Kritik der Nutzung des Autos im Besonderen und der Anwendung von Fremdbewegung mit Hilfe von Motoren im Allgemeinen - Humane vs. motorenbetriebene Technik - Gegen ein still gestelltes Leben aus zweiter Hand und damit gegen Bequemlichkeit, für Lebendigkeit

Stand: 25. 11. 19

Die Kritik des Autos beinhaltet auch eine Kritik der Fremdbewegung bzw. der gewaltsam durchgesetzten Nicht-Bewegungen. Es wäre fast alles erreicht, wenn Auto und Mensch nicht mehr als eine untrennbare, naturwüchsige Einheit aufgefasst würden. Das Auto ist lediglich eine (1!) Möglichkeit zur Ortsveränderung. Es gilt, im Interesse der Umwelt, des Klimas, aber auch der Autofahrer selbst, das zutiefst emotionale äVerhältnis zum Auto durch ein rationales zu ersetzen. Das Auto darf nicht ein Teil der Identität sein.

Das Auto (obwohl es natürlich auch wiederum bedingt) steht im Zentrum der Kritik , weil es in immer stärker werdendem Umfange die Eigenbewegung ersetzt. Die Verwendung des Autos ist nahezu universell geworden und das aus zwei Gründen: Zum einen realisiert und symbolisiert das Auto das gesamtgesellschaftliche Wollen, Wünschen und Handeln, es verkörpert die Logik unserer Gesellschaft (the primary driving force). Das Auto ist Selbstzweck, aber auch Mittel für nahezu alles, was der auf Konsum reduzierte Mensch erreichen will. Es ist der materielle und emotionale Mittelpunkt des individuellen Lebens und der gesellschaftlichen Prozesse. Zum anderen - auch als Folge - ist jede Ortsveränderung mit Hilfe des Autos zur nahezu habitualisierten Selbstverständlichkeit geworden. Die Einschränkung “nahezu” soll auf den verbliebenen Raum für Alternativen, wie sie momentan in der Neuendeckung des Wanderns und Gehens sich äußern, hinweisen. Ein Raum, der - so hofft und versteht der Autor seinen Beitrag - sich in Zukunft zu einem menschlichen Lebensraum erweitern wird, ja erweitern muss.

Es gibt inzwischen viele ermutigende Initiativen und Menschen, die sich für das Gehen und Radfahren einsetzen - aber allen ist gemeinsam, dass sie nicht substanziell und systematisch eine Kritik des Autos entwickeln. Dieses Defizit soll der Inhalt meines Buches und dieser Homepage ein Stück beheben.

Die Kritik beschränkt sich nicht nur auf Autos, sondern gilt  generell dem zunehmenden Einsatz von Motoren,  wenn  er  überflüssig ist, d. h. Not nicht vermindert, sondern vergrößert. Und diese Überlegungen beziehen sich primär auf den konsumtiven Bereich, deswegen, weil die Ersetzung harter körperlicher Arbeit durch motorangetriebene Maschinen eine Errungenschaft ist, die als letzte problematisiert werden sollte. Also ein Ja zu öffentlichen Verkehrsmitteln, wenn sie sinnvollen Fahrten dienen, ein Nein zum Auto, wenn Alternativen vorhanden sind. Neue Einsicht: Ich kritisiere nicht die Technik, denn sie gehört unaufhebbar zum Menschsein, sondern ich  kritisere gegebenenfalls den Einsatz von Motoren. Meinerüher geäußerte Technikkritik war genau besehen immer eine Motorenkritik. Bekanntlich kommt Motor von movere "bewegen", womit Eigenbewegung und Fremdbewegung als Motorenbewegung in die notwendige nähere Beziehung gesetzt werde

Die Motorenkritik von schädlichen Auswirkungen auf das Klima gilt nicht, wenn der Motor ein elektrischer ist, und der mit erneuerbaren Energien betrieben wird. Kritik des Autos bleibt bestehen für die schädlichen Auswirkungen auf den Menschen (Fahrer und Mitmenschen = innen und außen), auf die Gestaltung von Land und Siedlungen), auf das Soziale und natürlich auf das Klima.

Viele Informationen zur  Autokritik  und Initiativen gegen die Dominanz des Autos findet man in „autofrei leben e. V.“

Ich vereinigte Autokritik und Medienkritik früher unter Autokritik (besser Kritik der Passivität), weil beide passiv sind. Jetzt sind beide getrennt

Die negativen Folgen der übertriebenen Motornutzung:

Meine Kritik des motorisierten Individualverkehrs und der  Motore ist einseitig und extrem, weil diese in ihrer Verbreitung ebenfalls extrem sind. Es ist Zeit, hier zu differenzieren: Motore sind wegen ihrer unvermeidbaren Emissionen aus klimatischer  Perspektive immer schädlich. Sicherlich gibt es ein bestimmtes Quantum an Emissionen, das vom Klima her noch tolerierbar ist. So der Einsatz von Motoren in  Katastrophengebieten, bei schwerer körperlicher  Arbeit, in Taxen, in Krankenwagen oder im maßvollen Einsatz von öffentlichen Verkehrsmitteln mit großer Beschränkung des Luftverkehrs. Hier die absolute Grenze zu ziehen, ist wegen der beteiligten Dynamiken nicht sinnvoll möglich. Schädlich ist der Motoreneinsatz für  Menschen dann, wenn er tendenziell alle körperlichen und geistigen Tätigkeiten ersetzt, wie es heute offensichtlich das unhinterfragbare  Bestreben ist. Das dahinter stehende Motiv nach Bequemlichkeit ist in vielen Fällen nicht mehr zeitgemäß, weil für die körperliche und geistige Gesundheit kontraproduktiv. Die Folgen auf Landschaften und Siedlungen thematisiere ich in den Notaten ebenfalls. 

  1. Autos empfinden nicht. Wenn ein Mensch sich mit dem Auto identifiziert, wird er ebenfalls empfindungslos.

  2. Das Recht auf gute Luft heißt auch,  aus ökologischen Gründen nicht bei jeder Gelegenheit ohne Not ins Auto zu steigen.

  3. Erst machen die Menschen das Klima kaputt, und dann verlangen sie das Recht, eine Eissporthalle zu errichten – und bekommen es.

  4. Das Auto ist nicht ein Teil unserer Natur

  5. Zum  Konservatismus gehört die Skepsis von Motoreneinsätzen. Hier gilt die Maxime: So wenig Motoreneinsatz wie möglich.

  6.  Zwei Möglichkeiten der Selbstzerstörung: a) jeden Abend in einem Stück acht Stunden vor dem Fernseher zu sitzen bei „normaler“ Autonutzung oder b)  zigmal am Tage mit dem Auto unterwegs sein  bei „normaler“ Fernsehnutzung.

  7. Unsere  zehnjährige Enkelin stolz: „Wir haben kein Auto mehr“. Das wäre vor Jahren nicht denkbar gewesen, schon die Formulierung „Kein Auto“ gab es nicht im Sprachschatz.

  8. Kein Autofahrer kann  meinen, dass der motorisierte Individualverkehr die Städte schöner gemacht hätte.

  9. Motore sind auch deswegen gefährlich, weil sie Leistungen vollbringen, an denen der Mensch nicht beteiligt ist, aber denkt, er sei der Verursacher und Ausführender.

  10. Wege zu teeren, ist falsch, denn das dient allein dem motorisierten Verkehr.

  11.  Das Wort „Auto“ verweist korrekt auf gr. autos (selbst). Denn selbst fahren  nur Autos und Motorräder.

  12. Mein Nachbar: „Den Klimawandel finde ich auch nicht gut, aber auf meinen SUV könnte ich nie verzichten“

  13. Das Auto hat das existentielle Phänomen der Nähe im Bewusstsein gelöscht bzw. eliminiert.

  14. Was beim Rauchen gelang, es in öffentlichen Räumen zu verbieten, müsste doch auch mit dem motorisierten Individualverkehr gelingen. Rauchen ist immer eine schlechte Angewohnheit oder Sucht, Autofahren ist es oft.

  15. Motorennutzung aus Bequemlichkeit ist Verzicht auf Welterfahrung, die nämlich in der Überwindung der Gegenkraft besteht. Das ist die große Täuschung der motorisierten Zivilisation. Leben verzichtet auf Fremdenergie.

  16. Worin besteht der Fortschritt von Hamburg  nach Kopenhagen nun in drei Stunden zu kommen? Das Ende des Reisens und Erfahrung der Zwischenräume.

  17. Die Innenstädte „leben“ nur mit Fußgängern, Radfahrer und etwas öffentlichem Verkehr.

  18. Sie fahren mit ihrem SUV von Flensburg nach Bayern voller Angst vor dem Verkehr. Warum fahren sie nicht mit dem Zug?

  19. In Utrecht fahren fast alle Fahrrad, was bei uns nicht denkbar ist. Warum eigentlich nicht?

  20. Je größer das Auto, desto größer der innere Raum des Autos.

  21. Die Verkehrslandschaft ist die Negation einer natürlichen oder naturnahen Landschaft.

  22. Zu meinen, in der Bewegung käme es allein und immer auf die Überwindung von Distanzen an, ist eine Täuschung durch Abstraktion. Sie ist nur in seltenen Fällen sinnvoll, so beim Krankentransport.

  23. Das größte Problem für viele  Augenoperierte ist, dass sie nicht Auto fahren dürfen. Nicht, dass sie keine Schönheit sehen, dass sie nicht Schreiben dürfen, dass  

  24. Gütertransporte auf der Bahn sind wohl nur konkurrenzfähig auf den Hauptlinien.

  25. Die Technik (techne) hat sich langsam aus einer Hilfe für den Menschen zu einer Ersetzung des Menschen insbesondere in der Gestalt von Motoren entwickelt.

  26.  Anton Hofreiter von  den Grünen sieht das Auto nur aus volkswirtschaftlicher Sicht.

  27. Wenn die Autos aus der Stadt verschwinden werden bei gegenwärtigem Bewusstsein auch die Städte verschwinden. Dieser Prozess ist  ja bereits voll in Gange.

  28.  Die Cote d´Azur eine starke Landschaft, obwohl sie in Autos ertrinkt.

  29. Die Städte müssen sich entscheiden: Das Auto oder das Leben. Tertium non datur.

  30. Autofahren als Selbstzweck ist Ausdruck von schlechtem Subjektivismus.

  31. Der motorisierte Individualverkehr hat zumindest in der Provinz den absoluten Sieg errungen.

  32. Es ist genau umgekehrt: Autofahrer  fühlen sich als Opfer, obwohl sie die Täter sind. Wenn Autofahrer in ihrer objektiv zerstörerischen Tätigkeit eingeengt sind, fühlen sie sich ungerecht behandelt.

  33. Wer in Berlin-Mitte mit dem Auto fährt, müsste eigentlich doch mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren.

  34. Wo es keine öffentlichen Verkehrsmittel gibt, ist eine Blockade falsch.

  35. Autofahrer und ihre Anhänger gehen davon aus, dass der motorisierte Individualverkehr sinnvoll, ja natürlich sei. Aber in der Entwicklung gibt es auch Irrwege, zu denen der motorisierte Individualverkehr und die Nazis zählen. Die Nazis haben in Deutschland entscheidend den motorisierten Individualverkehr durchgesetzt

  36. In Guarda in der Schweiz war ein Angestellter in einem Bistro, der seine Heimatstadt Celle heftig kritisierte, weil sie nicht genug für das Auto täte.

  37. Widerstand gegen den motorisierten Individualverkehr gab es zum Beispiel im Engadin, wo er erst in den Zwanzigern des letzten Jahrhunderts  erlaubt wurden.

  38. Der motorisierte Individualverkehr ist ein Behinderer und Eliminator  anderer Lebewesen, die dem Autoverkehr im Wege stehen, also Pflanzen, Tiere, Fußgänger, Radfahrer, Kommunikation, Bauten, …

  39. Die  Mitte der Straße gehört heute unwidersprochen dem Auto, aber in der Mitte müsste der Bürgerweg sein.

  40. Das Auto reduziert drastisch menschliche Fähigkeiten.

  41. Schlechtes Wetter ist kein hinreichender Grund, zumutbare Distanzen mit dem Auto zurückzulegen.

  42.  Im Bereich des motorisierten Individualverkehrs kann man wohl am effektivsten und ehesten einen Beitrag zur Klimaschonung leisten.

  43. Daß in Deutschland die Autokritik es so schwer hat, hängt auch damit zusammen, dass die Autoproduktion in Deutschland so groß ist.

  44. Smog in Dehli, die Ursache liegt zur Hauptsache im motorisierten Verkehr.

  45. Motore, insbesondere in Form der Autonutzung,  ersetzen das  menschliche Subjekt.

  46.  Das Auto entwertet Nahbereiche, man bleibt nur dort bzw. fährt zu ihnen, wenn dort Events stattfinden.

  47. Jedes fahrende Auto ist Ursache für viele Destruktionen, insbesondere des Klimas. Da gibt es keine Möglichkeit des Leugnens oder der Schuldverschiebung z. b. allein auf die Kapitalisten. Jeder einzelne Autofahrer, wer auch immer, ist Verursacher. Das zu leugnen ist ein Beleg für den grenzenlosen Egoismus der Autofahrer in unserer Gesellschaft.

  48. Das Auto ist ein reales und geistiges Gefängnis (siehe Günter Anders „Antiquiertheit des Menschen“,

  49. Wer  als Urlauber auf Usedom oder Sylt meint, nicht ohne Auto dort auszukommen, ist jenseits aller Ethik.

  50. Wenn Autos und Unterhaltungsmedien vom inneren Wachstum und Wirklichkeitserfahrungen abhalten, muss man sie reduzieren.

  51. In öffentlichen Verkehrsmitteln hat der Mensch in der Regel Muße, sich noch spontan zu unterhalten.  

  52. "Der dänische Stadtplaner Mikael Colville-Andersen findet, es sollte eine Autoscham geben. Der Verkehr in den Städten sei der Schlüssel, um den Klimawandel zu bekämpfen."

  53. Abstrakte Begegnung zwischen zwei Autos: Man erkennt nur noch die gegenseitigen Autonummern, da helfen die Abkürzungen von Namen sehr.

  54. Jede Nutzung eines  Verbrennungsmotors (direkt und indirekt) ist ein Beitrag zur Klimaerwärmung.

  55. An jedem Ort  kann man die  Größe und „Schönheit“ seines Autos zur Schau stellen, diese Beweglichkeit hat nicht das schöne Haus, hier müssen die Leute kommen.

  56. Mobilität, wenn sie sich auf individuelle Motorenmobilität bezieht, ist eine Fahrt im Nichts.

  57. Wenn man kein Auto hat, fallen natürlich einige Möglichkeiten weg. Aber dafür gewinnt man andere.

  58. Autostraßen sind kein Weg. Sie sind vergiftet.

  59. Auto- und Fernsehsucht sind strukturell ähnlich, haben die gleiche Motivation, nämlich Faulheit und Bequemlichkeit.

  60. Wenn man aus motorisierten Fahrzeugen wie Auto, Zug oder Flugzeug guckt, sieht man im Nahbereich nichts, beim Radfahren schon mehr und beim Gehen potentiell alles.

  61. Im Zug kann man sich auf Menschen und Lesen konzentrieren, auch aufs Dösen.

  62. Nicht gegen Pendler an sich, aber müssen denn alle mit eigenen PKW fahren?

  63. Minimalforderung an die Vernunft der Autofahrer: Falls man nicht krank ist oder schwere Lasten zu transportieren hat, ist die Überwindung einer Distanz unter 1000 m mit dem Auto absolut inakzeptabel. 

  64. Es gibt kein  Naturrecht auf freie Autofahrt. Es ist also falsch zu sagen, dass sei eine reine Privatentscheidung im Zeitalter des Klimawandels.                 

  65. Der Begriff Mobilität ist die strategische Rückzugslinie der Autolobbyisten. Faktisch im Sprachgebrauch wird unter Mobilität motorisierte Mobilität verstanden, aber im Kleide der Toleranz. Er verdeckt mehr als er offen legt. In Zeiten des Klimawandels darf man nicht motorisierten Individualverkehr und biologische Eigenbewegung gleichsetzen. Sie sind kategorial verschieden.

  66. Der Techniker trifft bei seiner Arbeit immer auf sich selbst.   

  67. Der größte Fehler in der Geschichte der Stadtentwicklung war, die Stadt autogerecht zu machen, überhaupt Autos in die Stadt reinzulassen.
  68. Wir sind seit ca. zehn Jahren autofrei, davor jährlich nicht mehr als 3 000 Kilometer pro Jahr gefahren. Und davor: gruselig. Ich finde Autofahren inzwischen so am Leben vorbei (wortwörtlich), dass ich selbst einen SUV nicht geschenkt haben wollte.

  69. In Ecuador gibt es wegen erhöhter Benzinpreise massive Proteste. Sie werden als soziale Proteste bezeichnet. Das ist  Bezinmangel eine soziale Ursache? Ich meine nicht.

  70. Autofrei impliziert, Mobilität nur als Fuß-, Radbewegung und Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel realisieren.  

  71. Autofahren ist Herrschaft.

  72. Gegen das Auto kämpfen heißt,  gegen Dummheit, Faulheit und Egoismus kämpfen.

  73. Mit dem „normalen“ Auto fahren entsteht viermal so viel  CO2 -Emissionen als mit der Bahn, mit dem Flugzeug sechsmal soviel. Mit einem SUV, der einen Wohnwagen zieht, vermutlich doppelt so viel als mit einem kleinen Wagen.

  74. Das Auto löst viel mehr Zerstörungen aus als „nur“ das Klima, sondern auch auf natürliche, soziale,  kulturelle Umwelten und auf die Insassen.

  75. Im Zug, Auto, Flugzeug hat man für Stunden eine identische Umgebung. Beim Gehen und Wandern ständig Veränderungen Das ist der Unterschied.

  76. Mit dem Auto eine Landschaft oder Stadt erfahren, ist keine Erfahrung, es ist nämlich sinnen- und sinnlos.

  77. In Form von Motorentechnologie hat sich die Technologie endgültig gelöst vom Menschen

  78. Elektromotore brauchen Batterien, deren Produktion mit großen Mengen von Wasser verbunden ist. Also Probleme bei der Herstellung, aber auch bei der Beseitigung.

  79. Ein  Dialyseapparat bestimmt den kranken Menschen, es gibt hier keine Alternative.

  80. Große Autos sollen signalisieren: „Ich habe den sozialen Aufstieg geschafft“.

  81. Auf das Auto verzichten und stattdessen öffentliche Verkehrsmittel in Anspruch zu nehmen ist ethisch – und es rechnt sich noch nebenbei. Der Ruf nach kostenlosem Fahren mit öffentlichen Verkehrsmitteln halte ich für falsch.

  82. Daß selbst im Bundestag die Begrenzung der Geschwindigkeit auf Autobahnen auf 130 km/h nicht durchsetzbar war, ist ein Beleg der Macht, der Unvernünftigkeit und Brutalität des Auto-Systems. Hieran erkennt man die tiefe Pathologie der Einstellung zum Auto. Das Auto darf eben nicht in einer seiner Möglichkeiten begrenzt werden, selbst wenn die Welt Scherben fällt.

  83. Passive Begeisterung für Massensport und für den so genannten Motorsport fallen oft zusammen.

  84. Das Scheitern der Grünen mit ihrem Vorschlag der Geschwindigkeitsbegrenzung auf Autobahnen ist nicht – wie Zeitungen schrieben – eine Niederlage der Grünen, sondern eine Niederlage für den Klimaschutz.

  85. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren, ist zumindest sozial gesehen ein Fest.

  86. Ich hoffe, dass die Gewerkschaft der UFO  heimliche Klimaschützer sind.

  87.  Zum Motoreneinsatz: Am Ort des Urlaubs gar nicht, zu Luft gegen Null, auf dem Wasser keine „Sportboote“, auf dem Land aus vertretbaren Anlässen, also nicht Autofahren um des Autofahrens.

  88. Autos  sind zumindest für Stadtbewohner nicht ein Muß aus egoistischen Gründen.

  89. Vor fünfzig Jahren lebte in Brasilien 90 Prozent der Bevölkerung auf dem Lande und 10 Prozent in Städten, heute umgekehrt. Was heißt das für die Ökologie?

  90.  Beim habituellen Autofahren wird nur eine minimale Wahrnehmung und das Minimum an Handlung gefordert.

  91. Im Bus spricht eine Frau Russisch. Ein Anlass für ein Gespräch. Auch das eine Szene, die im motorisierten Individualverkehr nicht vorkommen kann.

  92. Wortwörtlich genommen sind „automobil nur Lebewesen, mit Sicherheit nicht Autos.

  93. Dieautogerechte Stadt hat keine Seele.

  94. Die Spazierwege meiner Kind- und Jugendzeit sind nun alle vielbefahrene Autostraßen.
  95. Der Autofahrer reduziert  seine körperlichen und geistigen Aktivitäten auf ein Minimum
  96. Lebendiger Mensch oder mechanisierter Mensch – vor dieser Entscheidung stehen wir.
  97.  Der technische Fortschritt ist heute die dominierende Religion. Die technischen Erfahrungen machen für diese Religion  aus der Erde einen Himmel.
  98.  Auto und elektronische Medien ersetzen das Leben. Beide sind mechanisch. Befürworter akzentuieren die Noema, Kritik die Noesis
  99.  Zunehmend werden immer mehr Maschinen von Motoren angetrieben.
  100. Meine Vermutung: Eine Erhöhung der Benzinpreise würde auch in Deutschland revolutionär Stimmungen auslösen. Je mehr Strukturen autofunktional sind, desto schwieriger wird es werden, gerechte und das heißt auch ökologisch begründete Benzinpreise durchzusetzen.

  101.  „Ich habe eine dynamische Heimat (ein Bekannter), und das ist mein Auto.

  102. Als Taxi ist ein Auto sinnvoll, als Privatauto oft sinnen- und sinnlos.

  103. Natürlich gibt es strukturelle Gründe, das Auto  benutzen zu müssen, aber das ist kein hinreichendes Argument für das Auto, sondern ein Argument gegen die Strukturen, die geändert werden müssen.

  104. Die Abschaffung von SUV ist kein Opfer, sondern höchstens eine Verletzung eines unsicheren Egos.

  105. Wir müssen erkennen, dass nicht Rassismus und Nationalismus allein ein Irrtum sind, sondern auch der motorisierte Individualverkehr.

  106. Laubsauger sind  Ausdruck der Verabsolutierung eigener Ziele ohne jegliche Berücksichtigung der Umwelt,

  107. Unnötig umweltverschmutzende Technologien wie  ein SUV sind leider immer noch legal, aber nicht legitim.

  108. Erst ab einer bestimmten Dichte werden  Nachteile für viele erkennbar. Diese Dichte haben wir im Individualverkehr erreicht.

  109. Der Motor des Motors ist der Mensch.

  110. Für viele Menschen ist das Auto genau so wichtig, wie für einen Nierenkranken  der Dialyseapparat.

  111. Autofahrer, die wegen einer kurzfristigen Sitzblockade  protestieren, weil der Verkehrsfluss gestört wird, verhalten sich irrational. Sie  sollten doch dankbar sein. weil ihr Zerstörungswerk, wenn auch nur für kurze Zeit unterbrochen wird, Übrigens kamen  Fußgänger und Radfahrer problemlos durch.

  112. Das schöne Gefühl, kein Auto mehr zu haben. Das ist wirkliche Freiheit, zumindest Unabhängigkeit.

  113. Wir können und müssen in den Städten die Wohnungen verdichten bei gleichzeitiger Abschaffung des Autos.

  114. Autos und Fernseher lächeln übrigens nicht.

  115. Zug und Bus verbrauchen auch Energie, aber die Energieeinsparungen durch diese Systeme sind hier neben der sozialen Komponente entscheidend.

  116. Die Existenz von Pendlern ist kein absolutes Argument für den motorisierten Individualverkehr,  sondern man muss überlegen, wie Pendler keine Hilfe mehr  in Anspruch nehmen.

  117. Objektivierte Technologien (d. h. losgelöst vom Nutzer) sind keine Lebensmitte und werden es auch nie. Sie beherrschen uns, nicht wir sie. Auto und Fernsehen gehören dazu, nicht Implantate.

  118. Motore, insbesondere in Form von Autos,  ermöglichen erst die  rasanten Entwicklungen bis hin zum Anthropozän.

  119. Wärme und Licht wirken im Durchschnitt nicht so destruktiv auf Umwelt und Mensch wie Motore.

  120. Zumindest große Autos haben kein Pro-Argument es sei denn für gestörtes Egos.

  121. Ein  Auto ist weder für die Natur noch für die  Nutzer gesund, bestenfalls ist es ein notwendiges Übel.

  122. Beim Autofahren und Fernsehen werden Körper, Geist und Seele nur minimal gefordert. Die Wahrnehmungen sind in der Regel oberflächlich und werden wenig erinnert oder ganz vergessen werden. Nur eine  schwache Spur wird gelegt.

  123. Im Auto wird man von der vielsinnlichen Wirklichkeit durch eine Scheibe und Blech getrennt, beim Fernsehen hat man überhaupt keinen Bezug zur  Wirklichkeit.

