmittel.

  238.  Motorisierte Technik verspricht das zukünftige Paradies. Deshalb ist es eine Religion.

  239. Die Reisevorbereitungen eine „normalen“ Ehepaares umfassen so viel, wie früher die eines Fürsten: einen großer Wohnwagen und eine große Zugmaschine, beide vollgeladen mit Waren und natürlich mit einem Fernseher. Der Fürst hatte zwar mehr Kutschen, die aber kleiner waren und insgesamt wohl weniger Volumen hatten.

  240. Man sollte für, SUV und  Wohnwagen Sondersteuern auflegen.

  241. Motorisierte Technik nur, wenn sie dem Leben dient und nicht grundlos ersetzt. Navigatoren wären ein negatives Beispiel.

  242. Kritik  des technischen Modernismus wird als primitiv und  unbegründet bewertet. Das ist ein verhängnisvolles Urteil.

  243. Autofahren ist Vorbeifahren.

  244. Lieber zwei Kilometer gehen als zweihundert  Kilometer mit dem Auto fahren. Es gilt, komparativ zu urteilen.

  245. Im Fahren gibt es substantiell keine Umwelt.

  246. Der Motor handelt im Kern, nicht der Mensch.

  247. Wie jeder Autofahrer  fordert, nach jedem Ort mit seinem Auto fahren zu dürfen und können, so haben Fußgänger und Radfahrer gewissermaßen ein Naturrecht, auf autofreien Wegen ihre Ziele zu erreichen.

  248. In SH im Durchschnitt 21 330 Kilometer im Jahr Auto gefahren und damit fast 1700 Kilometer über den Bundesmitte. 59 Prozent aller Wege mit Auto, zu Fuß 21, Fahrrad 13 und ÖPNV 7. Bedeutung hat das Fahrrad verloren.

  249. Immer mehr Menschen verbringen mehr Zeit im Auto oder vor Unterhaltungsmedien als mit Arbeit: Übrigens können auch Rentner arbeiten: im Garten, vor dem PC als Schreibmaschine, im Haushalt, für Bildungserwerb.

  250.  Ein Wohnmobil ist ein unbegrenzt bewegliches Haus.

  251. Wenn die Aktivitäten mit unverhältnismäßig großem Materie-Energie-Verbrauch verbunden sind, ist das nicht allein eine private Angelegenheit.

  252. Echolot im Fischfang einzusetzen ist Unrecht.

  253. Sich auf das Thema Bezinaufstände zu konzentrieren, ist fruchtbar, denn das ist ein typisches Ereignis mit großer Zukunft. Die Demonstration in Frankreich für billiges Benzin wird bald auf andere Länder übergreifen: Wie wird es in Deutschland? Die einzige Lösung werden bald  AKWs sein.

  254. Er ist ein Motorenfan. Er hat bereits sein Auto, seinen Motorrasenmäher und Laubsauer getunt.

  255. Hauptproblem im Alltag: Einen Parkplatz finden.

  256. Bequem waren die meisten Menschen wohl immer in ihren Leben. Aber jetzt umfassend „erfolgreich“, weil die Motore ihnen ihre Anstrengungen abnehmen. Das aber auf Kosten der Ökologie, der Strukturen, der Nutzer.

  257. Selbst wenn öffentliche Verkehrsmittel umsonst wären, gibt es genug Autofixierte, die nicht umstiegen.

  258. Wann erklären sich Gewerkschaften, ein Teil der Grünen und Linke mit den französischen Bezindemonstranten solidarisch?

  259. Mit dem Auto eine Fahrt ins Blaue landet zumeist in einem sinnlosen Nowhere.

  260. Das Auto erzwingt die Aufgabe einer Mitte. Das ist  fast immer Verlust.

  261. Der Motor beherrscht nicht nur das Land, sondern auch die Luft und das Wasser. Es gibt keine motorenfreie Sphäre mehr.

  262. Früher war es überall schön, heute nur noch in verinselten, autofreien Gebieten.

  263. SUV-Fahrer sind  auf praktischer Ebene Trumpianer.

  264. Die Argumente der Demonstranten in Frankreich gegen steigende Benzinpreise sind bedingt auch strukturell berechtigt.

  265. Als die Bahn pünktlicher fuhr, fuhren Autofahrer trotzdem uneinsichtig mit ihrem Auto.

  266. Benzinaufstände und Hungeraufstände sind beide Aufstände, die aber nicht von den Gründen her gleich gesetzt werden können und dürfen. Das ist eine  entscheidende Differenz.

  267.  Der Motor macht aus Subjekten Objekte – und nicht umgekehrt.

  268. Möge der  auch das  Mobilitätsverhalten  der Bürger erhellen.

  269. Es ist genau umgekehrt: Nicht der Mensch bestimmt weitgehend das Auto, sondern das Auto bestimmt weitgehend (90 Prozent?) den Menschen. Wie ein neu gegrabenes Flussbett den Fluß zwingt, nun hier zu fließen, so zwingt das Auto den Menschen. Das Auto ist gewissermaßen ein Flussbett des Lebens eines Autofahrers.  Das Auto fährt (Ortswechsel) vollkommen autonom, das Entscheidende ist also das Fahren an sich. Der Mensch führt nur noch  das aus, was das Auto nicht kann, so sich selbst steuern, selbst die Geschwindigkeit und das Endziel.bestimmen

  270. Das bestehende Straßennetz behindert andere Mobilitätsmöglichkeiten. Der motorisierte Individualverkehr  versucht so viel Platz für sich zu erlangen, wie es geht.