  124. So viele Gründe kann es doch gar nicht geben,  wie das Rentnerehepaar ihre zwei Autos bewegt.

  125. Das Auto ist – oberflächlich gesehen – die Ursache für das Sterben der Innenstädte. Die Ursache für die Dominanz des Autos ist wiederum die Bequemlichkeit. D. h. Motoreneinsatz nicht mehr wegen begründeter Arbeitserleichterung, sondern allein aus selbstzerstörerischer Bequemlichkeit.

  126. Die Phasen der Dominanz der Bequemlichkeit: Das Aufsuchen der Innenstadt per Fuß, dann das Aufsuchen der Einkaufszentren mit großen Parkplätzen mit dem Auto, dann Online-Kauf.

  127. Die Dichte des Autoverkehrs, die Zahl der Fußgänger und Radfahrer und die Ausnutzung der öffentlichen Verkehrsmittel ist ein  Indikator dafür,  inwieweit die Bewohner einer Stadt Bürger sind. Wer jede Strecke mit dem eigenen Auto zurücklegt, ohwohl öffentliche Verkehrsmittel zumutbar vorhanden sind, liebt seine Stadt nicht, ist Bewohner, aber kein Bürger dieser Stadt.

  128. Der Einsatz von Motoren ist oft überflüssig, der Einsatz von Dialyseapparaten nie.

  129. Die Aufgabe der Transformation der wachstumsorientierten Industriegesellschaft in eine ökologisch ist riesig, so dass wir gar nicht die Zeit haben, mit Konsum, Reisen, Fernsehen, „passiven Sport“ zu verplempern. Diese Aufgabe ist übrigens ist aus meiner Sicht  im Mobilitätsbereich nicht nur einfach, sondern auch ein Gewinn.

  130. Aber das ständige Bemühen nach Verbesserungen ist in der Medizin ein Muß.

  131. Der Antrieb ist im Fahrrad und Auto definitiv verschieden, aber es besteht vielleicht oft eine gewisse  Identität in der Motivation.

  132. In unserer renovierten  Sparkasse stehen  nur Automaten, ein lächelndes Gesicht sucht man vergebens.

  133. „Eine Konzentration bestehend aus Bauhaus, Einkaufszentrum und  McDonald verdichtet den  Autoverkehr, so dass kein Platz für einen einzigen Menschen ist. Nur Hast und Gestank.

  134. Die Faulheit und das Versiegen der Neugierde machen die Innenstädte kaputt.

  135. Siedlungen und ihre Infrastrukturen sind Autosiedlungen.

  136. Automaten können nicht lächeln.

  137. Artefakten sind Realkonstruktionen, die wohl den aristotelischen Axiomen folgen. Aber wahrscheinlich war das immer schon der Fall.

  138. Zumindest in der Stadt dient  motorisierter Individualverkehr nicht dem Menschen.

  139. Das Auto befriedigt hat auch  etwas mit der Befriedigung von Wunschträumen zu tun, nämlich ohne Anstrengung von A zum entfernten B zu kommen.

  140. Habituelle Autofahrer aus Genuss sind leer und suchen ständig die Leere bzw. sie  haben ein  leeres Ich.

  141. Hohe Geschwindigkeiten sind im Zug und Bus erträglich, weil hier keine Leere zu entstehen braucht. D. h. Zeit zum Lesen, Beobachten, Dösen, Reflektieren. Hier gibt es also eine soziale Umwelt und Zeit für Inneres.

  142. Warum fasziniert Autofahren von Haus zu Haus?

  143.  Mit Hunderten über die Autobahn in Konkurrenz in hoher Geschwindigkeit zu  liegen, das ist die Hölle

  144. Der Jordan und das Tote Meer  haben nicht mehr genug Wasser, die Bauern haben große Probleme. Aber das Auto bleibt die Heilige Kuh.

  145. Zunehmend besteht die Erde nur noch aus funktionalen Realabstraktionen. Alles andere (Natur, Menschen, Tradition, Denkmäler usw.) haben dort  keinen Platz.

  146. Wir müssen den Begriff und die Sache der motorisierten Mobilität hinterfragen, vielleicht sogar die Mobilität selbst. Maximen: So wenig wie möglich Motoreneinsatz.

  147. Ich weiß nicht, ob die Umrüstung von Verbrennungsmotoren zu Elektromotoren nicht nur eine Verlagerung der Emissionen ist. Auf jeden Fall werden die strukturellen Probleme des motorisierten Individualverkehrs dadurch nicht beseitigt.

  148. Die Forderung nach einem kostenlosen Nahverkehr kann ich nicht nachvollziehen, aber nach einem zumutbaren Preis.

  149. Jede Landschaft wird durch Straßen entwertet, weil man nun überall anstrengungslos hin kann.

  150. Beim Autofahren und Konsum von Unterhaltungsmedien erreicht man nie ein Wesen.

  151. Radfahrzeuge wollen eine homogene Unterlage. Sie lieben keine Treppen, die nur der Fußgänger liebt.

  152. Es macht wohl einen Unterschied, mit dem Auto allein auf der Landstraße oder mit hunderten anderen Autos zusammen zu rasen.

  153. In traditionellen autofreien Gesellschaften gab  es jeweils Dörfer Städte, und Stadtteile, deren Mitte oder Zentrum alle anzog.

  154. Es ist gut, dass die Bahn in der Autogesellschaft immer noch Vorfahrt hat.

  155. Heimat darf nicht von Autos dominiert werden, sie verunmöglichen Heimat.

  156. Motorisierte Mobilität fördert körperliche Entropieprozesse.

  157. Der entscheidende Unterschied: körpereigene Technik und objektivierte Technologien.

  158. Wenn objektivierte Technologie ein Teil des Menschen geworden ist, ist es mit seiner Freiheit und Ethik aus.

  159. Der Schöpfer einer Theorie bzw. eines Bildes ist weder in der Theorie noch im Bild. Er ist der Blinde Fleck. Das erklärt vielleicht das Tabu gegenüber Motoren.

  160. Technologie bezeichne ich als objektivierte Technik im Sinne von individuellem Können. Technologie in diesem Sinne ist  ein allgemeines Prinzip, das auch zunehmend soziale und kognitive Fähigkeiten bestimmt.

  161. Drei mögliche Beziehungen zur Technik: a) neben der Technik (miteinander reden), b) mittels der Technik (telefonieren), c) Beziehungen in Gestalt von Technik (fernsehen).

  162. Technologien können helfen, bestimmte Probleme zu lösen (Stichwort Dialyseapparat). Aber sie dürfen nicht der Lust dienen.

  163. Der Lärm der Motore dringt über all aus Gärten, Küchen und Straßen.

  164. Bei noch zu vielen Motorennutzern ist die Grenze der Nutzung nicht Ökologie, Gesundheit und soziale Strukturen, sondern schlicht die Kosten der Energie.

  165. Es gibt keinen Grund, sein Auto zu lieben, sondern u. U. aus praktischen Gründen zu akzeptieren.

  166. Warum sind alle Städte der Erde vor dem Auto eingeknickt? Wirtschaft, Werbung, Faulheit, up to the Johnsosns, …?

  167. In Russland soll es eine kleine Stadt geben, die nur per Bahn erreichbar ist. Straßen gibt es nur in der Stadt. Trotzdem gibt es Privatautos.

  168. Die Innenstädte sind für Soziales, Einkauf, Freizeit, Ästhetik usw. „zuständig“, die Einkaufzentren auf grüner Wiese und Online-Käufe  sind ihr Untergang?

  169. Man fuhr um 1900 mit dem Zug von Hamburg nach Malente.  Welch ein Reichtum allein an sozialen Ereignissen.

  170. Bestimmte Technologien mögen ein Gewinn sein, aber sie sind nie – auch gefühlsmäßig – eigenes.

  171. Ob SUV-Besitzer wissen, was der kategorische Imperativ bedeutet?

  172.  Eine junge Frau im Bus: „In Flensburg brauche ich kein Auto. Die  öffentlichen Verkehrsmittel sind hier gut“.

  173. Zur Sprachkritik: „Ich bin nicht mobil, aber beweglich“ sagen der Fußgänger und der Radfahrer über sich selbst.

  174. Ich habe kein Problem mit meinem Mobilitätsradius mit öffentlichen Verkehrsmitteln. 200 Kilometer genügen.

  175. Motorisierter Individualverkehr löst natürliche soziale Strukturen auf, und auch die entsprechenden  Infrastrukturen wirken so.

  176. Viele Bürger präferieren statische und dynamische Gefängnisse. Der Garten ist dann der Auslaufbereich.

  177. Es kann doch nicht sein, dass jemand  lieber Autos anschaut als ein  menschliches Antlitz.

  178. England ist zwar ein hochindustrialisiertes Land, aber gleichzeitig (begrenzt) konservativ in Bezug auf Landschaft,  Architektur und Traditionen. Das gefällt mir.

  179. Erst Motorentechnik und Ausbeutung über den Konsum ermöglicht ein Leben ohne Eigenbewegung.

  180. Wie kann man beim Autofahren nur soviel soziale Isolation aushalten, ja gut finden? Ist das eine Realisation der  Xenophobie?

  181.  Distanzen werden heute immer häufiger motorisiert zurückgelegt. Am Ziel  sind oft, aber nicht immer Menschen.

  182. Das Auto und die Motore schaffen neue Abhängigkeiten und zerstören Autonomie.

  183. Das Auto und die Motore sind nicht die einzigen Ursachen der Klimaveränderung, aber die „effektivsten“ und größten.

  184. Das Auto schafft den Unterschied zwischen Stadt und Land als Lebensform. Dörfer gibt es nicht mehr.

  185. Beim Autofahren und stundenlange Fernsehkonsum ist man körperlich und geistig halbtot. Das ist ein extrem reduzierter Modus des Lebens.

  186. Wer in der Innenstadt wohnt, müsste grundsätzlich aus egoistischen Motiven auf das Auto verzichten.

  187. Grundsätzlich gilt: Wir haben nicht zu wenig, sondern zu viel Mobilität. In der Mobilität steckt auch ein Zerstörungspotential.

  188. Insbesondere die Motorentechnologie übt wie ein Usurpator Herrschaft über uns aus

  189. Viele Menschen realisieren in Theorie und Praxis einen großen Teil der Imperative der Werbung. Nervig ist, dass sie das als absolut sinnvoll ansehen.

  190. Der Bau von Autobahnen war und ist eine Fehlentwicklung.

  191. Der öffentliche Diskurs tut so, also ob Elektrizität aus der Steckdose ohne ökologische Probleme käme.

  192. An einem sonnigen Nachmittag laufen in der Siedlung überall Motore.

  193. Elektromotore haben einen anderen Antrieb als Verbrennungsmotore, aber nicht ihre Existenzbedingungen.

  194. Straßen werden heute primär von Autos beherrscht. Autos brauchen einfach Platz.

  195. Autobahnen merzen bereits durch ihren Bau und dann im Betrieb alles Leben aus. Ist das nicht Ausfluss rassistischen Denkens und Handelns, deren Zentralbegriff die Reinheit ist? Schließlich sind Autobahnen zuerst in Nazideutschland gebaut worden.

  196. Elektromobilität macht nur Sinn bei öffentlichen Verkehrsmitteln.

  197. Die Adjektive „mobil“ bzw. „beweglich“  beziehen  sich auf die reine Überwindung von Distanzen, egal, ob im Modus einer biologischen oder einer motorisierten Bewegung. Diese Realabstraktionen  verwischen deshalb den alles entscheidenden Unterschied zwischen biologischer Eigenbewegung und motorisierter Fremdbewegung.  Mit  gleicher Logik könnte jemand sagen, „Ich fahre durch den Weltraum“, weil die Erde  dort ihre Bahnen zieht. Das ist aber ein reiner  Transport.  Mein Vorschlag deshalb:  Den Begriff „mobil“ nur bei motorisierte Fremdbewegungen, den Begriff „beweglich“ nur für biologische Eigenbewegung verwenden.  Bei den Verkehrsmitteln muss man zwischen motorisierten Individualverkehr und öffentlichen Verkehr unterscheiden.

  198. Der entscheidende Unterschied: biologische oder motorisierte Mobilität. Hier ist Homogenisierung, d. h. der gemeinsame Oberbegriff missverständlich, , weil er diesen Unterschied verdeckt. Wenn motorisierte Mobilität, dann nur öffentliche Verkehrsmittel.

  199. Motorisierte Aufzüge = vertikale Mobilität.

  200. Wo Autos fahren, geht man nicht gerne.

  201. Der Motor ist kein neutrales Ding, es beeinflusst seine natürliche, soziale, kulturelle Umwelt und sich selbst, weil es dem Menschen lebensfördernde Anstrengungen nimmt.

  202. Ein Ort und der Weg zu diesem Ort bilden eine untrennbare Einheit und können nur durch Eigenbewegung erlebt werden, nicht durch Transportiertwerden. Beim Transportiertwerden spielt der Weg in seiner subjektiven und objektiven Vielfalt keinerlei Rolle.

  203. Motore und Bomben funktionieren beide nach dem Prinzip einer Explosion.

  204. Motorisierte Mobilität ist Mobilität ohne intensiv körperliche und geistige Anstrengungen. Motorisierte Mobilität  ist keine eigentliche. Sie beruht auf Täuschung, wie sie  erfolgreich in der Werbung praktiziert wird. .

  205. Der Geist ist wesentlich Resultat seiner Tätigkeit, und die ist aktiv.

  206. Mediziner arbeiten erfolgreich digital statt analog: Eine Krankheit wird auf ihre Faktoren analysiert, bestimmt und dann gemessen. Die gemessenen Werte, also Zahlen, sind dann die eigentlichen Bedeutungen. Das ist sicherlich erfolgreich, aber sicherlich nicht in allen Feldern. 1, 68 Größe ist nicht identisch mit einer bestimmten Person, sie  ist mehr.

  207. „Wir waren im Urlaub überall und nirgends“ – natürlich mit dem Auto. Das ist ein Problem des Autofahrens.

  208. Jeder Besitzer eines manipulierten Autos hätte am Benzinverbrauch merken müssen, dass Manipulationen vorliegen – oder sie wollten es nicht bemerken.

  209. Warum soll ich verreisen, wenn ich zum Reiseziel nicht in Eigenbewegung komme, zumindest dort mich nicht selbst bewegen kann? Gleiches gilt grundsätzlich für Bilderfluten

  210. Auch wenn Eigenbewegung einzige Mobilität wäre, entsteht natürlich  kein Paradies.

  211. Auf unserer Umgehungsstraße heulen bei schönem Wetter die Motore der Motorradfahrer auf. Haben die Fahrer denn gar nichts zugelernt? Übrigens auch nicht die stolzen SUV-Besitzer.

  212. Ich habe eine kleine Radtour gemacht, weil ich müde war, danach war ich noch immer  müde. Statt mich aufs Sofa zu legen, setze ich mich an den PC und übertrage schwer zu lesenden Handgeschriebenes in den PC. Die Müdigkeit ist nun überwunden.

  213. Die Energiekritik auf Motore zu verengen, ist richtig, weil die Motorennutzung viele Probleme verursacht und relativ leicht geändert werden könnte.  Wir müssen uns von der Faszination des Motors (auf Land, Luft und Wasser) lösen.

  214. Da wir in einer primär visuellen Wahrnehmungswelt  leben, akzeptieren wir innerlich nicht, dass auf vielbefahrene Autostraßen schlechte bis giftige Luft herrscht, was man ja nicht sehen kann.

  215. Die Stadt war voller Leben, jetzt ist sie voller Autos mit „individualisierten“ Menschen. Deswegen werden spontane Erfahrungen mit Menschen, die die wichtigste Erfahrung bilden, immer weniger. So gesehen ist die Stadt entleert.

  216.  Autofahrten und Fernsehen individualisieren radikal und schaffen damit soziale Leere.

  217. Wieso fasziniert das Fahren großer Autos? Hat das viel mit mangelnder Identitätsstärke zu tun?

  218. Im Auto fahren ist körperlich gesehen strukturell gleich wie ein Toter im Leichenwagen transportiert wird.

  219. Glücklich die Stadt, die nur Fußgänger, Radfahrer und öffentliche Verkehrsmittel (einschließlich Transportmittel)  hat.

  220. Zu Fuß erlebt man Vielfalt, mit dem Auto Einheit.

  221. Autofahren und Medienkonsum ent-konkretisieren.

  222. Humanität und ökologisches Engagement sind mit kritikloser Motorennutzung nicht kompatibel.

  223. Eine Stadt ist nur ohne motorisierten Individualverkehr attraktiv.

  224. Das Auto und elektronische Unterhaltungsmedien sind  keine Lebensmittel. Genauer analysiert: Das Auto ist das Gegenteil eines Lebensmitttels, denn es dient nicht dem Leben.

  225. SUV zu kritisieren, ist eine Pflicht.

  226. Natürliche Energie ist ebenfalls externe Energie, bloß einfacher nutzbar.

  227. Autofahrer denken nicht dialektisch, d. h. die Wirkungen auf sich selbst und auf die Umwelt wollen und können sie nicht bedenken.

  228. Autos bedrohen Fußgänger und Radfahrer nicht nur durch schnelles Fahren, sondern auch durch die permanent schlechte Luft in ihrer Umgebung.

  229. Verkehrschaos im Sommer an der Ostsee an Badetagen.  Warum ist es nicht zumutbar,  drei Kilometer zum Strand zu laufen? Um 960 fuhren Extrazüge von Hamburg  an die Ostsee.

  230. Autofahren  ist eine  Realabstraktion, was erfolgreich verdrängt wird.

  231. In Aix-en-Provence ist noch Widerstand gegen motorisierten Individualverkehr vorhanden – und wird offensichtlich von der Bevölkerung und den Touristen unterstützt.

  232. Wie kann man den Autofetischisten nur beibringen, welche großen Verluste sie erleiden.

  233. Nicht nur bestimmte Pflanzen und Tiere sterben aus, sondern auch bestimmte Sätze wie „Ich muss mich beeilen, denn sonst verpasse ich meinen Bus“ oder „Wann fährt der Zug?

  234. Wie viel Natur wurde zerstört, um einen SUV zu bauen und ihn zu fahren?

  235. „Die gierigen Hände der Technik“ Ein Bagger verhält sich wie eine Bombe.

  236. Bisher musste das Autostraßennetz ständig erweitert werden, eine andere Lösung gab es nicht in den Köpfer.

  237. Die Realisierung übermenschlicher Schnelligkeit ist nur über Motore möglich, die dann eine Art Waffe sind.

  238. Autos und Unterhaltungsmedien erzeugen Leere, die durch Passivität entsteht.

  239.  Die zwei großen Selbstbetrüge der modernen Menschheit: die Mobilitätslüge und die Medienlüge.

  240.  Nicht ich bin mobil, sondern mein gekauftes Autos einschließlich, das mich von A nach B transportiert. Wie kommt es zu dieser Täuschung? Ich bin eine Funktion des Autos, merke es aber nicht.

  241.  Ich könnte auch sagen, dass ich mich täglich 40 000 Kilometer bewege, obwohl ich durch die Erdumdrehung transportiert werde. Zur Erdumdrehung kommt auch noch das jährliche Umkreisen der Erde um die Sonne und die Bewegung des Kosmos hinzu.  Alles das geschieht  wie das Autofahren.

  242.  Mobilität ermöglicht  Ortsveränderungen. Drei Formen: a) die Eigen- bzw. Selbstbewegung (biologische Bewegung) , b) die motorisierten Bewegungen (Auto, Motorräder, Zug, Flugzeug, Rolltreppen, Aufzüge) c) die Massenkräfte, dazu gehören auch Wasse- und Luftströmungen.

  243. Fremdbewegung ist Ortsveränderung ohne Anstrengung.

  244.  Die Frage ist: Wie groß ist der Anteil des Menschen an der Bewegung? Die Grundarbeit leistet bis jetzt jedenfalls  der Motor.

  245.  Warum wird die Ersetzung der Selbstbewegung  durch Fremdbewegung so genossen? Als Fortschritt und nicht als "Nichtschritt" gefeiert? Fortschritt ist der Weg in die Bewegungslosigkeit.

  246. Die Kritik des Motors ist die Hauptaufgabe der Gegenwart! Den Motor weiterhin als naturwüchsig, als unhinterfragbares Schicksal hinzunehmen, war und ist vielleicht der größte Fehler der Menschheit. Seitdem der Klimawandel von keinem ernstzunehmenden Geist nicht mehr infrage gestellt wird,  so wird auch die Leugnung der Ursache, die aus einer einzigen besteht nämlich die Nutzung von Motoren, zusammenbrechen.

  247. Kritik des Autos: Ich mag keine Hotels mit einem großen Parkplatz vor der Tür, auch nicht auf der Rückseite. Warum nicht hundert Meter weiter?

  248. Die Nazis standen  an der Spitze des technischen Fortschritts (militärisch, Mobilität, Kommunikation, .... ) trotz ihrer rassischen Ideologie.

  249.   Portugal - ein unfreiwilliges Vorbild? 15 Liter Benzin am Tag pro Einwohner.

  250. Der Motor ist die Hauptursache der großen destruktiven Veränderungen.

  251. Fast alle Ufer- und Seenstraßen sind heute Autostraßen und damit unbegehbar.

  252. Im Auto fährt man an der Schönheit des Lebens vorbei, nicht hinein.

  253. Mein Bekannter hat eine Ader für wunderschöne Ausflugsziele, aber alle sind für ihn  nur mit dem Auto erreichbar

  254. Der Motor hat zwei Nachteile: a) seine Nutzung macht körperlich und geistig „dumm“, weil er unterfordert, b) er verpestet die Luft bis hin zur Klimawandel.

  255. Auf den Straßen fahren immer mehr Menschen mit Autos, warum nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln?

  256. Mit dem Auto fahren als Selbstzweck ist eine Kapitulation des Lebens. Das Auto entfremdet von dem Leben seiner Nutzer.

  257. Wie kann man sich freuen, transportiert zu werden?

  258. Das Auto vermehrt die Möglichkeiten der Ziele. Das Ziel des Autos ist aber zuallererst ein Parkplatz, der oft im weitesten Sinne nicht verlassen wird.

  259. Der Unterschied: Mit dem Zug oder mit dem Auto in Oberstdorf oder Chur ankommen, wo die Bahnhöfe im Mittelpunkt der Stadt stehen

  260. Auto-Urlauber können nicht dialektisch denken, weil sie ihre Destruktionen im Bewusstsein ausblenden. 

  261. Wir überwinden Raum und Zeit außerhalb unseres muskulär-geistigen Könnens nur im Schein. Erfahrungen im Modus des Transportiertwerdens sind dermaßen reduziert, so dass sie  mit zunehmender Geschwindigkeit immer scheinhafter werden.

  262. Beim Autofahren gibt es konstitutiv  keinen Körper, beim Fernsehen konstitutiv  keinen Geist.

  263. Was ist höherwertig, der SUV oder das Klima?

  264. Auch das Auto hat eine eigene Rationalität, die der Autofahrer vertritt.

  265. Motorisierte Mobilität und elektronische Unterhaltungssendungen blenden den wesentlichen Menschen als Empfänger aus. Und sie lassen keine Naturbegegnung zu.

  266. In der Autowelt ist kein Platz   für genuin menschliche Bedürfnisse.

  267. Autostraßen sind  im Gegensatz zu Wegen  Zerstörung der Landschaft.

  268. Alternative: Räume  wie spielende Kinder kennenlernen.

  269. Autos haben „Argumente“, aber sie können nicht sprechen. Deshalb übernehmen Menschen  die Argumente des Autos.  6. Das Auto ist aggressiv. Wer die  Argumente und Interessen des Autos vertritt und danach handelt, ist dann ebenfalls aggressiv.Parkende Autos sind potentiell aggressiv, fahrende Autos real.

  270. Die Argumente der Autobefürworter wie Schnelligkeit, Bequemlichkeit usw. gelten nicht absolut, denn man konnte vor der Erfindung des Autos Mobilitätsanforderungen  auch lösen.

  271. Ich komme am Ort X mit dem Auto an und bin damit ein Problem und habe ein Problem. Komme ich ohne Auto an, habe ich es nicht.

  272. Die vielen und immer größer werdenden  Autos sind die Ursache für die Unwirtlichkeit der Städte, Versiegelung von immer mehr Oberflächen, die Verdrängung der Natur, soziale Isolierung,  Gesundheitsschäden, ….

  273. Der motorisierte Individualverkehr verursacht direkt und indirekt die meisten destruktiven Veränderungen und beschleunigt sie

  274. Ein Mensch mit Auto hat ein sehr großes Raumbedürfnis wie ein Dinosaurier.

  275. Es gibt sinnliche Reize, die unter der  Wahrnehmungsschwelle liegen. Auf dieser Ebenso wirken auch die nichtwahrnehmbaren Dosen  giftiger Emissionen der Autos.

  276. Beim Autofahren ist das Wahrnehmungsfeld drastisch verkleinert, der Nahbereich ist gänzlich ausgeblendet.

  277. Mit Kreuzfahrtschiffen wenige Meter an Eisbären heran zu fahren, ist mehr als inakzeptabel, um nicht von einer Schweinerei zu sprechen, was wiederum ungerecht gegenüber Schweinen wäre.

  278. Mit dem Auto ist man bewegungslos, weil man sitzt.

  279. In Bernried am Starnberger See  gibt es vom Kloster aus einen autofreien Weg, an dem alte Häuser liegen. Ein wunderschönes Rosenhaus ist mir besonders in Erinnerung geblieben, wo ein älteres Paar auf einer Bank an einem Sommerabend saß. Meine Frage dazu: Müssen Häuser immer direkt mit dem Auto erreichbar sein? Aus meiner Sicht ist das immer ein Verlust an Lebensqualität.

  280. Im Motor sehe ich zweifach Schädliches: er macht passiv und er emittiert Giftiges.

  281. Was bietet der motorisierte Individualverkehr? Dürftiges und Primitives.

  282. Die Verluste für die Betroffenen durch den motorisierten Individualverkehr kann man als Krankheit bezeichen. Ein Verzicht auf das Auto wäre dann eine Art Medizin. Die Autofreaks wissen nicht, was sie tun.

  283. Ein Auto, egal ob privat oder über Carsharing, ist während seines Einsatzes gleich schädlich.

  284. Techniker sind nicht faul und  passiv, aber sie erzeugen Passivität für andere – wie eine Helikoptermutter für ihre Kinder.

  285. Was bleib Lebenswertes nach, wenn man auf Motoreneinsatz verzichtet? Alles! Für wirkliches Leben, von schwerer und repitiver Arbeit abgesehen, was nicht wenig ist, haben sie nichts gebracht – im Gegenteil.

  286. Der durch Motoren enteignete Mensch hat keinen eigenen Sinn mehr, er ist Funktion der Motoren und deren Inhalte. Dadurch entsteht innere Leere, die er vergeblich versucht, mit Konsum, Reisen, Unterhaltungssendungen, Events zu füllen, aber ohne Erfolg, sie helfen nachhaltig nicht.

  287. Den Motoreneinsatz in der Produktion analysiere und bewerte ich nicht, den unnötigen Einsatz in der arbeitsfreien Zeit umso stärker.

  288.  Frage: Wie viel Gift scheidet der Fußgänger aus, wie viel der Radfahrer und wie viel das Auto?

  289. Elektrisch betriebene Fahrzeuge scheiden ihre Emissionen nicht an dem Ort aus, wo sie fahren, sondern an Orten, wo die elektrische Energie produziert wird.

  290. Die „Autokrankheit“ hat inzwischen den ganzen Erdball befallen.
  291. Mit dem Auto Gegenden ansehen bringt nichts.

  292. Wichtig für die Autokritik: Lebewesen haben Empfindungen, so also auch der Mensch. Aber dieser hat zusätzlich den Verstand, d. h. er ist fähig zur rational-begrifflichen Analyse. Beide Verfahren können täuschen. Aber die begriffliche Analyse hat größere Chancen. Alle Pro-Argumente für den motorisierten Individualverkehr sind alle auf der Ebene der Empfindung, nicht auf der Ebene rationaler Argumente angesiedelt.

  293. Die negativen Folgen der sitzenden Lebensweise werden schon wahrgenommen und es werden Mittel geschaffen, sie zu beseitigen (Gesundheitsindustrie). Hier darf alles bedacht werden, nur nicht die Grundursache, der motorisierte Individualverkehr und die Bilderorientierung, ja die Ersetzung des Wortes durch Bilder. Die Analyse geht so weit, was repariert werden kann, ohne die Grundstruktur zu verändern.

  294. Motorisierte Mobilität überwindet den Raum durch Nicht-Erfahrung. In der Fremdbewegung werden Landschaften und Städte tendenziell im Bewusstsein zu abstrakten Landkarten (the map is not the territory).

  295. Keine Frage, wer im Autosektor arbeitet und dort seinen Lebensunterhalt verdient, ist von der Autokritik existentiell bedroht. Das kann gar nicht ernst genug genommen werden. Dazu müssen Lösungen „mitgeliefert“ werden.

  296. Statt vom öffentlichen Verkehr sollte man vielleicht (ergänzend?) vom sozialen Verkehr sprechen.

  297. „Die Schweizer haben die Bahn, die Deutschen das Auto“. Wir sollten zumindest in diesem Feld die Schweiz als Vorbild nehmen?

  298. Wenn motorisierte Mobilität, dann nur öffentliche Verkehrsmittel (also auch keine E-Bikes und E-Roller, die natürlich Motorräder sind).

  299. Dass immer mehr Menschen im Auto ständig irgendwo hinfahren, ist Ausdruck des großen Bedürfnisses nach sozialen Kontakten, die sie so auch nicht bekommen.

  300. Die eigentliche Ursache für die sitzende Lebensweise, also Nichtbewegung, liegt in Auto- und Mediennutzung

  301. Extensive Motorennutzung und Bilderkonsum führen zu körperlicher und geistiger Bewegungslosigkeit.

  302. Der Begriff der Mobilität verdeckt den wichtigen Unterschied zwischen biologischer und motorisierter Mobilität. Motorisierte Mobilität ist Ortsveränderung ohne (aktive)  Menschen, d. h. sie  könnten auch tot sein.

  303. Motorenwelt lässt keine längerfristige Geborgenheit zu, weil keine längerfristigen Beziehungen bestehen.

  304. Laut BBC gibt es noch einige abgelegene Inseln, die noch keinen motorisierten Verkehr kennen bzw. zulasssen. Ist das nicht aus Sicht der Autofreaks ein Skandal, den man schnellstens beheben muss?

  305. Daß Motore negative Eigenschaften haben, gerät nicht ins Bewusstsein von Motorennutzer.

  306. Der richtige Schritt in die richtige Richtung: Verbot von SUV in Innenstädten, ja überhaupt.

  307. Was ist denn sportlich an einem SUV?

  308. E-Roller erobern die Städte. Das ist die Logik des industriellen Zeitalters

  309. Von Blankenese über die Elbe ins dortige Restaurant ist mit dem Ruderboot in Ordnung, mit Motorbooten inakzeptabel.

  310. Technik war bei den Griechen zuallererst das „Können“ eines Menschen. Dieses Können objektiviert führte zur Entwicklung von Werkzeugen, zu Maschinen und schließlich zu Motoren.  Mit Maschinen beginnt die Täuschung, dass der Nutzer allein die Arbeit verrichtet.

  311. Das Auto, noch immer bei vielen Menschen das liebste Kind, wird nun als Giftspritze enttarnt. Gegen diese Einsicht  gibt es viele Widerstände.

  312. Ein schwer kranker Bekannter  von mir litt  insbesondere unter der Vorstellung, nicht mehr Auto fahren zu können.

  313. Autofahren ist kein richtiges Leben – im Gegenteil ein beschädigtes.

  314. Elektroautos sind keine Lösung: klimatisch nur bedingt und  aus der sozialen Perspektive  nach wie vor katastrophal, weil „individuell“.

  315. Als Sechzehnjähriger träumte ich von amerikanischen Schlitten, das Gefühl mit 18 allein mit dem Auto meiner Cousine fahren zu dürfen, ist unvergesslich und selbst als Spitzenkandidat in der Landtagswahl Schleswig-Holstein 1983 bin ich ohne schlechtes Gewissen ständig von einer zur anderen Wahlveranstaltung mit dem Auto  gefahren. Zumindest bei mir hat es lange gedauert, hier Theorie und Praxis in Einklang zu bringen.

  316.  Auf einem  Caravanplatz trifft man nicht auf Motorenkritiker.

  317. Maschinen und Motoren haben oft  eine reale Funktion für den Menschen, aber auch verdrängte unbeabsichtigte oder nicht bedachte destruktive Folgen (beschönigend Kollateralschäden genannt, die zum entscheidenden Faktor wie beim Klimawandel werden können).

  318. Weit entfernte Einkaufszentren sind fast nur mit dem Auto zu erreichen.

  319. Das Auto ist genau besehen ein mobiles Gefängnis.

  320. Wir können zwar den Motor anstellen, aber die Arbeit selbst verrichten wir nicht. Das denken wir zwar, ist aber eine Täuschung.

  321. Ich vermute, dass meine Autokritik im Kern physiologische Quellen hat (Unverträglichkeit von Giften), nicht so sehr ästhetische.

  322. Die verkehrspolitischen Ziele der  Landesregierung in Bremen nach der Landtagswahl 2019 sind  übrigens  nicht links, sondern vernünftig.

  323. Die Position von Technikfreaks: Alle Technik einschließlich der motorisierten Technik ist immer gut. Man darf sie nicht kritisieren. Das zu machen, ist gleichzeitig eine Kritik des Genius des Menschen. Genau so, als  ob man das Wahre, Gute und Schöne kritisieren würde.

  324. Nicht Philosophie, nicht Kunst, nicht Bildung, sondern allein die motorisierte Technik ist in der Gegenwart für die meisten Bürger wichtig.

  325. Ich vermute, dass für Konsumfetischisten AKWs eine notwendige  Option ist und verstärkt wird.

  326. Was haben SUV und aufheulende Motorräder gemeinsam? Den Nutzern geht der Klimawandel am A…vorbei.

  327. Keine Frage, wer im Autosektor arbeitet und dort seinen Lebensunterhalt verdient, ist von der Autokritik existentiell bedroht. Das kann gar nicht ernst genug genommen werden. Dazu müssen Lösungen „mitgeliefert“ werden.

  328. Autokritik hat es so schwer, weil am Auto große Teile der  Gesellschaft hängen.

  329. Wir leben in einer Auto- und Mediengesellschaft.

  330. Motorisierte Mobilität ist nur in Form von öffentlichen Verkehrsmitteln akzeptabel.

  331. Für eine fort-schrittlich (wortwörtlich) , nicht für eine fort-fahrende (wortwörtlich) Verkehrspolitik.

  332. Erst der Motor ermöglicht die universale Herrschaft des Menschen über die Natur und damit die Durchsetzung des Anthropozäns.

  333. Die Städte ersticken an Autos

  334. Worin liegt die Faszination für das Auto?  Der Zug müsste doch genau so faszinieren. Der Unterschied liegt wohl in „individuell“.

  335. Vergleiche Wölfe mit Autos. Wer ist gefährlicher?

  336. Das Leiden am motorisierten Individualverkehr ist sehr groß, wird aber verdrängt.

  337. In einer Autogesellschaft ist geht das Leben tendenziell gegen Null.

  338. In der Gegenwart ist materiell gesehen der motorisierte Individualverkehr das Hauptproblem, geistig gesehen ist es der verabsolutierte Subjektivismus, sei er individuell oder kollektiv.

  339. Je motorisierter unsere Lebenswelt wird, desto mehr Krankheiten.

  340. Das Credo der Gegenwart: Alles muss sich ändern, nur nicht der motorisierte Individualverkehr.

  341. Jede Autofahrt ist ein Verlust an Lebensqualität und Verschlechterung des Klimas i. w. S. Jede Autofahrt ist ein  Verlust an körperlich und geistigen Fähigkeiten und Möglichkeiten. Die Gewinne dagegen sind spärlich. 

  342. Natürlich erreiche ich mit dem Auto Ziele, die ich früher nicht erreichte. Aber sind die neuen Ziele besser? Dieser  Wandel hat Verluste. Vergleiche Elmshorns Innenstadt um 1950 mit der heutigen Zweiten Stadt auf ehemals grünen Wiesen.

  343. Die Entscheidung: Menschenstadt oder Autosiedlung.

  344. Fast alle technischen Neuerungen befriedigen das Bedürfnis nach unbegründeter, selten nach  begründeter Bequemlichkeit.

  345. Technische Lösungen schaffen oft neue Probleme und sie sind nie die Gesamtlösung.

  346. Wer ausschließlich in rational-technischen Strukturen lebt, muss fast notwendig seine emotionalen Bedürfnisse in Kitsch i. w. S. ausleben, seien es Oldies oder Puppen.

  347. Wenn man den Motor anwirft, schaltet man sich gleichzeitig selbst aus.

  348. Beim Autofahren ist weder der Körper noch der Geist aktiv, sondern befindet sich im Modus des Halbschlafes.

  349. Sitzend eine Landschaft im Auto durchqueren. Was ist daran aktiv? Was bietet man den Sinnesorganen? Die Polster des Autos und deren Geruch.

  350. Der Siegeszug des Motors hängt auch mit der Sucht bzw. dem Traum nach vollkommener Bequemlichkeit ohne Aufgabe der Wünsche zusammen.

  351. Das Auto ( autos = selbst) schwächt den Eros.

  352. Überall dröhnen, heulen, surren Motore. Das ist der heutige Ruhezustand.

  353. Im motorenfreien Zeitalter der  Vergangenheit hatten die Menschen nur begrenzte Möglichkeiten, ihre ästhetischen Vorstellungen in der Natur durchzusetzen.

  354. Motore werden benutzt für Mobilität und in Produktion

  355. Motore zerstören die Umwelt und den Fahrenden über Inaktivität. Bilderfluten wie Photos und Filme banalisieren das Bewusstsein. Beide schaffen Fakes/Täuschung/Faulheit, also Schlechtes.

  356. Motorisierte Mobilität ist im öffentlichen Verkehr akzeptabel.

  357. Erst der Motor ermöglicht die Herrschaft des Menschen über die Natur und damit die Durchsetzung des Anthropozäns.

  358. Die Bewegung Waldbaden soll aus Japan kommen. Hier geht es um gute Luft im Gegensatz zum Benzinbaden in der Nähe von Autostraßen oder Strahlenbaden vor Fernsehapparaten.

  359. In einem Leserbrief im Flensburger Tageblatt wurde behauptet, Flensburg würde aufgrund der realisierten und geplanten Verkehrsberuhigungen zu einer Geister-Stadt werden. Da Geister meines Wissens weder Menschen noch Autos sind, muss der Autor eine Stadt meinen, in der weder Autos fahren noch Menschen wohnen, denn ein Mensch ohne ein Auto ist nach ihm kein Mensch, sondern ein Geist. D. h. das Auto macht aus dem Menschen einen Mensch bzw. das Auto ist der wahre Mensch. Dieser Leserbrief ist Ausdruck der absoluten Herrschaft des Autos in der äußeren Welt und im  Bewusstsein von autofexierten Menschen.

  360. Autos fahren nicht mehr in die Innenstadt, aber oft durchqueren sie sie, um zu anderen Zielen zu gelangen...

  361. Wenn ich mich mit dem Auto fortbewege, fahre nicht ich, sondern das Auto fährt.

  362. Natürliche Energie wie beim Segeln direkt zu nutzen, verlangt Einsatz und Können und belastet nicht das Klima. Aber das Segelboot braucht Energie zu seiner  Herstellung.

  363. Staus kann man offensichtlich nur durch Erweitern des Straßennetzes gelöst

  364. In  der Motorentechnik dominiert der Dualismus on/off.

  365. Autofahren und Konsum von Unterhaltungssendungen schafft Beziehungslosigkeit

  366. Da fast jeder Haushalt über ein oder mehrere Autos verfügt, geht man davon aus, dass „mittlere“ Entfernungen kein Problem sind. Eine Folge davon ist, dass die Dichte der Geschäfte und Instituionen sich permanent verdünnt.

  367. Zumindest nach Kant hat die Form inneren subjektiven Ursprung (transzendental). Die Außenwelt kommt über Sinnlichkeit.

  368. Ich muss stärker gegen die einseitige unkritische Bejahung des Internets argumentieren: Gegen Ausweitung, wenn menschliche Fähigkeiten ohne Grund ersetzt werden. In vielen Bereichen ist es auch ein Fortschritt.  Übrigens verbraucht auch das Internet viel Energie.  

  369. Öffentliche Verkehrsmittel haben nicht den Anspruch, von Haustür zu Haustür zu fahren. Und das ist gut so.

  370. Zu denken, dass die durch motorisierten Einsatz gewonnene Zeitersparnis zur Selbsterhöhung i. w. S. dient, ist einer Ideologie bzw. Rationalisierung. Diese Zeit erweist sich oft als Loch, in das die meisten Bürger  hineinfallen  und mit irgendwelchem Blödsinn füllen.

  371. Verzicht auf Eigenbewegung empfinden viele als die Negation des Fortschritts bzw. als ein Verlust von Lebensqualität. Das sehe ich begründet umgekehrt.

  372. Ein Weg, nicht eine Autostraße,  ist ein guter Kompromiß zwischen den Interessen der Menschen und denen der Natur. Mehr Komfort braucht der Mensch nicht.

  373. Autofahren ist wie Unterhaltungsmedien eine Sucht mit  der Hoffnung, erfüllt zu werden, aber erfüllt sich nie. Real führt die (negative) Sucht in die Schwäche und soziale Isolation.

  374. Im Autosystem sind subjektive Täter und objektive Opfer identisch. Deswegen kann sich hier Autokritik fast nicht durchsetzen.

  375.   Die Einrichtung autofreier Zonen funktioniert nur, wenn die Autofahrer sich ihres Menschseins erinnern.

  376. Eine selbstverständliche Forderung der Autofahrer: Von der eigenen Haustür zum Eingang des Zielgebäudes und zurück ohne jegliche Hindernisse auf optimalen Straßen. Ihr Traum. Eine Tür ist kein Hindernis mehr für ein Auto, so dass man direkt ins Innere des Gebäudes fahren kann. Aber auch dieses Problem wird die Technik noch lösen.

  377. Das Wort „Erfahrung“ ist etymologisch täuschend, weil Fahren ursprünglich Wandern, nicht transportiertwerden hieß (früher mit der Kutsche und Pferd, heute mit dem Auto).

  378. Das Wohnmobil ist ein Zweithaus.

  379. Es ost falsches Bewusstsein zu denken, eine Leistung mit einem Motor sei allein die Leistung des Nutzers.

  380. Was ist die Ursache dafür, dass die Autos immer größer werden müssen?.

  381. Autofahren kann u. U. sinnvoll sein, wenn viel transportiert werden muss. Aber das Fahren selbst ist Verlust von Lebensqualität.

  382. Es stimmt zwar, dass offensichtlich die Mehrheit der Bevölkerung immer noch  der Logik und den Bedürfnissen des Autos folgt.

  383. Der Motor ersetzt nicht die menschlichen Fähigkeiten, sondern ist etwas ganz anderes, das nicht nur hilft, sondern die Nutzer beherrscht und die Erde beschädigt.

  384. Autofahren und der Konsum von Unterhaltungssendungen sind körperliche und geistige Unterforderung. Deshalb meide sie!

  385. Ästhetischer Verlust, wenn die Fluss- und Seenufer direkt mit Autostraßen zugebaut sind. Fuß- und Radwege stören nicht, weil im Modus der Selbstbewegung.

  386. Jeder Autofahrt zerstört Schönheit.

  387. Das Auto ersetzt die Funktion der Muskeln (und unbeabsichtigt den Geist), die Unterhaltungsmedien ersetzen die Funktion des Geistes (und automatisch  die Muskeln).

  388. Beim Autofahren verrichtet der Motor mit Hilfe von Benzin die Arbeit, bei Unterhaltungsmedien elektrische Energie, Die Aktivitäten der Nutzer sind sehr beschränkt und dienen nur der Faulheit. Elektrisch betriebene individuelle Mobilität geht allein aus sozialen Gründen gar nicht.

  389. Warum Rennfahrer wie Niki Lauda, Michael Schumacher, Juan Fangio, Bernd Rosenberg usw. zu Helden machen. Dazu besteht absolut keine Notwendigkeit.

  390. Die Nutzung des Autos bei jeder Gelegenheit hat die traditionelle Nachbarschaft aufgelöst. Warum? Man sieht sich nicht mehr. Der Nachbar ist der unsichtbar.

  391. Wer seine Stadt liebt, geht, wenn immer möglich, zu Fuß, fährt mit dem Rad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

  392. Beim Autofahren sind Fahrer und Insassen in ihrer Ganzheit (Leib, Geist und Seele) stark unterfordert.

  393. Je schneller das Auto, desto  scheinhafter werden die Wahrnehmungen, d. h. sie haben zwar realen Ursprung, nehmen aber den Charakter von Schein an.

  394. Autogerecht ist nicht menschengerecht. Inzwischen sind alle Städte autogerecht.

  395. Fakt ist: Jede Autofahrt verschlechtert das Klima, ebenfalls jede Motorennutzung

  396. Autofixierung ist eine Sucht, die nicht nur den Süchtigen, sondern dazu auch die Umwelt schädigt.

  397. Autos schießen nicht mit Gewehren, aber mit ihren Auspuff. Das gilt auch für Motore an sich.

  398. Viele Autofahrer schimpfen auf Straßensperrungen  wegen  dringender Reparaturen. Sie bedenken dabei nicht, dass sie selbst die Ursache für diese Maßnahmen sind.

  399. Bis auf eine Stunde „Auffrischung mit Fahrlehrer“ bin ich ungefähr sechs Jahre nicht mehr selbst Auto gefahren. Nun wieder für eine kurze Zeit aus aktuellen familiären Grund. Folgende Gefühle beim ersten Fahren: Uneigentlichkeit, Körperverlust. Fazit: Autofahren finde ich nur blöde. Als ich mit 18 Jahren das erste Mal allein das Auto meiner Kusine fuhr, hatte ich das Gefühl, nun frei zu sein.

  400. Autofahren und Konsum von Unterhaltungsmedien ist keine Selbsttätigkeit.

  401. Oft sind in den Altstädten die Bürgersteige nur 15 cm breit, um nicht den Autoverkehr einzuschränken.

  402. In unserem Garten zwitschern die Vögel. Kommt die Stärke ihres Gesangs gegen den Motorenlärm an?

  403. Wie kann man nur Rasen mit dem Auto (wie Formel-I) mit persönlicher Stärke verwechseln?

  404. Digitalisierung verbraucht viel Strom und entzieht dem Leben Leben. Wieso sind so viele, auch die Grünen bei diesem Thema  so unkritisch? Weil sie auch positiv sein wollen?

  405. Wenn Motore arbeiten, ist der Mensch faktisch ausgeschaltet, auch wenn er denkt, den Motor zu beherrschen.

  406. Im Vorfeld bestimmt bereits der Motor, was gemacht werden kann, nämlich nach seinem „Können“ im Gegensatz zum Werkzeug wie ein Hammer. Die eigentliche Arbeit verrichtet  der Motor.

  407. Beim Autofahren und Konsum von Unterhaltungssendungen bin ich nicht in der Welt. In ihr bin ich nur wirklich, wenn ich körperlich und geistig aktiv bin.

  408. Solange Motore aus „ästhetischen“ Gründen aufheulen und SUV das Straßenbild prägen,  hat es die ökologische Vernunft sehr schwer.

  409. Das Hauptargument gegen den motorisierten Individualverkehr ist aus anthropologischen Gründen das „Individuelle“ und aus klimatischen Gründen der Motor. Wer Green Cars als die Lösung des motorisierten Individualverkehrs sieht  hat das Problem des Individuellen.nicht erkannt.

  410. Die meisten aktuellen Destruktionen in verschiedenen Dimensionen gehen direkt und indirekt auf das Auto und seine Folgen zurück.

  411. Ein Teil der Häuser an einer stark befahrenen Autostraße  in Flensburg ist wegen des starken Verkehrs aufgegeben. Magst Du denn dort wohnen? Es ist das gleiche Ergebnis wie nach einem Bombenangriff, nur langsamer und weniger bemerkt.

  412. Wäre es nicht bewusstseinsfördernd, die unsichtbaren giftigen Emissionen aus den Auspuffrohren der Autos z. B. farblich erkennbar zu machen?

  413. Vermutung: Auch ohne Fälschung der Daten der giftigen Emissionen wäre kein SUV weniger gekauft worden. Hier ist die Opferrolle grundlos.

  414. Autofixierung, die ich als pathologisch bewerte, hat viel mit der Persönlichkeitsstruktur und Lebensweise und wenig mit Notwendigkeit zu tun. Die Autofixierung zeigt sich z. B.  im Besitz von SUV und  jede Distanz mit dem Auto zurücklegen.

  415. Die Autowelt ist für den Menschen das, was für Ratten die Müllhalde ist.

  416. Die Deutschen bauen angeblich die besten Autos, weil sie über die größte Selbstentfremdung zu sich und der Welt haben, denn für sie ist Mobilität gleich motorisierte Mobilität.

  417. Im Stau fragt sich wohl kein Autofahrer, dass er ein Teil des von ihm geschaffenen Problems ist.

  418. Warum kämpfen so wenige Bürger gegen das Auto?

  419. Die wichtigste Maxime im Zeitalter der Zerstörung der Natur: So wenig Motoreneinsatz und Geometrisierung der Natur wie nötig.

  420. Der Motor zersetzt die Mitte, die immer immateriell-geistig ist.

  421. Im Bus und Zug kann und muss ich zumindest einige Meter gehen, im Auto gar nicht.

  422. Falsches Bewusstsein: Autos bzw. Motore leben viel länger, sind „gesünder“ und heilungsfähiger als Menschen. Motore  sind das Ideal des Menschen.

  423. Motorisierte Technik = motorisierte Technik = motorisierte Technik ad infinitum. Sie  ist nichts anderes, sie ist nie ein Teil es Menschen, sie ist keine menschliche Fähigkeit. Der Motor ist nie der Mensch, der Motor ist immer das Fremde, das man höchstens benutzen kann, es ist aber genau das Gegenteil: Der Motor benutzt den Menschen.