  271. Inzwischen dominiert das Auto, der Mensch passt sich den Bedürfnissen des Autos an bzw. sorgt für dessen Befriedigung.

  272. Umkehrung: Nicht Fußgängerübergänge, sondern Autoübergänge schaffen. D. h. der Fußgängerstrom ist das Primäre, das gelegentlich von Autos unterbrochen wird.

  273. Die schönste Fußgängerzone und das attraktivste öffentliche Verkehrssystem muss eine positive Entsprechung in den Wünschen der Bewohner haben, damit sie zu Bürgern werden. Sind diese Wünsche nicht vorhanden, werden sie nie ihre Autofixierung ändern.

  274. Formel-I-Rennen sind der Inbegriff von Aggression.

  275. Öffentliche Verkehrsmittel selbst in Zehn-Minuten-Takt mit Haltestelle vor der Haustür und kostenfrei vermag die Mehrheit der Autofahrer nicht von ihrem Auto abbringen. Warum nicht? Nicht die Bedingungen des öffentlichen Verkehrs sind entscheidend, sondern deren unveränderbare Fixierung an das Auto ist das Entscheidenden, das  Ausschlaggebende. Es geht hier nicht um rationale Argumente, sondern um Psychologie. ‚Es geht es hier um Ich-Schwäche, um Angst vor Fremden, um absolute Bequemlichkeit, um ……

  276. Autofahrer sind denkfaule Angepasste.

  277. Empirischer Befund: Je höher die Wohnhochhäuser, desto breiter die Autostraßen.

  278. Nicht der Mensch, sondern der Motor bestimmt die zukünftige Evolution, die bald schlicht an ihr  Ende kommen wird.

  279. Schröder propagierte das 3-Liter-Auto. Wohlhabende Araber investierten daraufhin ihre Petrodollars in die Autoindustrie. Dann begann der Siegeszug des spritfressenden SUV, der ein subjektives Sicherheitsgefühl und Komfort verspricht.

  280. Jede Autofahrt beschleunigt die Erdzerstörung. Sie ist  zudem absolut unnötig und unverantwortlich, wenn parallel öffentliche Verkehrsmittel fahren.

  281. Der Motor ist das trojanische Pferd, das dominierende Werkzeug, genauer: der Antrieb für alle Werkzeuge. Er macht den Menschen überflüssig. Er zerstört den Menschen als Menschen. Er passiviert ihn, macht ihn zum Objekt. Sein Sinn wird Spaß und Erleben auf Sehen reduziert.

  282. Der Nutzer stellt zwar den Motor an, aber die Arbeit verrichtet er nicht, wenn man den Knopf anstellen nicht als Arbeit bezeichnet.

  283. Wir stellen die Motore an und uns aus. Wir steuern die Maschinen, die von Motoren angetrieben werden. Aber!! Wir arbeiten nicht selbst. „Ich fahre“ ist eine Täuschung. Das Auto transportiert uns von A nach B. deshalb „Ich sitze beim Transportiertwerden.“ Man sollte ganz auf das Verb fahren verzichten, oder nur von gehen sprechen oder versuchen, die ursprüngliche Bedeutung von fahren wieder ins Bewusstsein zu bringen. 

  284. Schade, dass es Autostraßen nach Amden, Radein, Ritten und dass es Brücken zu Inseln gibt. Alles für den Autoverkehr.

  285. In unserer ruhigen Straßen fahren jetzt viele Paketdienste, die aber langsam durch Wohnmobile in der Häufigkeit eingeholt werden.

  286. In ganz Europa hinterlassen die SUVs und deren Wohnwagen eine massive Spur des Drecks hinter sich.  

  287. Ist  Pünktlichkeit die  alles entscheidende  Funktion der Bahn?

  288. Wenn das Auto für Freiheit steht, dann ist die Entscheidung für das Auto eine Entscheidung für die Zerstörung der Erde.

  289. Gegen die Vergrößerung des Straßennetzes gibt es außer von Naturschutzverbänden und Betroffenen keinerlei Einwände.

  290. Falsch,  Flensburg sei bahnmäßig nach Hamburg abgehängt, Nein es ist angehängt. Jede Fahrt ein kleines Fest. Ideal war früher das Angebot von Kaffee und einer Kleinigkeit.

  291. Zwei notwendige Differenzierungen. Die erste: Motorisierte Mobilität hat immer Emissionen, biologische Mobilität nie. Die zweite Differenzierung: Motorisierter Individualverkehr stößt viel mehr Emissionen aus wie öffentliche Verkehrsmittel.

  292. Ein Frankreichurlauber: Am besten kenne ich die Autobahnen Frankreichs.

  293. Ein motorisiertes Leben ist ein isoliertes.

  294. Habituelle Autofahrer sind von der Logik Autos, d. h. die Bedürfnisse des Auts gelten auch für sie.

  295. Ein Nachbar holt in seinem neuen SUV Brötchen vom nahe gelegenen Bäcker. Er ist etwas ungeduldig, denn er will gleich zum Joggen fahren.