  424. Der motorisierte Individualverkehr und seine Strukturen nagen überall, so auch an der Schönheit der Cote D´Azur.

  425. Unsere motorenorientierten Freunde  denken, sie seien individuell, aber sie sind nur eindeutig eine Funktion des Konsumkapitals, der ihr Denken, Fühlen und Handeln bestimmt.

  426. Auf Autostraßen trifft man nicht auf Mitlebewesen.

  427. Das Auto dient primär dem Ziel, sich vom jeweiligen Zentrum zu entfernen.

  428. Auch begann Roussilion („Ein Dorf in der Vaucluse“) der Niedergang des Dorfes wie überall in Europa um 1960.

  429. Ein großer Laden auf dem Lande reicht den Einwohnern nicht mehr.

  430. Aufs Land ziehen ist eine sinnvolle Alternative, aber nur, wenn auf das Auto verzichtet wird.

  431. Warum muss der Aufwand für eine Reise jetzt so große sein: Auto, Wohnwagen und jede Menge Sachen für alle Eventualitäten.

  432. Noch mehr motorisierte Mobilität dient weder dem Menschen, der Natur noch dem Klima.

  433. Die  Zukunftsvision der Industrie und der faulen Bürger ist die endgültige Durchsetzung  der motorisierten Mobilität, so dass die biologische Mobilität überflüssig wird. Biologische Mobilität höchstens noch aus Gründen der Gesundheit und Profisports, nicht um Distanzen im Alltag zu bewältigen.

  434. Die Wissenschaft hilft nur, wenn das Leben in ein technisches transformiert wird.

  435. Unmittelbar vor dem Abgrund beschleunigt die Gesellschaft das Tempo dorthin.

  436. Das Auto verursacht massiv  den Klimawandel, die Deutsche Bahn soll für die Folgen  zahlen.

  437. Um in einem selbständig fahrenden  Auto zu fahren, ist kein menschliches Selbst konstitutiv nötig.

  438. Die motorentechnische Struktur, die entwicklungsmäßig nur die Erweiterung der technischen Struktur erlaubt, hat die allgemeine Zukunftsperspektive dramatisch  verengt. Alternative Strukturen wie Bildung, Lebensintensivierung, Subjektstärkung usw. sind faktisch nicht mehr möglich, denn die motortechnische Struktur dominiert absolut.

  439. Die Strukturen der Motorentechnik determinieren grundsätzlich das Verhalten der Menschen. Nur innerhalb dieser Strukturen gibt es marginale Wahlmöglichkeiten, aber nicht die Struktur selbst kann man innerhalb dieses Systems körperlich und geistig verlassen.

  440. Der Fußgänger, der  Radfahrer, das Motorrad und das Auto sind ein Selbst (selbst = gr. autos).  Pointiert: Der Autofahrer mag alles sein, aber er ist beim Fahren kein Selbst.

  441. Lieber weniger Mobilität, aber dann im Modus der Eigenbewegung, statt Zurücklegung großer Distanzen  mit motorisierter „Hilfe“ sei es im Auto oder Flugzeug.

  442. Die Zukunft der Mobilität liegt nicht in der motorisierten, sondern in der biologischen Mobilität, also in der Selbstbewegung

  443. Eine Stadt, die sich dem motorisierten Individualverkehr ergeben hat, hört auf, eine Stadt zu sein. Nicht mehr die Häuser und die Menschen, sondern Autostraßen bestimmen das ehemalige Stadtgebiet. Da entsteht ein neues Gebilde, für das man erst einen neuen Namen finden muss. Nicht der sich bewegende Mensch, sondern das Auto bestimmt dieses Gebilde.

  444. Die Durchsetzung des motorisierten Individualverkehrs brachte die größte Zerstörung der Natur in der Menschheitsgeschichte mit sich.

  445. Die Wirklichkeitserfahrung von Natur, Sozialem, Kultur ist bei Unterhaltungsmedien und Autofahren äußerst schwach und gering, fragil und unvollständig. Fernsehen ist Schein, Autofahren quantitative und qualitative Reduktion.

  446. Motore sind  in bestimmten Situationen sehr hilfreich.

  447. Das Auto ist in der Mobilität das eigentliche Selbst (autos = gr. selbst) und nicht ein menschliches Selbst.

  448. Maxime: So viel Selbstbewegung (Eigenbewegung)  wie möglich, so wenig Motorennutzung wie nötig.

  449. Der Motor (über-)nimmt meine Bewegungen Das Implantat  (z. B. ein neues Kniegelenk) ist kein Motor. Das ist der Unterschied.  Dieser Unterschied muss einem existentiell bewusst werden.

  450. Motore kommen der menschlichen Trägheit sehr entgegen.

  451. Höhepunkt der Täuschung: die virtuelle Bewegung

  452. Solange SUV fahren, Motorräder aufheulen und für jede Distanz das Auto in Anspruch genommen wird, erleidet meine Glaube in die Vernunft des Menschen  einen Rückschlag

  453. Autofahren ist zumindest von der körperlichen Aktivität her gesehen wie auf dem Sofa liegen. Hier finden körperlose Wahrnehmungen statt.

  454. Inzwischen hat der motorisierte Individualverkehr Strukturen geschaffen, die ihn scheinbar unverzichtbar machen.

  455. Die katastrophalen Folgen der Motorisierung werden verdrängt.

  456. Meine Position ist keine technische, d. h. man müsse nur die Technik ändern, sondern ich denke, die Hauptlösung besteht darin, das Verhalten in Richtung Ökologieverträglichkeit zu verändern.

  457. Ich bin nicht technikfeindlich, wie könnte man auch, aber technikkritisch bis hin zur Ablehnung bestimmter Technologie wie die von AKWs und motorisiertem Individualverkehr.

  458. Exzessiver Motoreneinsatz schadet Geist und Körper  im Singular und Plural und  die Umwelt. Es ist falsch, die Probleme mit noch mehr Motoreneinsatz zu begegnen, man verschlimmert sie nur.

  459. Die führenden Weltpolitiker von USA. China, Japan setzen absolut auf Technologie. Sie sind eine Funktion der jeweils höchsten Technologie.

  460. Ich sollte lieber von Motoren sprechen, denn das ist die destruktivste Form der Technologie, die nun das Ganze bedroht.

  461. Die motorisierte Zivilisation ist nicht kompatibel mit der Natur.

  462. Motore greifen jetzt  direkt das Gehen und Radfahren an.

  463. Viele Autofahrer sind engagiert, möglichst viele Kilometer zu fahren. Gibt es hier einen impliziten Wettbewerb? Ich bin auch in einem  Wettbewerb „Wer am wenigsten mit dem Auto fährt“, aber da bin ich fast allein aktiv.

  464. Die Destruktion durch Technik und Motorennutzung entsteht nicht durch falsche Nutzung, sondern durch deren Nutzung, wenn eine bestimmte Quantität überschritten wird.

  465. Die Fixierung auf den motorisierten Individualverkehr ist Ausdruck eines pathologischen Individualismus. Aber das richtet sich nicht gegen den Individualismus, wenn es korrigierend aktiv wird.

  466. Im Fextal, einem Seitental im Engadin,  ist Autokritik realisiert.

  467. Der schlechte Subjektivismus hat sich in der Motorenfixierung am „effektivsten“ durchgesetzt. Das Anthropozän ist der Sieg des schlechten Subjektivismus, der finale Sieg über die Natur.

  468. An der Kasse von einem Discounter kann jeder Schüler arbeiten. Das erfordert nicht viel geistiges Können, denn die Hauptsache machen Maschinen.

  469. Ich sitze an einer viel befahrenen Straße im Wartehäuschen und warte auf meinen Bus. Auto an Auto, eine endlose Schlange zieht ständig an mir vorbei und hüllt mich und andere Passanten in giftige Schwaden ein. Mit welchem Recht? Ich tue ihnen doch nichts!

  470. Wenn man Auto fährt und denkt, man bewege sich selbst, ist man im Irrtum.

  471. Der motorisierte Individualverkehr und die Informationstechnik haben  entscheidend die großen strukturellen Veränderungen der Gegenwart als Ursache.  Wirklichkeit und Nahräume spielen keine Rolle mehr, d. h. die Grenzen werde immer weiter hinausgeschoben, ja verschwinden gänzlich im Flugverkehr.

  472.  Bücher herzustellen  und lesen verbraucht weniger Energie als elektronische Medien. Natürliche Kommunikation verbraucht gar keine Energie.

  473. Im Gegensatz zu motorisierten Individualverkehr gibt es in öffentlichen Verkehrsmitteln soziale Situationen.

  474. Deus sive natura“, wenn das stimmt, ist Umweltzerstörung gleichzeitig Gottzerstörung.

  475. Der Motor ist gegenwärtig die universale Giftspritze für die Erde. Sie wird eingesetzt in Form von Autos, Rasenmähern, Flugzeugen usw., aber auch als lebensrettendes Dialysegerät.  Die erstgenannte Energieverwendung  müsste  für wirklich wichtige Dinge genutzt werden.

  476. Das eigentliche Selbst der zeitgemäßen Gesellschaft ist der Motor.

  477. Die Bedürfnisse der Konsumenten sind oft nicht ihre eigenen, sondern die der wachstumsorientierten Wirtschaft.

  478. Durch das Auto ist ein Leben ohne Innenstadt möglich. Die modernen Ballungszonen haben keine Kirche im Mittelpunkt, keine Kultur, nur Konsum- und Wohnstrukturen. D. h. die tradtionelle Stadt löst sich langsam auf, sie wird zum Ort des Niedergangs.

  479. Das Auto hat die Stadt kaputt gemacht

  480. Mit dem Auto Einkaufen fahren, ist vollkommen inakzeptabel – ja, überhaupt ein Auto zu haben. Aber selbst in den Ferien ist für viele das Auto unverzichtbar.

  481. Autos sind nur für Krankentransporte und ähnliche Zwecke legitim.

  482. Wenn E-Bikes Autofahrten ersetzen, ist das begrüßenswert. Wenn E-Bikes aus Faulheit, Bequemlichkeit, Schnelligkeit oder Angabe eingesetzt werden, dann ist es schlecht.

  483.  SUV, aufheulende Motorräder, Autofahren kürzester Art durchführen und  Autos nutzen, obwohl parallel öffentliche Verkehrsmittel fahren, muss riesige Verdrängungen und Rationalisierungen fordern.

  484. Die Geschäfte der Innenstädte, zumindest in Mittel- und Kleinstädten, sind mit Hilfe des Autos stranguliert worden, d. h. wegen geringer Nachfrage aufgegeben worden. Einige haben allerdings als „Nischenbewohner“ überlebt und sind jetzt auf den Autoverkehr angewiesen. Für sie ist das Auto unverzichtbar und deswegen protestieren sie gegen Verkehrsberuhigung.

  485. Lösung: Das Kaufverhalten der Konsumenten muss sich ändern, d. h. muss einer anderen Logik folgen

  486. Der Navigator ist für mich der Inbegriff der Ersetzung menschlichen Könnens.

  487. Ich habe den Verdacht, dass die wahre Funktion von Autobahnen darin besteht, den Ort so schnell wie möglich verlassen zu können.

  488. Ein Bürgersteig in Oberammergau ist wegen eines „quer stehenden“ Hauses sehr verengt, aber nicht die Autostraße. Warum eigentlich?

  489. Mit Zugfahrten verbinden immer noch viele Entfremdung und Prestigeverlust.

  490. Warum sind so viele  Menschen  scharf daraus, sich von Motoren  körperlich und geistig ersetzen zu lassen. Sie leben nicht im eigentlichen Sinne
  491. Autofahrer sind die bequemsten Verkehrsteilnehmer, aber sie fordern den größten Platz für sich auf den Straßen.

  492. Die Autobefürworter blenden alle negativen Folgen des motorisierten Individualverkehrs konsequent aus. Warum ist das Auto für sie trotzdem attraktiv? Es dient der  Bequemlichkeit, die angebliche Schönheit des Autos und der Autobahnen. Sie setzen auf die Effektivität des Autos, nicht auf menschliche Leistungen, die gar nicht so uneffektiv sind.

  493. Wege werden zu Autostraßen und damit hässlich. Die Ziele mögen noch so schön sein, aber nicht mehr lange, wenn sie von Autos überspült werden.

  494. „Motor und Technik“ in der FAZ verstärkt das Schlechte im Menschen. Macht ökologisches Denken fast unmöglich.

  495. Durch  die Autos verlieren viele Dinge real ihre Schönheit, aber auch in der Perspektive der Autoinsassen.

  496. Der motorisierte Individualverkehr ist die reale Ursache für viele Zerstörungen. Nicht die Erde wird zerstört, was wohl nicht möglich ist, sondern das Leben.

  497. An einer viel befahrenden Autostraße liegt ein  Krankenhaus. Aus einem der  Fenster sehe ich die nie aufhörende Autoschlange.  Wieviele Fahrten mögen unnötig sein aus Faulheit, Reflexionsunfähigkeit, Dummheit, Aggression, Egoismus, Ichschwäche, Angabe, Unsensibilität (also eine offene Liste). Auf den Bürgersteigen sind die Menschen in Giftschwaden eingehüllt.

  498. Fahrende Autos verhindern spontane Kommunikation.

  499. Am Sonnabend fand auf der Fußgängerstraße Holm in Flensburg eine Verkaufsschau für Autos statt. Das ist ebenso frech und pervers wie die Nazis die  vor 1933 durch proletarische Viertel wie Altona marschierten.

  500. Habituelle Autofahrer und Konsumenten von Unterhaltungssendungen gehen dem Zufall aus dem Weg, denn beim Autofahren und Konsumieren von Unterhaltungssendungen gibt es keine spontanen Begegnungen mit wirklichen Menschen.

  501. Straßen geometrisieren geologische Unterschiede. Treppen passen sich dagegen an.

  502. Merkwürdig der Wunsch, Räume und Zeiten so schnell wie möglich  zu überwinden.

  503. Im Auto fühlen sich viele wie Wilhelm II. auf einem seiner Schlachtschiffe.

  504. Kann man nicht die Energie für Elektroautos (Bau und Nutzung) für sinnvollere Ziele nutzen?

  505. Viele Menschen wie die Afrikafahrerin Heidi Hetzer haben Benzin im Blut. Frau Hetzer steht für den Versuch, einem sinnlosen Leben Sinn zu geben.

  506. Universale Motorisierung ist der Abschied von dem Natur-Kultur-Dualismus, der totale Sieg des Motors über den Mensch. Der Autofahrer  ist nun eine Funktion des Motors. Der Motor entscheidet, nicht der Mensch.

  507. Wir haben nicht zu wenig, sondern zu viel Motorisierung.

  508. Wie schnell rationalisieren die Menschen schlechtes Verhalten. Hier ist der Konsumkapitalismus der große Helfer.

  509. Das dominierende Ziel der Gegenwart: Jeden Ort auf der Erde ohne Anstrengungen zu erreichen.

  510. Motore in verschiedenen Erscheiungsformen (vom Auto bis zum Laubsauger) dienen den Interessen der Kapitalverwertung und der Faulheit.

  511. Die Bürger sind der Antriebsmotor, dass das so genau funktioniert.

  512. Meine Erfahrung: Das Auto hat große Nachteile und kleine Vorteile.  

  513. In einer im Sinne von Merian „kosmisch“ organisierten Stadt ist fast keine motorisierte Mobilität nötig. Man kommt überall zu Fuß, zumindest mit dem Rad hin.

  514. Jeder Automotor ist, wenn er läuft, eine Giftspritze für das Klima.

  515. Elektroroller auf Bürgersteigen wäre beinahe legal geworden, sind aber zutiefst illegitim.

  516. Die Utopie der Autoenthusiasten: Je lauter der Automotor durch Tuning wird, desto geiler; bald wohl auch, je mehr der Automotor an Benzin verbraucht, desto besser. Das könnte man mit Veblen als demonstrativen Konsum bezeichnen.

  517. Die Dominanz der SUV ist ein Beleg, dass die Gesellschaft versagt hat. Sie handeln legal, aber  ökologisch illegitim.

  518. Autofixiert zu sein  ist kein Kavaliersdelikt.

  519. Nur Motore laufen noch in einer  zeitgemäßen Gesellschaft.

  520. Auto und Fernsehen schaffen Illusionen über das eigene Kräftepotential.

  521. Der Trend geht bei Wohnwagen geht zu mobilen Wolkenkratzern.

  522. Zwischen Fahrenden in Autos und der Umwelt schiebt sich eine unüberwindbare Metallwand mit Fenster.

  523. Mein Freund sagt: Links von ihm wohnen Autofreaks, vor ihm ein Motorenfreak und rechts Fernsehsüchtige. Es herrscht schlechter Individualismus.

  524. Wer sich ins Auto setzt oder den Fernseher anstellt, befindet sich natürlich  in Sinnstrukturen, wenn auch von der primitivsten Form.

  525. Ein Hijab ist eine Art Wohnung, die absolut Privatheit und Sicherheit garantiert. Das Auto hat die gleiche Funktion.

  526. Eine Neuansiedlung von Rewe und anderer Läden auf der grünen Wiese. Es gibt hier nur zwei „Kulturen“: das Auto und den Einkauf. Die Autos können direkt vor der Tür parken. Separate Wege für Fußgänger und Radfahrer gibt es nicht. Eine vermittelnde, relativ zweckfreie Zone gibt es auch nicht. Mein Verbesserungsvorschlag: Ein ca. 20 Meter bereits autofreies Band für Fußgänger und Radfahrer mit Bänken, Bäumen, kleinen Spielgeräten und einem Straßencafe. Das „Band“ vom Parkplatz durch einen kleinen Wall trennen.

  527. Im Gegensatz zum Auto denkt wohl keiner, er sei in der Umwelt, die durchfahren wird.

  528.  „Berlin hat durch den Widerstand gegen den motorisierten Individualverkehr wieder eine Zukunft.“

  529. E-Roller auf Bürgersteigen ist der totale Sieg der Motore über das Leben, das im Kern Selbstbewegung ist.

  530. Um wie viel steigt der Treibstoffverbrauch, wenn ein Auto einen normalen Wohnwagen ziehen muss?

  531. Der natürliche Gegner der Motore ist die Selbstbewegung (die Bio-Mobilität), die auf metabolische Energie

  532. Basis meiner Analyse: Auf materieller Ebene ist das Auto die Primärursachen vieler  gegenwärtiger Probleme, aber dahin stehen andere Kräfte wie Konsumkapitalismus, psychische Defekte, Faulheit und Bequemlichkeit usw.

  533. Motore enteignen die Menschen, zumindest reduzieren sie seine körperlichen und geistigen Fähigkeiten und ihrer seelischen Stabilität. Man macht keine Erfahrungen mit der „außerautolichen“ Umwelt und fast nicht mit sich selbst. Autofahrer meiden eigene Erfahrungen und schätzen die wirkliche Wirklichkeit nicht.

  534. Maxime: So viel Selbstbewegung wie möglich, so wenig „Motorenhilfe“ wie nötig. Ich laufe schließlich auch nicht von Flensburg nach München, obwohl ich es gerne möchte.

  535.  Die Motorensucht ist der geliebte Feind des Körpers und der Seele. Eine Krankheit, die vom Kapital und der Motorentechnologie gefördert wird. 

  536.  Benzin im Blut“ ist die Metapher für die Ersetzung des Lebens durch Motore. Das ist die entscheidene Ursache für den Klimawandel. Zerstört wird die Kultur, die Natur und der Mensch. Übrigens bin ich vor 4o Jahren ohne schlechtes Gewissen nach Südfrankreich und England mit dem Auto gefahren.

  537. Im Sprachgebrauch wird immer häufiger E-Bike mit Fahrrad gleichgesetzt, ja E-Bike wird zunehmend häufiger verwendet.

  538. Einschränkung von Motorennutzung insbesondere als Motorenmobilität wird zunehmend als Freiheitsberaubung eingestuft.

  539. Wie ein Auto wesensmäßig einen Motor hat, so bald auch alle Fahrräder und Roller. Nur noch die sitzende Mobilität ohne Anstrengung ist attraktiv.

  540. Füße haben keine Chance gegen Motore. Die Schönheit des Gehens ist nicht mehr vorhanden.

  541. Wir müssen vom Menschen und von der Erde her denken, nicht von Motoren und Wirtschaft.

  542. Statt aus ökologischen Gründen zu bremsen, geben wir Gas.

  543. Auch Elektromotore sind ökologisch nicht zum Nulltarif zu haben.

  544. Selbst der Sport wird nun motorisiert.

  545. Der blödeste Fortschritt ist das selbstfahrende Auto.

  546. Für gewohnheitsmäßige Autofahrer sind öffentliche Verkehrsmittel, Radwege, Bürgersteige vollkommen sinnlos und nicht nowendig.

  547. Auto- und Zugfahrten lassen keine Erfahrung von der Umgebung zu.  Aber im Zug kann man andere Erfahrungen machen.

  548. Habituelle Fernsehende geben ihren Geist ab, habituelle Autofahren ihre Körper, zusätzlich der Fernseher den Körper, der Autofahrer seinen Geist.

  549. Jeder Euro, der im Ausbau und Erhaltung der Autostraßen investiert wird, ist unsinnig, sinnvoll allerdings  für den öffentlichen Verkehr

  550. Ein Sonnentag in meiner Straße. Der Erste fährt stolz mit seinem Oldi ins Blaue, die Zweite spritzt Gift auf ihre Auffahrt, um sie naturfrei zu bekommen, der Dritte fährt mit seinem getunten teuren SUV zu Freunden, die vierte verabschiedet sich wie jeden Tag um 19 – 3 Uhr morgens von der Wirklichkeit, um sich eine Sendung nach der anderen anzusehen.

  551. Je mehr das Leben, die  natürliche und gewachsene Wirklichkeit sowie ihre Wertschätzugen verschwinden, desto präsenter Medien und Ersatze.

  552. Mit dem Auto durch Landschaften fahren ist fast blindes Wahrnehmen. Allerdings finden auch beim Gehen immer nur „Teilwahrnehmungen“ statt. Wahrnehmungen von Nichts bis relativ gefüllt bilden immer ein Kontinuum.

  553. In Portugal ist Streik und deswegen Energienotstand. Warum fährt man dorthin bloß mit dem Auto?

  554. Sie fährt das erste Mal seit ihrer Kindheit mit dem Zug und ist begeistert: „Wie entspannt das ist? Ich fahre nur noch mit dem Zug“.

  555. Für Autofreaks gibt es zur Fortbewegung keine Füße, kein Rad, keine öffentlichen Verkehrsmittel, nur das Flugzeug als Mobilitätsmöglichkeit wird akzeptiert.

  556. „Ohne Auto geht es für Berliner nicht“ (ADAC). Das gilt mit Sicherheit nicht für alle Berliner, vielleicht noch für die Mehrheit, aber wegen der verheerenden Nachteile wohl nicht mehr lange.  Das Wort „Auto“  ist von griechisch autos „selbst“ abgeleitet. Das Auto fährt, es ist das eigentliche Selbst, nicht die Nutzer. Die Nutzer  haben ohne Auto kein Selbst  bzw. kein Ich. Aber das durchschauen die Autofreaks nicht. Deswegen sagen sie „Ich stehe vorne auf dem Parkplatz“ obwohl sie dort nicht sind.

  557. Der Fernseher läuft, aber nicht das menschliche Gehirn. Das Auto läuft, aber nicht der Autofahrer.

  558. Wo das Auto ist, herrschen Hässlichkeit, Gefahr, schlechte Luft und stillgestellte Autofahrer.

  559. Neue Einsicht: Nicht das Kapital, sondern die Technik ist wirkungsvoll in dem Vorantreiben der Veränderungen. Das Kapital wäre ohne technische Veränderungen nie so erfolgreich.

  560. Wir werden immer mehr zu Motoren und damit zu Motorenmenschen. Unsere Haupttätigkeit besteht darin, Motore anzuwerfen und sie für unsere Zwecke nutzen. Der durch und durch motorisierte Mensch ist das Ziel der Moderne.

  561. Technik schlägt Leben. Inzwischen tendenziell überall.

  562. Immer mehr Menschen fahren SUV, deswegen entwickeln Reifenhersteller spezielle Pneus. (FAZ)

  563. Autos haben für Nutzer und in der Werbung keinen Auspuff.

  564. „In Torre Maura,einem Wohnquartier im Osten Roms, endet die Ewige Stadt.Die große Ringautobahn von Rom, knapp 70 Kilometer lang, von 60 Millionen Fahrzeugen jährlich befahren, markiert wie eine Stadtmauer die Grenze des Hauptstadtbezirks zum Umland. = klassischer Fall urbaner Peripherie“ (FAZ 8. 4. 19).ö

  565. Zumindest auf der sichtbaren Erscheinungsebene werden wir von der kapitalistischen Technik, die zum Selbstzweck geworden ist,  beherrscht. Das sind Strukturen, Motore, Bauwerke usw.

  566. Wo Motoren im Einsatz sind, herrscht keine Stille. So ist der Ausdruck „verschlafenes Nest“ etwas Positives

  567. „Ich fahre gern Auto“ ist heute kein hinreichendes Argument mehr.