  296. Wenn man sein Auto und seine Unterhaltungsmedien anschaltet, schaltet man sein eigentliches Leben aus, weil Autofahren und der Konsum von Unterhaltungsmedien Geist- und Körpertätigkeiten vollkommen ausfüllen. Der Nutzer bzw. Nutzerin werden zum Auto bzw.Unterhaltungsmedium

  297. Vom Egoismus her gesehen sind habituelle Autofahrer potentiell gewalttätig.

  298. Die theoretische Vernunft der Mobilität hat sich vom Auto in Richtung Fußgänger, Radfahrer und öffentliche Verkehrsmittel bewegt.

  299. Der motorisierte Individualverkehr ist eine  Mobilität, die große Schäden anrichtet.

  300. Die Haltung, dass man gerne Auto führe, wie ich übrigens es auch mit 18 Jahren gesagt habe, ist kein hinreichendes Argument für den motorisierten Individualverkehr.

  301. Das Auto ist alles, so dass der Nutzer zu einer Funktion des Autos wird.  Aber dieser Sachverhalt wird verdrängt, die Autonomie ist eingebildet, eine Konstruktion.

  302. Tote legt man in einen Sarg, Autoinsassen in ein Auto. Autos und elektrische Unterhaltungsmedien stellen Geist und Körper still.

  303. Geräte selbst herstellen und rauskriegen, wie sie funktionieren,  fördert die Intelligenz, habituelles Benutzen nicht.

  304. Eine Information beruht auf einen Unterschied wahrnehmen. Wenn ich spät abends durch die Straßen gehe, die nun relativ selten von Autos befahren werden, bemerke ich sofort die Bezinwolke, die ein vorbeifahrendes Auto  ausstößt. Am Tage bei dichtem Autoverkehr bemerke ich nicht den Benzingestank, weil dieser  permanent hier in der Luft hängt, ich also keinen Unterschied bemerke.

  305. Autofahren ist abstraktes Reisen, weil hier nur die Distanzbewältigung zählt.

  306. Moderne Technik, insbesondere Maschinen, die durch Motore angetrieben werden, erweitern nicht den Menschen, sondern reduzieren seine Fähigkeiten.

  307. Aufgabe: Eine Schule im Sinne von Nachhilfeunterricht für das Gehen im gesamten Stadtgebiet anbieten

  308. Die Freiheit des Autos ist keinerlei  Einschränkungen unterworfen, während seine  Freiheit die partielle Unfreiheit des Bürgers zur Folge hat.

  309. Das ökologisch und sozial beste  Verkehrsmittel ist die Bahn, aber sie wird schlecht geredet. Dieses unberechtigte Reden dient letztlich dem motorisierten Individualverkehr.

  310. Die Zeitumstellung spart heute  offensicht keine Energie, weil immer mehr Mensch mit Hilfe von Motoren den Tag zur Nacht machen.

  311. Es geht um den fundamentalen Unterschied zwischen biologischer Mobilität (Gehen, Wandern, Radfahren, Tanzen, usw) und anstrengungsloser motorisierter Mobilität.

  312. Motorisierte Mobilität ist immer eine gekaufte. Aber diese Ware und ihre Werbung erzeugt die Illusion,  sie sei Eigenbewegung.

  313. Zeitgemäße Nachteulen sind  elektrifizierte bzw. motorisiert. Diese Nachteulen treffen auf mein Unverständnis, denn sie opfern ohne Anstrengung den Tag, unsere natürliche Aktivitätszeit.

  314. Das Auto „ent-platzt“, d. h. devaluiert den Platz des Wohnortes seines Besitzers. Das könnte man auch als Verlust der Mitte bezeichnen.

  315. Mit Hilfe von Freisprechanlagen braucht man nicht  mehr den Hörer mit den Händen halten. Wieder ein großer Fortschritt.

  316. Hat schon jemals ein Radfahrer ein Auto überfahren? Hat schon jemals ein Fußgänger ein Auto „übergangen“ ( = überfahren)?

  317. Zuminest ist es kein Verlust, kein Auto  und erst recht nicht kein SUV mit Wohnwagen, auch keinen Laubsauger, keinen  Fernseher mit großem Bildschirm, keine Fernreisen und keine Erdbeeren zu Weihnachten zu haben, keine Waffen oder Gifte herzustellen. Das klingt vielleicht nach Hypermoral, aber wir haben ökologisch keine Alternative.

  318. Ein todkranker Freund leidet insbesondere daran, dass er nicht mehr Auto fahren kann. Ich ahne nicht einmal, wie tief das Auto in der Persönlichkeit und Identität verankert ist.

  319. Bedauern Autofahrer eigentlich, dass sie während der Fahrt auf Eigenbewegung verzichten müssen, denn sie sind real und geistig an ihr Auto gefesselt, also bewegungslos.

  320. Warum müssen sich heute viele Menschen, oft kleine, mit SUVs künstlich aufblähen?

  321. Wenn man kein festes Ziel hat, fällt es als Autofahrer sehr schwer, anzuhalten und „fremdes“ Land zu betreten.

  322. Man muss die Erkenntnis, dass Motore den Menschen von ihren Fähigkeiten entfremden, laut und vernehmlich in der Öffentlichkeit vertreten.

  323. Nur mit Hilfe von Motoren haben wir Energie und werden nicht müde.

  324. Es ist Ideologie oder Rationalisierung, allein der Autoindustrie die Schuld an den Emissionen der Dieselfahrzeuge zu geben. Zumal es ja auch Benziner gibt.