  568. Städte und Dörfer sind dem motorisierten Individualverkehr geopfert worden. Deshalb haben sie ihr Wesen verloren.

  569. Es ist schon schlimm, dass er einen SUV fährt, aber jetzt ist sein Motor noch getunt.

  570. Meine PC-Nutzung ist mir wichtig, aber ich darf nicht sagen, ohne ihn könnte ich nicht leben.

  571. Sicherlich ist unser Mähroboter nicht die absolute ökologische Antwort, aber er beseitigt das Lärmproblem.

  572. In immer größerem Ausmaße dienen Motore dem Komfort.

  573. Technik schafft  immer eine Differenz zur Natur. Motorisiert Technik ist immer  wegen der Emissionen schädlich, kann aber trotzdem in bestimmten Situationen sinnvoll sein wie ein Zahnbohrer oder eine Lokomotive). Ein negatives Beispiel: Moderne Fischfangflotten aus China und Russland und anderswo fischen vor der Küste von Sierra Leone die See leer. Es entsteht dort Not.

  574. Nur wenn Technik einem explizit ethischen Ziel dient wie in der Medizin, löst sie Probleme.

  575. Technik ist immer  ein Mittel, Ziele effektiver zu realisieren. Technik ist absolut unmoralisch. Sie dient allen und verstärkt Gutes oder Schlechtes.

  576. Inzwischen bestimmt die Technik zunehmend den Menschen und nicht, wie die Ideologie immer noch behauptet, der die Technik nutzende Mensch.

  577.  Alles kommt auf das Wesentliche an, das Greta Thumberg als eine der wenigen erkannt hat.

  578. Techniker lösen bestenfalls ein (1!) Problem, ohne das Ganze im Blick zu haben

  579. Pascal wusste, dass der Mensch es nicht aushält, allein zu leben, denn er ist zutiefst ein soziales Wesen. Und genau die Isolierung  bewirkt die moderne Motoren-Technik, obwohl sie das Gegenteil behauptet.

  580. Das Auto braucht real und potentiell große Räume. Beim Fahren weit mehr als die realen Ausdehnungen. Das ist der Gefahrenraum.

  581. Wir denken in technischen Kategorien. Technik kennt keine Emotionen und Empathie. Das kann zu einer Gefahr für  die menschliche Psyche werden.

  582. Kritisiert man nur die Dieselautos, blendet man die anderen stinkenden Autos aus. Das ist das Dilemma  der dualistischen Kritik.

  583. Ob die vielen notorischen Autofahrer das Autofahren zur Lebensqualität rechnen? Ich kannte das Gefühl, als ich mit achtzehn den Führerschein erwarb und die erste Tour allein fuhr. Aber dieses Gefühl verblasste schnell. Wenn nicht, ist das noch lange kein hinreichender Grund, Autofahren  zu praktizieren.

  584. Autofahrer geben der Sinn- und Sinnenlosigkeit durch ihr Fahren einen Sinn.

  585. Großprojekte zerstören Natur in großem Ausmaße

  586. Autofahren ist bestenfalls reduziertes Leben.

  587. Es muss doch ein Geschenk sein, wenn einem Autofahrer der Führerschein entzogen wird.

  588. Motorisierter Individualverkehr schafft für die Fahrer die Illusion, individuell zu sein – aber es ist genau umgekehrt: Man ist vollkommen abhängig von technischen Strukturen, nämlich das Auto selbst, die Infrastrukturen bis hin zu Tankstellen. Das ist der Fußgänger nicht. Man ist immer in diesen technischen Strukturen und kann sie nicht mit dem Auto verlassen.

  589. Die Schiene kultiviert die Technik.

  590. In dem Begriff „fahren“ kann man die Transformation von Eigenbewegung in Fremdbewegung gut nachzeichnen.

  591. Ging man früher Einkaufen, vergaß man nie den Einkaufskorb, heute vergisst man nie das Auto. Selbst, um Zigaretten oder eine Flasche Bier zu holen.

  592. Naturbelassene Straßenrabatte wirken auf den Bürger auf dem Hintergrund von Asphalt und geometrische Strukturen als unordentlich.

  593. Die Gemälde von Munch (Uferstraße in Nizza) und von Modersohn ( Weg in Worpswede) zeigen Schönheit ohne Autos. Wo das Auto ist, herrschen Hässlichkeit, Gefahr, schlechte Luft und stillgestellte Autofahrer.

  594. Warum leiden so wenige Menschen, wenn sie Auto fahren? Weil sie selbst  eine Reduktion und Persiflage des Lebens sind.

  595. Was in den USA die Waffen-Freiheit ist, ist bei uns das unbegrenzte Rasen auf Autobahnen. Beitragsvorschau einblenden

  596. Der motorisierte Individualverkehr trennt viel mehr als er zusammenbringt.

  597. Das Auto ist eine zerstörerische  Waffe, was keiner wahrhaben will.

  598. Das Anthropozän ist das Ziel aller Entwicklungen und Veränderungen, die als naturwüchsig eingestuft werden und damit nicht aufzuhalten sind. Das ist eine Entwicklung ohne Zukunft.

  599. Man überwindet die Autoabhängigkeit leichter, wenn man es grundsätzlich abschafft.

  600. Autos begrenzen Schönheit, schon deswegen sollte man sie selbst stark begrenzen.

  601. Die Ersetzung des motorisierten Individualverkehrs wäre gleichzeitig die Lösung einer Reihe von schwerwiegenden Problemen.

  602. Ökologische Argumente sind primär fachwissenschaftlicher Art – auch gegen das Auto.

  603. Sie haben viele Freunde und Bekannte, aber um zu dieser Runde gehören zu dürfen, müssen sie mindestens hundert Kilometer entfernt wohnen, sonst lohnt sich nicht die Autofahrt zu ihnen.

  604. Das Hauptproblem des motorisierten Individualverkehrs besteht darin, mit Fußgängern und Radfahrer rechtlich gleich behandelt werden zu wollen. So das Recht, überall auch dahin fahren zu dürfen, wo es Fußgänger und Radfahrer erlaubt ist.

  605. Die motorisierten Superaktiven sind keine.

  606. In welcher Stadt gibt es noch interessante Strukturen für Fußgänger?

  607. Autos können keine Treppen steigen. Deswegen werden in Städten keine neuen gebau.

  608. Handeln verlangt Energieeinsatz. Wird externe Energie ausschließlich eingesetzt, ist das kein Handeln, sondern eine motorisierte Bewegung. Deswegen ist Autofahren und Fernsehen kein Handeln. „Handelnde sind hier das Auto und der Fernseher. Sklaven tragen den reichen Mann auf seinem Befehl auf einer Sänfte zum Ort X. Wer handelt hier?

  609. Fußgänger und Radfahrer verschlechtern nicht das Klima.

  610. Sie sind Rentner, trotzdem fahren sie jedes Jahr mehr als 40 000 Kilometer mit dem Auto, zumeist ohne Not. Darauf sind sie richtig stolz.

  611. Zeitgemäße Bürger können sich einen Urlaub ohne eigenes oder geliehenes Auto nicht mehr vorstellen. Nur das Flugzeug macht hier dem  Auto Konkurrenz.

  612. Das Auto hebt die Differenz zwischen 500 Meter und 20 Kilometer aus der Perspektive der Tätigkeit, die u. U. auch anstrengend ist, auf.

  613. Das Auto hat das Prinzip „Grundbedürfnisse vor Ort kaufen“ ausgehöhlt bzw. hoffnungslos altmodisch gemacht.  Deswegen wird soziale Leben leerer und kälter und der Klimawandel beschleunigt.

  614. Das Auto verumöglicht die Schönheiten des Weges und der eigenen körperlichen und geistigen Tätigkeiten zu spüren und zu erkennen.

  615. Jedes Auto und jeder Fernsehapparat steht für den Verzicht (die Aufgabe) von körperlichen und geistigen Tätigkeiten

  616. „Seine Schuhsohlen berühren nie den Straßenboden“ (Siri Hustvedt).

  617. In öffentlichen Verkehrsmitteln ist die körperliche Tätigkeit nicht aufgehoben, aber reduziert. Aber nicht die geistigen.

  618. Der Ingenieur hat eine  riesige technische Kompetenz, aber der  Preis ist ein  falsches Bewusstsein.

  619. Zur Ansiedlung von Rewe bei uns auf grüner Wiese Es gibt hier nur zwei „Kulturen“: das Auto und den Einkauf. Die Autos können direkt vor der Tür parken. Separate Wege für Fußgänger und Radfahrer gibt es nicht. Eine vermittelnde, relativ zweckfreie Zone ist nicht vorhanden.  Mein Verbesserungsvorschlag: einen ca. 20 Meter breiten  autofreien „Streifen“  für Fußgänger und Radfahrer mit Bänken, Bäumen, kleinen Spielgeräten, im Sommer bunte Schirme schaffen mit nichtasphaltierter Pflasterimg. Dieser Streifen dirkt  bis zur viel befahrenden Hauptstraße. Diesen Streifen vom Parkplatz durch einen kleinen Wall trennen.

  620. Bequemlichkeit und Faulheit haben die äußere und innere Schönheit besiegt. Auch die Schönheit der sich bewegenden Menschen. Bequemlichkeit und Faulheit sind keine hinreichende Gründe, zum dramatischen Klimewandel aktiv beizutragen.

  621. In  Merians Stichen  jede Stadt ein geschlossener Kosmos mit einem Zentrum, der die Verbreiung verhindert, was erst durch die motorisierten Individualverkehr ermöglicht wurde.

  622. Warnung für Raser im Radio durch Hinweis, wo Blitzanlagen stehen, ist wie das Rasen selbst kriminell.

  623. Der fast aussichtslose  Kampf von größeren autofreien städtischen Strukturen gegen die Logik des motorisierten Individualverkehrs.

  624. Verlassen viele Autofahrer nicht mehr ihr Auto, weil sie so dick geworden sind, was beim Gehen erst recht auffällt?

  625. Das Auto ist der Hauptverursacher von direkten und indirekten Schäden.

  626. Es gibt auch Gefängnisse, die freiwillig aufgesucht werden. Heute sind es der Autoknast und der Unterhaltungsmedienknast.

  627. Klimaschutz fordern und gleichzeitig den motorisierten Individualverkehr verteidigen, ja ihn noch auszubauen, widerspricht sich.

  628. Schnee auf dem Silser See im Engadin ist seit vierzehn Tagen blütenweiß, an Autostraßen schmutzig.

  629. Autokonzentrationen werden  immer noch meistens von Menschen gemieden.  

  630. Deutsche Autofahrer, ein einig Volk von Bahnkritikern: Die Autos werden immer größer und immer mehr und verschlechtern  noch massiver das Klima. Die Bahn ist nicht pünktlich, was aber nicht das Klima belastet. Aber die Bahn wird als Hauptproblem thematisiert. Viele Menschen entscheiden sich gegen die Bahn. Die Bahnkritik ist eine gigantische und dankbar aufgenommene Ablenkung von den wesentlichen Problemen und vom eigenen Fehlverhalten.

  631. Mit der Bahn in den Urlaub nach Sils Maria in Graubünden mit dem Zug fahren, ist natürlich auch eine Umweltbelastung, aber die relativ geringste. Wenn ein solches Denken herrschen würde, wäre bereits viel gewonnen.

  632. Meine Verwandten  fahren über 500 Kilometer mit dem Auto für vier Tage in eine Ferienanlage – all inclusive.

  633. Konzentrationsprozesse, wie sie in den USA vollendet sind und bei uns fast, sind nur möglich auf Basis der Durchsetzung des motorisierten Individualverkehrs. Jetzt ist die Autogesellschaft universell.

  634. Um wieviel geistreicher klingen die Kirchenglocken im fast autofreien  Sils Maria als der Autolärm in St. Moritz.

  635. Eine andere Zivilisation als die jetzige zu leben,  ist scheinbar schwierig. Aber das ist nicht der Fall. Zumindest sind die Verluste oft gar keine, zumindest nicht so groß, wie angenommen. Die wirklichen Einschränkungen entstehen  durch Krankheit, Altersrestriktionen und realer Armut.

  636. Gewohnheitsmäßige Autofahrer und andere Energieverschwender haben es geschafft, den Klimawandel real werden zu lassen.

  637. Meine Autokritik speist sich aus meiner Kindheit  und Jugendzeit  ohne Autos. Andere haben aus der gleichen Erfahrung den entgegengesetzen Schluss gezogen.

  638. Was für einen Charakter hat ein Mensch, der auch heute noch für Autos schwärmt? Meinen er denn, nun einen Menschheitstraum zu verwirklichen?

  639. Die große Selbstlüge des passiven Reisens.

  640. Man sollte vielleicht statt vom motorisierte Individualverkehr eher vom motorisierten Egoismus sprechen.

  641. Wer meint, ohne Auto nicht mehr leben zu können, hat einen wesentlichen Teil seines Selbst aufgeben und  an das Auto abgegeben.

  642. Am Auto hängt ein großer Teil der Gesellschaft und am menschlichen Bewusstsein/Identität.

  643.  Autofahrer sind in der Öffentlichkeit unsichtbar, aber nicht an den Zielorten.

  644. Autonomes Fahren halte ich für den Höhepunkt einer wahnsinnigen Entwicklung.

  645. Zukunftsvision: Wie in Flugzeughäfen von der Hausfür bis zum Auto einen Tunnel bauen, wo die Autos andocken können.

  646. Wie es der Gesellschaft gelang, das Rauchen in öffentlichen Räumen einzuschränken, so müsste es eigentlich beim  motorisierten Individualverkehr gelingen, denn beide sind eine irrationale Sucht.

  647. Mit dem Auto von Haus aus in den Urlaub fahren schafft keinen Hiatus, kein Überschreiten, kein Transzendieren, sondern ein Kontinuum.

  648. Die motorisierten Medien und Transportmittel mit viel Eigenarbeit legen die innere Prdouktionskraft lahm. Beim Lesen ist die Eigentätigkeit dagegen konstitutiv.

  649. Digitalisierung/Motorisierung ist ein Mittel für gute oder schlechte Ziele. Schlecht ist, wenn sie universal werden und menschliches Können generell ersetzen. Dieser Unterschied ist äußerst wichtig und wird oft nicht gemacht, so gegen repetierende  Arbeit. Digitalisierung wirkt immer auf andere Ziele und das ist ds Problem, denn hier wird oft der Mensch ereignet. Wir dürfen nicht nach dem Modell der Digitalisierung denken. Dann wäre Digitalisierung grenzenlos.

  650. Mich nervt die Aggressivität der Zugfahrer und Nicht-Zugfahrer, die kollektiv über die Verspätungen der Bahn meckern. Wenn man aus dem Zugfenster die Tausenden von SUV, die mit eisernen Willen das Klima verschlechtern, sieht, müsste  man doch still sein: 20 Minuten versus Klimaverschlechterung. Alle sieben Reisenden in dem Abteil trägt eine Horrorgeschichte der Verspätung bei. Es ist eine Opfergemeinschaft. Eine bestimmte Uhrzeit der Ankunft muss als Ideal interpretiert werden.

  651. Habituelle Autofahrer sind Naturzerstörer aus Passion. Der Verkehr brandet gegen Sils Maria.

  652. Techne (Können) und Service ist nicht alles. Menschlichkeit muss wie hier die Mitte sein.

  653. Motorennutzung zu Land, Wasser und Luft. Maxime: Minimiert die Motorennutzung auf das Nötigste.

  654. Das gegenwärtige Hauptproblem und Ursache ist die Ersetzung des Lebens durch Motore. Motoreneinsatz nur, wenn nötig, wenn er der existenziellen Selbsterhaltung dient. also nicht der Bequemlichkeit oder Egoismus oder Ich-Schwäche.

  655. Was kann ich mit der gewonnenen Zeit im Auto oder im Zug machen?

  656. Die Folge: der Mensch wird innerlich und äußerlich zu einem Motor.

  657. Es ist ein fataler riesiger Irrtum zu einen, wir müssten diesen großen technischen Aufwand und deren ständige Erweiterung überhaupt haben.

  658. Externe Technik, heute deren Hauptgestalt, ist nicht mein Können, sondern ein Können, das mich beherrscht.

  659. Noch nie gab es weniger Argumente für die habituelle Nutzung von Autos - und gerade das Gegenteil findet heute statt. Dazu dient auch die Kritik der öffentlichen Verkehrsmittel. So sieht man in der Schweiz viele deutsche Autos, obwohl das Schweizer öffentliche Verkehrssystem optimal ist.

  660.  Alle Leistungen, die auf Motorennutzung beruhen, interessieren und faszinieren mich nicht.

  661. das Recht auf saubere Luft und Stille

  662. In der Fremdbewegung gibt es keine substantiellen Begegnungen

  663. Anstrengungen, vielleicht nicht Überanstrengungen, haben heilende Funktion. Nur über Anstrengungen erhält und intensiviert sich das Leben. Wer gesund ist, strengt sich ständig an - man beobachte lebendige Kinder.

  664. Auch wenn Krankheiten technisch scheinbar ausgeglichen werden, bleiben sie Verluste.

  665. Weil das Auto (wie ihre Nase) bei vielen Bürgern den Status von Naturwüchsigkeit erlangt hat, ist der motorisierte Individualverkehr nicht kritisierbar, hat den Status eines absoluten Kritiktabus.

  666. Bei Geschirrspülmaschinen wird der Stromverbrauch nicht thematisiert.

  667. Warum können reiche Leute nicht mit dem Bus fahren? Der Ikea-Gründer fuhr immer mit dem Bus, wenn es ging.

  668. Ankommen in Sils Maria in der Tiefgarage ist kei Ankommen.

  669. Autofahrer sehen sich selbst in der Regel meistens aus der objektiven Perspektive.

  670. Bahnkritik funktioniert auch, weil Zahlen im Mittelpunkt stehen. Man hat gewissermaßen einen objektiven Standpunkt. Die Kritik an der Bahn wegen Unpünktlichkeit ist vorgeschoben. In der Schweiz ist die Bahn superpünktlich und trotzdem sind die Straßen voller Autos, auch von deutschen.

  671. Der motorisierte Individualverkehr dominiert überall.

  672. Flugzeuge haben am Himmel die Vögel ersetzt. Die Flugzeuge werden immer mehr, die Vögel immer weniger.

  673. Das Auto ist für viele das wirklich Selbst, der Mensch ist eine Funktion der Möglichkeiten des Autos: Ich bin nur dort, wo das Auto hinkommen kann.

  674. Wer immer noch für Autos ist, möge im Winter ins Engadin fahren: Der Schnee an Autostraßen ist verdreckt, der an Fußwegen und Bahnschienen jungfräulich weiß.

  675. Bei der Planung von Neubaugebieten zuerst mit der Struktur von öffentlichen Verkehrsmitteln beginn.

  676. Samedan hat viele imposante Gebäude und viele fahrende bzw. ruhende Autos. Sils hat weniger imposante Gebäude, aber auch weniger fahrende Autos.

  677. Autos sind Quelle von Hässlichkeit, Gefahren und Schmutz. Das erkennt man sinnlich am Schnee an Autostraßen

  678. Getunte Automotoren ist das Blödsinnigste. = Liebe zur Destruktion an sich, ohne Grund.

  679. Im gemeinsamen Tun ohne motorisierte Technik liegt eine Quelle der Zufriedenheit

  680. Im Technikbegriff muss man streng unterscheiden: a) innere Technik, b) äußere Technik ohne Motoren, c) motorisierte Technik.

  681. Mit dem Auto von Haus aus in den Urlaub fahren schafft keinen Hiatus, kein Überschreiten, kein Transzendieren, sondern ist ein Kontinuum.
    Die motorisierten Medien und Transportmittel verlangen wenig Eigenbewegung. Sie  legen die innere Produktionskraft lahm. Beim Lesen ist die Eigentätigkeit dagegen konstitutiv.

  682. Die wissenschaftlichen Zahlen, aber auch die individuell sinnlichen Wahrnehmungen sagen eindeutig, dass die Luftqualität insbesondere in den Städten sich drastisch verschlechtert hat.

  683. Meine Erfahrung: Überall, wo keine Auto sind, ist es schön.

  684. Enge Bebauung und „normale“ Autodichte erzeugen unwirtliche Städte, aber nicht enge Bebauung allein – im Gegenteil.

  685. Innere Technik macht den Menschen zum Menschen, objektivierte (äußere) Technik wird ab einer bestimmten Größe schnell destruktiv.

  686. Der motorisierte Individualverkehr ist momentan die größte Irrationalität, die am tiefsten psychisch verankert ist und ständig wegrationalisiert wird. Deswegen mein Schwerpunkt.

  687. Ich vermute, wenn ein Bürger sich entweder für Autoparkplätze oder Häuserabriß entscheiden müsste, wäre das Auto der Gewinner.

  688. Nazis waren motorentechnologisch hypermodern: Auto, Fernsehen, Medien und natürlich Waffen.

  689. Autofahren ist immer gleichzeitig Zerstörung.

  690. Ein Schweizer Freund erkennt nicht, dass seine Motorenorientierung viele seiner Werte zerstört, die er liebt (wie Strauß in der CSU). Er sieht nicht, dass die Schweiz durch Motorentechnik zerstört wird. Er denkt, Motore seien ein neutrales Mittel. Und ich weiß, dass ihn diese Gedanken verletzen.

  691. Autofixierung und elektronische Medienhinwendung sind Süchte.

  692. Wohnungen in autofreien Zonen müssten doch eigentlich billiger sein,weil längst nicht so viel Aufwendungen nötig sind als für Autostraßen.

  693. Wer viel Auto fährt und Unterhaltungsmedien nutzt ohne Notwendigkeit, lebt nicht im eigenlichen Sinne.

  694. Es stimmt, die Zahl der in unserer Stadt ist  erheblich größer geworden. Leider sind das aber Privatbusse, die keine Fahrgäste reinlassen.

  695. Viele konditonierte Bürger können sich einen Einkauf ohne Auto nicht mehr vorstellen und halten ihn für unmöglich. Inzwischen sind auch viele Strukturen entstanden, die diesen Einwand stärken.

  696. Der Aktivitätsgrad von Hausschweinen in ihren Koben ist inzwischen größer als der von vielen zeitgemäß lebenden Menschen

  697. Der Autofreak blendet die sinnlich wahrnehmbaren massiven Destruktionen aus.

  698. Mobilität zur Hauptsache über den motorisierten Individualverkehr realisieren zu wollen, ist nicht zeitgemäß, technologisch rückständig, klimapoltische skandalös. Sie beruht auf Denkfaulheit und ist schlechter Konservativismus.

  699. Ich bin nicht technikfeindlich, sondern technikkritisch. Es geht mir um eine folgenethische Analyse insbesondere der motorisierten  der Technik.

  700. Sie   haben sich  ein Einfamilienhaus gekauft. Warum? Nun können sie  direkt vor der Haustür parken. „Das ist sehr praktisch“.

  701. Die radikale Pro-Position für den motorisierten Individualverkehr von Bundesverkehrsminister Scheuer mag Wählerstimmen bringen, aber sie ist katastrophal.

  702. Die Haupttätigkeiten des Alltags, aber auch der Freizeit, sind scheinbar für viele ohne Auto nicht mehr realisierbar. Ein Leben ohne Auto ist nicht mehr denkbar.

  703. Wenn alle Tätigkeiten durch Motore ersetzt würden, verlöre das Leben einen großen Teil seines Sinns.

  704. Bald wird man nicht umhinkönnen, in bestimmten Siedlungen  Häuser abzureißen, um Platz für die immer größer und mehr  werdenden Autos zum Parken zu schaffen.

  705. Autos tun den Augen und den Nasen nicht gut.

  706. Meine Autokritik speist sich aus den Erfahrungen meiner Kindheit ohne Autos. Andere Altersgenossen haben aus der gleichen Erfahrung den entgegengesetzen Schluss gezogen.

  707. Was für einen Charakter hat ein Mensch, der auch heute noch für Autos schwärmt? Ist das ein Menschheitstraum, wie Ikarus ihn realisierte? Auch ich habe es als Jugendlicher manchmal geträumt, ich könne mich vom Boden erheben.

  708. Die große Selbstlüge des passiven Reisens - und wenn die Reise mit neunzig Jahren um die Welt führt.

  709. Nicht: Motorisierter Individualverkehr, sondern motorisierter Egoismus wäre der angemessene Ausdruck.

  710. Auto heißt: wesentliche Teile seines Selbst aufgeben bzw. an das Auto abgeben.

  711. Am Auto hängt ein großer Teil der Gesellschaft und am menschlichen Bewusstsein und Identität.

  712. Auf meiner Straßenseite haben inzwischen alle große Autos, seien es SUV, Busse oder Limousinen. Nur wir haben kein großes Auto, noch schlimmer, gar keines. Was wohl unsere Nachbarn von uns denken?

  713. Ohne motorisierten Individualverkehr gäbt es keine Zersiedlung der Landschaft und der Städte. Das Auto entwertet Räume.

  714. Der Autofahrer fühlt sich als Subjekt, fährt er mit Bus oder Bahn empfindet er sich als Objekt, d. h. er meint, die Situation nicht zu beherrschen. Zudem ist es sein Auto, aber nicht seinen Bus. Deswegen fahren in der Regel die Männer, nicht die Frauen, wenn sie zusammen fahren.

  715. Alles, was ich Positives meinem Gehen zuordne, ordnet der Autofahrer dem Auto zu.

  716. Wenn zum „ulkigen“ Rennen zwischen Motorrad und Porsche (Werner Brösel) 40 000 Zuschauer kommen, ist das der Sieg des Trash.

  717. Für viele Autofahrer hat das Autofahren eine sportliche Note ohne körperliche Anstrengug. Zudem ist man immer Sieger, wenn man ins Ziel kommt.

  718. Empirisch? Je mehr PS das Auto hat, desto kümmerlich die Sexualkraft des Besitzers.

  719. Das gibt es auch: An Fußgängerüberwegen gibt es Situationen, wo die Autofahrer zwanzig Meter vorher warten.

  720. „Ihr habt kein Auto? Das geht doch gar nicht.“ Wir sind offensichtlich eine Provokation.

  721. Wer meint, jede Distanz mit seinem Auto zurücklegen zu müssen, liebt nicht seine Stadt, denn jede Autofahrt belastet die Stadt mehrfach.

  722. Eine Zweisamkeit mit seinem Auto oder Fernsehapparat ist formal möglich, aber nicht inhaltlich, denn Zweisamkeit nur zwischen Lebewesen möglich.

  723. Dummheit und Egoismus der Autofahrer sowie die interessierte Industrie schaffen einen Druck, dem Politik nicht mehr widerstehen kann.

  724. Dass man mit 90 und älter immer noch Auto fahren darf, zeigt, wie gering doch die Anforderungen des Autofahrens sind.

  725. Der Autofahrer müsste eigentlich die Erfahrung machen, keine Erfahrungen  machen zu können. Aber wäre selbstwidersprüchlich.

  726. Der motorisierte Individualverkehr forciert die Geometrisierung städtischer Strukturen.

  727.     14. Zur Beziehung von Leben und Motor: Das gesellschaftliche Curriculum der letzten Jahrzehnte besteht darin, das Leben auf der Erde zu reduzieren, auch die eigene Lebenskraft.

  728. Surrogate des Lebendigen: Motor, Auto, Fernreise, Installierung des intelligente Haus, …
  729. Direkte Lebensvernichtung: Schlachten, Kriege. Indirekte Lebensvernichtung: Autos, Unterhaltungsmedien, Konsumismus, ….
  730. Das Leben durch Technik zu ersetzten: Worin besteht der Denkfehler?
  731. Haupttendenz: Die Lebenskraft (Lebensenergie) wird zunehmend still gestellt und  durch externe Energie ersetzt. Der Mensch ersetzt also Lebenskraft durch externe Energie und denkt, beide Energieformen seien identisch. Also: „Ich fahre“ nicht das Auto. Diese Differenz wird ausgeblendet bzw. problemlos identisch gesetzt.  Die Fremdenergie wird als genuin eigene interpretiert. Vom geistigen Urspung gesehen stimmt das ja auch, denn die Technik ist in menschlichen Gehirnen entstanden und weiter dort entwickelt worden.
  732. Fremdenergie  ist das andere, nicht  eigene Lebenskraft (metabolische Energie).
  733. Früher tötete man fremdes Leben, heute fremdes, aber auch eigenes über technische Strukturen, die das eigene Leben auf Sparflamme stellen.
  734. Das Auto muss im Interesse und Erhaltung der Natur, Klimas, Kultur, Kommunikation, Lebens und nicht zuletzt aus Eigeninteresse des Autos massiv verringert werden.

  735. Die Innenstädte sind in Deutschland zweimal zertört worden, einmal durch Bomben, dann durch Autos.

  736. Auch wenn ein Motor sich noch so viel differenziert bewegt, er ist nie lebendig und wird es auch nicht.

  737. Bald füllen Motore alle bestehenden Zeiträume aus.

  738. Schon jetzt wird mehr mehr vom Motor aus gedacht.

  739. Das Auto hat einen Kranz von Erholungsorten und Gaststätten um jede Stadt überflüssig gemacht.

  740. Auch wenn ich in zehn Stunden quer durch Deutschland mit dem ICE rase, zerstöre ich Strukturen.

  741. Autokritik speist sich aus Einsichten in Notwendigkeiten im Sinne Hegels.

  742. Klein-Adelby, ein alter Stadtteil von Flensburg, ist   im nachhinein nicht autogerecht umgebaut worden. Es herrschen nicht Geraden vor.

  743. Bei Autofahrern herrscht der abstrakte Mobilitätsbegriff, bei Fußgängern der konkete Mobilitätsbegriff vor.

  744. Die CDU reagiert auf Autokritik mit Argumenten wie vor fünfzig Jahren. Faktisch: „Freie Fahrt für freie Bürger“.  Es ist zumindest eine Beschädigung der Demokratie, wenn pathologische Zuordnungen Argumente  ersetzen.

  745. Vergleiche die ästhetische Wirkung einer Autostraße durch ein Tal und ein sich schlängelnder Weg ebenfalls durch dieses Tal.

  746. Warum ist es irre (die Bildzeitung), die Erderwärmung und andere Probleme durch Reduktion des Autoverkehrs zu erreichen?

  747. Wenn ein Politiker mit vielen Zahlen aufzeigt, dass eine Begrenzung der Geschwindigkeit auf Autobahnen auf 130 km pro Stunde klimatisch nichts bringt, dann müsste er eigentlich  nach anderen Methoden Ausschau halten.  

  748. Das Auto ist für viele  heute ein absoluter Wert. Wie wird das in Ansätzen sinnvoll begründet?

  749. Das Auto ist ein Selbst, das alle anderen „Selbste“ ersetzen kann.

  750. Autofixierung oft aus Faulheit, die zudem als Prestigegewinn erscheint.

  751. Ein „normales“ Rentnerehepaar muss in seiner Nähe mindestens zehn Ziele haben, die es täglich mit dem Auto anfährt.

  752. Die Entwicklung der Technik kümmert sich nicht um die Menschen, nur dann, wenn sie nicht verkauft werden kann

  753. Technologie muss nicht nur am Gelingen, sondern auch auf die nichtintendierten negativen Folgen reflektiert werden.

  754. Der Fortschritt ist buchstäblich kein Schreiten, sondern die Ersetzung der Eigenbewegung durch Motore.

  755. Es gibt lebenserhaltende und lebenszerstörende Energiesklaven. Wofür sind die kommenden hundert sinnvoll?

  756. Wir müssen Bequemlichkeit bilanzieren auf Vor- und Nachteile. Jede Bequemlichkeitsmaßnahme hat auch Verluste wie Klima, Fähigkeiten, …

  757. Die Lebenswelten gleichen sich global an, egal ob in den Alpen oder an der Nordsee, sie werden zu Staffagen. Deshalb habe ich auch ein  begrenztes Verständnis für den Brexit, wenn das damit gemeint ist.

  758. Ich fahre mit dem Auto und die unmittelbare Umwelt, das Autoinnere, verändert sich nicht.

  759. Je motorisierter (und werkzeugmäßig) ein Mensch ausgerüstet ist, desto verpanzerter ist er, desto kümmerlicher wird er körperlich und geistig.

  760. Eine enge Straße als Autostraße wird immer hässlicher.

  761. Bahn und Busse sind doch selbstfahrende Autos, allerdings haben sie eine direkte  soziale Umgebung.

  762. Ich will kein intelligentes Haus und keine selbstfahrenden Autos. Zu welchem Zweck denn?

  763. Die Gesellschaft ist körperlich motorisiert und geistig über Medien elektrifiziert. Das stimmt so nicht, denn man kann  körperlich und geistige überhaupt nicht trennen.

  764. Die Herrschaft der Motore über das körperlich-geistige Leben wird tendenziell universal.

  765. Die Straße ist für das Auto kein Lebensraum, denn ein Auto lebt nicht.

  766. In Sils in einer Tiefgarage ankommen, ist keine Ankunft in Sils, sondern in düsteren Höhle.

  767. Öffentliche Verkehrsmittel sind an sich gut, Autos sind aus sozialen und ökologischen Gründen an sich schlecht. Eigenbewegungen sind  immer gut.

  768. Der Autofan hat sein Auto durch künstliche Manipulationen noch lauter gemacht, Was geht in seinem Kopf vor?

  769. Die Nazis bauten die Autobahnen aus.

  770. An wie vielen  Menschen ist man vorbeigefahren, obwohl man sie im Arm hätte nehmen müssen.

  771. Am Strand wäre ein Verbot von Motoren nur Gewinn.

  772. Die meisten Vorteile des motorisierten Individualverkehrs erweisen sich bei genauerem Hinsehen als Nachteile.

  773. Die benzindurchtränkte Luft muss als Thema gestärkt werden.  Gestank kann man hier meistens nicht mehr wahrnehmen, weil Differenzerfahrungen  fehlen, d. h. es gibt keine „normalen“  Orte und Zeiten, wo es nicht mehr stinkt

  774. Mein Nachbar würde es für blödsinnig halten, irgendein geographisches Ziel nicht mit dem Auto zu erreichen

  775. Den motorisierten Individualverkehr mit den gleichen Argument wie vor zwangzig Jahren zu begründen, zeugt von Denkfaulheit und sinnlicher Blindheit.

  776. Autofrei sind nur noch die Straßen, wo ein entsprechender ökonomischer Grund vorliegt (Einkaufstraßen). Wohnstraßen haben keine Chance.

  777. Auf Autobahnen mit „nur“ 130 kmh zu befahren, ist doch kein Opfer.

  778. Eine Autostraße ist die Negation zu all dem, was eine Straße ausmacht: spontane und geplante Kommunikation, Schönheit, Gefahrenlosigkeit, Vielfältigkeit,…

  779. Meine Motorenkritik gilt primär nicht im Produktions-, sondern im Konsumbereich. Hier gibt es ein Optimum des Einsatzes. Ein Maximum des Nichteinsatzes des Leibes führt zu katastrophalen Folgen.

  780. Die gegenwärtige motorisierte Zivilisation ist teilweise selbst destruktiv, schützt also nicht vor destruktiven Kräft – das auch.

  781.  Zwischen Mensch A und Mensch B haben sich Motore zwischengeschaltet, so dass kein direkter Kontakt mehr zwischen Menschen besteht. Die Folge: Kommunikativ gesehen werden die Menschen immer kleiner und die Motore immer größer.

  782.  ber jeden Motoreneinsatz, ob guten oder schlechten Zielen, erzeugt schädliche Emissionen.

  783. „Nächste Weihnachten feiern wir im Warmen mit unserem Wohnmobil“ (moderne Mobilität).

  784. Immer, wenn man Elektrizität (und Motore) einsetzt, wird man enteignet.

  785. Autofahren ist keine essentielle Eigenschaft und nicht naturwüchsig.

  786. Autofahrer und elektronische Unterhaltungsmedien ist ein Leben mit Minimalintensivität, also auf Sparflamme.

  787. Die Zersiedlung der Landschaft und „Verbreiung“ der Städte zusammen mit der Auflösung sozialer Strukturen war und ist nur möglich auf der Voraussetzung des motorisierten Individualverkehrs. Die Auflösung der sozialen Strukturen heißt, jederzeit können neue, meistens kurzlebige Strukturen entstehen.

  788. Das Auto hat das menschliche Maß in der Mobilität überflüssig gemacht, aufgelöst.

  789. Motorsport“ ist ein Widerspruch in sich.

  790. Autostrukturen sind weltweit gleich. Sie entindivudalisieren, ja entheimatlichen. Das ist eine Homogensierung, die von außen kommt, nicht aus einem inneren Entwicklungszwang.

  791. Autofixierung beruht letztlich auf Bequemlichkeit garniert mit egoistischen Begründungen. Das ist eine Selbstenteignung von eigenem und fremdem Leben.

  792. Zu elektronischen Medien und Autofahren: Die kognitiven Anforderungen sind auf ca. fünf Prozent zurückgefahren, auch die emotionalen Prozesse, abgesehen bei Störungen, brauchen nicht viel Energie. Beim Autofahren sind alle natürlichen Hindernisse weggeräumt, es bleiben nur noch Hindernisse des Autosystems übrig.

  793. Autofahren ist eine bewegungslos, sitzende Tätigkeit. Unterhaltungsmedien konsumieren ebenfalls. Nicht der Autofahren, sondern sein Auto ist mobil. Das gilt nur, wenn man nicht von der Identität von Auto und Mensch ausgeht.

  794.  Der Mobilitätsbegriff verdeckt den wichtigen Unterschied von Eigen- und Fremdbewegung.

  795. Ist es nicht das Autofahren selbst, nicht nur die Staus, die krank machen?

  796. Lebewesen sind lebendig, Motore nicht. Ein Motor ist der einzige Artefakt, dem Menschen als lebendig zu erscheinen. Der Unterschied schmilzt ständig zusammen

  797. Der Motor macht aus dem Subjekt ein Objekt, das denkt, es sei ein Subjekt. Ein Subjekt ist ein Mensch, der sich in entscheidenden Situationen selbst bestimmt.

  798. Der Impetus für selbst schädigende Fremdbewegung ist Bequemlichkeit.

  799. Motore erzwingen oft Bequemlichkeit und Faulheit.

  800. Genau besehen wirft man nicht den Motor an, sondern sich selbst, indem man seine eigene Kraft durch diese fremde Energie ersetzt.

  801. Bis zu 39 Prozent Abweichung zwischen Text und Realität bestehen in der Autowerbung.

  802. Für immer mehr Menschen gilt:„Ich fahre, also bin ich“.

  803. Der Motor macht aus dem Subjekt ein Objekt, das denkt, es sei ein Subjekt.

  804. „Die Stadt ist für die Menschen und nicht für Autos“ (Otto Reiter, OB von München).

  805. Ein eingefleischter Autofahrer: „Was soll ich denn in Fußgängerzonen, wenn ich ein Auto habe? Das wäre doch absurd.“

  806. Die herrschende Norm: Außermenschliche Leben wird getötet, so bald es Motore behindert.

  807. Das menschliche Leben wird tendenziell zu einem Motor, zumindest in der Funktionsweise.

  808. Was steckt psychologisch hinter diesen Süchten

  809. Motore zerstören die Erde und deren Nutzer

  810. Nahversorger sind bei normalen Autofahrern nicht „in“. Warum nicht? Sie lieben das Autofahren an sich, je länger, desto mehr Genuss.  Das ist die Differenz zur ökologischen Mobilität.

  811. Autofreie Luft ist relativ giftfrei.

  812. Autostraßen homogenisieren die Erde. Sie  sind auf der ganzen Welt gleich hässlich.

  813. Die Kritik des Dieselautos wegen Feinstaub und der Autos selbst  wegen der Klimaerwärmung ist notwendig und richtig, darf sich aber nicht auf diese Aspekte verengen. Es bleiben: Verhäßlichung, Stadtzerstörung, Sozialzerstörung, ..

  814. Nicht jeder Ort muss mit dem Auto erreichbar sein, vielleicht nur in Notfällen durch Beseitigung von Hindernissen. Aber natürlich zu Fuß und ggf. mit dem Rad.

  815. Die große gesellschaftliche Priorität des motorisierten Individualverkehrs sieht man am besten vor Einkaufszentren. Ich schätze, für die Radfahrer bleibt weniger als 1 Prozent der Fläche.

  816. Eine sinnvolle Forderung: Ökologische Zertifizierung für jedes Gebiet durchführen, aber nur auf Zeit und korrigierbar.

  817. Gegen Nischenpolitik für Fußgänger und Radfahrer, stattdessen Priorität für sie in der Verkehrspolitik fordern.

  818. Sinnvolle Ziele: Den öffentliche Verkehr elektrifizieren, möglichst auf die Schiene setzen und die Fahrzeuge wie in Aix-en-Provence klein halten. Das Netz darf übrigens nicht zu eng werden.

  819.  Der motorisierte Individualverkehr ist eine brutale, unbarmherzige Homogensierungsmaschine in Städten und auf dem Land.

  820. Wer die Schäden durch Autos genau sehen will, fahre im Sommer  auf die Halbinsel Giens in Südfrankreich.

  821. „Zu Fuß und mit dem Rad kann man weit kommen. Die Bewegung und der dabei aufgenommene Sauerstoff sind der Gesundheit zuträglich. Bus & Bahn sollten normalerweise eine „normale“ Ergänzung sein“ (aus einer persönlichen Rückmeldung).

  822. In einer bombardierten Stadt haben Teile der Natur oft eine größere Überlebenschance als in modernen Autostraßen.

  823. Es stimmt: Für einige mittellange Strecken ist das Auto zeitsparender, falls keine öffentlichen Verkehrsmittel zur Verfügung stehen.

  824. Konsequent wäre: Nicht Wölfe, sondern Auto- und Autostraßenbauer zu verjagen. Verjagen ist übrigens ein verniedliches Wort für Erschießen. Das meine ich natürlich nicht!

  825. 2. Er holt jeden Tag vom nahegelegenen Bäcker seine Brötchen mit dem Auto. Wie begründet er das? Wie rationalisieren Vielfahrer ihr pathologisches und verantwortungsloses Verhalten? Oft gehörte Argumente: es ist  bequemer, man wird nicht von Fremden gestört, man ist autonom, …

  826. An Autofans: Wo ist das Maximum des  motorisierten  Individualverkehrs? Wo die Grenzgröße der Autos und ihrer Anzahl? Wo die Grenzen des Straßenausbaus? Warum nicht vom Auto Abschied nehmen? Wir können es doch auch.

  827. Haben die betrogenen Autofahrer denn nicht bemerkt, dass sie an der Tankstelle viel mehr bezahlen mussten als die manipulierten Daten aussagten? Oder wollten sie betrogen werden?

  828. Sie haben es gerne warm. Deshalb fahren sie mehrmals im Jahr mit ihrem Wohnwagen und SUV in warme Länder, am liebsten Marokko. Deshalb wollen sie nächstes Jahr nicht zu Hause feiern.

  829. Koevolution: Die Größe der Autos und die Verschlechterung des Klimas.

  830. Autostraßen entleeren.

  831. Es muss noch Geheimnisse geben wie den Wald oder den Berg, die nicht betreten und erst recht nicht befahren werden dürfen.

  832. Sinnproduktion besteht heute  auch darin: viele und möglichst weitenterne Ziele zu bestimmen, die dann mit dem Auto erreicht werden.

  833. Es gibt kein Argument für den motorisierten Individualverkehr, nur dann,  wenn unbedingt nötig ist.

  834. Die Altstadt von Insbruck wird durch eine große Autostraße vom Inn getrennt – wie in vielen anderen Städten auch.

  835. Eine viel befahrene Autostraße ist gefährlich, giftig und hässlich. Ein Fluß nur unüberwindlich.

  836. „Für den wortwörtlichen Fortschritt.

  837. Ist den Gegnern des Verkehrsberuhigungskonzeptes „Shared Space“ in Husby eigentlich bewusst, dass sie  zumindest im Bereich der Mobilität einen rein darwinistischen Standpunkt vertreten: die uneingeschränkte „Freiheit“ des Autos - also des Stärkeren.“

  838. Die Seele äußert sich insbesondere im Blick, in den Bewegungen und in der  Haltung des Leibes. Hier haben die Bewegungen Rhythmus, der Motor hat dagegen Takt.

  839. Es gibt eine ökologisch und eine an egoistischen Bedürfnissen orientierte Mobilität

  840. Was für mich im Nachhinein unbegreiflich ist: a) wie die Deutschen während der gesamten Herrschaft der Nationalsozialismus trotz der einzigartigen Gräueltaten zu ihnen hielten und b) wie die Autoverteidiger trotz der vielen Nachteile (Ressourcenverschwendung, Klimakatastrophe, Luftverschmutzung,Unwirtlichkeit von Landschaften und Siedlungen, von lebemdoger Kommunikation) immer noch kritiklosen am motorisierten Individualverkehr in Nibelungentreue uneinsichtig festhalten. Selbst wenn die Werte vor Kindergärten gesundheitsschädlich sind.

  841. Welche Fülle an vielfältigen Eindrücken in öffentlichen Verkehrsmitteln im Vergleich zum Auto.

  842. Wer gern mit Menschen zu tun hat, fährt mit der Bahn, wer sie nicht mag oder uninteressant findet, fährt mit dem eigenen Auto.

  843. Mit Elektroautos ist ein Teilproblem fast gelöst, aber vieles auch nicht

  844. Silvesterknallerei setzt die Menge von 17 Prozent des Feinstaubs frei, die der Autoverkehr jährlich freisetzt.

  845. Ein habitueller Autofahrer: „Man findet mich nur dort, wo ich mit dem Auto hinkommen kann. Der Rest der Welt muss ohne mich auskommen. Außer Gondeln zu Bergspitzen. Anstrengungen fahre ich immer aus dem Wege.“

  846. Motorfans ohne Rassismus sind formal halbe Nazis (Diesen  Schluß ziehe ich aus  Cassierers Analyse).

  847. Der motorisierte Individualverkehr ist der jetzige Herrscher der Erde
  848. Autos und Mediennutzung  verhindern spontane direkte Kommunikation. Nur die geplante ist erwünscht.
  849. Nicht der motorisierte Individualverkehr, sondern die Bahn wird kritisiert, obwohl sie die ökologische und soziale Alternative ist.
  850. Fernsehen und Auto sind kein Ersatz für Zweisamkeit.
  851. Während der Autofahrt sind die Fahrenden bewegungslos. Die Distanz zwischen A und B überwindet das Auto, es gibt hier keine Eigenbewegung des Menschen. Das Auto „geht“, die Autoinsassen sitzen.
  852. Gegen Fahrverbote zu sein, ist wie gegen Medizin  sein.

  853. Mit dem Taxi zum Bahnhof, wegen Bauarbeiten die dreifache Zeit. Wo kann ich Entschädigung verlangen?

  854. Im Auto stelle ich ständig Überlegungen zur Fahrtstrecke und Fahrzeit an. Der Zug gleitet ohne mein Zutun, so dass ich mich auf anderes konzentrieren kann.  Im Zug kann man bei sich selbst sein, im Auto nie.

  855. These: Der Bahnkritiker erträgt keine Schönheit.

  856. Den Großraumwagen des Zuges zu betreten ist für mich einen Festsaal betreten.

  857. Autofahrer sind während des Fahrens zwangsläufig oberflächlich. Das kann ihre zweite Natur werden.

  858. Der Reifenabtrieb ist ein Tabuthema.

  859. Das Auto, Unterhaltungsmedien und Konsum bilden keine Heimat. Wenn sich Wurzeln überhaupt bilden, sind es verfaulte.

  860. Soziale Isolierung = Individualisierung.

  861. Zu viel elektrisches Licht kann aggressiv sein.

  862. Das letzte Argument: Ein SUV-Fahrer befragt, warum er sein so großes Auto hätte, antwortet "SUVs sind bei Unfällen sicherer." Ich empfehle deshalb Panzer.

  863. Die Bahn ist aus ökologischer und sozialer Sicht das fortschrittlichste Verkehrsmittel. Hinzu kommt, dass sie komfortabel ist: Man kann im Zug lesen, schreiben, arbeiten, beobachten, Gespräche führen oder dösen. Diese Gewinne dürfen nicht durch eine Totalkritik verspielt werden. Bilanzieren ist verlangt.

  864. Gegen Autos und Unterhaltungsmedien habe ich  starke Argumente, so dass ich relativ immun gegen sie bin.

  865. Frage an konsequente Autofahrer: Würden Sie ein Haus an einer viel befahrenen  Autostraße kaufen?

  866. Er kann das Tablet oder das Auto bedienen, aber sie nicht bedenken und  nicht auf einer Metaebene kritisieren

  867. Es ist gut, dass die Bahn selbstkritisch ist, aber sie hat auch allen Grund, selbstsicherer und selbstbewusster aufzutreten. Die Bahn bilanziert war noch nie so gut wie heute.

  868. Motorennutzung erzeugt Bewusstsein von Fakes.

  869. Der Weg ist immer ein Fußweg, vielleicht noch ein Radweg, aber keine Autostraße.

  870. Allein Sehen aus einem Fahrzeug erfüllt mich nicht, sondern stimmt mich traurig.

  871. Im Laufen entsteht Aneignung.

  872. Die herrschende Klasse besteht nicht aus Menschen, sondern aus aggressiven Hochtechnologien.

  873.  Der Autofahrer ist eine Funktion des Autos - nicht umgekehrt.

  874. Im Auto verlieren die Menschen ihre soziale Kompetenz.

  875. Autostraßen sind Straßen ohne Menschen.

  876. Im Auto gibt es keine Augenblicke (wortwörtlich)  nach außen.

  877. Schnell fahrende Autos sind unbarmherzig wie Geschosse. Was für eine Psyche müssen Autofahrer haben?

  878. Motore oder Leben.

  879. Autostraßen sind hässlich, voller Gestank, Gefahren, homogener Asphalt.

  880. Große Asphaltflächen sind  Ausdruck der Herrschaft des Autos.

  881. Fahrende Autos sind brutal.

  882. Die Bahn hat das Privileg, von anderen Verkehrsteilnehmern nicht "behindert"  zu werden. Wie lange noch?

  883. Die Eigenschaft Pünktlichkeit gilt primär für die Bahn.

  884. Zwei "Wahrheiten": der Lärmschutz bei der Bahn und die gleichzeitige Sichtbehinderung.

  885.  Empfehlung für die Bahn "Wir haben heute 12 Sekunden Verspätung. Das bitten wir zu entschuldigen“.

  886. Das Leben darf nicht dem Motor geopfert werden. Fremdbewegung ist Zerstörung fremden und eigenen Lebens. Fremdbewegung = Flucht vor dem eigenen Leben.