  325. Auto und Fernseher sind Kontaktvernichter zur Umwelt, aber auch zu sich selbst,  denn sie verunmöglichen den Selbstkontakt. Deshalb: Willst Du Dich von Deiner Umwelt und von Dir selbst isolieren, steige in ein Auto ein.

  326. Leider ist man im Bus manchmal Alleinfahrer, obwohl die Straßen voller Autos sind.

  327. Ein Leben ohne Elektrizität und Motoren ist ein biologisch ehrliches Leben. Ein Leben mit Fremdenergie ist ein Fake.

  328. Der Motor ist die materielle Ursache für die Zerstörung der Erde, die aber natürlich auch wieder vielfach bedingt ist. Das ist unstrittig.

  329. Was sind die Motive nach großen Autos? Anerkennung.

  330. Den Ausdruck „Ex-Autofahrer“ finde ich gut, um den Bewusstseinsfortschritt zu dokumentieren.

  331. In der Zeitung steht,  dass das das Lokal  wegen Straßenarbeiten nicht erreichbar sei. Das gilt nur für Autos,  zu Fuß oder mit dem Rad gibt es keine Probleme.

  332.  Aus einem Brief: „Lieber Eisbär! Der Mensch hat heute keine andere Möglichkeit als Deinen Lebensraum zu zerstören, denn alleine wegen der Mobilität muss er SUVs fahren und jede Distanz mit dem Auto zurücklegen.“

  333. Autofahren erfordert Minimum an kognitiv-intellektuellem Anspruch, aber erfordert großen Anspruch beim Reparieren und Neukonstruktion von Autos

  334. Es fällt schwer, aus Autos im Fahren  auszusteigen und anhalten. Das habe ich im Urlaub „erlebt“.  

  335. Während des Fahrens sind die Autofahrer und Mitfahrer bewegungslos.

  336. Mit Wohnwagen kann man durch ganz Europa fahren ohne einen Fuß auf den Boden zu setzen -  außer in Supermärkten und Tankstellen.

  337. Träume werden heute nur noch technisch-motorisiert realisiert.

  338. „Wir haben im Urlaub mit dem Auto viel gesehen“ ist falsch, „Wir haben nichts erlebt“ wäre die angemessene Formulierung.  Erleben enthält Leben und Leben heißt sich selbst bewegen.

  339. Nicht nur die Stadt wird durch den motorisierten Individualverkehr massiv beschädigt, sondern in noch größerem Ausmaße die Autoinsassen. Autofahrer zelebrieren ihre soziale Isolation als Hochform des Individualismus. Wer Auto fährt, lässt einen Teil seiner Neugierde (Gier nach Neuem) brach liegen. Warum? Ihre Angst vor Mitmenschen ist übermächtig. Sie sind die Primäropfer dieser Mobilität. 

  340. Autofahren erzeugt mittlere Abstraktion, Fliegen höchste Abstraktion, Radfahren und zu Fuß schwache Abstraktion.

  341. Das Auto ist die selbstverständliche Basis für größere Distanzüberwindungen. Das Auto ist der erste Zugriff für Entscheidungen. Außer dem Flugzeug gibt es für viele  keine Alternativen.

  342. Im Auto hat sich zwischen Mensch und Außenwelt eine Stahl- und Glaswand geschoben.

  343. Die Zugstrecke Flensburg – Hamburg lässt für mich keine Wünsche offen.

  344. Der Mensch darf rechtlich nicht mit einem Auto gleichgesetzt werden.

  345. Ich kann absolut nicht verstehen, warum Autofahren in irgendeiner Weise genussvoll sein könnte. Das sah ich allerdings als Achtzehnjähriger etwas anders.

  346. Wie Jäger keine Opfer sind und Nazis keine waren, so sind auch die meisten Autofahrer keine.

  347. Automotoren schwächen direkt den Körper und indirekt den Geist, Unterhaltungsmedien  schwächen direkt den Geist und indirekt den Körper.

  348. Im Lichte meiner Interpretation, dass die instrumentelle Vernunft verhüllt sei, ist das Auto ein Werkzeug, das erst von wenigen kritisch analysiert wird.

  349. Bahn und Bus haben heute keinen Anspruch, „gekauft zu werden“ – und wenn sie noch so gut sind.

  350. Autofahren und Konsum in Unterhaltungsmedien sind  ein Placeboleben.

  351. Wer seine Stadt, seine Umwelt, seine Mitmenschen und sich selbst liebt, schafft sein Auto ab oder lässt es zumindest so oft wie möglich stehen.

  352. Wohnmobile sind Ersatzwohnhäuser.

  353. Sie hat sich nun auch einen Laubsauger zugelegt wegen ihrer Rückenschmerzen, die sie durch das viele Autofahren bekommen hat.

  354. Fast alle Städte und Dörfer waren vor der totalen Automobilisierung auf ihre je spezifische Art schön. Das fing gleich außerhalb der Haustüre an. Man erkennt das noch gut auf alten Photos.

  355. Individualismus führt zur sozialen Isolation bzw. ist mit ihr identisch.

  356. Weil allen Bewohnern der  Dörfer und Städte ein Auto zur Verfügung steht,  entleeren sich ihre Wohnorte ständig. Das Alltagsleben hat kein Zentrum mehr

  357. Nun müssten es eigentlich alle erkennen: Der motorisierte Individualverkehr ist eine Fehlentwicklung.

  358. Irrtum zu meinen, Autohersteller seien isolierte Systeme. Autohersteller und Autobesitzer sind aufeinander bezogen wie Tag und Nacht, Berg und Tal.

  359. Vergleiche einen Weg mit einer Autostraße.

  360. Aus dem biologisch-geistige Menschen wird zunehmend ein eindimensionaler Motorenmensch.

  361. Beim Autofahren und Konsum von Unterhaltungssendungen  ist das Sein abwesend.

  362. Die elektrischen Stehräder (Segways) sind das missing link für die absolute motorisierte Bewegung menschlichen Lebens. Nun auch im Hausinnern, also überall, möglich.

  363. Bei nicht wenigen meiner Nachbarn läuft entweder ständig der Fernsehapparat oder ihre vielen Autos bewegen sich, d. h. nicht die Nachbarn.

  364. Im Feld der Mobilität kenne ich mich relativ gut aus. Auch bin ich davon überzeugt, dass ich auf dem Gebiet der Mobilität eine Position der Vernunft einnehme, die aber mit Sicherheit ein Minderheitenvotum ist.

  365. Ich fahre gerne mit der Bahn oder Bus. Warum? Man muss sich nicht auf das Fahren konzentrieren, sondern kann dösen, lesen, sich unterhalten, Gedanken schweifen lassen, entspannen, …

  366. Sie fahren von Flensburg nach Sylt für einige Tage. Ihr Bus und Wohnwagen müssen aus Flexibilitätsgründen unbedingt mit. Was brauche ich? Mit einer Tasche mit dem Bus von Flensburg nach Niebüll, von dort mit dem Zug nach Westerland, von dort eventuell mit dem Bus nach Hörnum. Schluss!

  367. Er ist nicht flexibel, wie er behauptet, sondern seine vielen Motore. Bestenfalls setzt er seine vielen Motore flexibel ein.

  368. Ohne Elektromotore und Verbrennungsmotore kann der Mensch heute nicht viel.

  369. Das einfache Leben ist das denkbar beste Leben  Je einfacher, desto niveauvoller. Man muss das Leben an sich als Praxis intensivieren und erleben. Deswegen: Simplify you lifte. Das ist das Gegenprojekt zum  Wirtschaftswachstum.

  370. Nummernschilder von Autos werden anonymisiert, vielleicht auch aus Angst.

  371. Die Forderung,  alle Spazierwege zu asphaltieren, um keine schmutzigen Schuhe zu bekommen, ist vielleicht der Höhepunkt der Naturentfremdung.

  372. Worin liegt die Begründung, aufheulende Motore zuzulassen?

  373.  Schlechter Konservativismus: Der motorisierte Individualverkehr war und ist im Bereich der Mobilität eine  monströse Fehlentwicklung, die so schnell wie möglich korrigiert werden muss. Wer diese Forderung nicht nachvollziehen kann, möge sich  Photos von viel befahrenen Autostraßen ansehen. U. U. sagt ein Bild mehr als tausend Worte. An dieser Mobilität festzuhalten, ist schlechter Konservativismus.

  374. Autofahren verlangt vom Fahrer (fast) vollständige Konzentration auf das Fahren; irgendwie gilt das auch für die Mitfahrenden, obwohl nicht nötig. In öffentlichen Verkehrsmitteln hat der Mensch hier viel mehr geistige Freiheit für selbst bestimmtes Denken. Ob er das ausnutzt, ist eine andere Frage.

  375. Mit dem Auto fahren  ist oft unnötiger Verzicht  auf den Einsatz eigener  Fähigkeiten.

  376. Wir haben einen gut gewachsenen Ahornbau in unserem Garten. Natürlich wirft er im Herbst  Blätter ab, wobei ein Teil von ihnen auch auf die edlen Fliesen der Auffahrt unseres Nachbarn fliegen. Aber das ist für ihn kein Problem, denn in der Nacht weht ein natürlicher oder elektrisch ihm gesinnter Wind sie alle auf unsere Straßenseite. Das ist ok.

  377. Habituelle Autofahrer kennen keine spontanen sozialen Kontakte, es sei den im Stau oder an der Tankstelle.

  378. Laura Holzäpfel hat gerade ein Update zur Petition Saubere Luft für unsere Städte: Umrüstung aller Dieselstinker auf Kosten der Hersteller! veröffentlicht. Meine Frage: Sind Benziner keine Stinker?

  379. Ist die Umstellung der Bezeichnung Altstadt auf Binnenstadt bereits eine implizite Kritik des Wunsches nach einer autogerechten Stadt?

  380. Sich ins Auto setzen ist Verzicht  von Freiheit, weil die Bequemlichkeit dominiert.

  381. Freiheit braucht Niveau und Charakter. Bequemlichkeit setzt auch eine Entscheidung für sie voraus, aber keine gute.  Entscheidungen in Freiheit müssen also nicht eo ipso gut sein. Als sich 1944 Menschen des 20. Juli für den Widerstand entschieden, war das eine unglaubliche existentielle Entscheidung.

  382. Sich für ein bequemes Leben zu entscheiden, ist formal auch eine Entscheidung, die aber nicht weiterbringt.

  383. Autofahren und Unterhaltungssendungen  schaffen ein naturloses Leben. 

  384. Das Auto hält den ganzen  Konsumbereich zusammen.

  385. Wie kann man nur glauben, dass laute Motorengeräusche Sinn erzeugen?

  386. Autofahrer sind einfach bequem und/oder dumm und/oder  reflexionslos über das, was sie anrichten, und/oder ich-schwach und/oder …..