  887. Wie viel Tote per Jahr durch das Auto, wie viel durch die Bahn? Beim Autofahren sind Tod und Unfall ständig vorhanden.

  888. Autos, elektrische Medien und Konsumorientierung verdrängen das Leben auf der Erde.

  889. Pro Bahn: Möglichkeiten des Lebens, Kontakts zu anderen und sich selbst. Im Auto nicht, bestenfalls nur Surrogate des Lebens.

  890. In der Bahn fast keine Unfälle trotz der großen Geschwindigkeiten.

  891. Von dem Umfang der  Gefahren gesehen sind die Wölfe des Mittelalters heute die rasenden Autos und Motorräder.“

  892.   Jede Autofahrt beschleunigt die Erdzerstörung. Sie ist  zudem absolut unnötig und unverantwortlich, wenn parallel öffentliche Verkehrsmittel fahren.

  893.   Der Motor ist das trojanische Pferd, das dominierende Werkzeug, genauer: der Antrieb für alle Werkzeuge. Er macht den Menschen überflüssig. Er zerstört den Menschen als Menschen. Er passiviert ihn, macht ihn zum Objekt. Sein Sinn wird Spaß und Erleben auf Sehen reduziert.

  894. Warum liegt mein Schwerpunkt auf der  Motorenkritik, und hier insbesondere auf dem  Auto? Weil sie die entscheidende Bedingungen für die die Zerstörung der Erde und der inneren Zerstörung des Menschen  ermöglicht.

  895. Der Navigator verhindert direkte soziale Kontakte.

  896. Autos in Plural erzeugen Hässlichkeit pur.

  897. Zwei kleine Mädchen spielen im Wagon eines Zuges. Was kann man da alles lernen, und was alles lernen sie.

  898. Die Zurückdrängung des Autos lässt das Leben wieder zurückkehren.

  899. In den Sechzigern wollte der Verkehrminister Lauritzen, dass keine weiter als 25 Kilometer von der Autobahn wohnt. Ein bekannter Politiker schwärmte für mehrere Ebenen für Autos in USA.

  900. Verkehrsprobleme beziehen sich fast immer auf Autos.

  901. . Viel wäre gewonnen, wenn man Motorisierung als  Schlechtes erkennt.

  902. Im Hotel „Zur Post“ in Murnau hört man auf der autofreien Straße „nur“ Stimmen, manchmal auch Glocken,

  903. Der Autofahrer fragt „Warum wandern, zu Fuß gehen oder Radfahren, wenn es Autos gibt. Warum öffentliche Verkehrsmittel nutzen, wenn es Autos gibt?

  904. Atomstrom und Motorenenergie haben letztlich die gleichen negativen Folgen.

  905. Der „Tod“ des Autos wäre das Ende viele anderer Krankheiten, ja ihr „Tod“

  906. Auf der Autobahn sieht man viele LKWs. Sie dienen  direkt oder indirekt dem Konsum.

  907. Ein großer Teil des motorisierten Individualverkehrs hat seine Ursachen in Bequemlichkeit,  in Faulheit, Verantwortungslosigkeit und Dummheit.

  908. Der Haupteingang des Hotels in einer Fußgängerzone schließt dort seinen Haupteingang, um auf dem Hinterhof für Autofahrer zugänglich zu sein.

  909. Elektroautos  sind nicht die ökologische Lösung. Für ihre Herstellung wird viel Energie verbraucht. Ansonsten bleiben alle Probleme erhalten: Zerstörung von Siedlungen und Landschaften, Gefahren, Verhässlichung, Auflösung des Sozialen, Individualisierung, usw

  910. Ernst Cassirer hat die Einheit von Rassentheorie und technischer Aufrüstung bei den Nazis erkannt und beschrieben. Heute hat man von der Rassentheorie (hoffentlich) Abschied genommen, aber die Technikorientierung  übernommen.

  911. Es gibt nur eine wirkliche Alternative zum  motorisierten Individualverkehr:  autofrei leben.

  912. „Nun ein Autoland - Es ist geschafft! Autoindustrie und  autofixierten Bewohnern ist es gelungen, unsere Heimat Schleswig-Holstein nun endgültig in ein Autoland zu verwandeln. Wenn man konsequent die Kritik an diesem Zustand ausschließt, bekommt die Dominanz des Autos  naturwüchsige Qualität. Nicht das Drei-Liter-Auto, sondern protzige SUVs mit zunehmender Anzahl von Wohnwagen (das „Zweithaus“) beherrschen das Straßenbild. Hier wirkt in Reinkultur die normative Kraft des Faktischen. Aber auch der Flensburger Zeitungsverlag hat viel zu  dieser Entwicklung beigetragen: so auch durch ständige Kritik an Bahn und Bus und die  Überhöhung des Autos einschließlich der ständigen Forderungen nach weiterem Ausbau  der Autostraßen. Diese „Überhöhungen“ ist genau die Ursache dafür, dass alle Verbesserungen der öffentlichen Verkehrsmittel  ins Leere laufen. Das Auto ist inzwischen  untrennbarer Teil der  meisten Bewohner. Seelenkunde statt rationaler Argumente ist verlangt.” (Es handelt sich um einen Leserbrief, der sich auf den Artikel „Autoland Schleswig-Holstein“ v. 16. 11. 18 im shz bezieht. 

  913. Ich (Jg. 39) komme aus Elmshorn, einer damaligen Kleinstadt von 25 000 Einwohner. Die Königsstraße und ihre unmittelbare Umgebung bildeten das pulsierende Herz. Diese Mitte hatte alles, was wir brauchten und wollten (Lebensmittel, Soziales, Spontaneität, Vielfalt,  Leben, …Von der Peripherie führten alle Wege in die Innenstadt. Es gab faktisch keine Alternative. Diese Mitte ist heute faktisch erodiert. Warum? Das Auto macht Strukturen und damit eine Mitte in der Region überflüssig, weil alles im Auto ohne Anstrengung, oft auch noch schneller, erreichbar ist. Einkaufszentren, Ärzte, Fabriken, Siedlungen  usw. sind nicht mehr mittig orientiert,  sondern sind zerstreut verteilt  über die Region. Der Autofahrer verlässt sein Haus nicht mehr in eine (1) Richtung, sondern schlägt nach Interesse, Bedürfnis oder Laune jede mögliche Richtung ein. Diese Vielfalt können öffentliche Verkehrsmittel nicht auffangen, Fußgänger und Radfahrer ebenfalls nicht, weil die Distanzen inzwischen sehr groß geworden sind. Das erklärt, dass jede Heimat in ein Autoland transformiert worden ist.

  914. Diese "Richtungsbeliebigkeit" und Ziellosigkeit kann zu einem Problem eines Urlaubs mit Aututo werden. Man verbleibt im Nowhere.

  915. Meine Autokritik beruht auf der Wahrnehmung des realen Autoverkehrs, nicht auf symbolische Vermittlung in Form von Buchstaben, Zahlen und Bildern: Das  Einatmen von benzingetränker  Luft, der Blick von einer Brücke auf eine  sechsspurige Autobahn, der Krach von aufheulenden Motoren in den Straßen der Stadt.

  916. Ich fokussiere mich hier  auf das Thema Mobilität, weil ich mich hier auskenne und sie eines der Hauptquellen der ökologischen Krise ist.

  917. Vom Flugzeug ins Auto, d. h. von einer Dreckschleuder in die andere.

  918. Autos und elektronische Unterhaltungsmedien sind Täuschungen. Darin steckt Tausch, nämlich Bequemlichkeit für Leben

  919. Die Bahn bewegt täglich 37 000 Züge plus 6000 Güterzüge und befördert 7, 5 Mill. Menschen.

  920. Die Autowerbung ist nolens volens ein Teil der Zeitung, vor allem, wenn sie  großflächig ist.

  921. Schwerpunkt der heutigen Probleme der zeitgemäßen Bürger liegt  in der motorisierten Mobilität. Das reicht von angeblich zu hohen Benzinpreisen bis hin zu schlechten Straßenzustände für das Auto, nicht für den Fußgänger oder Radfahrer

  922. Auch Elektromotoren zählen natürlich zu den Motoren.

  923. Man darf die Bahn nicht auf Pünktlichkeit reduzieren, denn  sie ist ökologisch und sozial das beste Verkehrsmittel.

  924.  Motorisierte Technik verspricht das zukünftige Paradies. Deshalb ist es eine Religion.

  925. Die Reisevorbereitungen eine „normalen“ Ehepaares umfassen so viel, wie früher die eines Fürsten: einen großer Wohnwagen und eine große Zugmaschine, beide vollgeladen mit Waren und natürlich mit einem Fernseher. Der Fürst hatte zwar mehr Kutschen, die aber kleiner waren und insgesamt wohl weniger Volumen hatten.

  926. Man sollte für, SUV und  Wohnwagen Sondersteuern auflegen.

  927. Motorisierte Technik nur, wenn sie dem Leben dient und nicht grundlos ersetzt. Navigatoren wären ein negatives Beispiel.

  928. Kritik  des technischen Modernismus wird als primitiv und  unbegründet bewertet. Das ist ein verhängnisvolles Urteil.

  929. Autofahren ist Vorbeifahren.

  930. Lieber zwei Kilometer gehen als zweihundert  Kilometer mit dem Auto fahren. Es gilt, komparativ zu urteilen.

  931. Im Fahren gibt es substantiell keine Umwelt.

  932. Der Motor handelt im Kern, nicht der Mensch.

  933. Wie jeder Autofahrer  fordert, nach jedem Ort mit seinem Auto fahren zu dürfen und können, so haben Fußgänger und Radfahrer gewissermaßen ein Naturrecht, auf autofreien Wegen ihre Ziele zu erreichen.

  934. In SH im Durchschnitt 21 330 Kilometer im Jahr Auto gefahren und damit fast 1700 Kilometer über den Bundesmitte. 59 Prozent aller Wege mit Auto, zu Fuß 21, Fahrrad 13 und ÖPNV 7. Bedeutung hat das Fahrrad verloren.

  935. Immer mehr Menschen verbringen mehr Zeit im Auto oder vor Unterhaltungsmedien als mit Arbeit: Übrigens können auch Rentner arbeiten: im Garten, vor dem PC als Schreibmaschine, im Haushalt, für Bildungserwerb.

  936.  Ein Wohnmobil ist ein unbegrenzt bewegliches Haus.

  937. Wenn die Aktivitäten mit unverhältnismäßig großem Materie-Energie-Verbrauch verbunden sind, ist das nicht allein eine private Angelegenheit.

  938. Echolot im Fischfang einzusetzen ist Unrecht.

  939. Sich auf das Thema Bezinaufstände zu konzentrieren, ist fruchtbar, denn das ist ein typisches Ereignis mit großer Zukunft. Die Demonstration in Frankreich für billiges Benzin wird bald auf andere Länder übergreifen: Wie wird es in Deutschland? Die einzige Lösung werden bald  AKWs sein.

  940. Er ist ein Motorenfan. Er hat bereits sein Auto, seinen Motorrasenmäher und Laubsauer getunt.

  941. Hauptproblem im Alltag: Einen Parkplatz finden.

  942. Bequem waren die meisten Menschen wohl immer in ihren Leben. Aber jetzt umfassend „erfolgreich“, weil die Motore ihnen ihre Anstrengungen abnehmen. Das aber auf Kosten der Ökologie, der Strukturen, der Nutzer.

  943. Selbst wenn öffentliche Verkehrsmittel umsonst wären, gibt es genug Autofixierte, die nicht umstiegen.

  944. Wann erklären sich Gewerkschaften, ein Teil der Grünen und Linke mit den französischen Bezindemonstranten solidarisch?

  945. Mit dem Auto eine Fahrt ins Blaue landet zumeist in einem sinnlosen Nowhere.

  946. Das Auto erzwingt die Aufgabe einer Mitte. Das ist  fast immer Verlust.

  947. Der Motor beherrscht nicht nur das Land, sondern auch die Luft und das Wasser. Es gibt keine motorenfreie Sphäre mehr.

  948. Früher war es überall schön, heute nur noch in verinselten, autofreien Gebieten.

  949. SUV-Fahrer sind  auf praktischer Ebene Trumpianer.

  950. Die Argumente der Demonstranten in Frankreich gegen steigende Benzinpreise sind bedingt auch strukturell berechtigt.

  951. Als die Bahn pünktlicher fuhr, fuhren Autofahrer trotzdem uneinsichtig mit ihrem Auto.

  952. Benzinaufstände und Hungeraufstände sind beide Aufstände, die aber nicht von den Gründen her gleich gesetzt werden können und dürfen. Das ist eine  entscheidende Differenz.

  953.  Der Motor macht aus Subjekten Objekte – und nicht umgekehrt.

  954. Möge der  auch das  Mobilitätsverhalten  der Bürger erhellen.

  955. Es ist genau umgekehrt: Nicht der Mensch bestimmt weitgehend das Auto, sondern das Auto bestimmt weitgehend (90 Prozent?) den Menschen. Wie ein neu gegrabenes Flussbett den Fluß zwingt, nun hier zu fließen, so zwingt das Auto den Menschen. Das Auto ist gewissermaßen ein Flussbett des Lebens eines Autofahrers.  Das Auto fährt (Ortswechsel) vollkommen autonom, das Entscheidende ist also das Fahren an sich. Der Mensch führt nur noch  das aus, was das Auto nicht kann, so sich selbst steuern, selbst die Geschwindigkeit und das Endziel.bestimmen

  956. Das bestehende Straßennetz behindert andere Mobilitätsmöglichkeiten. Der motorisierte Individualverkehr  versucht so viel Platz für sich zu erlangen, wie es geht.

  957. Inzwischen dominiert das Auto, der Mensch passt sich den Bedürfnissen des Autos an bzw. sorgt für dessen Befriedigung.

  958. Umkehrung: Nicht Fußgängerübergänge, sondern Autoübergänge schaffen. D. h. der Fußgängerstrom ist das Primäre, das gelegentlich von Autos unterbrochen wird.

  959. Die schönste Fußgängerzone und das attraktivste öffentliche Verkehrssystem muss eine positive Entsprechung in den Wünschen der Bewohner haben, damit sie zu Bürgern werden. Sind diese Wünsche nicht vorhanden, werden sie nie ihre Autofixierung ändern.

  960. Formel-I-Rennen sind der Inbegriff von Aggression.

  961. Öffentliche Verkehrsmittel selbst in Zehn-Minuten-Takt mit Haltestelle vor der Haustür und kostenfrei vermag die Mehrheit der Autofahrer nicht von ihrem Auto abbringen. Warum nicht? Nicht die Bedingungen des öffentlichen Verkehrs sind entscheidend, sondern deren unveränderbare Fixierung an das Auto ist das Entscheidenden, das  Ausschlaggebende. Es geht hier nicht um rationale Argumente, sondern um Psychologie. ‚Es geht es hier um Ich-Schwäche, um Angst vor Fremden, um absolute Bequemlichkeit, um ……

  962. Autofahrer sind denkfaule Angepasste.

  963. Empirischer Befund: Je höher die Wohnhochhäuser, desto breiter die Autostraßen.

  964. Nicht der Mensch, sondern der Motor bestimmt die zukünftige Evolution, die bald schlicht an ihr  Ende kommen wird.

  965. Schröder propagierte das 3-Liter-Auto. Wohlhabende Araber investierten daraufhin ihre Petrodollars in die Autoindustrie. Dann begann der Siegeszug des spritfressenden SUV, der ein subjektives Sicherheitsgefühl und Komfort verspricht.

  966. Jede Autofahrt beschleunigt die Erdzerstörung. Sie ist  zudem absolut unnötig und unverantwortlich, wenn parallel öffentliche Verkehrsmittel fahren.

  967. Der Motor ist das trojanische Pferd, das dominierende Werkzeug, genauer: der Antrieb für alle Werkzeuge. Er macht den Menschen überflüssig. Er zerstört den Menschen als Menschen. Er passiviert ihn, macht ihn zum Objekt. Sein Sinn wird Spaß und Erleben auf Sehen reduziert.

  968. Der Nutzer stellt zwar den Motor an, aber die Arbeit verrichtet er nicht, wenn man den Knopf anstellen nicht als Arbeit bezeichnet.

  969. Wir stellen die Motore an und uns aus. Wir steuern die Maschinen, die von Motoren angetrieben werden. Aber!! Wir arbeiten nicht selbst. „Ich fahre“ ist eine Täuschung. Das Auto transportiert uns von A nach B. deshalb „Ich sitze beim Transportiertwerden.“ Man sollte ganz auf das Verb fahren verzichten, oder nur von gehen sprechen oder versuchen, die ursprüngliche Bedeutung von fahren wieder ins Bewusstsein zu bringen. 

  970. Schade, dass es Autostraßen nach Amden, Radein, Ritten und dass es Brücken zu Inseln gibt. Alles für den Autoverkehr.

  971. In unserer ruhigen Straßen fahren jetzt viele Paketdienste, die aber langsam durch Wohnmobile in der Häufigkeit eingeholt werden.

  972. In ganz Europa hinterlassen die SUVs und deren Wohnwagen eine massive Spur des Drecks hinter sich.  

  973. Ist  Pünktlichkeit die  alles entscheidende  Funktion der Bahn?

  974. Wenn das Auto für Freiheit steht, dann ist die Entscheidung für das Auto eine Entscheidung für die Zerstörung der Erde.

  975. Gegen die Vergrößerung des Straßennetzes gibt es außer von Naturschutzverbänden und Betroffenen keinerlei Einwände.

  976. Falsch,  Flensburg sei bahnmäßig nach Hamburg abgehängt, Nein es ist angehängt. Jede Fahrt ein kleines Fest. Ideal war früher das Angebot von Kaffee und einer Kleinigkeit.

  977. Zwei notwendige Differenzierungen. Die erste: Motorisierte Mobilität hat immer Emissionen, biologische Mobilität nie. Die zweite Differenzierung: Motorisierter Individualverkehr stößt viel mehr Emissionen aus wie öffentliche Verkehrsmittel.

  978. Ein Frankreichurlauber: Am besten kenne ich die Autobahnen Frankreichs.

  979. Ein motorisiertes Leben ist ein isoliertes.

  980. Habituelle Autofahrer sind von der Logik Autos, d. h. die Bedürfnisse des Auts gelten auch für sie.

  981. Ein Nachbar holt in seinem neuen SUV Brötchen vom nahe gelegenen Bäcker. Er ist etwas ungeduldig, denn er will gleich zum Joggen fahren.

  982. Wenn man sein Auto und seine Unterhaltungsmedien anschaltet, schaltet man sein eigentliches Leben aus, weil Autofahren und der Konsum von Unterhaltungsmedien Geist- und Körpertätigkeiten vollkommen ausfüllen. Der Nutzer bzw. Nutzerin werden zum Auto bzw.Unterhaltungsmedium

  983. Vom Egoismus her gesehen sind habituelle Autofahrer potentiell gewalttätig.

  984. Die theoretische Vernunft der Mobilität hat sich vom Auto in Richtung Fußgänger, Radfahrer und öffentliche Verkehrsmittel bewegt.

  985. Der motorisierte Individualverkehr ist eine  Mobilität, die große Schäden anrichtet.

  986. Die Haltung, dass man gerne Auto führe, wie ich übrigens es auch mit 18 Jahren gesagt habe, ist kein hinreichendes Argument für den motorisierten Individualverkehr.

  987. Das Auto ist alles, so dass der Nutzer zu einer Funktion des Autos wird.  Aber dieser Sachverhalt wird verdrängt, die Autonomie ist eingebildet, eine Konstruktion.

  988. Tote legt man in einen Sarg, Autoinsassen in ein Auto. Autos und elektrische Unterhaltungsmedien stellen Geist und Körper still.

  989. Geräte selbst herstellen und rauskriegen, wie sie funktionieren,  fördert die Intelligenz, habituelles Benutzen nicht.

  990. Eine Information beruht auf einen Unterschied wahrnehmen. Wenn ich spät abends durch die Straßen gehe, die nun relativ selten von Autos befahren werden, bemerke ich sofort die Bezinwolke, die ein vorbeifahrendes Auto  ausstößt. Am Tage bei dichtem Autoverkehr bemerke ich nicht den Benzingestank, weil dieser  permanent hier in der Luft hängt, ich also keinen Unterschied bemerke.

  991. Autofahren ist abstraktes Reisen, weil hier nur die Distanzbewältigung zählt.

  992. Moderne Technik, insbesondere Maschinen, die durch Motore angetrieben werden, erweitern nicht den Menschen, sondern reduzieren seine Fähigkeiten.

  993. Aufgabe: Eine Schule im Sinne von Nachhilfeunterricht für das Gehen im gesamten Stadtgebiet anbieten

  994. Die Freiheit des Autos ist keinerlei  Einschränkungen unterworfen, während seine  Freiheit die partielle Unfreiheit des Bürgers zur Folge hat.

  995. Das ökologisch und sozial beste  Verkehrsmittel ist die Bahn, aber sie wird schlecht geredet. Dieses unberechtigte Reden dient letztlich dem motorisierten Individualverkehr.

  996. Die Zeitumstellung spart heute  offensicht keine Energie, weil immer mehr Mensch mit Hilfe von Motoren den Tag zur Nacht machen.

  997. Es geht um den fundamentalen Unterschied zwischen biologischer Mobilität (Gehen, Wandern, Radfahren, Tanzen, usw) und anstrengungsloser motorisierter Mobilität.

  998. Motorisierte Mobilität ist immer eine gekaufte. Aber diese Ware und ihre Werbung erzeugt die Illusion,  sie sei Eigenbewegung.

  999. Zeitgemäße Nachteulen sind  elektrifizierte bzw. motorisiert. Diese Nachteulen treffen auf mein Unverständnis, denn sie opfern ohne Anstrengung den Tag, unsere natürliche Aktivitätszeit.

  1000. Das Auto „ent-platzt“, d. h. devaluiert den Platz des Wohnortes seines Besitzers. Das könnte man auch als Verlust der Mitte bezeichnen.

  1001. Mit Hilfe von Freisprechanlagen braucht man nicht  mehr den Hörer mit den Händen halten. Wieder ein großer Fortschritt.

  1002. Hat schon jemals ein Radfahrer ein Auto überfahren? Hat schon jemals ein Fußgänger ein Auto „übergangen“ ( = überfahren)?

  1003. Zuminest ist es kein Verlust, kein Auto  und erst recht nicht kein SUV mit Wohnwagen, auch keinen Laubsauger, keinen  Fernseher mit großem Bildschirm, keine Fernreisen und keine Erdbeeren zu Weihnachten zu haben, keine Waffen oder Gifte herzustellen. Das klingt vielleicht nach Hypermoral, aber wir haben ökologisch keine Alternative.

  1004. Ein todkranker Freund leidet insbesondere daran, dass er nicht mehr Auto fahren kann. Ich ahne nicht einmal, wie tief das Auto in der Persönlichkeit und Identität verankert ist.

  1005. Bedauern Autofahrer eigentlich, dass sie während der Fahrt auf Eigenbewegung verzichten müssen, denn sie sind real und geistig an ihr Auto gefesselt, also bewegungslos.

  1006. Warum müssen sich heute viele Menschen, oft kleine, mit SUVs künstlich aufblähen?

  1007. Wenn man kein festes Ziel hat, fällt es als Autofahrer sehr schwer, anzuhalten und „fremdes“ Land zu betreten.

  1008. Man muss die Erkenntnis, dass Motore den Menschen von ihren Fähigkeiten entfremden, laut und vernehmlich in der Öffentlichkeit vertreten.

  1009. Nur mit Hilfe von Motoren haben wir Energie und werden nicht müde.

  1010. Es ist Ideologie oder Rationalisierung, allein der Autoindustrie die Schuld an den Emissionen der Dieselfahrzeuge zu geben. Zumal es ja auch Benziner gibt.

  1011. Auto und Fernseher sind Kontaktvernichter zur Umwelt, aber auch zu sich selbst,  denn sie verunmöglichen den Selbstkontakt. Deshalb: Willst Du Dich von Deiner Umwelt und von Dir selbst isolieren, steige in ein Auto ein.

  1012. Leider ist man im Bus manchmal Alleinfahrer, obwohl die Straßen voller Autos sind.

  1013. Ein Leben ohne Elektrizität und Motoren ist ein biologisch ehrliches Leben. Ein Leben mit Fremdenergie ist ein Fake.

  1014. Der Motor ist die materielle Ursache für die Zerstörung der Erde, die aber natürlich auch wieder vielfach bedingt ist. Das ist unstrittig.

  1015. Was sind die Motive nach großen Autos? Anerkennung.

  1016. Den Ausdruck „Ex-Autofahrer“ finde ich gut, um den Bewusstseinsfortschritt zu dokumentieren.

  1017. In der Zeitung steht,  dass das das Lokal  wegen Straßenarbeiten nicht erreichbar sei. Das gilt nur für Autos,  zu Fuß oder mit dem Rad gibt es keine Probleme.