  387. Das Auto realisiert  materiell, was psychisch Fremdenfeindlichkeit und Angst ist. Die geschaffene materielle Welt ist Ausfluss der Psyche. Zwischen beiden besteht eine wechselseitige Stärkung.

  388. Zum Einkaufen von vier Artikeln müsse tonnenschwere Autos  kilometerlang in Bewegung gesetzt werden. Entweder aus Faulheit oder inzwischen aus strukturellen Gründen.

  389. Vergleiche eine autofreie Straße mit einer stark befahrenden. Merkst Du nicht den Unterschied?

  390. Nachbarn von uns haben in normalem  Alltag einen Auto-Radius von ca. hundert Kilometer, aber der Inhalt dieses Kreises ist fast leer.

  391. Maxime: So wenig wie möglich mit dem Auto fahren. Je weniger das Auto eingesetzt wird, desto besser für die Umwelt und dem Fahrer. In the long run auch gut für die Wirtschaft.

  392. Der motorisierte Individualverkehr braucht viel zu viel Platz allein für sich, egal ob fahrend oder ruhend.

  393. Die Maxime „So viel wie möglich zu Fuß, mit dem Rad oder öffentlichen Verkehrsmitteln, so wenig wie nötig mit dem Auto“ ist ein  rationaler Ausweg aus dem Entweder-Oder.

  394. Der Begriff Mobilität muss differenziert werden und Werte müssen in ihn einfließen.  Sonst steht der Begriff Mobilität für alle Ideologie offen. Mobilität ohne Werte ist Ideologie.

  395. Man sieht nun nicht selten Nummernschilder von Autos, die keinen offensichtlichen Bezug zu ihrem Besitzer mehr haben wie „XX“. Ist das ein Zeichen für abnehmende Identifizierung mit  dem  eigenen Auto?

  396. Nervig: Bei jedem Vorschlag zu  Umweltverbesserungen  sofort in den Verteidigungsmodus gehen. Das ist schlechter Konservatismus nach dem Motto „Bloß nichts verändern“.

  397. Asphaltierung auf Autostraßen, Auffahrten,  Höfen usw. ist die absolute Negation (Aussperrung) der Natur bzw.der absolute Sieg und Verabsolutierung des Menschen.

  398. Irgendwie verstehe ich, wenn im Auto auf langen Strecken ein Fernseher installiert wird, denn die Wahrnehmungen aus dem fahrenden Auto sind drastisch  reduziert, so dass sie gegen Null gehen.

  399. Aufheulende und tief brummende Automotoren als ästhetischen  Genuß zu bewerten, geht gar nicht, denn das ist reine Aggression. Wer in diesem Zusammenhang deren Verbot als Aufhebung der Freiheit versteht, versteht Freiheit nicht.

  400. Habituelle Autofahrer kennen keine spontanen sozialen Kontakte mehr - und wollen sie auch nicht.

  401. Sich immer ins Auto setzen, ist Verzicht von Erfahrungen und  Freiheit, weil die Bequemlichkeit dominiert.

  402. Freiheit verlangt Niveau. Bequemlichkeit setzt auch eine Entscheidung für sie voraus, aber keine für eine vita activa. Entscheidungen in Freiheit müssen also nicht eo ipso gut sein. Als sich 1944 Menschen des 20. Juli für den Widerstand entschieden, war das eine unglaubliche existentielle Entscheidung.

  403. Sich für ein bequemes Leben zu entscheiden, ist formal auch eine Entscheidung, die aber nicht weiterbringt.

  404. Autofahrten und Unterhaltungssendungen schaffen ein naturloses Leben. 

  405. Das Auto hält den ganzen Konsumbereich zusammen.

  406. Verspätungen gibt es überall. Sie sind innerhalb von Grenzen natürlich. Aber nur die Bahn soll hier „unnatürlich“ sein. Diese einseitige Kritik kann ich mir nur mit den Interessen der Autoindustrie erklären.

  407. Je ängstlicher die Leute werden, desto besser für den PKW-Verkauf und desto schlechter für öffentliche Verkehrsmittel.

  408. Autos und elektronische Unterhaltungsmedien koppeln  die Nutzer vom Leben ab und machen  sie uneigentlicher.

  409. Sie sind habituelle Autofahrer, wir habituelle Fußgänger. Das erklärt, dass wir uns nie zufällig auf der Straße treffen. Wir leben in zwei verschiedenen Welten

  410. Jede Reise führt zwar zu einem anderen Ort, aber immer sind es Orte der Erde. Sind denn die Orte so wesentlich verschieden?

  411. Ist „Ein Auto pro Bürger“ die absolute Grenze, oder gibt es hier auch noch Steigerungsmöglichkeiten?

  412. Der ängstliche und/oder aggressive Mensch will den motorisierten Individualverkehr.

  413. Seit langem fahren mal wieder die Paketdienste am Haus meines Nachbarns vorbei. Ist das ein Zeichen für Saturiertheit in Bezug auf Waren oder Einsicht?

  414. Meine Erfahrung: Gegen öffentliche Verkehrsmittel polemisieren überwiegend überzeugte Autofahrer.

  415. Es ist schon schwer,  erfordert Charakterstärke und Wissen grundsätzlich nicht zu fliegen bei den Traumangeboten (im doppelten Sinn) der Reiseagenturen.

  416. Für habituelle Autofahrer gibt es kein Schietwetter, denn sie sind ja immer drinnen und wollen auch nicht raus.

  417. Warum muss die Bahn bei „Unpünktlichkeit“ Strafe bezahlen und die Autos nicht im Stau, der ja von Autos herbeigeführt wird.

  418. Warum muss die Bahn Lärmschutzmaßnahmen  durchführen, der motorisierte Individualverkehr nicht, auch nicht gegen seine Emissionen?

  419. Eine Distanz überwinden:  Am liebsten zu Fuß, b) dann mit dem Rad und c) mit dem Zug oder Bus, d) und erst dann, wenn unvermeidbar,  mit dem Auto

  420. Die Faszination für das Auto ist pathologisch. Deswegen auch die Notwendigkeit  Sprachverhexung . Denn diese Sucht als normal auszugeben, verlangt Fälschung. Die Faszination für das Auto beruht auf einer Täuschung,  er führe/bewege sich selbst. 

  421. Um Fuhlsbüttel  zwischen 6 und 22 Uhr herrscht ewiger Fluglärm.

  422. Beim Fernsehen und Auto ist man geistig gesehen Fernseher und Auto

  423. Im motorisierten Individualverkehr kann der enge Bürger (bougeosie) seine engen Bedürfnisse befriedigen: isoliert, bequem, schnell, bindungs- und ortlos.

  424. Asphaltierung auf Autostraßen, Autobahnen, Höfen usw. ist  die absolute Negation (Aussperrung) der Natur und der absolute Sieg und Verabsolutierung menschlicher Bedürfnisse.

  425. Wie kann man nur glauben, dass laute Motorengeräusche Sinn erzeugen?

  426. Irgendwie verstehe ich, wenn im Auto auf langen Strecken ein Fernseher installiert wird, denn die Wahrnehmungen aus dem fahrenden Auto sind drastisch  reduziert, so dass sie gegen Null gehen.

  427. Aufheulende und tief brummende Automotoren als ästhetischen  Genuß zu bewerten, geht gar nicht, denn das ist reine Aggression. Wer in diesem Zusammenhang deren Verbot als Aufhebung der Freiheit versteht, versteht Freiheit nicht.

  428. Habituelle Autofahrer kennen keine spontanen sozialen Kontakte mehr - und wollen sie auch nicht.

  429. Sich immer ins Auto setzen, ist Verzicht von Erfahrungen und  Freiheit, weil die Bequemlichkeit dominiert.

  430. Freiheit verlangt Niveau. Bequemlichkeit setzt auch eine Entscheidung für sie voraus, aber keine für eine vita activa. Entscheidungen in Freiheit müssen also nicht eo ipso gut sein. Als sich 1944 Menschen des 20. Juli für den Widerstand entschieden, war das eine unglaubliche existentielle Entscheidung.

  431. Sich für ein bequemes Leben zu entscheiden, ist formal auch eine Entscheidung, die aber nicht weiterbringt.

  432. Autofahrten und Unterhaltungssendungen schaffen ein naturloses Leben. 

  433. Verspätungen gibt es überall. Sie sind innerhalb von Grenzen natürlich. Aber nur die Bahn soll hier „unnatürlich“ sein.

  434. Nervig: Bei jeder negativen Umweltinformation gehen die zeitgemäßen Menschen sofort in den Verteidigungsmodus über. Das ist schlechter Konservatismus nach dem Motto „Bloß nichts verändern“.

  435. Habituelle Autofahrer sind  bequem und/oder dumm bzw. reflexionslos über das, was sie anrichten, und/oder ich-schwach und/oder …..

  436. Das Auto ist materiell die Realisation, was psychisch Fremdenfeindlichkeit und Angst ist. Die geschaffene materielle Welt ist Ausfluß der Psyche. Zwischen beiden besteht eine wechselseitige Stärkung.

  437. Auto hat wie das Geld keine Grenzen.

  438. Schließlich haben die Nazis in Deutschland die Autobahnen gebaut. These: Rechtsradikalismus und Autoorientierung gehen zusammen.

  439. Wir haben Glück. Für kurze Zeit sind die Motore verstummt. Nun können wir das aufgeregte Zwitschern einer Spatzenfamilie in unserer Birke gut hören – und genießen

  440. Auf einer Autobahn gibt es kategorisch kein Leben. Autos grenzen grundsätzlich Leben aus. Das ist ein großer Verlust, der nur langsam ins Bewusstsein dringt.

  441. Durch das Auto werden alle Distanzen in einem Umkreis von ca. 30 Kilometern zu kurzen Fahrten.

  442. Eine Autostadt ist eine Autostadt, aber keine Stadt. Warum verstehen das so wenige der ehemaligen Bürger?

  443.   Ein Motor kennt keinen Humor und kein Mitleid.

  444. Wenn ich tausend Kilometer in einem Stück Auto gefahren  bin, funktioniert mein Bewusstsein wie ein bewusster Motor, wenn es diesen gäbe.

  445. Im Bereich der Mobilität lebe ich ein richtiges Leben im falschen, in der Ernährung nicht, ….

  446. Gesunde Ernährung denkt nur vom Menschen her, nicht von der Ökologie.

  447. Aus dem biologisch-geistige Menschen wird zunehmend ein eindimensionaler Motorenmensch.

  448. Der Motor darf nicht für uns Menschen Modell werden, wir dürfen nicht funktionieren und ausgestattet sein wie Motore. Motore kennen nicht Dankbarkeit und Schönheit. Das „Bewusstsein“ eines Motors ist identisch mit seinem Funkionieren.