  1018.  Aus einem Brief: „Lieber Eisbär! Der Mensch hat heute keine andere Möglichkeit als Deinen Lebensraum zu zerstören, denn alleine wegen der Mobilität muss er SUVs fahren und jede Distanz mit dem Auto zurücklegen.“

  1019. Autofahren erfordert Minimum an kognitiv-intellektuellem Anspruch, aber erfordert großen Anspruch beim Reparieren und Neukonstruktion von Autos

  1020. Es fällt schwer, aus Autos im Fahren  auszusteigen und anhalten. Das habe ich im Urlaub „erlebt“.  

  1021. Während des Fahrens sind die Autofahrer und Mitfahrer bewegungslos.

  1022. Mit Wohnwagen kann man durch ganz Europa fahren ohne einen Fuß auf den Boden zu setzen -  außer in Supermärkten und Tankstellen.

  1023. Träume werden heute nur noch technisch-motorisiert realisiert.

  1024. „Wir haben im Urlaub mit dem Auto viel gesehen“ ist falsch, „Wir haben nichts erlebt“ wäre die angemessene Formulierung.  Erleben enthält Leben und Leben heißt sich selbst bewegen.

  1025. Nicht nur die Stadt wird durch den motorisierten Individualverkehr massiv beschädigt, sondern in noch größerem Ausmaße die Autoinsassen. Autofahrer zelebrieren ihre soziale Isolation als Hochform des Individualismus. Wer Auto fährt, lässt einen Teil seiner Neugierde (Gier nach Neuem) brach liegen. Warum? Ihre Angst vor Mitmenschen ist übermächtig. Sie sind die Primäropfer dieser Mobilität. 

  1026. Autofahren erzeugt mittlere Abstraktion, Fliegen höchste Abstraktion, Radfahren und zu Fuß schwache Abstraktion.

  1027. Das Auto ist die selbstverständliche Basis für größere Distanzüberwindungen. Das Auto ist der erste Zugriff für Entscheidungen. Außer dem Flugzeug gibt es für viele  keine Alternativen.

  1028. Im Auto hat sich zwischen Mensch und Außenwelt eine Stahl- und Glaswand geschoben.

  1029. Die Zugstrecke Flensburg – Hamburg lässt für mich keine Wünsche offen.

  1030. Der Mensch darf rechtlich nicht mit einem Auto gleichgesetzt werden.

  1031. Ich kann absolut nicht verstehen, warum Autofahren in irgendeiner Weise genussvoll sein könnte. Das sah ich allerdings als Achtzehnjähriger etwas anders.

  1032. Wie Jäger keine Opfer sind und Nazis keine waren, so sind auch die meisten Autofahrer keine.

  1033. Automotoren schwächen direkt den Körper und indirekt den Geist, Unterhaltungsmedien  schwächen direkt den Geist und indirekt den Körper.

  1034. Im Lichte meiner Interpretation, dass die instrumentelle Vernunft verhüllt sei, ist das Auto ein Werkzeug, das erst von wenigen kritisch analysiert wird.

  1035. Bahn und Bus haben heute keinen Anspruch, „gekauft zu werden“ – und wenn sie noch so gut sind.

  1036. Autofahren und Konsum in Unterhaltungsmedien sind  ein Placeboleben.

  1037. Wer seine Stadt, seine Umwelt, seine Mitmenschen und sich selbst liebt, schafft sein Auto ab oder lässt es zumindest so oft wie möglich stehen.

  1038. Wohnmobile sind Ersatzwohnhäuser.

  1039. Sie hat sich nun auch einen Laubsauger zugelegt wegen ihrer Rückenschmerzen, die sie durch das viele Autofahren bekommen hat.

  1040. Fast alle Städte und Dörfer waren vor der totalen Automobilisierung auf ihre je spezifische Art schön. Das fing gleich außerhalb der Haustüre an. Man erkennt das noch gut auf alten Photos.

  1041. Individualismus führt zur sozialen Isolation bzw. ist mit ihr identisch.

  1042. Weil allen Bewohnern der  Dörfer und Städte ein Auto zur Verfügung steht,  entleeren sich ihre Wohnorte ständig. Das Alltagsleben hat kein Zentrum mehr

  1043. Nun müssten es eigentlich alle erkennen: Der motorisierte Individualverkehr ist eine Fehlentwicklung.

  1044. Irrtum zu meinen, Autohersteller seien isolierte Systeme. Autohersteller und Autobesitzer sind aufeinander bezogen wie Tag und Nacht, Berg und Tal.

  1045. Vergleiche einen Weg mit einer Autostraße.

  1046. Aus dem biologisch-geistige Menschen wird zunehmend ein eindimensionaler Motorenmensch.

  1047. Beim Autofahren und Konsum von Unterhaltungssendungen  ist das Sein abwesend.

  1048. Die elektrischen Stehräder (Segways) sind das missing link für die absolute motorisierte Bewegung menschlichen Lebens. Nun auch im Hausinnern, also überall, möglich.

  1049. Bei nicht wenigen meiner Nachbarn läuft entweder ständig der Fernsehapparat oder ihre vielen Autos bewegen sich, d. h. nicht die Nachbarn.

  1050. Im Feld der Mobilität kenne ich mich relativ gut aus. Auch bin ich davon überzeugt, dass ich auf dem Gebiet der Mobilität eine Position der Vernunft einnehme, die aber mit Sicherheit ein Minderheitenvotum ist.

  1051. Ich fahre gerne mit der Bahn oder Bus. Warum? Man muss sich nicht auf das Fahren konzentrieren, sondern kann dösen, lesen, sich unterhalten, Gedanken schweifen lassen, entspannen, …

  1052. Sie fahren von Flensburg nach Sylt für einige Tage. Ihr Bus und Wohnwagen müssen aus Flexibilitätsgründen unbedingt mit. Was brauche ich? Mit einer Tasche mit dem Bus von Flensburg nach Niebüll, von dort mit dem Zug nach Westerland, von dort eventuell mit dem Bus nach Hörnum. Schluss!

  1053. Er ist nicht flexibel, wie er behauptet, sondern seine vielen Motore. Bestenfalls setzt er seine vielen Motore flexibel ein.

  1054. Ohne Elektromotore und Verbrennungsmotore kann der Mensch heute nicht viel.

  1055. Das einfache Leben ist das denkbar beste Leben  Je einfacher, desto niveauvoller. Man muss das Leben an sich als Praxis intensivieren und erleben. Deswegen: Simplify you lifte. Das ist das Gegenprojekt zum  Wirtschaftswachstum.

  1056. Nummernschilder von Autos werden anonymisiert, vielleicht auch aus Angst.

  1057. Die Forderung,  alle Spazierwege zu asphaltieren, um keine schmutzigen Schuhe zu bekommen, ist vielleicht der Höhepunkt der Naturentfremdung.

  1058. Worin liegt die Begründung, aufheulende Motore zuzulassen?

  1059.  Schlechter Konservativismus: Der motorisierte Individualverkehr war und ist im Bereich der Mobilität eine  monströse Fehlentwicklung, die so schnell wie möglich korrigiert werden muss. Wer diese Forderung nicht nachvollziehen kann, möge sich  Photos von viel befahrenen Autostraßen ansehen. U. U. sagt ein Bild mehr als tausend Worte. An dieser Mobilität festzuhalten, ist schlechter Konservativismus.

  1060. Autofahren verlangt vom Fahrer (fast) vollständige Konzentration auf das Fahren; irgendwie gilt das auch für die Mitfahrenden, obwohl nicht nötig. In öffentlichen Verkehrsmitteln hat der Mensch hier viel mehr geistige Freiheit für selbst bestimmtes Denken. Ob er das ausnutzt, ist eine andere Frage.

  1061. Mit dem Auto fahren  ist oft unnötiger Verzicht  auf den Einsatz eigener  Fähigkeiten.

  1062. Wir haben einen gut gewachsenen Ahornbau in unserem Garten. Natürlich wirft er im Herbst  Blätter ab, wobei ein Teil von ihnen auch auf die edlen Fliesen der Auffahrt unseres Nachbarn fliegen. Aber das ist für ihn kein Problem, denn in der Nacht weht ein natürlicher oder elektrisch ihm gesinnter Wind sie alle auf unsere Straßenseite. Das ist ok.

  1063. Habituelle Autofahrer kennen keine spontanen sozialen Kontakte, es sei den im Stau oder an der Tankstelle.

  1064. Laura Holzäpfel hat gerade ein Update zur Petition Saubere Luft für unsere Städte: Umrüstung aller Dieselstinker auf Kosten der Hersteller! veröffentlicht. Meine Frage: Sind Benziner keine Stinker?

  1065. Ist die Umstellung der Bezeichnung Altstadt auf Binnenstadt bereits eine implizite Kritik des Wunsches nach einer autogerechten Stadt?

  1066. Sich ins Auto setzen ist Verzicht  von Freiheit, weil die Bequemlichkeit dominiert.

  1067. Freiheit braucht Niveau und Charakter. Bequemlichkeit setzt auch eine Entscheidung für sie voraus, aber keine gute.  Entscheidungen in Freiheit müssen also nicht eo ipso gut sein. Als sich 1944 Menschen des 20. Juli für den Widerstand entschieden, war das eine unglaubliche existentielle Entscheidung.

  1068. Sich für ein bequemes Leben zu entscheiden, ist formal auch eine Entscheidung, die aber nicht weiterbringt.

  1069. Autofahren und Unterhaltungssendungen  schaffen ein naturloses Leben. 

  1070. Das Auto hält den ganzen  Konsumbereich zusammen.

  1071. Wie kann man nur glauben, dass laute Motorengeräusche Sinn erzeugen?

  1072. Autofahrer sind einfach bequem und/oder dumm und/oder  reflexionslos über das, was sie anrichten, und/oder ich-schwach und/oder …..

  1073. Das Auto realisiert  materiell, was psychisch Fremdenfeindlichkeit und Angst ist. Die geschaffene materielle Welt ist Ausfluss der Psyche. Zwischen beiden besteht eine wechselseitige Stärkung.

  1074. Zum Einkaufen von vier Artikeln müsse tonnenschwere Autos  kilometerlang in Bewegung gesetzt werden. Entweder aus Faulheit oder inzwischen aus strukturellen Gründen.

  1075. Vergleiche eine autofreie Straße mit einer stark befahrenden. Merkst Du nicht den Unterschied?

  1076. Nachbarn von uns haben in normalem  Alltag einen Auto-Radius von ca. hundert Kilometer, aber der Inhalt dieses Kreises ist fast leer.

  1077. Maxime: So wenig wie möglich mit dem Auto fahren. Je weniger das Auto eingesetzt wird, desto besser für die Umwelt und dem Fahrer. In the long run auch gut für die Wirtschaft.

  1078. Der motorisierte Individualverkehr braucht viel zu viel Platz allein für sich, egal ob fahrend oder ruhend.

  1079. Die Maxime „So viel wie möglich zu Fuß, mit dem Rad oder öffentlichen Verkehrsmitteln, so wenig wie nötig mit dem Auto“ ist ein  rationaler Ausweg aus dem Entweder-Oder.

  1080. Der Begriff Mobilität muss differenziert werden und Werte müssen in ihn einfließen.  Sonst steht der Begriff Mobilität für alle Ideologie offen. Mobilität ohne Werte ist Ideologie.

  1081. Man sieht nun nicht selten Nummernschilder von Autos, die keinen offensichtlichen Bezug zu ihrem Besitzer mehr haben wie „XX“. Ist das ein Zeichen für abnehmende Identifizierung mit  dem  eigenen Auto?

  1082. Nervig: Bei jedem Vorschlag zu  Umweltverbesserungen  sofort in den Verteidigungsmodus gehen. Das ist schlechter Konservatismus nach dem Motto „Bloß nichts verändern“.

  1083. Asphaltierung auf Autostraßen, Auffahrten,  Höfen usw. ist die absolute Negation (Aussperrung) der Natur bzw.der absolute Sieg und Verabsolutierung des Menschen.

  1084. Irgendwie verstehe ich, wenn im Auto auf langen Strecken ein Fernseher installiert wird, denn die Wahrnehmungen aus dem fahrenden Auto sind drastisch  reduziert, so dass sie gegen Null gehen.

  1085. Aufheulende und tief brummende Automotoren als ästhetischen  Genuß zu bewerten, geht gar nicht, denn das ist reine Aggression. Wer in diesem Zusammenhang deren Verbot als Aufhebung der Freiheit versteht, versteht Freiheit nicht.

  1086. Habituelle Autofahrer kennen keine spontanen sozialen Kontakte mehr - und wollen sie auch nicht.

  1087. Sich immer ins Auto setzen, ist Verzicht von Erfahrungen und  Freiheit, weil die Bequemlichkeit dominiert.

  1088. Freiheit verlangt Niveau. Bequemlichkeit setzt auch eine Entscheidung für sie voraus, aber keine für eine vita activa. Entscheidungen in Freiheit müssen also nicht eo ipso gut sein. Als sich 1944 Menschen des 20. Juli für den Widerstand entschieden, war das eine unglaubliche existentielle Entscheidung.

  1089. Sich für ein bequemes Leben zu entscheiden, ist formal auch eine Entscheidung, die aber nicht weiterbringt.

  1090. Autofahrten und Unterhaltungssendungen schaffen ein naturloses Leben. 

  1091. Das Auto hält den ganzen Konsumbereich zusammen.

  1092. Verspätungen gibt es überall. Sie sind innerhalb von Grenzen natürlich. Aber nur die Bahn soll hier „unnatürlich“ sein. Diese einseitige Kritik kann ich mir nur mit den Interessen der Autoindustrie erklären.

  1093. Je ängstlicher die Leute werden, desto besser für den PKW-Verkauf und desto schlechter für öffentliche Verkehrsmittel.

  1094. Autos und elektronische Unterhaltungsmedien koppeln  die Nutzer vom Leben ab und machen  sie uneigentlicher.

  1095. Sie sind habituelle Autofahrer, wir habituelle Fußgänger. Das erklärt, dass wir uns nie zufällig auf der Straße treffen. Wir leben in zwei verschiedenen Welten

  1096. Jede Reise führt zwar zu einem anderen Ort, aber immer sind es Orte der Erde. Sind denn die Orte so wesentlich verschieden?

  1097. Ist „Ein Auto pro Bürger“ die absolute Grenze, oder gibt es hier auch noch Steigerungsmöglichkeiten?

  1098. Der ängstliche und/oder aggressive Mensch will den motorisierten Individualverkehr.

  1099. Seit langem fahren mal wieder die Paketdienste am Haus meines Nachbarns vorbei. Ist das ein Zeichen für Saturiertheit in Bezug auf Waren oder Einsicht?

  1100. Meine Erfahrung: Gegen öffentliche Verkehrsmittel polemisieren überwiegend überzeugte Autofahrer.

  1101. Es ist schon schwer,  erfordert Charakterstärke und Wissen grundsätzlich nicht zu fliegen bei den Traumangeboten (im doppelten Sinn) der Reiseagenturen.

  1102. Für habituelle Autofahrer gibt es kein Schietwetter, denn sie sind ja immer drinnen und wollen auch nicht raus.

  1103. Warum muss die Bahn bei „Unpünktlichkeit“ Strafe bezahlen und die Autos nicht im Stau, der ja von Autos herbeigeführt wird.

  1104. Warum muss die Bahn Lärmschutzmaßnahmen  durchführen, der motorisierte Individualverkehr nicht, auch nicht gegen seine Emissionen?

  1105. Eine Distanz überwinden:  Am liebsten zu Fuß, b) dann mit dem Rad und c) mit dem Zug oder Bus, d) und erst dann, wenn unvermeidbar,  mit dem Auto

  1106. Die Faszination für das Auto ist pathologisch. Deswegen auch die Notwendigkeit  Sprachverhexung . Denn diese Sucht als normal auszugeben, verlangt Fälschung. Die Faszination für das Auto beruht auf einer Täuschung,  er führe/bewege sich selbst. 

  1107. Um Fuhlsbüttel  zwischen 6 und 22 Uhr herrscht ewiger Fluglärm.

  1108. Beim Fernsehen und Auto ist man geistig gesehen Fernseher und Auto

  1109. Im motorisierten Individualverkehr kann der enge Bürger (bougeosie) seine engen Bedürfnisse befriedigen: isoliert, bequem, schnell, bindungs- und ortlos.

  1110. Asphaltierung auf Autostraßen, Autobahnen, Höfen usw. ist  die absolute Negation (Aussperrung) der Natur und der absolute Sieg und Verabsolutierung menschlicher Bedürfnisse.

  1111. Wie kann man nur glauben, dass laute Motorengeräusche Sinn erzeugen?

  1112. Irgendwie verstehe ich, wenn im Auto auf langen Strecken ein Fernseher installiert wird, denn die Wahrnehmungen aus dem fahrenden Auto sind drastisch  reduziert, so dass sie gegen Null gehen.

  1113. Aufheulende und tief brummende Automotoren als ästhetischen  Genuß zu bewerten, geht gar nicht, denn das ist reine Aggression. Wer in diesem Zusammenhang deren Verbot als Aufhebung der Freiheit versteht, versteht Freiheit nicht.

  1114. Habituelle Autofahrer kennen keine spontanen sozialen Kontakte mehr - und wollen sie auch nicht.

  1115. Sich immer ins Auto setzen, ist Verzicht von Erfahrungen und  Freiheit, weil die Bequemlichkeit dominiert.

  1116. Freiheit verlangt Niveau. Bequemlichkeit setzt auch eine Entscheidung für sie voraus, aber keine für eine vita activa. Entscheidungen in Freiheit müssen also nicht eo ipso gut sein. Als sich 1944 Menschen des 20. Juli für den Widerstand entschieden, war das eine unglaubliche existentielle Entscheidung.

  1117. Sich für ein bequemes Leben zu entscheiden, ist formal auch eine Entscheidung, die aber nicht weiterbringt.

  1118. Autofahrten und Unterhaltungssendungen schaffen ein naturloses Leben. 

  1119. Verspätungen gibt es überall. Sie sind innerhalb von Grenzen natürlich. Aber nur die Bahn soll hier „unnatürlich“ sein.

  1120. Nervig: Bei jeder negativen Umweltinformation gehen die zeitgemäßen Menschen sofort in den Verteidigungsmodus über. Das ist schlechter Konservatismus nach dem Motto „Bloß nichts verändern“.

  1121. Habituelle Autofahrer sind  bequem und/oder dumm bzw. reflexionslos über das, was sie anrichten, und/oder ich-schwach und/oder …..

  1122. Das Auto ist materiell die Realisation, was psychisch Fremdenfeindlichkeit und Angst ist. Die geschaffene materielle Welt ist Ausfluß der Psyche. Zwischen beiden besteht eine wechselseitige Stärkung.

  1123. Auto hat wie das Geld keine Grenzen.

  1124. Schließlich haben die Nazis in Deutschland die Autobahnen gebaut. These: Rechtsradikalismus und Autoorientierung gehen zusammen.

  1125. Wir haben Glück. Für kurze Zeit sind die Motore verstummt. Nun können wir das aufgeregte Zwitschern einer Spatzenfamilie in unserer Birke gut hören – und genießen

  1126. Auf einer Autobahn gibt es kategorisch kein Leben. Autos grenzen grundsätzlich Leben aus. Das ist ein großer Verlust, der nur langsam ins Bewusstsein dringt.

  1127. Durch das Auto werden alle Distanzen in einem Umkreis von ca. 30 Kilometern zu kurzen Fahrten.

  1128. Eine Autostadt ist eine Autostadt, aber keine Stadt. Warum verstehen das so wenige der ehemaligen Bürger?

  1129.   Ein Motor kennt keinen Humor und kein Mitleid.

  1130. Wenn ich tausend Kilometer in einem Stück Auto gefahren  bin, funktioniert mein Bewusstsein wie ein bewusster Motor, wenn es diesen gäbe.

  1131. Im Bereich der Mobilität lebe ich ein richtiges Leben im falschen, in der Ernährung nicht, ….

  1132. Gesunde Ernährung denkt nur vom Menschen her, nicht von der Ökologie.

  1133. Aus dem biologisch-geistige Menschen wird zunehmend ein eindimensionaler Motorenmensch.

  1134. Der Motor darf nicht für uns Menschen Modell werden, wir dürfen nicht funktionieren und ausgestattet sein wie Motore. Motore kennen nicht Dankbarkeit und Schönheit. Das „Bewusstsein“ eines Motors ist identisch mit seinem Funkionieren.

  1135. Ich schreibe nicht gegen Autos an sich, schon eher gegen den motorisierten Individualverkehr, wenn er nicht notwendig ist – und das ist er meistens der Fall. Maxime: So wenig wie nötig.

  1136. Ich lehne den Begriff „Mobilität“ dann ab, weil er den entscheidenden Unterschied zwischen Eigenbewegung und motorisierter Bewegung unterschlägt

  1137. Die Kategorie der Verspätung spielt nur im Leben von Menschen eine Rolle, nicht in der ökologischen Dimension, in der Belastung und Beschädigung die entscheidenden Kategorien sind.

  1138. Konzentrationsprozesse schaffen Strukturen, die den motorisierten Individualverkehr vergrößern. 

  1139. Nicht der Motor ist eine Funktion des Menschen, sondern zunehmend der Mensch eine Funktion des Motors. Inzwischen kennen viele Menschen nur noch Orte, wohin sie  mit Hilfe von  Motoren gelangen können.

  1140. Es gibt im Bewusstsein keine interessanten Räume außerhalb  der  Orte des Verlassens und Ankommens.  Nur in der Eigenbewegung entstehen Zwischenräume.  

  1141. Große Autos müssen natürlich auch sehr laut sein Das erreicht man durch Nachrüstung.

  1142. Chinesische Wissenschaftler: „Airpollution causes a heavy drop of intelligence“ (BBC- one minute news am 28. 8. 18).

  1143. Viele meiner entfernt wohnenden Nachbarn kenne ich nur in ihrem Auto sitzend.

  1144. Innenstädte im traditionellen Sinne wird es bald nicht mehr geben.  

  1145. Autoorientierter Mitmensch: „Wir brauchen keine Spielplätze, sondern mehr Kindersendungen. Auch sollte  ein Haushalt nicht mehr als zehn Kilometer von einem Autobahnanschluss entfernt sein.

  1146. Ein Nachbar: „Ich werfe meinen Motorrasenmäher nur bei Sonnenschein an. Erst dann bringt es richtig Spaß“.

  1147. Trash und Motor gehen gut zusammen.

  1148. Ist mit Mobilität der passive Brieftransport oder die aktive Eigenbewegung  gemeint?

  1149.  Es gibt inzwischen autonome Waffensysteme, die den ins Programm aufgenommenen Feind ohne menschliches Zutun aufsuchen, finden und töten.

  1150. Autos und Unterhaltungsmedien Vernichter von natürlichen, sozialen und kulturellen Welten.

  1151. Das unregelmäßige Hämmern eines Handwerkers gehört zum  Rhythmus, nicht zum Takt.

  1152. Viele Gartenbesitzer lieben nur den Rasen, genauer: Die Aufgabe, den Rasen  auf gleicher  Höhe zu halten.

  1153. Was für die Schnecke ihr Gehäuse ist, ist für den Zeitgenossen sein Auto.

  1154. Wenn die Symboltheorie von Cassirer stimmt,  dann kommt alles darauf an, in  anspruchsvollen und humanen Symbolen zu leben. Übrigens wir haben zu viele Symbole in unserer Umwelt.

  1155. Ein nicht ganz ernst gemeinter  Einwurf:  Fußgänger und Radfahrer müssen von der Straße verbannt werden, denn  sie stehen im Widerspruch zu einer zeitgemäßen Mobilität, in deren Mittelpunkt das Auto steht und stehen muss. Trostpflaster für ewig gestrige Fußgänger und Radfahrer wärem: mit dem Auto erreichbare Freizeitparks, in denen Fußgänger und Radfahrer ihrem Hobby frönen können – wie auf einem isolierten Kinderspielplatz.

  1156. Wie begründen Autofreaks die Behauptung der Gleichheit von Fußgänger und Auto? Mit egoistischem Individualismus abgesichert durch falsch verstandener Demokratie und Freiheit.

  1157. Die Harley-Davidson-Fahrer sind in der Regel ältere und alte Trash-Twens.

  1158. Im Mittelpunkt des kleinbürgerlichen Ideals eines  korrekten Lebens ist der Rasen im Garten. Hier herrschen strengste Normen.

  1159. Sie  verschwindet im Medienozean des Nichts; bei ihm, ein süchtiger Autofahrer, lösen sich die Dinge auf.

  1160. Aus dem fahrenden Auto ist die Umwelt maximal verdünnt. Je schneller, desto verdünnter. Die Autowerbung zeigt nie die Umwelt aus dem fahrenden Auto, also Binnenperspektive, sondern nur aus der Außenperspektive in der Distanz,

  1161. Nutzung von Auto und Unterhaltungsmedien schwächen das Leben.

  1162. Mit welchem Recht setzen Leute die lauten Motorrasenmäher ein, obwohl es leisere elektrische und noch leisere Roboter gibt?

  1163. Was heißt „Ermordung des Raumes“? Zuallererst im Bewusstsein, später Vernichtung durch Vernachlässigung oder Demontage.  

  1164. Im Auto- oder beim Zugfahren nimmt die Umgebung Bildcharakter an. Die größte Täuschung besteht darin, Bilder für Wirklichkeit zu nehmen.

  1165. Reifenabrieb ist in Deutschland der mit Abstand größte Verursacher von Mikroplastik.

 

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