  449. Ich schreibe nicht gegen Autos an sich, schon eher gegen den motorisierten Individualverkehr, wenn er nicht notwendig ist – und das ist er meistens der Fall. Maxime: So wenig wie nötig.

  450. Ich lehne den Begriff „Mobilität“ dann ab, weil er den entscheidenden Unterschied zwischen Eigenbewegung und motorisierter Bewegung unterschlägt

  451. Die Kategorie der Verspätung spielt nur im Leben von Menschen eine Rolle, nicht in der ökologischen Dimension, in der Belastung und Beschädigung die entscheidenden Kategorien sind.

  452. Konzentrationsprozesse schaffen Strukturen, die den motorisierten Individualverkehr vergrößern. 

  453. Nicht der Motor ist eine Funktion des Menschen, sondern zunehmend der Mensch eine Funktion des Motors. Inzwischen kennen viele Menschen nur noch Orte, wohin sie  mit Hilfe von  Motoren gelangen können.

  454. Es gibt im Bewusstsein keine interessanten Räume außerhalb  der  Orte des Verlassens und Ankommens.  Nur in der Eigenbewegung entstehen Zwischenräume.  

  455. Große Autos müssen natürlich auch sehr laut sein Das erreicht man durch Nachrüstung.

  456. Chinesische Wissenschaftler: „Airpollution causes a heavy drop of intelligence“ (BBC- one minute news am 28. 8. 18).

  457. Viele meiner entfernt wohnenden Nachbarn kenne ich nur in ihrem Auto sitzend.

  458. Innenstädte im traditionellen Sinne wird es bald nicht mehr geben.  

  459. Autoorientierter Mitmensch: „Wir brauchen keine Spielplätze, sondern mehr Kindersendungen. Auch sollte  ein Haushalt nicht mehr als zehn Kilometer von einem Autobahnanschluss entfernt sein.

  460. Ein Nachbar: „Ich werfe meinen Motorrasenmäher nur bei Sonnenschein an. Erst dann bringt es richtig Spaß“.

  461. Trash und Motor gehen gut zusammen.

  462. Ist mit Mobilität der passive Brieftransport oder die aktive Eigenbewegung  gemeint?

  463.  Es gibt inzwischen autonome Waffensysteme, die den ins Programm aufgenommenen Feind ohne menschliches Zutun aufsuchen, finden und töten.

  464. Autos und Unterhaltungsmedien Vernichter von natürlichen, sozialen und kulturellen Welten.

  465. Das unregelmäßige Hämmern eines Handwerkers gehört zum  Rhythmus, nicht zum Takt.

  466. Viele Gartenbesitzer lieben nur den Rasen, genauer: Die Aufgabe, den Rasen  auf gleicher  Höhe zu halten.

  467. Was für die Schnecke ihr Gehäuse ist, ist für den Zeitgenossen sein Auto.

  468. Wenn die Symboltheorie von Cassirer stimmt,  dann kommt alles darauf an, in  anspruchsvollen und humanen Symbolen zu leben. Übrigens wir haben zu viele Symbole in unserer Umwelt.

  469. Ein nicht ganz ernst gemeinter  Einwurf:  Fußgänger und Radfahrer müssen von der Straße verbannt werden, denn  sie stehen im Widerspruch zu einer zeitgemäßen Mobilität, in deren Mittelpunkt das Auto steht und stehen muss. Trostpflaster für ewig gestrige Fußgänger und Radfahrer wärem: mit dem Auto erreichbare Freizeitparks, in denen Fußgänger und Radfahrer ihrem Hobby frönen können – wie auf einem isolierten Kinderspielplatz.

  470. Wie begründen Autofreaks die Behauptung der Gleichheit von Fußgänger und Auto? Mit egoistischem Individualismus abgesichert durch falsch verstandener Demokratie und Freiheit.

  471. Die Harley-Davidson-Fahrer sind in der Regel ältere und alte Trash-Twens.

  472. Im Mittelpunkt des kleinbürgerlichen Ideals eines  korrekten Lebens ist der Rasen im Garten. Hier herrschen strengste Normen.

  473. Sie  verschwindet im Medienozean des Nichts; bei ihm, ein süchtiger Autofahrer, lösen sich die Dinge auf.

  474. Aus dem fahrenden Auto ist die Umwelt maximal verdünnt. Je schneller, desto verdünnter. Die Autowerbung zeigt nie die Umwelt aus dem fahrenden Auto, also Binnenperspektive, sondern nur aus der Außenperspektive in der Distanz,

  475. Nutzung von Auto und Unterhaltungsmedien schwächen das Leben.

  476. Mit welchem Recht setzen Leute die lauten Motorrasenmäher ein, obwohl es leisere elektrische und noch leisere Roboter gibt?

  477. Was heißt „Ermordung des Raumes“? Zuallererst im Bewusstsein, später Vernichtung durch Vernachlässigung oder Demontage.  

  478. Im Auto- oder beim Zugfahren nimmt die Umgebung Bildcharakter an. Die größte Täuschung besteht darin, Bilder für Wirklichkeit zu nehmen.

  479. Reifenabrieb ist in Deutschland der mit Abstand größte Verursacher von Mikroplastik.

 

Es geht im „Archiv Kritik des Autos“ weiter.